Verkaufsrang: 8793 (DVD)
Actor: Aleksandr Kaidanovsky
Actor: Anatoly Solonitsyn
Actor: Nikolai Grinko
AspectRatio: 4:3
Binding: DVD
Director: Andrej Tarkowski
EAN: 5021866215303
Format: Schwarz-Weiß
Format: Farbe
Format: Vollbild
Format: PAL
Format: Import
Label: Artificial Eye
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Artificial Eye
Anzahl Medien: 2
NumberOfItems: 1
Verlag: Artificial Eye
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2002
Spielzeit: 155
Studio: Artificial Eye
TheatricalReleaseDate: 1979
von: Aleksandr Kaidanovsky (Hauptdarsteller), Anatoly Solonitsyn (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 11,92
Aus der Amazon.de-Redaktion
Der 1979 entstandene und rätselhafte Film Stalker des russischen Regisseurs Andrej Tarkowskij zählt unwidersprochen zu den Meisterwerken der Filmgeschichte. Drei Männer machen sich auf den Weg in die "Zone", um dort nach der Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche zu suchen.Vor zwanzig Jahren verwüstete ein Meteorit eine russische Provinzstadt und deren Umgebung. Reisende verschwanden in der Folge unter mysteriösen Umständen in diesem Gebiet, welches man nur noch als die "Zone" bezeichnete. Und bald machten Geschichten von einem Raum innerhalb der Zone die Runde, von dem man sich sagenhaftes erzählte. Jedem, der sich dorthin vorwagt, würden die geheimsten Wünsche erfüllt werden. Ein erfolgreicher Schriftsteller (Anatoli Solonitsyn) und ein Wissenschaftler (Nikolai Grinko) engagieren den berüchtigten Stalker (Aleksandr Kaidanovsky), einen Führer und Fährtenleser, um sie sicher dorthin zu bringen. Doch zunächst gilt es, die patroullierende Armee und die Grenzposten am Rand der Zone zu überwinden.
Was wie die Exposition zu einem Actionfilm klingen mag, ist bei Tarkowskij lediglich die Ausgangssituation, um den zentralen moralischen Konflikt stärker herauszuarbeiten. Es geht um Menschen, die sich im Leben verirrt haben und sich auf der Suche befinden. Auf der Suche nach etwas anderem, das ihnen die moderne Welt mit all ihrem Zynismus, ihrem Unglauben und der daraus resultierenden Leere nicht bieten kann. Dieses von außen auferlegte Erkenntnisstreben -- stets von Unruhe und Entbehrungen begleitet -- zeichnet sich durch Schmerz und Enttäuschung aus, wird doch die letzte Wahrheit immer unerreichbar bleiben.
Die Art und Weise wie Tarkowskij sein Thema auslotet, mit welchen Stilmitteln er arbeitet, ist atemberaubend, ganz speziell auf der visuellen Ebene. Ist der Film im ersten Drittel noch in Schwarzweiß gedreht, sind die Szenen innerhalb der Zone in monochrome Grüntöne getaucht. Die Instrumentalisierung verfallener Industrieanlagen und der unkontrollierbare Wildwuchs hat Tarkowskij den Ruf eines modernen Mystikers eingetragen und funktioniert vor dem Hintergrund der philosophisch anmutenden Grundkonstellation hervorragend. Stalker ist neben Solaris bis zum heutigen Tag Tarkowskijs berühmtester Film, der eine ganze Generation nachfolgender Filmemacher beeinflusst hat. --Thomas Reuthebuch
Kundenrezensionen zu 'Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import]'
Die Bitternis unserer Evolution: Was wir mit Händen erschaffen, stoßen wir mit......... (29. April 2008)
Stalker ist eine Ikone der Filmästehtik, die die Metapher des No(w)here in absolut wunderbare, tiefsinnige und unendlich adäquate Bilder umsetzt: Stalker transformiert Film zu einer Meditation und ist Tarkowskys weise Vorausschau der Umweltkatastrophen und ihrer moralischen Ursachen. Wer diesen Film gesehen und be"griffen" hat, kommt von ihm nicht wieder los, weil er weiß, dass Tarkowsky nur das zeigt, was die "vernünftigen Menschen" wirklich sind: Ungläubige Tyrannen der Neugier! (Ein Fan!!)Diese DVD Version ist aber Scheiße!!!!!
-----___-----Außergewöhnlicher Film auf gewöhnlicher DVD-----___----- (21. September 2007)
Zunächst ist es ein wenig schwierig bei einem Film wie diesen hier einen Anfang zu finden und sich an ihn heranzutrauen da dieses Thema schon eine Herausforderung darstellt. Er stammt vorab noch aus einer Zeit in der es nicht immer einfach gewesen war in der Sowjetunion seine Meinung zu äußern. Gleichzeitig greift er ein äußerst futuristisches Thema auf, mit dem zugegeben nicht jeder etwas anfangen kann und manchen Zuschauer ziemlich nachdenklich stimmt. Ursprünglich sollte der Film hauptsächlich an dem vierten Kapitel des Romans "Picknick am Wegesrand" angelehnt sein jedoch unterschied er sich während der Vollendung des Drehbuches immer mehr von seiner Vorlage. Bevor er endlich komplett abgedreht wurde gab es noch eine andere Fassung mit der, der Regisseur Andrey Tarkovsky nicht zufrieden gewesen sein soll und den kompletten Film hinterher neu drehte.In einer tristen russischen Industriestadt, in einem unbekannten Teil des Landes brechen zwei Männer auf die scheinbar ihrem bisherigen Leben für eine Weile den Rücken kehren wollen um sich auf ein riskantes Wagnis einzulassen indem beide beschließen in ein rätselhaftes Gebiet aufzubrechen welches unweit der Stadt liegen soll um das seltsame Gerüchte die Runde machen. Angeblich soll an dieser besagten Stelle vor 20 Jahren ein Meteorried eingeschlagen sein und sogar von der Landung Außerirdischer ist die Rede. Deswegen wird dieser Ort vom Militär quasi hermetisch abgeriegelt und niemand der sich unerlaubt dort hingewagt hat soll jemals zurückgekommen sein. Die unmittelbare Umgebung in der sich früher Fabriken befanden ist seit den Ereignissen von damals teilweise verwüstet und heruntergekommen. Reisende verschwanden bereits zuvor unter mysteriösen Umständen in dieser Zone jedoch soll es innerhalb von diesem Ort auch einen Bereich geben an dem Wunder möglich sind und sich langersehnte Hoffnungen erfüllen weswegen die beiden Männer letztendlichen den Entschluss getroffen haben ihre Reise zu ihrem Ziel anzutreten. Beide jedoch haben völlig unterschiedliche Gründe diese Gegend aufzusuchen, der eine ist ein Schriftsteller der hofft am Höhepunkt von dem Vorhaben seine verlorene Eingebung zurück zu finden während der Andere, ein Naturwissenschaftler der im Film nur als Professor angeredet wird, heimlich versuchen will diesen Bereich zu zerstörten da er fürchtet, dass seine Macht missbraucht werden kann.
Das erste Drittel des Films ist in schwarz-weiß gedreht welches in ein leicht bromartiges braun getaucht ist um möglicher Weise die Tristes der Heimat jener beiden Männer und auch das Motiv für ihr Vorhaben zu unterstreichen. Der Film selber hat darüber hinaus eine unheimlich langsame Erzählweise und ruhige Kameraführung. Wenn man ihn jedoch auf sich wirken lässt, das geht am besten spät am Abend, kann man sich dafür gut in die Handlung hinein versetzen. Trotz dieses Inhalts kommt Stalker völlig ohne Spezialeffekte aus. Damit sehe ich einen klaren Beleg das teurer Aufwand in einem Film nicht die durchdachte Handlung ersetzen kann und schon einfache aber gut platzierte und genau ausgearbeitete Stielmittel ausreichen um beim Zuschauer etwas tief im Inneren zu bewegen.
Der Stalker versteht sich hier als ein Pfadfinder der am Rande des Sperrgebiets lebt und sein Geld damit verdient Leute unauffällig und an den Augen der Sicherheitskräfte vorbei durch den Sektor zu führen. Mit der Zeit hat er ein Gespür für diesen sich immer verändernden Ort angeeignet. Jenen Herren suchen die beiden Männer auf da nur er mit seiner Erfahrung in der Lage ist Gefahren innerhalb dieser Zone zu umgehen und Fallen die dort lauern auszuweichen. Nicht nur der Schriftsteller und der Professor haben ihre Motive diesen Ort aufzusuchen auch der Stalker selbst hofft dort eine Möglichkeit zu finden seine kranke Tochter wieder zu heilen die aufgrund der Nähe zu diesem unheimlichen Ort gesundheitlich schwer gelitten hat. Der Pfadfinder ist daher sogar bereit seine beiden Begleiter dafür zu opfern.
Die deutschen Verleiher von Icestorm Entertainment haben dieses Werk jedoch unerfreulicherweise nicht mit dem nötigen Respekt behandelt. Die DVD wirkt auf den Zuschauer optisch und qualitativ wie eine B-Ware aus Osteuropa. Das Bild ist für die heutigen verwöhnten Augen kaum zu ertragen, jedoch beträgt die durchschnittliche Bitrate einen Wert von immerhin 4.9 M-Bit in der Sekunde was eigentlich noch im mitlernen Bereich liegt. Ebenso der Ton erweist sich als Enttäuschung. Da mittlerweile jeder ausländische Film auch über Originalton als Zweitsprache verfügt ist es unverständlich wieso hier nur deutsch enthalten ist. Beispielsweise wurde in den Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Finnland eine doppelt DVD auf dem Markt gebracht die ein deutlich besseres Bild hat und sogar 5.1 Ton. Die Zusatzausstattung auf den anderen Auflagen scheint ebenfalls umfangreicher, die besteht neben einer Bilder Galerie und der Biografie über Andrey Tarkovsky noch aus dem Kurzfilm "Erinnerungen" (an Tarkovsky’s Haus) / "The Steamroller and the Violin" / dem interview mit Cinematograph Alexander Knyazhinsky und einer weiteren Unterredung mit Produktion Designer Rashit Safiullin. Interessant finde ich auch die amerikanische DVD die neben den beiden ersten Kurzfilmen noch 40 Minuten Interviews mit weiteren Beteiligten enthält. Falls ich bei dem einem oder anderen Interesse geweckt habe empfehle ich sich den Stalker erst einmal auszuleihen da er sehr anspruchsvoll ist und man ihn so leicht mit keinem anderen Film vergleichen kann auch wenn ich zugeben muss das er unter Umständen selten in der Videothek zu finden ist. Über die Schwierigkeiten mit dem Kopierschutz kann ich jetzt an dieser Stelle keine Aussage machen da ich die deutsche Auflage selbst nicht besitze allerdings höre ich von Wiedergabeproblemen im Zusammenhang mit dem Film nicht das erste Mal. Fans denen er gefallen hat und ihn verstanden haben besitzen meist eine Import Fassung aus Großbritannien oder den USA da die deutsche Auflage dem Werk keinesfalls gerecht wird.
ein guter Film, den man aber nicht sehen kann (10. September 2007)
Der Film ist ein hervorragendes Meisterwerk der subversiven sovietischen Filmkunst. Der gleichnamigen Videospielproduktion ist es zu verdanken, daß sich die Bekanntheit von Arkadi und Boris Strukazki's Romanvorlage und Andrej Tarkowski's Film wieder ein klein wenig in das Bewusstsein der Menschen getrieben hat.Einziger Nachteil: Um diesen Film zu sehen, muß ich mein 1998 gekauftes DVD-Gerät hervorholen und anschließen. Der ultraharte Kopierschutz auf dieser DVD hindert selbst moderne DVD-Geräte am Abspielen - was ich leider auch bei diversen Warner-Bros.-Produktionen wie "Mc Q" erfahren musste.
Ich verstehe, daß Ländercodes und Kopierschutz für neu erschienene Filme wichtig sind, aber bei 25-35 Jahre alten B-Produktionen macht das absolut keinen Sinn mehr - sondern schürt nur Frustration - was auf lange Dauer dazu führen wird, daß ich keine modernen DVDs mehr kaufe, sondern nur noch alte Kassetten. Die kann man nämlich wenigstens ansehen, ohne daß das Abspielgerät meldet "kein gültiger Datenträger eingelegt"!!!
Man könnte über den Film eine Diplom-Arbeit schreiben (6. September 2007)
Ich bin über viele Umwege auf den Film und diese Thematik gekommen. Zuerst hat mich das gleichnamige Computerspiel interessiert. Nicht zuletzt, weil es von meinen Landsmännern programmiert wurde, sondern auch wegen dem philosophischen Aspekt darin. Ich wollte unbedingt mehr erfahren und hab mir auch die Romane dazu geholt. Danach wollte ich noch wissen, was der Ursprung dieser ganzen Idee von einer sogenannten "Zone" war, darum musste noch "Picknick am Wegesrand" als Abend-Lektüre herhalten. Natürlich fehlte da noch das letzte Puzzleteil und ich hab mir noch diesen Film von Tarkowski ins Haus geholt, der ja eben jenen Stoff von den Strugazki-Brüdern aufgreift.Der Film ist wirklich sehr sehr gut! Ich will nicht alles wiederholen, was meine Vorgänger schon erwähnt haben. Aber dieser Film ist in seiner Machart wirklich einzigartig und einfach toll (vielleicht sogar genial). Was ich auch nur sagen kann ist, dass man für die 2 1/2 Stunden wirklich ein bisschen Ruhe und Geduld mitbringen muss. Die Kameraführungen sind ruhig, ausgeglichen und enthalten wirklich wenige Schnitte. Aber dafür umso beeindruckendere Kamerafahrten, die einem schon fast ins Gesicht springen. Da muss man auch vor den Schauspielern einfach den Hut ziehen. Teilweise gibt es fast viertelstündige Dialoge und Handlungen, die einwandfrei und glaubwürdig rübergebracht werden, ohne Schnitt und ähnlichen Hokuspokus (davon könnte sich Hollywood mal eine dicke Scheibe abschneiden). Die Dialoge und Monologe sind wirklich sehr tiefgründig und vielleicht nicht mit dem ersten Mal gucken vom Sinn her vollständig erschließbar, aber auf jeden Fall können sie schon beim ersten Mal gucken ohne große Probleme verstanden werden. Wenn man aber vorher "Picknick am Wegesrand" gelesen hat (was ich nur empfehlen kann), sollte man jedoch nicht auf optische Sensationen in Richtung Special-Effect's hoffen. Sowas sieht man in dem Film definitiv nicht! Aber umso mehr beeindruckt es mich, wie diese Landschaften auf einen wirken...meine Lieblingszene: Wo die drei frisch in der Zone ankommen und über das Feld mit den zerstörten Panzern und toten Soldaten laufen (vor allem im Vordergrund). Einfach beeindruckend düster und nihilistisch. Manche Szenen sind auch etwas langgezogen, das muss man zugeben, aber dies stört meiner Meinung nach auch nicht. Wie gesagt, etwas Gelassenheit und Bereitschaft, sich auf eine Irrfahrt in die menschliche Psyche und ihre künstlichen Systeme, sowie deren Auswüchse einzulassen, muss man mitbringen. Das Drumherum ist und bleibt mysteriös, es gibt keine Einleitung und auch keinen Epilog. Man wird wirklich ins kalte Wasser geworfen, besonders, wenn man benanntes Werk von den Strugazki-Brüdern nicht gelesen hat, das macht nämlich das fiktive Wasser etwas wärmer ;-)
Ich glaube, dass dies auch der Grund ist, warum einige Leute nichts mit dem Streifen anfangen können, es ist halt alles recht abstrakt gehalten, was auch beabsichtigt ist. Aber unvorbereitet erwischt einen da die Philosophie-Granate volle Breitseite. Und diese surrealistische Umgebung verwirrt (verständlicherweise) zusätzlich. "Elly McBeal" mögen ja auch viele, obwohl es da auch hauptsächlich "nur" um Menschen und ihre Empfindungen geht und es keine rasante Aktion gibt (sich bitte nicht dran aufhängen! Ich weiß, ist nicht vegleichbar, dient hier lediglich nur als Anschauung). Ich kann den Film wirklich uneingeschränkt empfehlen. Beeindruckende Bilder, ohne digitale Special-Effect's garantiert. Eine Handlung mit Tiefgang wird mitgeliefert, sowie eine sehr sehr gute Schauspielleistung und glaubhafte Charaktere. Wirklich ein Meilenstein im Film-Genre, über den bestimmt schon einige Film-Studenten ihre Diplom-Arbeit geschrieben haben.
Philosophisch ausgezeichnet (11. August 2007)
Nach dem Anschauen von "Stalker" war ich so begeistert, dass ich noch lange über ihn nachdenken musste und erstmal solch eine starke Atmosphäre und Dichte zu verarbeiten hatte. Es muss ganz klar darauf hingewiesen werden, dass dieser Film absolut keine Mainstream-Kost darstellt, sondern etwas ganz Außergewöhnliches ist und nicht jedem gefallen wird.Kurz zur Story:
Ein Mann, der sich als Stalker bezeichnet, führt zwei Männer (einen Schriftsteller und einen Wissenschaftler) in eine abgesperrte Zone, in der ein Raum ist, der Wünsche erfüllen kann...
Ich war fasziniert über die visuellen Effekte und die klugen Dialoge und empfehle dieses Meisterwerk an alle, die auch sehr anspruchsvolle Filme mögen und zu schätzen wissen. Jeder Einzelne sollte sich ein eigenes Bild über dieses Kunstwerk machen, weil Rezensionen hier nur Interpretationen liefern können.
Einfach fesselnd und fantastisch...
![Stalker - Tarkovsky DVD [UK-Import]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/511Y5DVT5KL.jpg)

