Solaris (2 DVDs) [UK IMPORT]

Verkaufsrang: 31737 (DVD)
Actor: Natalya Bondarchuk
Actor: Donatas Banionis
Actor: Yuri Jarvet
Actor: Anatoly Solonitsyn
Binding: DVD
Director: Andrej Tarkowski
EAN: 5021866211305
Format: Schwarz-Weiß
Format: Farbe
Format: Dubbed
Format: PAL
Format: Widescreen
Format: Import
Label: Artificial Eye
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Artificial Eye
Anzahl Medien: 2
NumberOfItems: 2
Verlag: Artificial Eye
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2002
Spielzeit: 159
Studio: Artificial Eye
TheatricalReleaseDate: 1972
von: Natalya Bondarchuk (Hauptdarsteller), Donatas Banionis (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 19,54

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die russische Antwort auf 2001: Odyssee im Weltraum ist ein denkwürdiger Film, der sich hinter dem Klassiker nicht zu verstecken braucht. Der legendäre russische Regisseur Andrej Tarkowskij inszenierte dieses außergewöhnlich tiefgründige Science-Fiction-Epos nach einem Roman von Stanislaw Lem. Die Geschichte folgt der unheimlichen Reise eines Astronauten (Donatas Banionis) zu einem Planeten, in dessen unmittelbarer Umgebung die Erinnerungen physische Form annehmen. Dieser kurze Abriss legt nahe, dass es sich bei dem Film um ein typisches Weltraumabenteuer handelt, eine ausgewalzte Episode von Twilight Zone etwa. Je tiefer wir jedoch in die Geheimnisse dieser Welt vordringen, desto weniger vertraut erscheint sie uns.

Auch wenn Tarkowskijs Bedeutungsebenen und seine verwendeten Verfahren manchmal verwirren, schafft es Solaris, sich in unserem Kopf einzunisten; sicher auch eine Folge des ungewöhnlich langsamen Rhythmus und der grundsätzlich fehlenden vorwärts gerichteten Dynamik. Spätestens wenn die letzten Bilder über die Leinwand flimmern, hat Tarkowskij jedoch die Konventionen des Science-Fiction-Genres weit hinter sich gelassen und eine beunruhigende Vision über Erinnerung und Heimat geschaffen. Unzweifelhaft hat sich Solaris seinen Kultstatus verdient und ist gleichermaßen herausforderndes Arthaus-Kino wie bewusstseinserweiternder Trip. --Robert Horton

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Kundenrezensionen zu 'Solaris (2 DVDs) [UK IMPORT]'

Meisterwerk des russischen Films (17. November 2008)

Einige andere Rezensenten haben den Film, der als einziger Science Fiction in einem Atemzug mit 2001 - A Space Odyssey genannt wird und ihm hinsichtlich seiner gedanklichen Tiefe in nichts nachsteht, bereits hinreichend gewürdigt. Die DVD ist in Ordnung und auch Bild- und Tonqualität sind mehr als akzeptabel. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass der russische Originalton fehlt. Wer mit einer guten deutschen Synchronisation leben kann, darf hier jedoch bedenkenlos zugreifen.

Sehr gut! (30. August 2008)

Ich habe diesen Film nicht in der vorliegenden Version, sondern original auf russisch gesehen. Daher bezieht sich meine Rezension nicht auf diese DVD sondern auf den Film selbst.

Der Film ist in seiner vorliegenden Form einzigartig. Ich habe noch keine Verfilmung gesehen, die sich mehr an das Buch gehalten hat, als diese. Die Idee des Buches wurde von vielen Filmen aufgegriffen (am originellsten fand ich in Event Horizon), aber ans buch haben sich wenige gehalten. Dieser Film tut es und auf eine sehr eigene Weise. Die Spannung im Film steigert sich nur sehr langsam. Daher könnte er als etwas langatmig bezeichnet werden. Aber das Warten wird belohnt. Aber wer Action erwartet liegt hier sicherlich falsch. Denn diese gibt es hier nicht. Stattdessen fordert der Film eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. Das entspricht kaum dem westlichen Stil, Filme zu machen, sodass er für die meisten eher befremdlich wirken wird. Ist man dazu bereit, fasziniert der Film. Ist man es nicht, wird man ihn wohl langweilig finden.

Auf den dritten Blick..... (25. Januar 2008)

Den Film habe ich beim ersten Anschauen in seiner ersten objektiven Ebene
als recht irritierend und seltsam empfunden.
Beim zweiten Durchgang habe ich bestimmte Symboliken und Hinweise auf -ein -dahinter-erhalten.
Erst beim dritten anschauen habe ich -so glaube ich-die Absicht des Autors entdeckt, der uns auf eine ganz harte Reise ins -ich-schickt.
Er hält uns einen Spiegel vor und konfrontiert uns auf beklemmende Art
mit unserem -Kern- dem -ICH-,das in uns verschüttet, ein Eigenleben hat, das wir zu gerne verdrängen.
Auf dieser Ebene interpretiert, erreicht der Film,daß wir einen Blick in unsere Seele mit allem Verborgenen, Ängsten und allem Verdrängtem, werfen können.Aber.....das Buch erfüllt den Zweck des ICH-Erkennens besser.
Also als Therapie nicht schlecht,aber das Buch ist besser!

Unglaublich: Abstrakter als Bergman und ebenso GENIAL! (23. Dezember 2007)

Respektvoll, nachdenklich und gleichermaßen melancholisch schaltete ich den Fernseher ab, lehnte ich mich zurück und versuchte zu verarbeiten, was Andrej Tarkowskij mir da fast 3 Stunden lang vorgesetzt hatte.
Es war keine "leichte Kost", ganz im Gegenteil! Zwar lässt sich der Film Zeit - lange Kameraeinstellungen, die die Bilder für sich sprechen lassen, verschaffen dem Zuseher (notwendige) Nachdenkpausen - aber er lässt sich beim besten Willen nicht binnen Sekunden verarbeiten.
Da ich als Bergman-Fan schon mehrere "Kaliber" dieser Art gewohnt war, dachte ich, dass es Tarkowskij auch nicht viel kunstvoll-verstrickter hingekriegt haben könnte. (Man erlaube mir an dieser Stelle, Ingmar Bergman als Vergleichsregisseur hunzuzuziehen). Aber im Gegensatz zu Bergman, der wenigstens versucht, eine Brücke zwischen seinen abstrakten filmlischen Stoffen und dem menschlichen Verstand zu schlagen, bemüht sich Herr Tarkowskij erst gar nicht, dem Zuseher den hochphilosophischen Inhalt von "Solaris" näher zu bringen. Es verleitet mich ein bisschen, von einer Art "Friss oder stirb - Produktion" zu sprechen. Der Zuseher, der hier, einem Buch ähnlich, zum aktiven Nachdenken angeregt wird, kann sich entweder voll und ganz dem Inhalt des Films hingeben oder aber resignierend die Stopp-Taste seines DVD-Players betätigen.
Und selbst, wenn man ersterem Motto folgt, so ist es noch ein weiter Weg hin zum Verständnis. Freilich könnte man jetzt aus rein (film)wissenschaftlicher Sicht eine halbwegs glaubwürdige Solaris-Interpretation hinknallen, ich persönlich glaube aber, dass Tarkowskij hier sehr bewusst die philosophisch-abstrakte "Achse" so sehr in den Vordergrund gearbeitet hat. Ja, er wünscht förmlich einen "mündigen" Zuseher, der sich auch nach dem Film mit dem Inhalt des Streifens auseinandersetzt, der unruhig seine Gedanken in den Griff zu bekommen versucht, der auf der Suche nach Aufklärung verzweifelt sämtliche Internet-Suchmaschinen nach Interpretationen (von "Solaris") abklappert.
"Solaris", ein Leicht-Budget-Film, ist eine Zukunftsvision, die kritisch auf die Wissenschaft blickt und gleichzeitig die Grenzen menschlichen Verstandes aufzeigt. Ehrlich gesagt, habe ich den Bestseller-Roman nie gelesen, weshalb ich auch nicht beurteilen kann, ob das filmische Werk dem literarischen Nahe kommt. Eines ist aber sicher: "Solaris" ist philosophisches Höchstniveau in Filmform. Also: Ein Klassiker, wenn nicht gar ein Vorreiter oder vielmehr ein Prototyp auf seinem Gebiet, der die Grenzen sämtlicher (wenn nicht aller) Hollywood-Produktionen sprengt. "Solaris", das ist Kunst, in einer ihrer schönsten Formen. "Solaris", das ist meisterhaftes Filmschaffen.
Tarkowskij, das ist für mich persönlich, eine Art russischer (sowjetischer) Ingmar Bergman, der, wie sein schwedischer Kollege, ganz oben am Olymp der Filmschaffenden anzusiedeln ist.

Zuseher aufgepasst: Nehmt euch genügend Zeit für diesen Streifen. Vor allem am Beginn, benötigt man Ruhe und Geduld. Am Ende wünscht man sich, man hätte noch mehr erfahren dürfen, aber Tarkowskij möchte das eben nicht; wahrscheinlich deshalb, weil er selber nicht mehr auszudrücken (also: darzustellen) wusste. Und das ist gut so! Glaubwürdigkeit wird in (zu) vielen Filmen unserer heutigen Zeit ohnehin oft viel zu sehr strapaziert!
Was soll ich noch sagen?? Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und bitte, BITTE schreiben Sie ebenfalls eine Rezension!! Ich bin auf Ihre Eindrücke gespannt!
"Solaris" schreit regelrecht nacht Diskussion im sokratischen Sinne...

Schade, dass hier maximal 5 Sterne zur Vergabe möglich sind!

Russische Science Fiction mit Kultstatus (20. März 2007)

Wir begleiten den rationalen Psychologen Kris Kelvin bei seinem Besuch auf Solaris, einer Raumstation, die um einen fernen Planeten kreist. Dieser Planet ist ein Ozean, der sich laufend verändert und - so das Gerücht - Halluzinationen erzeugt. Auf Solaris kämpft Kris mit sich selbst und seinen Gefühlen, als er seiner toten Frau gegenübersteht, die auf geheimnisvolle Weise wiederauferstanden ist. Ist das ein Versuch des Ozeans, mit ihnen zu kommunizieren, oder eine subtile Art der Folter?

"Solaris" ist sowjetische Science Fiction aus dem Jahr 1972 und beruht auf dem gleichnamigen Buch von Stanislaw Lem. Der Film ist aus einer Zeit, als Raumfahrt und Spezialeffekte für das Publikum noch neu waren, entsprechend ist das Tempo langsam, aus heutiger Sicht zum Teil ermüdend langsam geschnitten. Ich konnte mich aus diesem Grund leider zu nicht mehr als 3 Sternen durchringen. Die Botschaft des Films über Glück und Liebe ist dafür so tiefsinnig, die schwermütige Stimmung so Hollywood-untypisch, der nostalgische Flair so schön und kultig, dass Science Fiction-Fans ihn kennen sollten. In den Weiten des Internets hat jemand die Philosophie so ausgedrückt: Zwei Wahrheiten stehen hinter diesem Film - Die Unfähigkeit der Menschheit, das Universum zu verstehen, und die Unfähigkeit der Menschheit, ihre eigenen Gefühle zu verstehen.

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