Jin-Roh

Verkaufsrang: 7808 (DVD)
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: DYNAMIC
EAN: 4021924004109
Technische Details: FSK 16
Format: PAL
Label: Modern Graphics GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Modern Graphics GmbH
Verlag: Modern Graphics GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2003
Spielzeit: 100
Studio: Modern Graphics GmbH
TheatricalReleaseDate: 1999
von: Anime (Künstler)
Preis: EUR 17,45

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Product Description

Dynamic Jin-Roh, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 01.12.03

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Jin-Roh von Drehbuchautor Mamoru Oshii (Regisseur des Kult-Hits Ghost in the Shell) und Regisseur Hiroyuki Okiura (Hauptanimator bei Akira) bietet eine gewalttätige, doch faszinierende Anime-Vision.

Die Geschichte spielt in einer fiktiven Version der jüngsten Vergangenheit, in der eine repressive japanische Regierung die "Sekte" bekämpft, eine gewalttätige revolutionäre Organisation, die junge Mädchen -- "Rotkäppchen" genannt -- als Kuriere einsetzt. Während einer Razzia zögert der Polizeibeamte Kazuki Fuse, eines dieser Rotkäppchen, Nanami Agawa, zu töten. Dieses jagt sich daraufhin mit einer Bombe selbst in die Luft. Während sich Fuse einer Umschulung unterzieht, begegnet er Nanamis älterer Schwester Kei. Zwischen beiden entsteht eine seltsame Romanze. Bald sehen sich die beiden in einem Geflecht aus Komplott und Gegenkomplott gefangen, das mit der Möglichkeit spielt, Fuse könne ein "Wolf" sein, Mitglied einer geheimen Clique innerhalb der Capitol Police.

Jin-Roh ist in einem Stil gezeichnet, der an die populären Erwachsenen-Comics von Jean "Moebius" Giraud erinnert. Okiuras geschickter Schnitt und seine beeindruckenden Bilder gehen weit über die begrenzten Möglichkeiten der Animation hinaus. Obschon sich der Anime-Film im Westen zunehmender Beliebtheit erfreut, kommt es äußert selten vor, dass ein japanischer Trickfilm auch nur eine begrenzte Veröffentlichung in den Kinos bekommt. Jin-Roh, ein düsterer, schwermütiger Film von außergewöhnlicher Kraft, ist dieses Kunststück gelungen. Er hat es verdient, von einem noch größeren Publikum gesehen zu werden. --Charles Solomon

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Jin-Roh'

Genialer gehts kaum (8. November 2008)

hallo erstmal,

also ich machs mal kurz und schmerzlos: auf einer skala von 1 bis 10 landet dieser anime auf einer 20!!!

die animationen sind klasse, ich hab kaum bessere 2D-animationen gesehen.
der sound is bombastisch! ein so genialer soundtrack kommt selten vor.
die story ist zwar etwas komplizierter (nicht negativ gemeint), aber sehr, sehr genial. die action wechselt sich gekonnt mit ruhigeren szenen ab. der film regt zum nachdenken an und gehört auf jedenfall in jede gut sortierte sammlung!

deswegen: 5 STERNE

Ein kleines Meisterwerk (22. Juli 2008)

Das Drehbuch des Anime Jin-Roh" stammt aus der Feder Mamoru Oshiis, der bereits mit Ghost in the Shell" einen großen Erfolg landete. Das Werk aus Japan verknüpft Fiktion mit politischem Thriller sowie Drama und ist alles andere als leichte Kost. Die komplexe Geschichte wartet mit der einen oder anderen überraschenden Wendung auf, immer wieder stutzt der Zuschauer, wenn die Charaktere neue Facetten von sich offenbaren. Besonders gelungen aber ist die Einbindung des Märchens Rotkäppchen", das in einer wesentlich brutaleren Version wiedergegeben wird, als man es von den Gebrüdern Grimm kennt. Mit Brutalität und Gewalt wird ohnehin wenig gegeizt, wenngleich deren Darstellung in den entsprechenden Szenen des Films - die mitnichten das Zentrum bilden - lediglich Mittel zum Zweck sind und nicht um ihrer selbst willen gezeigt werden.
Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Zeichnungen, die für einen Anime besonders realistisch ausfallen; auf Effekte aus dem Computer wurde beinahe komplett verzichtet, sodass dem Zuschauer Zeichentrick in seiner klassischen Form dargeboten wird.

Die Synchronisation kann mit bekannten Sprechern wie Dennis Schmidt-Foß, David Nathan und Klaus-Dieter Klebsch aufwarten und voll überzeugen. Für Freunde des Originals lässt sich der Film auch im japanischen Original und mit Untertiteln anschauen.

Zwar gibt es nicht viel Bonusmaterial außer dem deutschen Trailer, einer Bildergalerie und weiteren Trailern von OVA Films. Immerhin liegt der DVD jedoch ein Booklet bei mit Infos zu den Charakteren des Films sowie den Strukturen der dargestellten Organisationen, die dem Zuschauer helfen, den komplexen Film zu verstehen. Aber Achtung: Das Booklet enthält Informationen, die der Handlung teilweise zu viel vorwegnehmen. Daher gilt, das Booklet erst nach dem Film zu lesen, wenn noch Fragen offen geblieben sind. Zusätzlich werden noch die Werke von Mamoru Oshii gelistet. Wem das noch nicht reicht, der kann sich die Deluxe Edition zulegen, die wesentlich mehr Extras zu bieten hat, unter einem eine CD mit dem wirklich guten Soundtrack.

Jin-Roh" ist ein kleines Meisterwerk aus japanischen Landen: erbarmungslos, nachdenklich stimmend und komplex. Realistische Zeichnungen, eine gute Synchronisation und ein düsteres Szenario sorgen für rundum gelungene Atmosphäre. Für Anime-Fans Pflicht.

guter aber völlig überschätzter Film (25. Januar 2008)

Den Inhalt des Filmes muss ich nicht mehr wiedergeben, weil dazu in den anderen Renzensionen schon genug geschrieben wurde. Nur soviel: es ist nicht korrekt, dass der Film in der Zeit spielt, nachdem Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg gewonnen haben!
Die Ausgangssituation ist der verlorene Krieg Japans. Es wird gesagt, dass es dank der Unterstützung der Sieger zwar einen relativ schnellen wirtschaftlichen Wiederaufstieg genießen konnte, der aber (und diese Logik wurde nicht weiter ausgeführt) im Film wie selbstverständlich zu sozialem Elend und Gewalt führte. Die Vorstellung, dass alle Probleme Japans eigentlich mit der Hilfe Amerikas begründet werden, mag zwar für die japanische Seele wohltuend sein, hat mich aber nicht überzeugt.

Es stimmt ferner auch nicht, dass die Geschichte in einem faschistischen Staat und einer Diktatur stattfindet. Die Geschichte macht vielmehr nur Sinn, wenn man eine freie Presse voraussetzt!
Das harte Eingreifen des Staates wird direkt mit der wachsenden Gewalt in der Bevölkerung begründet, in der vor allem die "Sekte" als besonders gefährlich angesehen werden muss.

Die Geschichte an sich ist nicht besonders komplex, sondern schlecht erzählt - was ein riesiger Unterschied ist. Sie besteht also nicht aus verschiedenen Handlungssträngen oder vielen Schauplätzen, sondern man wird über die Absichten einfach im Dunkeln gelassen, so dass der Film beim ersten Ansehen tatsächlich etwas an einem vorbeirauscht, wenn man nicht von der Stimmung fasziniert ist, wie das offenbar bei manchen Rezensenten der Fall war.

Aber so, wie der Film im Ganzen schlecht und dunkel erzählt ist, so platt explizit ist er im Vorspann: hier wird von einem Sprecher aus dem Off anhand einer kleinen Dia-Show die Situation geschildert, die man sicher besser hätte filmisch umsetzen können.

Der Eindruck, es handle sich um einen besonders intellektuellen Film wird neben der schlechten Erzähltechnik auch dadurch erreicht, dass man die Personen teilweise einfach irgendwo hinstellte und gedankenverloren aussehen ließ, ohne dass immer ganz klar ist, was es jetzt zu denken gibt - so furchtbar komplex ist die ganze Situation wie gesagt nicht.
Das dritte Mittel sind die verschiedenen Ebenen aus Realität, Traum und dem Märchen von Rotkäppchen und dem Wolf, die teilweise sehr gelungen sind, teilweise etwas melodramatisch wirken ("und der Vogel zwitscherte "Du hast das Blut deiner Mutter getrunken!" - so was kann man sich für meinen Geschmack auch sparen).
Diese Mittel kann man als "intellektuellen Kitsch" bezeichnen, die den Film nicht wirklich bereichern.

Ich habe den Film trotzdem ganz gerne gesehen, weil er anders ist als die meisten Filme, die ich bisher gesehen habe, und weil es mir Spaß macht, eine Geschichte erst entziffern zu müssen. Das Thema war für mich neu und in eine nicht uninteressante Geschichte verpackt. Aber man hätte das Thema erheblich besser herausarbeiten und darauf achten müssen, dass die Hauptgedanken nicht von einem nachlässig skizzierten Hintergrund beschädigt werden.

Ein sehr dunkles "japanisches Märchen" (17. August 2007)

Eine ganz andere Geschichte: Deutschland hat den zweiten Weltkrieg gewonnen, Japan somit auch. Eine "andere" Showa-Ära hat begonnen: das Japan um 1960 wird weiter von einem faschistischen Regime regiert. Der wirtschaftliche Aufschwung kommt ins Stocken - die Probleme dieser Gesellschaft treten offen zu Tage. Demonstrationen sind an der Tagesordnung, eine Terrororganisation "die Sekte" genannt, verübt blutige Anschläge. Die Sekte setzt junge Mädchen als Bombenkurriere ein. Der Polizeibeamte Fuse ist Mitglied einer Spezialeinheit, die sich dem Kampf gegen den Terror verschrieben hat. Bis an die Zähne bewaffnet, gut gepanzert, Helm mit Nachtsichtgerät, allein die Montur dieser Truppe, die optisch deutliche Anleihen an die Deutsche Wehrmacht zeigt, ist furchterrregend. Fuse trifft bei einer Razzia in den Kanälen Tokios auf eine solche Bombenkurrierin und zögert einen Moment zu lange. Das "Rotkäppchen", wie diese Mädchen auch genannt werden, sprengt sich daraufhin selbst in die Luft. Fuse und seine Kameraden überleben, Fuse selbst aber muss erneut zur Nachschulung und muss sich und seinen Vorgesetzten beweisen, dass er dem Dienst doch gewachsen ist. Fuse lernt die Schwester des toten Mädchens kennen, eine komplizierte Liebesgeschichte beginnt - und eine mindestens genauso komplizierte Geschichte von Spionage und Gegenspionage.

Immer wieder erfährt der Zuschauer von der Existenz einer Geheimorganisation innerhalb der Polizei - der Wolfsbrigade. Und da schließt sich nun der Kreis zur Märchenvorlage, die im Film auch immer wieder aufgegriffen wird. Frißt nun der Wolf das Rotkäppchen, oder sind beide nur Opfer? Klar, dass dieser Film kein Happy End haben kann.

Düster, schwermütig, bedrückend ist die Geschichte, die Bilder aber wirken oftmals pastellartig dahingehaucht, fast schon poetisch. Ein Teil des Reizes dieses Films ergibt sich auch aus diesem - scheinbaren - Wiederspruch. Die Geschichte ist dabei höchst komplex, voller spannender und auch unerwarteter Wendungen, die Ausweglosigkeit, in der sich die Hauptcharaktere befinden, ist dabei jederzeit präsent. Trotz allen Wendungen, der Film schafft das, was manch anderer Anime nicht schafft: Er bleibt nachvollziehbar.

Am Ende steht man dann sprachlos vor dem Ende, das so hat kommen müssen. Ein Film, der sehr nachdenklich stimmt.

Anime-Thriller für Nachdenkliche (5. Juli 2007)

Heutzutage ist sein Name wohl jedem Anime-Fan ein Begriff: Mamoru Oshii, bekannt geworden durch den weltweiten Erfolg seines bahnbrechenden Anime-Epos 'Ghost in the Shell'. Nach eben diesem wandte sich Oshii einem neuen Projekt zu, das den Namen 'Jin-Roh' erhielt und in das Elemente seines eigenen Mangas, Kerberos Panzer Corps, einfließen sollten. Das Ergebnis braucht sich keineswegs hinter Ghost in the Shell zu verstecken - wenngleich Jin-Roh nicht als abendfüllende Unterhaltung angesehen werden darf.

Jin-Roh spielt im fiktiven Japan der fünfziger Jahre, in welchem, nachdem das deutsche Reich den Zweiten Weltkrieg gewann, die faschistischen Achsenmächte regieren. Die Zivilbevölkerung wird durch Geheimdienst und Militär unterjocht, die öffentliche Meinung durch Zensur und Propaganda scharf kontrolliert. Doch nicht alle Menschen ordnen sich der faschistischen Herrschaft unter: eine Organisation, genannt 'Die Sekte', führt regelmäßig Terroranschläge gegen das verhasste Regime aus. Die Attentäter der Sekte sind zwar meist noch sehr jung, operieren aber ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben. Um diesem Gegner Herr zu werden, wird ein Unterkommando in der Hauptpolizei von Tokio gegründet: Jin-Roh, die Wolfsbrigade.

Kazuki Fuse, ein abgebrühter Veteran, wird Teil der Wolfsbrigade. Er ist weder besonders idealistisch, noch interessiert ihn die Sache, für die er kämpft. Er hinterfragt die Umstände der Situation, in der sich befindet, ebenso wenig wie den Sinn seiner Existenz - bis er bei einer Rebellenjagd durch die städtische Kanalisation ein so genanntes 'Rotkäppchen' stellt - ein junges Mädchen, das für die Sekte Bomben durch die Kontrollen schmuggelt. Um einer Verhaftung zu entgehen, zündet das Mädchen den Sprengsatz. Fuse wird zwar nur leicht verletzt, doch bekommt ihr Bild nicht mehr aus dem Kopf. Eine ziellose Reise auf der Suche nach Antworten beginnt....

Dem aufmerksamen Zuschauer fallen auf den ersten Blick zwei Dinge auf: zum einen ist Jin-Roh wesentlich realistischer gezeichnet als Ghost in the Shell, zum anderen ist dessen Handlung auch wesentlich schwerer verdaulich. Wer sich viel Action und einen spannenden Plot erhofft, wird enttäuscht sein; Jin-Roh strahlt in erster Linie Hoffnungslosigkeit und Melancholie aus. Genau das ist allerdings bemerkenswert an diesem Film. Mamoru Oshii schaffte es einmal mehr, eine Geschichte zu schreiben, deren Intensität auf den Zuschauer übergreift. Man fühlt fast Fuses Verzweiflung und Wut, nicht zuletzt dank der famosen Inszenierung von Hyrojuki Okiura. Dies allerdings macht Jin-Roh zu einem Anime für Nachdenkliche; es handelt sich hier beileibe nicht um eine 'zwischenzeitliche Berieselung'.

Wer nach anspruchsvollen, hochwertigen Animes sucht, wurde soeben fündig. Jin-Roh ist auch heutzutage noch klar eine Perle unter den Anime-Thrillern. Obwohl er animationstechnisch nicht mit Größen wie Ghost in the Shell 2 mithalten kann, überzeugt er durch toll inszenierte Dramatik und einen malerischen Soundtrack. Kennern sei übrigens der Kauf der Deluxe-Edition nahe gelegt, da dieser auch eine Bonus-CD mit dem OST beiliegt. Leider ist Jin-Roh trotz allem etwas kurz geraten, ein wenig zu kurz. Das Ende hat eine unvollständige Wirkung und hinterlässt einen fehlen Nachgeschmack beim westlichen Zuseher. Dadurch wird allerdings die Qualität dieses Meisterwerkes nicht getrübt. Auch die DVD-Konvertierung ist durchaus gelungen, wenngleich es nicht schaden würde, den Ton in einer Neuauflage etwas aufzufrischen. Vier Sterne.

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