Aus der Amazon.de-Redaktion
War Transit, das Debüt-Album der Sofa Surfers, international noch ein Achtungserfolg, hielt Cargo schon deutlich mehr in Atem. Und in Bewegung: Schließlich lässt es sich zu ihrer Musik nicht nur schön im Sofa surfen, sondern auch trefflich tanzen. Dieses, ihr drittes Album, ist wie seine beiden Vorgänger eine durchaus durchwachsene Angelegenheit auch in qualitativer Hinsicht.Denn nicht jede dieser Encounters (dt.: Begegnungen) scheint den fein geschliffenen Talenten der Österreicher, über die es als solche in keiner Sekunde Zweifel geben kann, angemessen. Hier will streng subjektiv entschieden, nichts über den gleichen Kamm geschoren werden. Vom in der Tat formelhaften Einstieg "Formula" mit dem hier wenig sensationellen Rapper Sensational sollte man sich nicht vom Rest der Platte abhalten lassen. Sehr bewegend in emotionaler Hinsicht, nachgerade begnadet in der musikalischen Umsetzung ist vor allem der "River Blues" mit Jeb Loy Nichols, der schon als Kopf seiner Bluegrass-Band Fellow Travellers mit Reggae, Dub und anderen Sounds und Rhythmen experimentierte.
Das Metallische ist, abgesehen von der durchschlagenden Kollaboration mit Haudegen Mark Stewart, weitgehend verschwunden; was sich dagegen weiterhin stets auf dem Teller dreht, ist Dub. In gut verdaulichen Portionen schafft er den perfekten Boden unter dem Beinah-Roots-Reggae der wunderbaren Dawna Lee und löst die Verlässlichkeiten bei MC Santanas kantigem "Selling Souls" auf. Auch ein Highlight ist das abschließende, bezeichnenderweise ohne Gast aufgenommene "Gamelan", das zwar nichts von der sakralen Besessenheit der gleichnamigen Perkussionsorchester der Insel Bali besitzt, aber dafür ein irgendwie mystizistisches Schwarzwald-Ambiente erzeugt. Kuckuck! --Rolf Jäger
Kundenrezensionen zu 'Encounters'
Ein Triumph an Grooves (30. August 2002)
Nach zwei Studioalben, einem Remix-Sampler und einem Filmsoundtrack präsentieren die Wiener Sofa Surfers als fünftes Album eine Kollaborations-CD. Bei jedem Track arbeiten sie mit einem Gastmusiker oder Sänger zusammen, darunter auch der legendäre Industrial-Dub-Kopf Mark Stewart. Das Ergebnis fängt dort an, wo die letzte CD "Cargo" aufgehört hat - sanfte, aber bedrohliche und düstere Trip-Hop-Grooves mit Industrial- und Ambient-Anleihen, viele verschachtelte Dub- und Dance-Grooves, und manchmal eruptive Energie pur. Durch die vielen Gaststars und Stimmen wird die musikalische Palette immens erweitert, und "Encounters" ist für mich ihr bis jetzt bestes Werk und lässt auf die weitere Entwicklung des Quartetts sehr gespannt sein.Genial! (29. März 2002)
Ich kannte die Sofa Surfers bisher nur aus dem Radio von "The Plan", ihrem "Hit" sozusagen (eine tösende stampfende Soundkreation, sehr gut). Und vom Kinofilm "Komm Süßer Tod" (genialer Soundtrack). DAS ERLEBNIS SCHLECHTHIN aber, war vor etwas mehr als einem Monat das Opening-Konzert ihrer Europatournee, mit dem Programm ihrer neuen CD "encounters" in Graz!Ich weiß nicht wie sie das gemacht haben, aber ganz schleichend und unbemerkt haben sich ihre starken Beats immer größer aufgebaut, sodaß spätestens nach 4 Songs niemand mehr stand, alles rockte und driftete... Ich war vor dem Konzert nicht so gut gelaunt, aber dann kam es wie eine Offenbarung! Selten hat mich eine Performance so vom Hocker gerissen.
Okay ich sollte eigentlich die Musik beschreiben. Hm. Dub, rockend, mal mehr mal weniger Hiphop, ein wenig Drum&Base, sehr flüssige-treibende Beats, energievoll, aber alles sooooo frei! - und das ist das Entscheidende!
Mehr kann ich nicht sagen. Ist es das, was man "Wiener Schule" nennt? Ich will keine Vergleiche mit anderen aufstellen, dazu hab ich zuwenig gehört was wirklich zutreffen könnte. Egal, diese Musik ist genial und chillig und Punkt.
Heiße Empfehlung an alle Freunde elektronischer Musik, versteht sich von selbst... - aber auch für jeden Alternative-Radio-Hörer zahlt es sich aus zumindest mal reinzuhören!
Sehr gutes Album (21. Februar 2002)
Außer diesem album hab ich zwar bis jetzt nur ein paar songs auf compilations gehört, also man kann mich nicht als fan bezeichen ... aber aufgrund dieses albums kann man es getroßt werden!!!Wunderbar dunkle beats mit geilen mc's, die sich wegrappen (wo ist die tanzfläche??? !)
Kaufempfehlung!
Meisterhaft ! (18. Februar 2002)
Nach den starken Werken 'Transit', 'Cargo' und dem Gänsehaut-Soundtrack zu 'Komm,Süsser Tod' haben die Sofa Surfers nun ihr bisheriges Meisterwerk abgeliefert! 'Encounters' kommt in superfettem Sound!Von tonnenschweren Beats - einmal in Gang geraten unmöglich aufzuhalten - wird man überrollt. In einem göttlichen Dub-Gewand findet man obskure Soundschnipsel dass einem das Herz aufgeht. Perfekt arrangiert! Da tropft förmlich dicke Altölschlacke aus den Boxen direkt ins Hirn, um es hypnotisch einzunebeln. Stakkato-Raps von diversen MCs fügen sich bestens ihrem Schicksal, diesen düsteren Klangwelten ihren Schliff zu verleihen.
Als ein Erlebnis der ganz besonderen Art stelle ich mir eine Jam-Session dieser Ausnahme-Band vor.
Diese Scheibe ist eine Offenbarung!






