Kundenrezensionen zu 'The Very Best Of'
Unverkennbar gut (14. April 2008)
Diese Stimme, deren raues Timbre wohl einzigartig ist und dazu das exzellente Gitarrenspiel: den aus dem englischen Middlesbrough stammenden Musiker Chris Rea erkennt man schon nach den ersten Tönen.Das vorliegende Very-Best-Of Album hat mittlerweile schon ein paar Jährchen auf dem Buckel (erschienen 2001), ist aber immer noch ein Ohrenschmaus. Es vereint all seine bekannten Hits (nur der Gassenhauer "Looking For The Summer" fehlt). Dazu wartete es damals als besondere Dreingabe mit einem bis dato nicht veröffentlichten Titel auf: "Saudade" - ein Tribut an Ayrton Senna und Reas Vorliebe für den Rennsport: ein ganz besonderes Schmankerl mit seiner melancholischen Grundstimmung und der feinen Instrumentierung.
Auch wenn vielleicht der Singlemix von "Josephine" und "On The Beach" nicht jedermanns Geschmack trifft, da beide etwas anders als die altbekannten Radioeinspielungen klingen, tut dies dem Gesamteindruck dieses Albums keinen Abstrich - es ist Musik, die einfach unter die Haut geht.
Zu meinen Favoriten zählt der mit einfach großartigen Gitarrenpassagen aufwartende Titel "Nothing To Fear" - ein absoluter Hörgenuss. Auch "The Blue Cafe" schlich sich in meinen Gehörgang, aus dem es gerade kein Entkommen gibt - eine Hymne für Genießer ;-)
Zum Mitsingen der allseits bekannten Titel sind sämtliche Songtexte auf dem Booklet abgedruckt. Also dann ...
Fenster auf und "Let's Dance" on "The Road To Hell" or "On The Beach" "All Summer Long" so that "I Can Hear Your Heartbeat" and bevor you "Driving Home For Christmas" ;-)
Fazit:
Wer noch keine Platte des Engländers besitzt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Für richtige Rea-Fans, dürfte nicht allzu viel Neues enthalten sein.
Einzigartig schummrig (23. September 2007)
Ich bin keine Expertin für irgendwelche Gesamtwerke und habe diese CD spontan mitgenommen, da mir Best Ofs häufig genügen und ihrem Namen gerecht werden. Wurde nicht enttäuscht, denn dieser Mann ist ganz eigen, es gibt ihn nur einmal. Allein folgende Lieder gehören zum schönsten, was ich in gitarrenbetonter Musik kenne:"Julia"
Liebeserklärung an seine Tochter. Rührend.
"Stainsby Girls"
Melancholisch, merkwürdig, langsam... toll!
"Tell Me There's A Heaven"
Tieftraurig, nachdenklich, dunkel.
"Steel River"
Bluesig, schneidend, erdig, wie in der Kneipe nachts um 2.
"All Summer Long"
Wie Fernweh, sentrimental, Urlaubsmusik nach der Fete.
"Auberge"
Verschroben, rätselhaft, aber auch swingend.
"Driving Home For Christmas"
Tolles Rockweihnachtslied.
Allein dafür lohnt sich die CD, wenn man nicht alle Alben sammeln will.
Nett gemeint, aber... (13. April 2006)
Das ist ja nun schon dir dritte BestOf-CD von Chris Rea, dessen rauchige Stimme und Gitarrenkünste ihn ohne Zweifel zu den ganz großen zählen lassen...Davon abgesehen ist diese CD m.M. eine reine Geschäftmacherei ohne große Idee dahinter.
Es sind zwar (fast) alle Hits drauf (bis auf das wunderbar unkitschige "Looking for the Summer"), aber die Lieder sind weder nach Erscheinungsdatum geordnet (was einen besseren Überblick der musikal. Entwicklung geben würde), noch nach Stimmungen ausgeglichen. Beim Hören fällt man von einer Stimmung in die nächste und durch die sinnlose Durschmischung kann es beinahe mit dem normalen Radio verwechselt werden. Das Feeling kommt so einfach nicht hoch, was doch bei eigentlich so eigenwilliger und vielschichtiger Musik wirlich schade ist. Ein weiteres Manko ist Josephine, dass hier in einer schmucklosen, ruhigen, künstlich-melancholischen und langweiligen Version daherkommt, und den eigentlichen Schwung und die Stimmmung der Original-Version total vermissen lässt, was mich sehr enttäuscht hat.
Einziger Lichtblick ist hier Saudade, ein sehr emotionaler und perfekt arrangierter Song, der hier zum ersten Mal veröffentlicht wird. Die textliche und musikalische Kraft dieses Songs haben mich überzeugt noch einen Trostpunkt herzugeben.
Fazit: Wer diesen Song haben möchte kommt hier leider nicht dran vorbei. Der Rest der CD ist aber ohne rechten Sinn und nervt im Endeffekt aus den oben genannten Gründen. Auch klanglich ist die CD nicht zu empfehlen.
Also besser eines der beiden anderen BestOfs besorgen, oder noch besser: die eigentlichen Alben, da Rea's Musik dort erst so richtig aufblüht und man das ein oder andere Goldstück entdecken kann. Denn bei Rea geht es nicht um pure Hits sondern um gute Musik.
Schade,Schade.. (25. Mai 2004)
Für mich eher eine enttäuschende"Best of".Ich möchte nicht jedesmal alle angebotenen Lieder downloaden ,um reinzuhören,diesmal hätte ich es jedoch machen sollen."I can hear your Heartbeat" kommt im miserabligen 90-er Remix daher(zum davonlaufen),"On the Beach" genauso.Ansonsten ist dann die Auswahl o.k.Wer seine langsameren Lieder mag kommt auf seine Kosten,ein paar flottere Sachen vermiss ich(Ace of Hearts,Touche D'amour,I don't know what it is..)Deshalb und wegen "I can hear.." nur 3 Sterne.Selten ernst genommen - aber wirklich gut (28. August 2003)
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis stoße ich in der Regel auf mildes aber verstörtes Lächeln, wenn ich den Namen Chris Rea erwähne. So ganz ernst scheint man ihn nicht zu nehmen. Zugegeben: In der Vergangenheit hatte Mr. Rea oftmals ein besonderes Talent, recht belanglose Liedchen zu komponieren, deren Beschaffenheit spürbar auf Hitparaden-Kompatibilität zurechtgemacht war. Ich denke da nur beispielsweise an "Julia" oder "Driving Home For Christmas".Zugeben muss man aber auch, dass Rea ein ausgezeichneter Gitarrist ist, der es aufgrund seiner Fähigkeiten eigentlich gar nicht nötig gehabt hätte, sich an irgendwelche Charts anzubiedern. Dies hat er beispielsweise mit Songs wie "Nothing To Fear", "Saudade" aber auch mit dem, aus meiner Sicht, fälschlicherweise verpönten "The Road To Hell" eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Erfreulicherweise hörte man in letzter Zeit mehrfach, dass Rea die alten Hitparadenzeiten hinter sich gebracht hat, um sich auf ein ernsthafteres und unabhängiges Musizieren konzentrieren zu können.
Auf der "the very best of" muss es zwangsläufig Lieder aus der einen und der anderen Zeit geben. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Greatest-Hits-Album. Dies hat zur Folge, dass der Hörer dieser CD auf ein buntes Allerlei aus dem musikalischen Werk des Briten stößt. Hier wird er gelangweilt, dort fasziniert sein. Wer den Hitparaden-Rea mag, kommt hier ohnehin voll aus seine Kosten. Aber auch den ernsteren, weniger oberflächlichen Stücken wird auf dieser CD ein gewisser Platz eingeräumt. Man muss kein Prophet sein, um behaupten zu können, dass die CD für jeden ein kleines Schmankerl bereithält.
Insofern ist sie einerseits selbstverständlich unbedingt zu empfehlen. Andererseits muss ich aber sagen, dass ich persönlich ebenso mit dem Kauf einer anderen Rea-CD gut bedient gewesen wäre, die mir nicht nur Songs wie "Let's Dance", "Driving Home For Christmas" oder "Julia", sondern auch den deftigen Preis erspart hätte.
Die drei Sterne sind übrigens eher als 3,5 zu verstehen. Zu vier Sternen konnte ich mich irgendwie leider nicht durchringen, weil ich doch insgesamt ein wenig das Gefühl habe, dass es bessere CDs von Chris Rea gibt.
Übrigens, ich muss noch einmal auf ein besonderes Stück dieses Albums zurückkommen: "Saudade". Wenn Ihr Euch die CD kauft, hört es Euch unbedingt ganz genau an. Hier haben wir es nämlich, meiner bescheidenen Meinung nach, mit einem wirklichen Meisterwerk zu tun. Und wie so oft, wenn ein Popmusiker solch ein Lied schreibt, bemerkt es noch nicht einmal jemand. Wer etwas so Vielschichtiges zu komponieren in der Lage ist, muss ohne Zweifel zu den ganz Großen gehören!





