Aus der Amazon.de-Redaktion
Tom Rowlands und Ed Simons legen los, als hätten sie eine extragroße Portion Pillen geschluckt. Come With Us startet mit dem gleichnamigen Stück, wie einst Dig Your Own Hole mit der Dancefloor-Hymne "Block Rockin' Beats". Die beiden Briten, die sich 1989 an der Manchester Universität kennen lernten und als DJ-Team unter dem Namen Dust Brothers (nicht mit den amerikanischen Produzenten zu verwechseln) zu Stars wurden, lassen auch danach erst einmal nicht locker. Tom & Ed, die sich nach einem Anruf aus den USA in Chemical Brothers umbenennen mussten, schieben eine völlig überdrehte, furiose, sich stets auf Kollisionskurs befindende Mischung aus Dance, Rock und HipHop nach.Ob es nun der Tribal-Techno von "It Began In Afrika" oder die hemmungslos wütenden Beats und Breaks auf "Galaxy Bounce" sind: Die Tanzfläche versinkt in einem Meer aus Schweiß und pulsierenden Körpern. "Star Guitar" schwenkt in House um und "Hoops" hat trotz seiner Stakkato-Beats eine angenehme Leichtigkeit. Dann folgt nach der Knatter-Nummer "My Elastic Eye" der Bruch! "The State We're In" erklingt und Beth Orton taucht urplötzlich als Sängerin auf -- die Tanzfläche füllt sich mit eng umschlungenen Pärchen, alle anderen wollen den DJ killen. Selbst die auf der Zielgerade anziehenden Rhythmen langen nicht zur Versöhnung, außerdem leiten sie nur das Disco-Mutanten-Stück "Denmark" ein.
"Pioneer Skies" mit komischen, spinettartigen Pianoklängen und pathetischen Goa-Sounds gehört in den digitalen Mülleimer. Unrühmlicher Höhepunkt aber ist das letzte, schwer an die Simple Minds erinnernde Stück "The Test" mit Richard Ashcroft. Der Titel passt, das Gemüt wird wirklich getestet. Come With Us teilt sich in zwei Halbzeiten. In der ersten spielen die Chemical Brothers schnell und virtuos nach vorne, in der zweiten Halbzeit scheinen sie nicht auf dem Platz sein. --Sven Niechziol
Kundenrezensionen zu 'Come With Us'
style change (29. März 2004)
Chemical Brothers in gewohnter Soundqualität. Jede Menge guter Ideen in den Songs, Liebe zum Detail und ein Gespür für Ausgeglichenheit, Überraschungen, Pausen, fette Beats. Aber leider zu House-lastig.Unterhalb der Möglichkeiten (15. Juli 2003)
Das Duo Ed Simons und Tom Rowland schufen mit dem Song "Block Rockin Beats" eine der Hymnen des Big Beat-Genres. Auch ihr viertes Album startet sofort mit den bewährten Zutaten von rollenden, stakkato-artigen Beats, verhallenden Schreien und der unvermeidlichen Trillerpfeife. Neu sind bei ihnen die eher trance- und discoverwandten Titel wie "Star Guitar", "Galaxy Bounce" oder "It Began In Africa", die mit kleinen Ethno-Beimischungen natürlich wieder die Tanzfläche rocken werden, aber nicht sonderlich innovativ wirken. Nach einem körperlich anstrengenden Auftakt verliert sich die zweite Hälfte der CD im stilistischen Niemandsland. Es folgt der Auftritt der Standard-Gastsänger wie Beth Orton, die eine atmosphärisch gehauchte Ballade "The State We`re In" zum Besten gibt. Geschmackssache!Völlig aus dem Ruder läuft der abschließende Titel "The Test", bei dem Gastsänger Richard Ashcroft einen psychedelisch (Simple Minds auf schlechten Drogen) anmutenden Rocksong anstimmt. So lobenswert es sein mag, neue Aspekte in seine Musik einzubringen, so schlecht sind diese hier leider umgesetzt. Denn von den Dancefloor-Innovatoren hätten wir doch mehr erwarten können - insbesondere klingen einige Dance-Titel wie Blaupausen, die jemand anders verworfen hat ("Denmark"). Unter dem Strich eine CD, die sich leider unterhalb der Möglichkeiten der Chemical Brothers befindet.
Das schlechteste Album der Chemical Brothers! (21. November 2002)
Exit planet dust war gut!Dig your own hole war GENIAL!
Surrender war super!
Und COME WITH US??? Naja.......ziemlich SCHLECHT!
Personlich bin ich ein grosser Bigbeat fan! Ich stehe nicht gerade auf Housegruppen (ausser UNDERWORLD die cool sind). Deshalb verstehe ich nicht, wieso die Chems jetzt plotzlich langsam von Bigbeat auf House umsteigen (Star Guitar, Denmark, It began in africa,.....letzterer Track hort sich wie ein Safri Duo Verschnitt an). Das passt zu den Chemical Brothers nicht! Wo bleibt aber Setting Sun, wo die Block Rockin Beats, wo Let forever be? Wo bleibt die Kolaboration mit Noel Gallagher?
Man sieht es den Chems an, dass sie gezwungen sind mit der Zeit zu gehen um sich dem heutigen Mainstream (Trance,House) anzupassen damit auch Virgin schone Verkaufszahlen kriegt!
Wobei das Ergebnis aus diesem Versuch mehr als deutlich bei "Come with us" zum Vorschein kommt : UNGENUGEND!
Zwei Lieder dieser Platte sind gut gelungen und gefallen mir persönlich :
1.Hoops
2.The Test
Wobei mich am meisten die Tatsache uberraschte, dass der letzte Track von Richard Ashcroft UND Czeslaw Niemen geschrieben wurde, einem bekannten polnischen Sanger und Songwriter!!! Es erscheint ziemlich komisch, dass sich Tom und Ed, zwei Englander, fur polnischen Blues bzw Jazz und Electronica interessieren!
Das Resultat (the test) ist wirklich horbar! Was aber nicht gerade trostend bei 10 Tracks erscheint! Hoffen wir, dass das nachste Album besser wird!
Mitreissend!!! - Warum? - LESEN... (8. Oktober 2002)
Warum diese CD gut ist?? Ich persönlich höre sehr wenige Gruppen, weil ich sehr wählerisch bin. Dazu kommt dass ich normalerweise Punk/Alternative höre. Und dann aus meinem Mund zu hören das diese CD einfach nur geil ist will schon was heissen. Kleiner Tipp: Song Nr. 5!!!PsychoPower (24. Juli 2002)
Ich bin kein Chemical Brothers Kenner, für mich war diese Scheibe die erste Berührung mit ihrer Musik. Hab sie live gesehen und war froh, dass ich nicht zu sehr drauf war, denn sonst hätte ich wohl durchgedreht.Wenn Come With Us im Player liegt, kannst du mit dem Lautstärkeregler deinen eigenen Puls kontrollieren...





