Verkaufsrang: 4220 (DVD)
Actor: Kyle MacLachlan
Actor: Michael Ontkean
Actor: Sheryl Lee
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: David Lynch
Director: Lesli Linka Glatter
Director: Caleb Deschanel
Director: Duwayne Dunham
Director: Tim Hunter
EAN: 4010884590364
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Format: Widescreen
Label: CIC Video/Paramount Home Ent.
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: CIC Video/Paramount Home Ent.
NumberOfItems: 4
Verlag: CIC Video/Paramount Home Ent.
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 15. November 2003
Spielzeit: 426
Studio: CIC Video/Paramount Home Ent.
TheatricalReleaseDate: 8. April 1990
von: Kyle MacLachlan (Hauptdarsteller), Michael Ontkean (Hauptdarsteller), Angelo Badalamenti (Komponist)
Preis: EUR 15,90
Product Description
Die Gesamte erste Staffel in einer Box Pilotfilm und Episoden 1 bis 7 auf 4 DVD's. Nach dem brutalen Mord an Twin Peaks' Schönheitskönigin Laura Palmer, entdeckt Agent Cooper, dass diese kleine Stadt übersät ist mit tödlichen Geheimnissen und mörderischen Süßigkeiten. Cooper interpretiert einen Traum über den Mörder, trinkt Tee mit der Log Lady, findet einen makabren Ort eines Verbrechens im Wald und ist erwählt das Rätsel zu lösen.Aus der Amazon.de-Redaktion
Als im April 1990 zum ersten Mal der Pilotfilm von David Lynchs und Mark Frosts neuer Serie Twin Peaks über die amerikanischen Bildschirme flimmerte, war das der Beginn einer neuen Ära im Fernsehen. Etwas Vergleichbares hatte es zuvor noch nicht in diesem Medium gegeben. Die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen Grenzen, die Soap-Operas von Krimiserien und das Komische vom Fantastischen genauso wie vom Melodramatischen trennten, existieren hier nicht mehr. Lynch und sein Partner Mark Frost, dessen Anteil an den Folgen meist gern unterschlagen wird, sind ein bemerkenswertes Risiko eingegangen, als sie die Genres einfach vermischt und damit ein neues, viel größeres Terrain für Fernsehserien geschaffen haben. Dabei ist ihnen das bis dahin schier Unvorstellbare geglückt: eine Serie, die ungeheuer unterhaltsam ist und zugleich ihr Medium als genuine Kunstform entdeckt.Die kleine, im Nordwesten Amerikas gelegene Gemeinde Twin Peaks ist mehr als nur eine Stadt: Sie ist ein Universum für sich, in dem man sich als Zuschauer praktisch von Anfang an heimisch fühlen kann. Einige ihrer Bewohner wie Harry S. Truman, der freundliche Sheriff der Stadt, Donna Hayward, dieses so unschuldige wie liebenswerte Mädchen von nebenan, James Hurley, der schweigsame jugendliche Rebell, oder Norma Jennings, die jederzeit hilfsbereite Besitzerin des R&R-Diners, sind einem augenblicklich vertraut. Man hat den Eindruck, als würde man sie mit all ihren Schwierigkeiten und Sehnsüchten schon lange kennen und fühlt sich ihnen in Momenten des Glücks wie der Trauer sofort verbunden. Es ist diese emotionale Verbundenheit, die Twin Peaks zu einer solch außergewöhnlichen Serie macht. Sie lässt einen auch die übrigen Figuren -- die seltsamen wie Pete Martell, Major Briggs oder die Log Lady und die zwielichtigen wie Leland Palmer, Ben Horne oder Audrey Horne -- mit offeneren Augen sehen. Das Dunkle und das Verrückte gehören genauso wie eine geradezu entwaffnende Normalität und Einfachheit zu der Welt von Twin Peaks. Die beiden Bergspitzen, denen die Stadt und die Serie ihren Namen verdanken, sind auch all die Gegensatzpaare, die das Leben in seiner Gesamtheit ausmachen.
Im Pilotfilm und der gerade einmal sieben Folgen umfassenden ersten Staffel der Serie entwerfen David Lynch und Mark Frost zusammen mit ihren Regisseuren und Koautoren den Kosmos der Serie. Die Ermittlungen im Mordfall Laura Palmer, die den von dem unvergleichlichen Kyle Maclachlan gespielten FBI-Agenten Dale Cooper nach Twin Peaks führen, bilden dabei nur so etwas wie den roten Faden der Serie. Die klassische Krimihandlung wird von Anfang an von mehreren anderen Geschichten überlagert. So hat die Frage nach dem Mörder der Schülerin eigentlich nie die Bedeutung gehabt, die ihr damals, bei der deutschen Erstausstrahlung, zugemessen wurde, als ein Konkurrenzsender die Antwort verriet und so einen kleinen Skandal heraufbeschwor. Alleine die Intrigen rund um das Sägewerk der Packards und die Machenschaften des Hoteliers Horne besitzen schon eine ähnliche Faszination wie die Suche nach Bob.
Zudem liegt das eigentliche Geheimnis und Erfolgsrezept von Twin Peaks eher in der Atmosphäre der Serie als in ihrer Handlung. Auch wenn man die Folgen schon mehrfach gesehen hat, verlieren sie kaum etwas von ihrer magischen Faszination. Man kehrt einfach gerne in die Welt von Twin Peaks zurück: mal, um dem Wind zu lauschen, der durch die rings um die Stadt gelegenen Wälder weht, mal, um mit Agent Cooper bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kirschkuchen für einen Moment Frieden zu finden. Natürlich auch, um tiefer in die Geheimnisse des roten Raums einzudringen oder einfach nur, um sich immer wieder an all den kleinen, aber unvergesslichen Momenten, wie dem Monolog Donnas an Lauras Grab in der fünften Episode, zu erfreuen. --Sascha Westphal
Video Jakob Kurzinhalt
Die legendäre Serie "Twin Peaks" erscheint jetzt erstmals auf DVD - endlich kann David Lynchs Meisterwerk so genossen werden, wie es im Fernsehen nicht möglich war: Eine völlig neue Art, die schaurig-faszinierende Welt von "Twin Peaks" aus einem Guss zu erleben!Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Gesamtwertung klingt bitterer, als sich das DVD-Set darstellt, aber Monoton und die optischen Standards einer TV-Produktion erreichen halt keine Kinowerte. Die jeweiligen Regiekommentare zu den einzelnen Folgen liefern neben den üblichen Hintergründen und Anekdoten auch Erhellendes über die dramaturgische Strategie des Serienkonzeptes und über den Geist des Projektes. Nicht sonderlich interessant allerdings sind die Interviewpassagen auf der Extra-Disc. Die breit angelegte Serien-Satire "Twin Peaks" funktioniert auf allen Rezeptionsebenen perfekt: man kann sie in ihrer Handlung ernst nehmen, die Satire erkennen oder beides. Darstellerisch und konzeptionell ein Meilenstein der TV-Geschichte. Absolut Sehenswert.Bild: Auffällig sind Unterschiede zwischen dem Pilot-Film und den einzelnen Episoden: Die Episoden sehen besser aus, weswegen nur diese Bewertungsgrundlage sein sollen. Bei einer soliden Grundschärfe und einer geringen Artafaktrate, die nur hier und da Gesichter etwas eingefroren abbildet, entfaltet die Disc ganz gesunde Werte. Die Bildstabilität ist weitgehend gegeben und nur sehr selten ruckelt die Optik einmal ein wenig. Bei gutem Kontrast entwickelt sich eine ordentliche Plastizität, insgesamt aber kann die Qualität nicht darüber hinwegtäuschen, dass "Twin Peaks" Fernsehkost ist und deshalb keine Kinostandards erreicht werden.
Ton: Die englische 5.1-Mischung verhält sich erfreulicherweise relativ unspektakulär. Eine milde Ambienz verbreitet eine sanft-atmosphärische Stimmung, aber keinesfalls wird ablenkende Eindringlichkeit geboten. In der deutschen Version sehen wir uns dann dem "authentischen" Monoton ausgesetzt, der innerhalb seines Formates das bestmögliche liefert. Die jazzig-minimalistischen oder jazzig-lyrischen Musikmomente, die uns Komponist Angelo Badalamenti liefert, sind klangrein und volumenintensiv, die Stimmen nur ein klein wenig vordergründiger als im Original und die Kulisse harmoniert mit der Sprache. --movieman.de
VideoMarkt
FBI-Agent Dale Cooper wird in das verschlafene Twin Peaks geschickt, um den Mord an der jungen Laura Palmer aufzuklären. Schnell stellt er eine Verbindung zu einem ähnlichen Mord her, der sich ein Jahr zuvor in einem Nachbarort ereignet hat. Außerdem zeigt sich, dass Laura nicht das brave Mädchen war, für das man sie hätte halten können. Drogen und sogar Prostitution sind auf einmal ein Thema in dem Provinznest. In einigen bizarren Träumen erscheint Cooper der Geist von Laura, und sie flüstert ihm den Namen ihres Mörders zu, an den er sich allerdings später nie erinnern kann. Erst langsam kristallisiert sich der Täter nach einer Reihe bizarrer Vorfälle aus einer langen Liste von Verdächtigen heraus.VideoWoche
Von Kritikern und Publikum hoch gelobte Serie, die die amerikanische Serienproduktion in Teilen revolutionierte. Lynch und Frost gelang es, neue Standards in Punkto Charaktere und Qualität zu setzen, die man bis dahin vergeblich suchte. Viele sehen in "Twin Peaks" heute eine bahnbrechende Serie, ohne die "Akte X" oder auch "Lost" nicht möglich gewesen wären.Blickpunkt: Film Kurzinfo
Legendäre TV-Serie von David Lynch und Mark Frost über einige bizarre Vorfälle, die die Aufklärung eines Mordes an einem jungen Mädchen in einem Provinznest begleiten.Kurzbeschreibung
Nach dem brutalen Mord an Twin Peaks Schönheitskönigin Laura Palmer entdeckt Agent Cooper, dass diese kleine Stadt übersät ist mit tödlichen Geheimnissen und mörderischen Süßigkeiten. Cooper interpretiert einen Traum über den Mörder, trinkt Tee mit der Log Lady, findet einen makabren Ort eines Verbrechens im Wald und ist erwählt das Rätsel zu lösen...Der Pilotfilm und Episode 1 bis 7 in einer Box.Kundenrezensionen zu 'Twin Peaks - Season 1 (inkl. Pilotfilm, 4 DVDs)'
Die Mutter aller modernen Mystery-Serien (12. April 2008)
Hätte ich im Jahre 2002 nur ansatzweise geahnt, welches Warte-Martyrium mir bevorstehen würde, ehe ich die zweite (und abschließende) Staffel dieser großartigen Serie mein Eigen nennen konnte, hätte ich vorerst die Finger davon gelassen.So aber schlug ich bedenkenlos bei dieser sehr schön gestalteten Box (Laura Palmers Highschool-Bild als Schutzhülle, ihre Wasserleiche als direktes Boxcover) zu. Und wie es vielen so ging - hatte man einmal angefangen zu schauen, mußten es schon so viele Folgen wie möglich am Stück sein, anders hielt man die Spannung gar nicht aus. Denn auch wenn der Fakt bei der damaligen deutschen Erstausstrahlung bei RTL durch den Konkurrenten SAT.1 bereits verraten wurde: Wer tötete Laura Palmer?
Die erste Staffel der Kultserie, die mit einem wirklich nervenzerfetzend spannenden Cliffhanger endet (erwähnte ich schon die 5 Jahre Wartezeit?) ist sicherlich der eingängigere Teil, bei dem Krimielemente dominieren. Erst danach fuhr David Lynch so richtig schweres Geschütz auf und schlug den ihm eigenen bizarren Weg ein, der voll von versteckten Anspielungen mit weiten Interpretationsmöglichkeiten ist. Nicht umsonst deuten Fans der Serie einzelne Passagen bis heute auf unterschiedlichste Weise.
Ein wunderbar gutgelaunter Kyle MacLachlan ("Großartiger Kaffee!") darf inmitten der bigotten Twin Peaks-Szenerie (gibt es in diesem Ort eigentlich jemanden, der KEIN heimliches Verhältnis hat?) brillieren, immer unterstützt von den skurrilen Gestalten des örtlichen Polizeireviers und einem herrlich fiesen ("Schau, es versucht zu denken!") Miguel Ferrer als FBI-Forensikexperten Albert Rosenfield.
Lynch hat meisterlich ein düsteres Szenario in die landschaftlich reizvolle Gegend des amerikanisch-kanadischen Grenzgebiets plaziert, getragen von erdigen grün-braunen Farbtönen und der gänsehauterzeugenden Musik seines Hauskomponisten Angelo Badalamenti. Wie immer regiert beim Meister deer seelischen Abgründe unter der heilen Oberfläche der Kleinstadtidyllle ein abgrundtief böses Gemisch aus Sex und Gewalt, das sich in Form des brutalen Mords an Laura Palmer zu erkennen gibt.
Auch wenn der Pilotfilm in puncto Bild-und Tonqualität etwas abfällt, habe ich nichts wirklich an der technischen Seite der DVDs zu bemängeln. Im Gegenteil, die Box ist mit umfangreichem Bonusmaterial ausgestattet, so Interviews, die einleitenden Worte der "Log Lady" zu jeder Episode und, und, und.
Eine Frage stellt sich mir allerdings immer noch: Wer war denn nun DAS weibliche Leckerli der Serie? Sheryl Lee als Laura Palmer? Sherilyn Fenn als Audrey Horne? Oder doch Lara Flynn Boyle als Donna Hayward? Schwer, schwer, schwer...
"Netterweise" wurde nach der Veröffentlichung der drei Einzelboxen noch eine Sonderdition mit der kompletten Serie veröffentlicht. Mit dem Fan kann mans ja machen...
Der Superlativ unter den Serien (23. Juli 2007)
Wenn ein Rätsel am besten mit einer guten heißen Tasse Kaffee und einem Tisch voller Donuts gelöst wird, Verdächtige durch das Werfen von Steinen auf eine Glasflasche ermittelt werden, man Orakel in Form eines Stück Holzes zu Rate zieht, Riesen und Zwerge Prophezeihungen in Träumen übermitteln, das Entfernen eines Holzbockes lebensgefährlich wird, die übelsten Schurken noch für Lacher sorgen indem sie lächerlich obsessiv den Verzehr fremdländischer Nahrung zelebrieren oder ihnen eine einäugige Irre mit Berserkerqualitäten begegnet, dann sind sie mitten in Twin Peaks, dem idyllischen 51000 Seelen Ort und der besten Serie aller Zeiten.Sie mögen die Tiefe von "Deadwood", den Charme von "Seinfeld" und die ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden eines "Columbo"? Bei Twin Peaks haben sie all das zum Quadrat!
Wie es mir gelingen konnte die letzten 17 Jahre seit Erscheinen der ersten Staffel an Twin Peaks vorbeizuleben, ist mir nun unbegreiflich!
Wer`s nicht sieht ist`s selbst schuld!
Damn good series. Perfekt bis ins Detail! (27. Mai 2007)
Einst gab es sie, jene außergewöhnlichen, über den schalen, fließbandgefertigten Einheitsbrei hinausragenden Serien. Und das Gute dabei ist: Jetzt gibt es sie wieder - auf DVD. Sie, das sind "The Munsters", "Eine schrecklich nette Familie" oder "Akte X". Steigerung gefällig? Twin Peaks!!!. Was David Lynch und Mark Frost da Anfang der 1990er ersonnen und ersponnen haben, bleibt Fernsehkult.Twin Peaks, das idyllische Örtchen im schönen Staate Washington, hat ein dunkles, uraltes Geheimnis, das irgendwo in den Wäldern lauert. Manchmal ergreift es von Personen Besitz und dann passieren Morde, wie jener an der allseits beliebten Dorfschönheit Laura Palmer. Eingewickelt in Plastik wird ihr toter Köper, die wohl hübscheste Wasserleiche der Filmgeschichte, im Fluss entdeckt. FBI-Agent Dale Cooper wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Und diese ergeben gleich Sonderbares. In einem ausrangierten Zugwaggon findet er ein Blatt Papier, auf dem in blutigen Lettern "Fire Walk With Me" zu lesen steht. Tja, und unter einem Fingernagel der Toten steckt ein noch kleineres Zettelchen mit dem Buchstaben "R" darauf.
In typisch lynchiger Manier ("Blue Velvet", "Mulholland Drive") lernt man nun Stück für Stück die Bewohner von Twin Peaks näher kennen - und alle haben sie etwas zu verbergen, kleine oder große Geheimnisse. Lynch/Frost entwickelten mehrere spannende Nebenhandlungen, die alle zusammengenommen ein großes Panoptikum ergeben. Die Serie geizt nicht mit Skurrilem, Surrealem oder Fantastischem, flacht aber nie ins Lächerliche bzw. Seichte ab. Ein Meisterstück an Regie und Drehbuch!
Für seine Charaktere wählte David Lynch schauspielerische No-names aus, neue Gesichter, die alle durch "Twin Peaks" Berühmtheit erlangten. Allen voran Kyle MacLachlan als Agent Cooper. Ganz ohne Casting-Couch wurde auch eine Reihe attraktiver Schauspielerinnen engagiert - mit Talent noch dazu. Sheryl Lee (Laura Palmer), Lara Flynn Boyle (Donna Hayward), Madchen Amick (Shelly Johnson), Joan Chen (Josie Packard), Sherilyn Fenn (Audrey Horne) oder Peggy Lipton (Norma Jennings).
Als Kontrast zu so viel Ästhetik setzte Lynch Figuren ein wie den zwergenhaften "The Man From Another Place" (er gibt auf der Bonusscheibe Sprachunterricht für den Roten Raum) oder den aus dem Teppich hervorwachsenden "Killer Bob". Wer sie sind oder wofür sie stehen, muss der Zuschauer selbst erahnen, da gibt es auch in den Extras auf DVD 4 keine Erklärungen. Lynch liebt es Fragen aufzuwerfen, die jedermanns Unterbewusstsein stimulieren.
Der Pilotfilm auf DVD 1 dauert zwei Stunden und macht so richtig Geschmack auf Episode eins, an deren Beginn Agent Cooper kopfüber im Zimmer des Great Northern Hotels baumelt und in sein Diktafon namens "Diane" über "damn good coffee" spricht. In Folge zwei engt Cooper den Kreis der Mordverdächtigen mittels tibetischer Steinwurfübung ein. In Episode sieben verknotet Audrey im anrüchigen Etablissement "One Eyed Jack's" einen Kirschstängel mit der Zunge. Alles einzigartig-witzige Szenen. Fast möchte man Lynch dafür Standing Ovations zollen.
Überflüssig zu sagen, dass das Bonusmaterial mit zahlreichen Interviews der Serienmacher sowie Plauder-Kurzbesuchen bei den Darstellern ebenso sehenswert ist. Sheryl Lee erzählt mit angenehmer Stimme über ihren Einsatz für den Tierschutz, Richard Beymer (in "Twin Peaks" der dubiose Benjamin Horne) sinniert über seine Erfahrungen mit dem Rauschmittel Ayahuasca, die er während eines Amazonas-Trips sammelte. Zudem kann vor jeder der sieben Episoden im Menü ein Kommentar der "Log Lady", jener Dame, die mit ihrem Holzscheit spricht, aktiviert werden. Alles anhören! Es lohnt sich.
Wenn am Ende der ersten Staffel Agent Cooper von drei Schüssen niedergestreckt wird, fragt man nicht so sehr nach dem Täter als nach der nächsten Season.
Wem die einfallsreich und stilecht aufgemachte DVD-Box noch nicht reicht, der/die kann ja direkt nach Twin Peaks pilgern. Agent Cooper verrät nämlich, wo's liegt: 7km südlich von Kanada, 15km westlich der Staatsgrenze (von Idaho). Also, auf in den mysteriösen Nordwesten der USA!
Die erste Staffel ist wirklich genial - sehr gutes Bonusmaterial (28. April 2007)
Die erste Staffel von Twin Peaks um den Mord an Laura Palmer hat mich sofort interessiert, sie war spannend, humorvoll, aber leider hat sich die Serie dann in eine Richtung entwickelt, die mir nicht mehr so gut gefiel, speziell als dann noch weitere Morde geschahen, und Bob, das Böse, immer weiter sein Unwesen trieb. Man sollte sich von der ersten Staffel nicht täuschen lassen.Wer Laura Palmers Mörder ist, wird auch praktisch gleich in der zweiten Staffel verraten, d.h. es geht dort nicht mehr allein um die Aufklärung des Verbrechens und um die Frage, wer Laura Palmer eigentlich wirklich war als Mensch. Die anfänglich trügerische Idylle in Twin Peaks verschwindet immer mehr, und die Serie entwickelt sich ziemlich stark (auch als Vorläufer von Akte-X) in Richtung Mystery. Die Ausstattung der Season 1-DVDs ist traumhaft: Audiokommentare, sehr interessantes Bonusmaterial (so ne Art Interview-Sammlung) auf der letzten DVD. Besonders schön ist auch der Soundtrack von Twin Peaks, wie gesagt, eine trügerische Idylle, passend zu den grandiosen Bildern und den bizarren Charakteren. David Lynch hat hier auf jeden Fall Fernsehgeschichte geschrieben.
Oh mein Gott! (19. April 2007)
Was ist denn das?????Wirklich Lynch? Was sind das für Charaktere? Was für eine Art Humor ist das? Und wieso funktioniert das alles derartig hypnotisch, dass ich mich fast nicht von der Serie losreißen kann?
Also was bei mir wie eine Rakete eingeschlagen hat:
- die typischen Lynch Bilder und das Gefühl, das man dabei beim Zuschauen hat: Momente, die direkt aus dem Unbewussten, aus Träumen zu stammen scheinen. Archetypische Charaktere mit abgrundtiefen seelischen Abgründen und undurchsichtigen persönlichen Absichten. Handlungsfäden überall - mal besser erklärt, mal dem Zuseher zur freien Interpretation komplett überlassen. Das typische Lynch Feeling halt (und in dieser Form meiner Meinung nach sicher besser verdaubar und annehmbar, als z.B. bei Mullholland Drive oder Lost Highway).
- die Musik von Angelo Badalamenti: eigentlich total eigensinnig und auf'm Blatt eine Serie von ganz einfach-gehaltenen Melodien und Themen. Und dann sieht man alles in Kombination und wird (wie oben schon erwähnt) von den Bildern, dem Ton, dem gerade Passierenden total in den Bann gezogen.
- (und der für mich am aller, aller, allerüberraschendsten) der Humor der Serie. Diese Art von Humor ist mir nämlich neu und ich habe soetwas noch niemals in einer derartigen Umgebung gesehen. Mystery, Lynch und Humor - vor dem Sehen von Twin Peaks hätte ich mir dies niemals vorstellen können, jetzt bin ich eines Besseren belehrt und muss ganz wild lachen, wenn ich die Wörter "Tibet", "John F. Kennedy", "Douglas-Tannen", "Schneehasen" oder "Heidelbeerkuchen" höre. Kyle MacLachlan spielt den mehr als nur facettenreichen FBI-Agent wirklich unfassbar eingebungsvoll und glaubwürdig (sowohl im Humor als auch beim Rest dieser umfassenden Rolle).
Bis jetzt habe ich jedenfalls immer ein kleines bißchen skeptisch und ungläubig darüber geschmunzelt, welchen Kultstatus Twin Peaks einnimmt. Jetzt - dank dieser schönen DVD Veröffentlichung - bin ich selbst in den Strudel geraten und kann mich fast nicht mehr losreißen von der Geschichten rund um Laura Palmers Mord.
Faszination pur - also 5 Sterne ganz klar von mir als kritischen "Frischling", was Twin Peaks betrifft.
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zur Technik:
Bild: dem Alter her entsprechend total annehmbar. Die Farben bzw. die Auflösung sind zwar nicht so knackig, wie bei neuen Serien, aber im großen und ganzen bin ich auf meinem 82cm Fernseher mehr als zufrieden.
Hervorzuheben sind für mich auch die DVD-Menüs. Stimmig ist der einzige Ausdruck, der mir hierzu einfällt. Ein Lob an den Designer - sie passen wirklich 100%ig zur Serie und lassen einen schon beim Menüsurfen das Gefühl und den Geschmack rund um Twin Peaks erspüren.
Ton: Kann ich nichts Schlechtes sagen. Mono eben. Aber verständlich, klar und - ganz wichtig - synchron.
Extras: bin ich noch nicht durch, aber die Einführungen der Log-Lady bzw. die Audiokommentare zu den Folgen haben vorerst einmal einen guten Eindruck bei mir hinterlassen.



