Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Sängerin aus Heidelberg, bekannt durch ihre Gesangsbeiträge auf Hits wie "Mit Dir" (Freundeskreis) und "Tabula Rasa Part II", überzeugt auf ihrem ersten Soloalbum mit einer vielschichtigen Mixtur aus Soul-, Jazz-, Pop-, Funk- und Afrobeat-Elementen. Auch wenn sich nicht jeder Hörer sofort mit dem manchmal etwas gewöhnungsbedürftigen Gesangsstil von Joy Denalane anfreunden dürfte, ändert das nichts an der außergewöhnlichen Qualität der Songs auf Mamani, die unter anderem mit Unterstützung ihres Lebensgefährten Max Herre (Freundeskreis), Frank Kuruc, Tommy W., Tom Krüger und Don Philippe eingespielt wurden. Des weiteren sind auf den Tracks auch noch Gitarrist Jimmy Dludlu, Sarah Tavares von den Kapverdischen Inseln und die Mahotella Queens aus Südafrika zu hören.Zu den herausragenden Kompositionen zählen neben der zusammen mit Sara Tavares, Chiwoniso und Déborah aufgenommenen Ballade "Vier Frauen (Quatro Mudjer/Vakadzi Vaina/Quatre Femmes)" vor allem "Im Ghetto von Soweto (Auntie's House)", ein mit einem hypnotischen Groove unterlegter Track, bei dem der legendäre afrikanische Musiker Hugh Masekela ein paar sanfte Trompeten-Töne beisteuert. --Norbert Schiegl
Kundenrezensionen zu 'Mamani'
Hin- und Hergerissen (20. August 2008)
Nach den gesammelten Lobeshymnen auf diese CD versuche ich mal eine differenziertere Sichtweise...Die CD hinterläßt bei mir einen zwiespältigen Eindruck, gerade nachdem ich sie in den letzten Jahren öfters und auch kürzlich nochmal intensiv angehört habe.
Absolut Klasse finde ich die Produktion und die genialen, teilweise hypnotischen Grooves von Drums und Bass. Dafür 5 Punkte.
Ebenfalls gut finde ich die Mischung aus deutscher Sprache und Soul/Jazz/Afro-Grooves; das ist wirklich mal neu und interessant interpretiert. Die afrikanischen Wurzeln treten deutlich zu Tage. Prima!
Die Texte sind sehr persönlich gehalten, sehr direkt und sozialkritisch, insofern keine "gute-Laune-Platte", sondern ein engagiertes Album. Soweit so gut...
Allerindgs kommt bei mir beim Hören des Albums recht schnell (musikalische) Langeweile auf. Das liegt für mich an drei Dingen.
Einerseits am Tempo der Songs. Fast alle Songs bewegen sich im gemäßigten Midtempobereich, was zwar nett groovt, aber für mich die Songs (außer textlich) oft sehr schwierig unterscheidbar macht. Ich ertappe mich beim Hören immer wieder dabei, dass ich so ungefähr nach dem dritten oder vierten Song nicht mehr richtig hinhöre. Dem Album fehlen meiner Meinung nach einige schnellere bzw. langsamere Songs und ein wenig der Spannungsbogen.
Zweitens bestehen die Kompositionen aus oft gehörten Harmonien in diesem stilistischen Umfeld; es fehlen die überraschenden Elemente sowohl kompositorisch wie auch auf der Arrangementebene (Klangfarben werden ständig wiederholt).
Drittens sind die Songs wenig dynamisch umgesetzt. Laut/Leise-Kontraste sucht man vergebens. Die Solo-Spots sind alle routiniert gespielt, bleiben aber nicht im Gehörgang haften.
Daher meine Überschrift: Ich bin Hin- und Hergerissen...auf der einen Seite die tolle Produktion, die engagierten Texte, eine deutschsprachige Künstlerin im Soulbereich und auf der anderen Seite die musikalische Gleichförmigkeit. Daher 3 Punkte.
Eines meiner Lieblingsalben... (12. März 2006)
...ist Mamani ohne Zweifel. Die Lieder sind einfach klasse. Die Texte sehr tiefgründig und nachdenklich. Joy hat eine tolle Stimme. Sie schafft es ein ganz bestimmtes, teilweise exotisches, Flair einzufangen und zu vermitteln. Man kann in ihren Songs schwelgen und dazu entspannen.Ein rundherum gelungenes Album; hoffen wir , dass noch einige folgen werden!
Auf dieses Album hat Deutschland gewartet! Soul at its best! (22. Juli 2004)
Als ich Joy Denalanes "Mamani" zum ersten Mal hörte, war ich schier sprachlos! Hatte ich bis dato doch noch nicht gewusst, dass es in Deutschland so was wie pure Soulmusik überhaupt gibt! Wir sind hier ja eher an Retorten-Pop wie von den No Angels und Bro'Sis oder weichgespülten R&B wie von Sarah Connor gewöhnt. Sicherlich können genannte singen, aber es fehlt doch eindeutig die Individualität in der Musik, die uns einen Künstler sofort wiedererkennen lässt. Joy gehört zu dieser *individuellen Bewegung*. Ihre Songs strahlen Wärme aus. Sie sind gespickt mit afrikanischer Perkussion, afrikanischer Sprache und sogar mit afrikanischer Geschichte. Denalane hat wirklich darauf geachtet, den Songs viel von sich selbst zu geben, stimmlich wie auch textlich. Am besten kommt das wohl bei "Im Ghetto von Soweto" und bei "Vier Frauen", welches sie mit 3 weiteren Sängerinnen in 4 verschiedenen Sprachen singt, rüber. "Fragen (Ein Brief aus Lesotho)" ist dann ein weiterer Indikator für die sozial-kritischen und mitfühlenden Ambitionen der Sängerin. Das Lied ist so traurig und gleichzeitig einfach nur schön. Joy singt aber auch über die Liebe zum Partner und zur Familie, z.B. in dem Jazz-Stück "Geh jetzt" (1.Single) und dem eher groovig-sanften "Sag's mir" (zweite Single). Weitere Highlights des Albums sind das eher schnelle "Was auch immer", "Miscommunication" und "Kinderlied", welches Joy ihrem Sohn gewidmet hat. Aber eigentlich sind alle Songs gleichwertig, hörenswert und einfach nur schön! Deutschland hat eine neue Hoffnung!Was für ein wunderschönes Album! (13. April 2004)
Dieses Album hat alles was ein gutes Album brauch:Intelligente Texte (Im Ghetto von Soweto), Tolle Musiker und zu guter letzt die beste Stimme Deutschlands: Joy Denalane.
Ich durfte sie live erleben in der alten Oper Frankfurt und es war ein wirklich bezauberndes Konzert mit einer ebenso bezaubernden Frau. Ich hoffe, dass bald ein neues Album von ihr kommt, was Mamani sicherlich irgendwie noch toppen wird (auch wenn das sehr schwierig ist)





