Guess Who's Coming To Dinner [UK IMPORT]

Verkaufsrang: 67742 (DVD)
Actor: Spencer Tracy
Actor: Katharine Hepburn
Actor: Sidney Poitier
Actor: Katharine Houghton
Actor: Cecil Kellaway
AspectRatio: 1.85:1
Binding: DVD
Director: Stanley Kramer
EAN: 5035822003637
Format: PAL
Format: Widescreen
Format: Import
Label: Sony Pictures Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Sony Pictures Home Entertainment
Anzahl Medien: 1
NumberOfItems: 1
Verlag: Sony Pictures Home Entertainment
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 4. März 2002
Spielzeit: 103
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 12. Dezember 1967
von: Spencer Tracy (Hauptdarsteller), Katharine Hepburn (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 23,74

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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Einige Leute werden meinen, wir sind ein ziemlich schockierendes Paar" -- diese Aussage stammt von John Wade Prentice, dem gut aussehenden Arzt, der sich in ein junges Mädchen aus einer wohlhabenden und liberalen Familie verliebt hat. Die Eltern, hervorragend gespielt von Katherine Hepburn und Spencer Tracy, haben ihre Tochter Joey erzogen, tolerant und gerecht zu sein -- und doch, als sie ihr Vorhaben erklärt, Prentice zu heiraten, sind die zwei zuerst tatsächlich schockiert. Sidney Poitier, der 2002 mit einem Oscar für sein Lebenswerk geehrt wurde, spielt den jungen Arzt, der für die Tochter Joey perfekt wäre -- wenn er nur nicht schwarz wäre.

Rat mal, wer zum Essen kommt gewann 1967 zwei Oscars (Katherine Hepburn für die beste weibliche Hauptrolle, bestes Drehbuch) und erhielt insgesamt zehn Nominierungen. Obwohl sein Alter dem Film eine gewisse altmodische Stimmung verleiht, besticht Rat mal, wer zum Essen kommt durch seine Ehrlichkeit und die detaillierte Auseinandersetzung mit Rassismus und Vorurteilen.

Seit den 60er-Jahren sind gemischte Beziehungen alltäglicher geworden -- und doch gibt es noch viele Menschen, die Schwierigkeiten damit haben. Aus diesem Grund kann man sich heute noch genauso mit den Charakteren identifizieren. Was die Geschichte besonders glaubwürdig macht, ist die Tatsache, dass die Draytons keine Rassisten sind, sondern sich als moderne, tolerante Leute sehen -- und trotzdem feststellen müssen, dass sie mit der Situation nicht klarkommen.

Der Film verschont aber auch nicht die Schwarzen -- sie sind in dieser Situation genauso von Vorurteilen geplagt, und Johns Eltern zeigen sich ebenso fassungslos wie Joeys. Ausgerechnet die schwarze Köchin, die für die Draytons arbeitet, benimmt sich John gegenüber feindlich und beleidigend. Sie meint, er würde versuchen, nach oben zu kommen, wo er nicht hingehört. Dies ist eine große Stärke des Films, da er den Zeigefinger nicht nur in eine Richtung erhebt. Dadurch beschränkt sich die Aussage des Films keineswegs auf Amerika und macht ihn heute immer noch so aktuell wie 1967. --Jennifer Andres

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Guess Who's Coming To Dinner [UK IMPORT]'

Spitzenklasse! (12. Oktober 2008)

Besser geht's nicht, das Rassenproblem zu behandeln. Ich habe mir die DVD schon dreimal angesehen. Einfach gut.

Das Drehbuch erhielt sicher zurecht einen Academy Award, ... (27. Januar 2008)

... über den von Katherine Hepburn kann man zweifellos geteilter Meinung sein, wie das in einigen Retrospektiven auf Hepburns außergewöhnliches Leben und ihre einzigartige Karriere auch mehrfach angedeutet wird. Nicht, dass sie in irgendeiner Weise schlecht gespielt hätte, allerdings ist ihre Rolle als Christina Drayton doch recht eindimensional und vorhersehbar gestrickt, so dass "die Zarin" - wie Hepburn nach ihrer ersten großen Theaterrolle und aufgrund ihres bisweilen herrischen Auftretens in Hollywood genannt worden war - hier nicht wie gewohnt mit ihrer Intelligenz und ihrem Witz glänzen konnte. Möglicherweise war es aber auch gerade diese sehr zurückgenommene, fast innig zu nennende Darbietung Hepburns, die die Jury zu ihrem Urteil veranlasst hat, ihr hier für die Rolle der zu ihrer Tochter haltenenden Mutter Christina Drayton den zweiten von insgesamt vier Oscars für weibliche Hauptrollen zu verleihen. Eine bis heute unerreichte Marke.

Die herausragende schauspielerische Leistung lieferte ganz sicher Spencer Tracy in seiner letzten Rolle als zwischen liberalen Idealen und konservativen Bedenken hin und her gerissener Vater Matt Drayton ab. Bei seinem bewegenden Schlussmonolog bekam ich eine Gänsehaut von der Präsenz und schlichten Echtheit, die in seinen Gesten und Aussagen lag. Das mag noch durch seinen eigenen herannahenden Tod (Tracy starb nur wenige Tage nach Drehschluss an Herzversagen) intensiviert worden sein, spielte er doch an der Seite seiner Geliebten Katherine Hepburn und so mag die Liebeserklärung Matts an seine Frau Christina auch ein letztes cineastisches Dokument der 26 Jahre währenden heimlichen Liebe Spencer Tracys zu Katherine Hepburn gewesen sein.

Die Handlung dieses Films ist schnell erzählt: Katherine Houghton (in der Rolle von Matt und Christina Draytons Tochter Joanna, meist Joey genannt) und Sidney Poitier (als hochbegabter Mediziner Dr. John Wade Prentice) spielen ein gemischtrassiges Liebespaar mit Heiratswunsch, was tatsächlich in den USA der 60er Jahre in etlichen Bundesstaaten noch ein Verbrechen gewesen ist. Möglicherweise wurde die innige Mutter-Tochter-Beziehung im Film auch noch dadurch verstärkt, dass Houghton, die hier ihr Kinodebüt gab, die Tochter von Hepburns jüngerer Schwester war. Da Hepburn nie eigene Kinder hatte, könnte dieses einmalige Zusammenspiel mit ihrem eigen Fleisch und Blut ihr einen zusätzlichen Schub der Inspiration vermittelt haben.

Im Laufe des Films werden in unterschiedlichen Konstellationen Gespräche über pro und contra der Beziehung geführt, bis sich das Ganze im schon erwähnten Schlussmonolog auflöst.

Fazit: Bis in die Nebenrollen passend und berührend besetztes filmisches Kammerspiel, das sich zu 80% im Haus der Draytons abspielt und so eine große innere Intensität gewinnt, die dem sehr gelungenen und trotz des Ernstes der Lage nicht an Dialogwitz sparenden Drehbuch zu verdanken ist. Ein auf leisen Sohlen daher kommender Klassiker, der gerade durch seine Sparsamkeit mit großem Pathos umso tiefer bewegt. Auch heute noch.

Gut gemeint, aber... (9. August 2006)

Ich hatte mir diesen Film, den ich noch nicht kannte, aufgrund der begeisterten Amazon-User-Rezensionen gekauft - und wurde herb enttäuscht.
"Rat mal, wer zum Essen kommt" konnte den Angriffen des Zahns der Zeit nicht standhalten - er wirkt heute trotz des ewig aktuellen Themas milde verstaubt.
Mich stören an dem Film allerdings zwei andere Dinge:
1. Katharine Hepburn ist schlicht und ergreifend schlecht. Ihr ständiges Gestotter, ihre eisige Ausstrahlung und ihr affektiertes Gehabe wirken nicht nur in diesem Film deplaziert. Nach meiner Ansicht wurde diese Dame als Schauspielerin haushoch überschätzt! Mit einer anderen Hauptdarstellerin wäre dieser Film heute sicher erträglicher - jedenfalls für mich.
2. Das Drehbuch von William Rose ist recht simpel gestrickt, moralinsauer, es tauchen Figuren auf, die später einfach fallengelassen werden, die Dialoge kippen immer wieder in Richtung Gemeinplatz. Kaum zu glauben, dass aus der Feder desselben Autors ein Klassiker wie "The Ladykillers" (1955) stammt!
Dagegen kommen auch so hervorragende Darsteller wie Sidney Poitier (in einer undankbaren Rolle als langweilig-braver Schwiegersohn) oder Cecil Kellaway (als verschmitzter Priester) letztlich nicht an.
Und auch Spencer Tracy, der zehn Tage nach Drehschluss verstarb, kann den Film nicht retten, obwohl er - bereits todkrank - hier nochmal sein Bestes gibt. Ihm hätte man einen besseren letzten Film gewünscht.
Ein gut gemeinter Film, zweifellos; das Thema war für die Macher aber offensichtlich eine Nummer zu gross.

Tracys letzter großartiger Film (12. Oktober 2005)

Im Amerika der 60-er Jahre kommt die junge Frau Joey nach einem Urlaub auf Hawaii wieder nach Hause zu ihren Eltern (Katherine Hepburn und Spencer Tracy). Sie will ihnen einen sehr interessanten Mann vorstellen, der Arzt ist und perfekt für sie wäre... doch er ist schwarz. Beide Eltern können ihren ersten Schock nicht verbergen. Sie halten sich für progressiv, haben ihre Tochter stets zu Toleranz erzogen, doch nun erkennen sie, daß sie so einfach mit dieser Situation nicht zurechtkommen...
Der Rassismus im modernen Amerika wird hier thematisiert und auch welch unterschiedliche Vorurteile die Menschen haben können. Nicht nur die „weißen" Draytons haben Vorbehalte gegen die Verbindung, auch die „schwarze" Köchin findet es unmöglich, wie John Prentice (Sidney Poitier) „sich für etwas Besseres hält, als er ist". Ebenso haben seine Eltern Einwände. Rassismus beschränkt sich eben nicht auf Weiße, sondern ist ein allgemeines Phänomen. Dies macht den Film heute noch hochaktuell und unterstreicht seine Gültigkeit auch außerhalb Amerikas.

Dieser Film bewegt heute mehr denn je! (23. Juni 2003)

"Rat' mal, wer zum Essen kommt" setzt sich nicht nur mit dem Problem des Rassismus auseinander, obwohl dies natürlich vordergründig das Hauptthema ist. Vielmehr geht es auch darum, wie schwer es für Eltern sein kann, die Entscheidungen ihrer Kinder betreffend die eigene Lebensgestaltung zu akzeptieren. In jeder Szene wird deutlich, wie schwer dieser Kampf mit sich selbst doch sein kann. Und wenn man Katherine Hepburn und Spencer Tracy betrachtet, so sind sie die Personifizierung des Laotse-Spruches "Sich selbst bekriegen ist der schwerste Krieg. Sich selbst besiegen ist der schönste Sieg". Der Sieg über Vorurteile und über die eigenen Ängste, dass das geliebte Kind eine falsche Lebensentscheidung treffen könnte. Und der Film ziegt auch einen Sieg der Toleranz und vor allem der Liebe. Großartige Schauspieler in einem großartigen Film! Und auch die Qualität der DVD hat mich äußerst positiv überrascht. Der Film wurde technisch ausgezeichnet digitalisiert.

dkb.de

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