Der verlorene Soldat (OmU)

Verkaufsrang: 15070 (DVD)
Actor: Maarten Smit
Actor: Andrew Kelley
Actor: Jeroen Krabbé
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Rudi van Dantzig
Binding: DVD
Director: Roeland Kerbosch
EAN: 4031846004170
Format: Dolby
Format: Letterboxed
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Pro-Fun Media
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Pro-Fun Media
Verlag: Pro-Fun Media
Erscheinungsdatum: 15. April 2002
Spielzeit: 92
Studio: Pro-Fun Media
TheatricalReleaseDate: 1993
von: Maarten Smit (Hauptdarsteller), Andrew Kelley (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 8,95

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Kundenrezensionen zu 'Der verlorene Soldat (OmU)'

Beispielhaft Boylove (28. Juli 2007)

Dieser Filmklassiker über eine echte Liebesbeziehung zwischen dem 12-jährigen Jungen Jeroen und einem Soldaten gehört zweifellos zu den besten Werken zum Thema homosexueller Pädophilie. Beide tanzen wahrhaftig den Tanz Ihre Zuneigung und Freundschaft. Auch die sexuelle Erfüllung des Knaben wird in einer Szene angedeutet. Voller Stolz erwacht Jeroen am nächsten Morgen in den Armen des Soldaten. Die schauspielerische Leistung ist von Beiden hervorragend und überzeugt den begeisterten Zuschauer. Bedauerlicherweise gibt es den Spielfilm noch immer nicht in deutsch-syncronisierter Fassung, sondern lediglich mit Deutschen Untertiteln.Das ist wirklich ein Versäumnis. Ein solch offen und ehrlich romatischer Film läßt sich wohl nur in den Niederlanden produzieren. Mehr solcher Filme - auch in Deutschland - würde ich mir wünschen. Der Bedarf und die Nachfrage ist mit Sicherheit weltweit vorhanden. Boylove-Storys gibts im realen Leben überall auf der Welt. Verlaufen solche Beziehungen auch bei Weitem nicht immer so harmonisch wie in diesem Spielfilm - es gibt sie - im Geheimen. Spielfilme dieser Art sind wichtig für die Öffentlichkeit, um die Falschdarstellung in der Gesellschaft zu durchbrechen. Denn Jede Liebe ist Liebe !

Sehr schöner Film (16. November 2006)

Zugegeben, das Thema ist gewagt, Kindesmissbrauch auch heute sehr aktuell - das will ich nicht leugnen - die Nachrichten sind voll davon. Aber um unseren Moralaposteln ( oder die, die sich dafür halten ) gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen: Wer bitte schön wurde hier missbraucht? Sicher ,der schmucke Soldat steht auf Jungs, das mag so manchem nicht passen. Was aber wenn ein 12jähriger ( frühreifer )Junge sich in einen erwachsenen Mann verliebt? Ich habe auch sehr früh gemerkt, das ich zwar Jungs besser finde als Mädchen, aber bei erwachsenen Männern habe ich mich immer wohler gefühlt. Leider ist nie etwas passiert. Ich will damit sagen: solange wirklich Gefühle im Spiel sind, niemand verletzt oder gedemüdigt wird ist das in Ordnung.In der griechischen Antike war das normal! Auf jeden Fall ist das ein toller Film mit sehr viel Tiefgang. Das sich der Soldat fast heimlich verzogen hat ( nur vom Ziehvater , der Verständnis für das Verhältnis hatte, hatte er sich verabschiedet ) lag sicher nur daran, das er dem Jungen einen schmerzhaften Abschied ersparen wollte. Ein Ende das für ihn noch schlimmer war, und das ihn 35 Jahre später wieder einhohlt. Unbedingt ansehen und auf Doppelmoral pfeifen!!!!

Bedenkliches Wasser auf die falschen Mühlen (3. April 2006)

Schöne Bilder, gut erzählte Geschichte, gutaussehende Hauptdarsteller. Dieser Film ist keine kritische Reflektion über Pädophilie, er will nicht moralisieren und nicht aufklären, sondern die schönen und schmerzlichen Seite einer ungewöhnlichen, wenig alltäglichen Liebe zeigen.

Ich war überrascht, wie weit sich dieser Film vorwagt. Unangenehm überrascht.

Es bleiben viele Fragen. Eine hübscher Junge an der Schwelle zur Pubertät und ein erwachsener Gutaussehender Soldat. Jeder Mensch weiß, wie dankbar Kinder in jedem Alter auf Aufmerksamkeit und Zuneigung reagieren, wie sie oft noch kein funktionierendes Abgrenzungssystem für sich entwickelt haben, weil sie die Folgen erwachsenen Handelns nicht einschätzen können und auch nicht müssen. Wenn die Zuwendung von Erwachsenen gegenüber Kindern und Jugendlichen sexualisiert wird, ist diese Grenze für Kinder manchmal wahrscheinlich gar nicht wahrnehmbar, weil sie ja im Gewand scheinbarer Liebe und positiver Aufmerksamkeit daherkommt. Gerade wie hier in der Rolle des jungen schmucken Soldaten und Helden, des Befreiers vor den Nazis. Endlich mal nicht der alte, schmierige notgeile Lustmolch, der die Kinder mit Schokolade und Videospielen in seine verwahrloste Wohnung lockt. Nein, der Pädophile als Sympathieträger in schöner Gestalt, der den Jungen mit in sein Quartier nehmen kann, ohne dass irgendeine irritierte Aufmerksamkeit erregt würde, ganz natürlich erscheint das alles und ganz selbstverständlich.

Genau dafür sind moralische Grenzen, Gesetze und verantwortungsvoller Umgang mit Schwächeren gedacht. Gerade dieser Junge, der in einer Gastfamilie fern seiner Mutter lebt, sehnt sich trotz seiner freundlichen Umgebung nach Liebe. Aber rechtfertigt dies die sexuelle Beziehung des Mannes zu dem Jungen?
Natürlich nicht.

Die Tatsache, dass in dem Jungen selbst langsam die Sexualität am erwachen ist, rechtfertigt dies genauso wenig. Der Film verharmlost und romantisiert Pädophilie, er gaukelt vor, dass sie für den jungen Menschen kein weiteres Problem darstellt, außer seinem Schmerz, am Ende verlassen zu werden.

Es mag sein, dass Kinder Mißbrauchserfahrungen unterschiedlich verarbeiten können, dass Traumatisierung sich unterschiedlich stark manifestieren und vielleicht gottseidank nicht automatisch zu schweren Störungen führen müssen. Gerade weil die Liebesgeschichte hier einer erwachsenen Liebesgeschichte ebenbürtig geschildert wird, wird ein positives Zerrbild der asymmetrischen Verbindung geboten, obwohl es sich klar um Kindesmissbrauch handelt.

Dieser Film hätte meiner Ansicht nach eigentlich nur eine Veröffentlichungsberechtigung, wenn er eine Dokumentation und Reprotage über sexuell missbrauchte Kinder als Zusatzinformation bringen würde. Wenn er aufklärendes Material über Pädophilie bringen würde, über die Struktur von pädophil veranlagten Menschen, welche Hilfsangebote es für dieses Verhalten gibt, und welche Folgen Missbrauch für die späteren Erwachsenen hat und wo Betroffene Hilfe finden können.

Dass dieser Film nicht einmal Zusatzmaterial bietet und darin eine kritische Stellung bezieht, lässt sich wohl kaum als Stärke für den Film deuten sondern gilt für mich als ein moralisches Totalversagen.

Vorlage für was??!! (7. März 2006)

Loben wir die schöne Bilder, den einfühlsamen Klang und die Ästhetik der SchauspielerInnen in diesem Film!
Das eine Thema des Filmes ist fantastisch herausgearbeitet: Die Flucht vor dem Krieg in die Idylle der Provinz mit all den eigentümlichen Charakteren, die sich dort finden.
Das eigene Entdecken der Liebe und Lust kann man in allen Variationen empfinden.
Können wir aber einem (Schauspieler) Kind zumuten dies zu spielen? Können wir zulassen, dass ein Film ein Heiligtum in der Welt der Pädophilie wird (nachzusehen auf so unendlich vielen "legalen" Boylove-Seiten), eben weil er durch gezeigte Bilder nicht nur moralische Bedenken zerstreut, sondern auch viele Männer vor dem Bildschirm "befriedigt"!
Wo ziehen wir als Gesellschaft eine Grenze, wenn dieses Thema schön verpackt immer wieder auf den Markt kommt (siehe "L.I.E. - Long Island Expressway " oder "Pianese Nunzio - 14 im Mai")?
Es sind Filme wie "Beautiful Thing", die sensibel genug mit dem Thema umgehen.
Filme wie "Der verlorene Soldat" gehören nicht vergeben, aber vergessen!

gefährlich? (19. August 2004)

Ich halte diesen Film für problematisch.

Die größte Gefahr ist, dass dieser Film glaubwürdig erscheint.

Es ist und bleibt Missbrauch. Auch noch so schöne Bilder können dies nicht "schön reden". Es werden nur negative Folgen gezeigt weil der Junge irgendwann verlassen wird. Ein solches Schicksal droht allerdings jedem "Opfer". Schließlich wendet sich der "Pädophile" jüngeren zu nachdem der "Freund" zu alt geworden ist.

Der Film zeigt nur positive Bilder. Kurzfristig mag dies eventuell sogar realistisch sein, aber die Spätfolgen eines derartigen Missbrauchs (und hier geht es keineswegs um den noch platonischen Beginn einer Freundschaft sondern den massiven schweren Missbrauch der diesem Abschnitt folgt!!!) werden bewusst nicht gezeigt.

Mag man die Folgen auch auf die Gesellschaft schieben (wobei ich die meisten Folgen durch den Missbrauch selbst begründet sehe und nicht nur durch den zugegebenermassen völlig "schwachsinnigen" und verantwortungslosem Umgang der Medien damit), dann fehlt dennoch jeglicher Hinweis auf die Realität.

Ich habe leider oft genug Spätfolgen bei Kindern und Jugendlichen erleben müssen, als das ich dieses gefährliche Potential des Films hier nicht unkommentiert stehen lassen kann.

Ein Pädophiler wird in seinem Glauben unterstützt, dass die positiven Folgen einer derartigen Beziehung zu einem Kind die negativen Überwiegen. Damit kann ein Pädophiler sich die Realität so zurechtbiegen, dass er sein Gewissen quasi "austrickst". Und genau da liegt die Gefahr eines derartigen Filmes. Er fördert damit quasi Missbrauch indem er es dem "Täter" erleichter, moralische Bedenken zu zerstreuen.

dkb.de

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