Wege zum Ruhm

Verkaufsrang: 36096 (DVD)
Actor: Kirk Douglas
Actor: Ralph Meeker
Actor: Adolphe Menjou
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Humphrey Cobb
Binding: DVD
Director: Stanley Kubrick
EAN: 4010232010780
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Verlag: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 4. Juli 2002
Spielzeit: 124
Studio: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
TheatricalReleaseDate: 1957
von: Kirk Douglas (Hauptdarsteller), Ralph Meeker (Hauptdarsteller), Gerald Fried (Komponist)
Preis: EUR 6,93

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Stanley Kubrick hatte sein Talent bereits mit dem ausgezeichneten Kriminalthriller Die Rechnung ging nicht auf unter Beweis gestellt, aber es war das Antikriegsmeisterwerk Wege zum Ruhm, das ihm internationale Anerkennung verschaffte.

Kirk Douglas gab den Anstoß zu diesem Film, der auf dem Roman von Humphrey Cobb basiert, und entschied sich für den jungen Kubrick als Regisseur, der daraufhin einen der stärksten Filme über den verschwenderischen Wahnsinn des Krieges schuf. Douglas schlüpft hier in eine seiner besten Rollen überhaupt als Colonel Dax, Kommandant eines kriegsmüden Regiments der französischen Armee entlang der Westfront während des Ersten Weltkriegs. Die Truppe sitzt unter dem Artilleriebeschuss der Deutschen in ihren Schützengräben fest und wird auf eine selbstmörderische Mission geschickt, um eine stark befestigte deutsche Stellung einzunehmen.

Nachdem die Mission unweigerlich scheitert, befehlen französische Generäle die Aussonderung dreier Soldaten, um sie wegen Feigheit vor dem Feind vor ein Kriegsgericht zu stellen und hinzurichten. Dax wird zum Verteidiger für die ausgewählten Sündenböcke ernannt, und was dann folgt ist eine Travestie der Justiz, die nach Jahrzehnten noch immer relevant und ausdrucksvoll bleibt. Im Gefolge einiger der realistischsten und überwältigendsten Schlachtsequenzen, die je gefilmt wurden, erforscht Kubrick auf brillante Weise die politischen Machenschaften und egoistischen Ambitionen, die im sinnlosen Tod auf dem Schlachtfeld und vor Erschießungskommandos enden.

Wege zum Ruhm ist unbeirrbar in seiner Verurteilung des Krieges und der Hemmungslosigkeit seiner militärischen Führer, die aus den bequemen Sesseln ihrer luxuriösen Hauptquartiere heraus den Tod Tausender inszenieren. Wege zum Ruhm wurde in Frankreich als verleumderischer Angriff auf die französische Ehre jahrelang von der Zensur verboten, aber es ist deutlich, dass dieses intensive Drama auf alle Nationen zielt. Auch wenn es sich hier um die Themen Mut und Loyalität im Rahmen des Krieges im Allgemeinen handelt, dreht sich der Film speziell um die historischen Realitäten des Ersten Weltkrieges. Dennoch bleiben seine Wirkung und die künstlerische Leistung zeitlos und universell. --Jeff Shannon

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Wege zum Ruhm'

Genial (30. August 2008)

Nach dem erwarteten Scheitern eines Angriffes eines kriegsmüden französischen Regimentes im ersten Weltkrieg. Erst sollen 100 Mann wegen Feigheit erschossen werden, der verantwortliche General beschließt dann aus jeder Kompanie einen erschießen zu lassen.
Drei zufällig ausgewählte Männer sollen nach einem Schauprozess ihr Leben lassen. Der Offizier Dax (Kirk Douglas) übernimmt die Verteidigung.

Dieses Antikriegsdrama von Kubrick zeigt wirklich mal den Wahnsinn des Krieges. Ohne falsche Gefühlsduselei, es hätte wirklich jedem in dem Regiment treffen können.

Die Umsetzung auf DVD ist auch gelungen.

Analyse der Bosheit (27. Januar 2008)

Kubrick ist ein Analytiker. Seine Filme haben wenig mit emotionaler Beteiligung zu tun. Er erarbeitet aus der Distanz heraus das Spectaculum der Gesellschaft. Will man Emotionen bei Kubrick sehen, sollte man "Spartacus" oder "Clockworke Orange" anschauen. Aber vorsicht, das Gefühl in diesen Filmen ist die "Pein des Zuschauers". Auf ähnliche Weise ist "Wege zum Ruhm" gestrickt, den ich zu den besten und wirklichen "Antikriegsfilmen" zähle. Mit Akribie zeichnet Kubrick die Eigendynamik von Ruhmsucht und zynischem Vernichtungskalkül nach. Die Bosheit entsteht in der Welt der Hierarchien und Eitelkeiten.
Ein grandioser Film, grandios gedreht , der authentisch auf Tatsachen der Verdunschlacht beruht.

Krieg als Kammerspiel (20. November 2007)

Tatsächlich ist dies einer der weniger umstrittenen Filme von Kubrick. Merkwürdigerweise tue ich mich gerade mit diesem Film etwas schwer. Der Film erscheint mir künstlich, als wolle er theoretisch etwas erläutern, was sonst bei Kubrik eigentlich immer erfolgreich in eine Geschichte integriert ist.

Es geht um das Schicksal einer französischen Armeeeinheit im ersten Weltkrieg. Der Einheit wird ein Angriff befohlen auf die Schützengräben und Befestigungen des deutschen Gegners. Der Angriff ist militärisch nicht durchführbar. Schließlich ziehen sich die Reste der Truppe zurück. Der General im Hintergrund sieht das nur durch seinen Feldstecher, seine Perspektive wird auch im Film sehr gut festgehalten. Was er zu sehen glaubt, vielleicht auch sehen will, ist Feigheit. Männer, die nicht bereit sind, in den Tod für ihr Vaterland zu gehen. Er befiehlt seiner Artillerie, das Feuer auf die eigenen Leute zu eröffnen. Als sich seine Untergebenen Offiziere aber weigern, trifft er mit seinen Vorgesetzten eine Absprache. Zur Strafe für die Feigheit der Truppe sollen drei Soldaten ausgewählt werden, die dann zur Abschreckung für die anderen wegen Feigheit vor dem Feind hingerichtet werden.

Kirk Douglas spielt den für die Männer verantwortlichen Offizier, der versucht, seine Männer zu verteidigen. Statt mit guten Argumenten überzeugen zu können, trifft er jedoch auf eine unglaubliche Mischung von Arroganz, Zynismus und Verlogenheit. Das Böse findet sich nicht beim Feind, sondern bei den eigenen Generälen hinter den eigenen Linien. Und umso höher der Rang, umso schlimmer wird das alles.

Handwerklich wie immer gelungen bis ins kleinste Detail, bleibt mir hier aber Handlung und Charakterzeichnung auf der Strecke. Ich empfinde die meisten der Personen als zu eindimensional, als etwas künstliche Vertreter ihrer jeweiligen Rolle. Douglas spielt einfach nur den verantwortungsvollen, ethisch handelnden Menschen. Von den Delinquenten ist einer ein etwas naiver Gläubiger, einer ist ein intelligentes Opfer, einen hat das Schicksal geschlagen. Von allem etwas. Und auch das Ende erscheint doch recht vorhersehbar.

Aber es muss ja nicht jeder Film von Kubrick gleich alle Zuschauer begeistern.

Feigheit und Mut im Schützengraben (16. Oktober 2007)

Stanley Kubrick hat eine Reihe bemerkenswerter Filme gemacht. Der am Beginn seiner Karriere entstandene, eindringliche Anti - Kriegsfilm "Wege zum Ruhm" ("Paths of Glory") ist sein stärkstes Werk. Gedreht hat er ihn in den Bavaria Filmstudios in München.

Im zweiten Weltkrieg haben sich 1916, nach zwei Jahren Krieg die Fronten auf beiden Seiten festgefressen. Die Armeen haben sich in Schützengräben verschanzt und versuchen immer wieder vergeblich sich aus der verfahrenen Situation zu befreien. Schon der Gewinn weniger Meter feindlichen Bodens gilt als Erfolg.

Der ehrgeizige französische General Mireau (George Mcready) will mit einem überraschenden Angriff die befestigte Höhe "Ant Hill" von den Deutschen erobern und so seine Chancen auf eine anstehende Beförderung verbessern. Aber der Plan ist von vorne herein dilletantisch durchgeführt und bleibt im Trommelfeuer stecken. Der wütende General lässt darauf hin die Artillerie auf seine eigenen Truppen schießen, um sie voran zu treiben.

Hinterher versucht er, sein Versagen zu vertuschen in dem er wahllos drei einfache Soldaten stellvertretend für alle wegen "Feigheit vor dem Feind" vor ein Kriegsgericht stellen lässt. Der mutige Regimentskommandeur Colonel Dax (Kirk Douglas) versucht sich schützend vor seine Leute zu stellen und übernimmt eigenhändig die Verteidigung. Die drei Soldaten werden trotzdem standrechtlich erschossen. Auch als Dax das Versagen des Generals und sein verbrecherisches Handeln aufdeckt, ändern das nichts. Der wird zwar von seinem Vorgesetzen General Broulard (Adolphe Menjou) abgesetzt, aber nur, weil Broulard vermutet, Colonel Dax habe das alles getan, um seinen Posten zu bekommen.

Angewidert kehrt Dax zu seinen Soldaten zurück. An einem Gasthaus sieht er durch das Fenster, wie ein gefangenes deutsches Mädchen, vor seine johlenden Landser gezerrt wird, um ihnen etwas vorzusingen. Verängstigt singt sie "Ein treuer Husar". Da erinnern sich die Soldaten an das Lied dass sie auch in ihrer Sprache kennen. Einer nach dem anderen stimmt summend in das Lied ein und vielen kommen dabei die Tränen. Colonel Dax hält den neuen Einsatzbefehl noch ein paar Minuten zurück um den Leuten diesen Moment zu gönnen.

Das Mädchen spielt Christiane Kubrick, Kubricks spätere Frau, hier unter dem Namen Susanne Christian.

In diesem Film, der sich so völlig vom Hurrapatriotismus vieler Hollywood Kiegsschinken unterscheidet, gibt Kirk Douglas eine seiner eindrucksvollsten Leistungen seiner Karriere ab.

In Frankreich wurde der Film lange Zeit nicht gezeigt, da er vermeintlich die Ehre des französischen Militärs verletze. Genauso hätte man die Geschichte auch auf der deutschen Seite der Schützengräben erzählen können. Angesichts der deutschen Schuld wäre dann aber die Absicht des Films, Krieg, übersteigerten Ehrgeiz, und menschliche Feigheit anzuprangern verblasst.

Mit den Mitteln des Realismus schildert Kubrick in eindringlichen und schlichten Bilder die Brutalität und die Idiotie des Krieges und die Schwächen des menschlichen Charakters.

Ein absolutes Meisterwerk. Schade nur, dass man der DVD nicht mehr Material gegönnt hat.

Für den Film 5 Punkte. Für die DVD nur 4.

Ruhm auf Kosten der Anderen.... (16. September 2007)

Die Handlung ist bereits mehrfach erzählt: Ein General schickt sein Regiment in einen aussichtslosen Kampf, der Widerstand der Soldaten wird mit dem Kriegsgericht gebrochen. Der unterstellte Colonel als Verteidiger kann dies nicht verhindern. Eins kann der Colonel bewirken: der General freut sich nicht lange seines neu erworbenen Ruhmes, er wird abgesetzt und man bietet dem Colonel den Aufstieg in der militärischen Hierarchie an. Der Colonel lehnt ab, was seine Vorgesetzten nicht verstehen. Er bleibt bei der Truppe und verzichtet auf den Ruhm und den Aufstieg in einer Menschen verachtenden Hierarchie. Er will seinen Normen, er will sich treu bleiben.
Es ist der Wunsch, die Kohärenz in eigenem Handeln und Denken zu erhalten, sich nicht von sich selber zu entfernen, in den Spiegel blicken zu können, was seine Vorgesetzten nicht verstehen.Und darum ging es nicht nur an der Westfront 14/18, darum geht es auch in den Kriegen der New Economy. Erfolg und Ruhm auf Kosten des Lebens anderer kann nicht gut in ein positives Bild des Selbst eingebaut werden.

dkb.de

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