Kundenrezensionen zu 'The Amalgamut'
Hammer (12. Mai 2007)
Also ich finde einfach jedes Lied auf der CD gut. Angefangen mit "You walk away" über das Brett "So I quit" bis hin zum doch sehr exotischen "World today". Fazit: Herrliche Platte zum Autofahren oder für Bus/Zug----> 5 Sternewar nicht, was ich erhofft hatte. (27. April 2004)
habe über lange zeit alles gesammelt, wo irgendwie filter daruf war (diverse soundtracks), und als "title of record" und "the amalgamut" erschienen, war ich einfach begeistert. wobei sich dieses gefühl beim ersten hören von "the amalgamut" allerdings bald in ernüchterung verwandelt hat - irgendwie haben sie einfach einige nummern des vorgängeralbums neu interpretiert.der sound von amalgamut ist nun weit härter als der des vorgänger-albums, trotz einiger "normaler" stücke. was mir fehlt, ist die genialität der abwechslung, des varianten-reichtums von "title of record". war auf "tor" noch so ziemlich jede aktuelle musikrichtung vertreten, so ist "ta" nur noch ein best of "tor", "take a picture" gibt es quasi sogar zwei mal - "god damn me" heißt es. ja, und ich euch auch.
trotzdem muss ich filter wieder zu gute halten, dass einige ohrwürmer dabei sind. "you walk away" und "it can never be the same again" gehen mir einfach nicht aus dem kopf - nicht, dass ich das wollte. ;)= auch die letzten beiden nummern sind sehr gut, sehr atmosphärisch.
mag sein, dass ich das auch falsch angegangen bin - title of record hat mir den eindruck vermittelt, dass sich filter ganz einfach in vielen musikrichtungen heimisch fühlen und in jeder brillant sind. die spezialisierung auf die härteren seiten mag (anscheinend) vielen gefallen, aber dadurch verlieren sie in meinen augen einen entscheidenden vorteil.
Warum 4 Punkte? Ganz einfach - weil... (28. Juli 2003)
... "Amalgamut", und das hat das Album sogar "Title of Record" und "Short Bus" voraus, einen Klassesong nach dem anderen zu bieten hat und daher wunderbar komplett ohne Hänger durchlaufen kann. Tatsächlich ist es so, daß Richard Patrick und Co. dieses Mal erheblich an Hooks und Melodien hängen (selbst das Brett "So I Quit" wird daraufhin gebastelt), die Riffs sind aber noch fett genug, um auch den Rocker froh zu machen. Es fehlt zwar ein unsterblicher Filter-Song wie "Hey Man Nice Shot" oder "Welcome to the Fold", aber "The only way is the wrong way" ist noch viel schöner als "Take a picture" ("Take a picture" heißt dieses Mal "God damn me"), "Where do we go from here" ist ein reinrassiger Hit, und "Columind" ist zwar nicht unbedingt ein qualifizierter Kommentar zum Littleton-Massaker, dafür aber ein Brett. Außerdem Anspieltip: Das verbitterte "My long walk to jail" ("what makes you think I'm comin back", schreit Patrick).Ich würde "Amalgamut" ein Amalgam aus Indie-Pop und Alternative-Rock nennen, wobei Pop nicht allzu klein geschrieben wird. Dafür gibt's 4 Punkte. Und zwar sehr gute!
Gehobener Durchschnitt (2. Juli 2003)
Der Frontmann der Band, Richard Patrick, äußerte unlängst, dass das neue Album sich so anhören sollte, als ob sechs verschiedene Bands darauf spielen würden. Ganz so unpassend ist diese Ankündigung nicht gewesen, denn im Gegensatz zu vielen Nu Metal-Bands verblüfft die Band aus Chicago immer wieder mit raffinierten Spielereien. Zwar sind die obligatorischen Grunge-Riffs wie bei "Columind", "Jail" oder "So I Quit" vertreten, doch ihre Single "Where Do We Go From Here" hat neben den obligatorischen dynamischen laut/leise Spielereien zusätzlich Pop-Appeal. Gleichzeitig landet die Band dann aber unversehens in ruhigen, melodischen Songs wie "God Damn Me". Und am Ende leitet "World Of Today" in das 8-minütige, im Ambientsound gehaltene, Instrumental "July 4th" über. Zwar hört sich das Album nicht nach verschiedenen Bands an, doch ist die Bandbreite von Filter im Vergleich zu ihren ersten Alben enorm gewachsen. Damit haben sie den Weg raus aus einer der beliebten Schubladen hin zu einer respektablen Rockband gefunden - auch wenn sie damit nicht unbedingt ein Meisterwerk geschaffen haben. Gehobener Durchschnitt ist ja auch schon was.rock n' roll (11. März 2003)
Richard Patrick werden die Nine Inch Nails-Fans unter euch noch von früher kennen. Denn da spielte Richard Patrick Gitarre, bis er sich entschloss seine eigene Band Filter zu gründen. Seit Ende letzten Monats ist Filters neue Scheibe "The Aamalgamut" draußen.Vor knapp 10 Jahren gründeten sich Filter in den USA und spielten Industrial, eine Musikrichtung die wenig populär ist derzeit. Und so hat man bei den ersten Songs auf the Amalgamut das Gefühl, Filter wollten sich jetzt in den New Metal retten.
Aber the Amalgamut ist mehr als das. Denn erstens sind Filters Songs trickreicher als die der meisten ihrer Kollegen. Und zweitens zeigt sich spätstens in der Mitte des neuen Albums: Filter rocken nicht nur, sondern schreiben auch waschechte Popsongs. Auf einmal werden die Brettgitarren zu süßen Melodieinstrumenten und ganz sanft schmiegt sich die Stimme ins Innenohr
Synthesizer und Drumcomputer wie früher sucht man auf der neuen Platte vergebens. Trotzdem: So ganz haben sie ihre Roots noch nicht vergessen. Denn das Ende der Scheibe bildet eine schier endlose, psychedelische Klangorgie, die mit Popmusik überhaupt nichts mehr zu tun hat.
Und eines wird dabei klar: the Amalgamut ist eine der abwechslungsreichsten Platten des letzten Jahres. Auch beim 5 Hören gibt es immer noch was neues zu entdecken. Ein Album genau wie das Wetter: Mal brutal, mal wunderschön, aber nie langweilig.






