Das Piano (Special Edition, 2 DVDs)

Verkaufsrang: 15635 (DVD)
Actor: Holly Hunter
Actor: Harvey Keitel
Actor: Sam Neill
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: KINOWELT
Director: Jane Campion
EAN: 4006680025704
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
NumberOfItems: 2
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 31. Dezember 2003
Spielzeit: 116
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 12. November 1993
von: Holly Hunter (Hauptdarsteller), Harvey Keitel (Hauptdarsteller), Michael Nyman (Komponist)
Preis: EUR 9,96

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Product Description

Kinowelt Das Piano S.E. (2 DVDs), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 10.02.04

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Jane Campions Das Piano traf 1993 beim Publikum, das von den großartigen, traumhaften Bildern wie gefesselt war, genau den richtigen Ton. Es ist die Geschichte der Schottin Ada (Holly Hunter), die stumm ist, seit sie sich im Alter von sechs Jahren entschlossen hat, einfach nicht mehr zu sprechen. Ada reist mit ihrer kleinen Tochter Flora (Anna Paquin) und ihrem geliebten Klavier für eine arrangierte Heirat mit einem Bauern (Sam Neill) an einen abgelegenen Fleck an der Küste Neuseelands. Sie gibt einem schroffen Nachbarn, der Maori-Tätowierungen im Gesicht trägt, Klavierunterricht, und -- von da an entwickeln sich die Dinge. Der Film wird geprägt von traumähnlichen Sequenzen, die sich nur schwer zusammenfassen lassen. Eine atemberaubend schöne und originelle filmische Leistung der einmaligen Stilistin Campion. Das Piano gewann die Goldene Palme beim Filmfestival von Cannes und Oscars für Hunter, Paquin und das Drehbuch von Campion. Die wundervolle Musik stammt im Übrigen von Michael Nyman, Peter Greenaways Haus- und Hofkomponist. --Jim Emerson

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Kundenrezensionen zu 'Das Piano (Special Edition, 2 DVDs)'

5 Sterne Film - 0 Sterne DVD (27. Dezember 2008)

Der Film selbst ist wundervoll und verdient absolut zurecht 5 Sterne. Doch hier wird nicht nur der Film bewertet, sondern auch die DVD und diese ist von unterirdischer Qualität.

Ton:

Es ist eine absolute Frechheit vom Publisher, solch einen Schund zu veröffentlichen. Die englische Version enthält neben der klassischen DD 5.1 zusätzlich noch eine DTS Tonspur. Was wird in Deutsch geboten? Nichts, nur eine lächerliche Stereo Tonspur für dieses Meisterwerk, was so sehr von seiner musikalischen Untermalung lebt. Das ist eine bodenlose Frechheit. Man wird regelrecht genötigt, den Film auf Englisch zu schauen.

Bild:

Hier wird das Tonfiasko noch einmal gnadenlos übertrumpft. Da haben selbst VHS Bänder eine bessere Qualität. So wirken zum Beispiel die Berge bei der Ankunft an der Küste Neuseelands wie ein hässlicher grüner Fleck. Das Bild ist derart verschwommen, unscharf und vergrisselt (ich hoffe das Wort gibt es überhaupt), so das man sich fast schon angewidert vom Bildschirm wegdreht. Ich habe wirklich den Eindruck, und das ist kein Scherz, dass hier nur von VHS auf DVD überspielt wurde. Grauenhaft und einem solchen Film in keinster Weise würdig.

Stummfilm vor Gewächshauskulisse (17. Oktober 2008)

Den Sturm der Begeisterung, den dieser Film ausgelöst hat,
kann ich nicht nachvollziehen.
Zwar beeindruckt Holly Hunter in ihrem stummen Eigensinn.
Die nicht immer nachvollziehbare Handlung schleppt sich jedoch träge dahin.
Eine gewisse Dynamik kommt erst auf, als Adas Ehemann den Betrug entdeckt und um Ada zu kämpfen beginnt.
Diesen interessanten Abschnitt empfinde ich als stiefmütterlich
"abgehandelt".
Die vielgelobte Musik klingt schön und eingängig, aber eintönig und daher langweilig.
Die klassische Klavierliteratur dieser Zeit bietet ungleich aussagekräftigere Stücke, hätte möglicherweise aber Holly Hunter überfordert, deren authentisches Spiel zugegebenermaßen einen großen Anteil an der Wirkung ihrer Darstellung ausmacht.
Filminhalt sowie die schwüle melancholische Ästhetik sind Geschmackssache.
Kurzum, ein interessanter, aber in meinen Augen überbewerteter Film, den man bei Gelegenheit mal ansehen sollte.
Mehr nicht.
Das im Handel erhältliche 3-Disc-Set enthält den Film auf der 1., Bonusmaterial auf der 2. und die Filmmusik auf der 3. Scheibe.
Das Bonusmaterial besteht aus einem kurzen Making Of und einem ultralangen Monolog der Regisseurin, deklariert als "Interview", in dem sie erschreckend wenig Informationen preisgibt.
Danach frage ich mich,
warum statt dessen kein Audiokommentar eingespielt wurde.
Ich frage mich jedoch nicht mehr, warum der Film so langweilig geraten ist.

Fürs Fans erscheint mir der Erwerb dieser Ausgabe dennoch empfehlenswert;
für alle anderen aber Zeit- und Geldverschwendung.

ein filmisches Kleinod ... die Selbstbefreiung im Verborgenen (1. August 2008)

In diesem wunderbar poetisch und mit grandiosen Naturaufnahmen gefilmten Drama begeistert
Holly Hunter mit einer Spitzenleistung als stumme, talentierte und begeisterte Klavierspielerin Ada McGrath in ihrer physisch-psychischen Auseinandersetzung mit ihrem rauen und ungebildeten Ehemann Sam Neill und dem Gönner ihrer "Stimme", dem Analphabeten George Baines.

Erzählt wird diese unkonventionelle Parabel über die Selbstbefreiung und -findung einer Frau, die tragischen Verwicklungen und die beängstigenden Auflösung der Grenzen komplexer leiblicher Beziehungen und Beanspruchungen in beeindruckend ruhigen, fesselnden Bildern von großer Dichte und Intensität zwischen Brutalität und Zärtlichkeit.

... ein metaphernreicher, virtuos inszenierter Film mit dem Focus des Gegensatzes von Zivilisation und einer bedrohenden, unberechenbaren und zugleich faszinierenden Natur [in Anlehnung an: Dieter Wunderlich, 2002]

Geschichte über die Erweckung einer Frau (26. Juli 2008)

Das hochgeschlossene schwarze Kleid, dessen Reifrock sich aufbauscht, den zu einer Linie zusammengepresste, schweigende Mund, die großen Augen, die eine große Verletzlichkeit und gleichzeitig Kraft und Entschlossenheit preisgeben. Ich habe selten so sprechende Augen gesehen und noch nie erlebt, dass ein winziges Loch in einem Strumpf so entblößend sein kann. Ich spreche hier von Holly Hunter, die in "Das Piano" die stumme Ada verkörpert.

Neuseeland zur Zeit des 19. Jahrhunderts: Die zerbrechlich wirkende Frau, deren Ausstrahlung jedoch zugleich eine große innere Stärke und Standhaftigkeit erahnen lässt, heißt Ada. Ihr Vater hat für sie von der schottischen Heimat aus, ihre Eheschließung mit dem neuseeländischen Siedler und Farmer Alisdair Stewart (Sam Neill) arrangiert. Ihre neunjährige uneheliche Tochter Flora (Anna Paquin) begleitet sie auf dieser Reise ins Ungewisse. Angekommen in Neuseeland bleiben die beiden mit ihren Truhen und dem mitgebrachtem Piano erst mal am Strand der Neuseeländischen Küste sitzen und warten, dass der neue Ehemann sie abholt. Das Piano wird gehütet wie ein Augapfel, denn er dient der stummen Frau als wichtiges Ausdrucksmittel. Der Gatte Alisdair erweist sich als grober Klotz, ein Beispiel für eine westlichen Kolonialherren, der mit seiner "Zivilisation" die "Barbarei" der Maori zu überwinden sucht. Der neue Ehemann, der sich auch nicht gerade ergötzt zeigt, eine so eine komische streng-viktorianische Tante als Frau eingehandelt zu haben, macht so gut wie alles falsch, was man falsch machen kann. Als Krönung wird Adas geliebtes Piano an seinen Nachbarn George Baines (Harvey Keitel) verkauft. Der eigenbrötlerische Einsieder, sein Gesicht mit Maori-Tatoos bedeckt, ist fasziniert von Ada und bittet die unnahbare Frau um Klavierunterricht. Als Lohn stellt er Ihr die Rückgabe des Pianos in Aussicht. Da Ada auf das Klavier nicht verzichten kann stellt sie sich dem "Handel" mit Baines. Natürlich bleibt es nicht bei Klavierunterricht. Baines behandelt Ada als eine Art Fetisch, zwingt sie, auf eigentlich abstoßende Art, auf seine erotisch gefärbten Bedürfnisse einzugehen. Trotzdem entwickelt sich eine glaubhafte und zu Herzen gehende Liebesgeschichte zwischen den beiden.


"Wenn sich die weißen Siedler mühselig ihren Weg über den schlammigen Boden und durch die üppige Vegetation bahnen, wirken diese schon seltsam deplatziert an diesem Ort der Wildnis. Nicht zu vergessen die symbolische Kraft, die diese Bilder implizieren: In einem psychoanalytischen Kontext verweisen sie sowohl auf Sexualität als auch die unbewusste Gefühlswelt, die innerhalb des viktorianischen Weltbildes jeweils negative Konnotationen aufweisen." Zitat Filmdienst
Der Film wird nicht umsonst mit Werken wie WUTHERING HEIGHTS und JANE EYRE verglichen.
Der Film ist voll von symbolischer Aussagekraft. Die Kostüme sprechen in diesem Film für sich, das schwarze hochgeschlossene Kleid, die vielen Röcke übereinander, die Turnüre, das Korsett, alles wird immer wieder ausgiebigst ins Bild gerückt. Es geht hier eben auch um das viktorianische-moralische Korsett, welches unter seinen unzähligen Röcken die weibliche Eigenständigkeit, uneheliche Kinder und Sexualität tabuisiert. Die Neuseeländischen Einwohner sind hier das Kontrastprogramm, leicht bekleidet, offen und lebensfroh, bedeuten ihnen diese Tabus nichts. Die Kinder reiben sich, unbefangen in ihrer kindlichen Sexualität, an den Bäumen.

"Das Piano" nenne ich nun einfach mal eine Variante des Lady Chatterley- Motivs. Die Erotik, die in "Lady Chatterleys Liebhaber" deutlich gezeigt wird, bleibt hier nur angedeutet.
Eine Aufführung des Märchens mit dem despotischen "König Blaubart" im Film ist natürlich auch kein Zufall!
Dann gibt es noch die zwei reizenden Tanten: Süß, Tante Morag (Kerry Walker), als die alte spießige Jungfer! (Ich dachte erst das wäre ein Mann, der die Rolle spielt.)

Die Bilder sind unglaublich. Mich erinnern sie unwillkürlich an die Meisterwerke von Caspar David Friedrich. Die unberührte neuseeländische Wildnis und der dunkle Wald mit den riesigen, knorrigen Bäumen, die verschlammten Wege und darin die stumme Frau mit Korsett und Reifrock. Die Szenerie wirkt fast bizarr und ein Hauch von Tim Burton liegt in der Luft. Die Natur steht im Kontrast mit der viktorianischen Moral, welche Ada verstummen ließ.

Michael Nyman, der die wunderbare Musik zum Film komponierte, untermalt die Bilder auf virtuose Art und unterstreichen den "zurückhaltenden und hervorbrechenden Vitalismus". Die Musik widerspiegelt auch das, was im Innern der stummen Frau vor sich geht und zeigt wie sie sich selbst im Klavierspiel ausdrückt, durch das Piano spricht. Auch die Momente der Gebärdensprache mit ihrer Tochter zeigen die Vertrautheit und beredte Liebe zwischen den beiden. Überhaupt sind die Hände von Holly Hunter sprechend, in ähnlicher Intensität wie ihre Augen.

Hier erlebt man große Schauspielkunst:
Holly Hunter durfte den Oscar als beste Schauspielerin absolut zu Recht mit nach Hause nehmen. Sie trägt den Film, zweifelsohne.
Ihre Partner Sam Neill und Harvey Keitel bieten beide aber auch eine absolut glaubwürdige Darstellerleistung.
Adas Tochter Flora, wunderbar verspielt und feenhaft dargestellt von der kleinen 10 Jahre alten Anna Paquin, ist aus dem Film nicht wegzudenken! Für die Darstellung dieses vielschichtigen Kindes, hat Paquin verdient den Oscar als beste Nebendarstellerin eingeheimst.
Regisseurin Jane Campion, bekam die Trophäe für das beste Original-Drehbuch. ( Siehe auch den Roman zum Film)

Die Intensität dieses Filmes hat mich früher, wie heute, umgehauen. Ich habe den Film nun schon 6 mal gesehen und er hat sich nur wenig in seiner Wirkung auf mich abgenutzt. Es ist seit vielen Jahren mein absoluter Lieblingsfilm!

Fazit: Ich kann jedem dieses düster-poetische Meisterwerk ans Herz legen! Wunderschöne Bilder, traumhafte Musik und große Gefühle in einer tiefgründigen und symbolhaften Geschichte über die (erotische) Erweckung einer Frau. Nicht gerade etwas für Harmoniesüchtige, das ist schon auch eine bittere, teilweise schockierende Geschichte und hier wird keine leichte Kost serviert!

*****
Das Piano
Originaltitel: The Piano
Drama
Australien/Neuseeland 1993
121 Min:

Ich empfehle die 3er Edition: Das Piano (3 DVDs)Hier ist auch die geniale Filmmusik als CD enthalten! Das Bild ist fast in schwarz /weiß und entbehrt fast alle satten Farben. Das ist allerdings gewollt! Aber von VHS Qualität keine Spur, ein gestochen scharfes, wenn auch manchmal leicht körniges Bild. (Falls sich das nicht widerspricht)


Es gibt übrigens auch ein Buch Das Piano. Der Roman., welches u.a. auch die Vorgeschichte Adas erzählt. Das Buch zum Film von Jane Campion und Co- Autorin Kate Pullinger.


Peinliche Gefühlsduselei! (25. Juli 2008)

Dieses Machwerk soll ja zu den Filmen gehören, die angeblich besonders Frauen ansprechen. Nun ja, wer immer diese Frauen sein mögen - ich gehöre nicht dazu.
Neben der öden, zutiefst langweiligen Handlung und den hölzernen Dialogen und nichtssagenden Schauspielern ist es vor allem die schlechte Musik, die mich besonders aufregt. Holly Hunter soll alle Klavierstücke selbst gespielt haben - ja, das merkt man auch. Liebe Mrs Hunter, das Geklimpere, das in diesem Film von Ihnen als "Klaviermusik" verkauft wird, ist allenfalls schlechte, einfallslose Improvisation, hat aber mit echtem Klaverspiel nichts zu tun. Das einzig gute an diesem kitschigen Gefühlsgesäumel ist das schöne Tafelklavier, und ausgerechnet das muß büßen und endet in den Fluten des Meeres. Gut, man könnte die Versenkung des Klaviers auch als dessen Freitod deuten, denn welches Instrument möchte schon dauerhaft einem solchen nervtötenden Gestümper ausgesetzt sein. So ein Klavier ist schließlich auch nur ein Mensch bzw. wenigstens "ein gutes Tier, still, friedlich und bescheiden", wie es Wilhelm Busch formulierte.
Auch das Abhacken von Adas Finger ist somit eine etwas brutal anmutende Maßnahme ihres betrogenen Ehemannes Stewart, im Dienste der Musik jedoch ein durchaus zu begrüßender Schritt in die richtige Richung.

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