Verkaufsrang: 1797 (DVD)
Actor: Guy Pearce
Actor: Samantha Mumba
Actor: Mark Addy
AspectRatio: 2.35:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: H. G. Wells
Binding: DVD
Director: Simon Wells
EAN: 7321921221910
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
Erscheinungsdatum: 22. August 2002
Spielzeit: 92
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Guy Pearce (Hauptdarsteller), Samantha Mumba (Hauptdarsteller), Klaus Badelt (Komponist)
Preis: EUR 3,79
Product Description
Der ehrgeizige Wissenschaftler undErfinder Alexander Hartdegen (Guy
Pearce) will beweisen, dass Zeitreisen
möglich sind. Ein persönlicher
Schicksalsschlag treibt ihn umso
unerbittlicher an......
Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Wunsch, quer durch die Zeit zu reisen, ist wirklich ein uralter Menschheitstraum. Einer, der nach wie vor leider -- oder sollte man sagen Gott sei Dank? -- unrealisierbar ist. Naja, nicht ganz. Denn dank der Fantasie gelang es den Menschen schon sehr früh, Zeit und Raum zunächst per Buch und später auch per Kino zu überwinden. Filme wie Zurück in die Zukunft, Austin Powers, Time Cop, Kate & Leopold und nun Simon Wells' The Time Machine geben davon ein sehr lebendiges Zeugnis.Moment, Wells? Bei dem Namen müsste es jetzt bei jedem Zeitreisenden laut klingeln. Und richtig gedacht. Dieser Mann hat einiges mit dem Verfasser eines der Klassiker der Science Fiction-Literatur, Die Zeitmaschine, zu tun. Schließlich ist Simon ja der Urenkel des großen H.G. Wells. Dessen Roman um einen jungen Akademiker, der eine Zeitmaschine erfindet, war bereits 1960 von George Pal äußerst würdig auf die Leinwand gebracht worden; nun versuchte sich nun der Urenkel Simon an einer Neuinterpretation. Natürlich hat Wells einige kleine, aber feine Veränderungen gegenüber dem Roman und der früheren Verfilmung vorgenommen. Hauptdarsteller Guy Pearce bastelt nun nicht mehr im viktorianischen London an seinem technischen Wunderding, sondern in New York. Etwas, das man zu Recht bedauern mag. Die einschneidenste Neuerung, die der Regisseur und sein Drehbuchautor John Logan an der Geschichte vorgenommen haben, betrifft jedoch die Motivation Alexander Hartdegens, seine Zeitmaschine einem umfassenden Test zu unterziehen. Zieht Rod Taylor 1960 noch aus rein wissenschaftlicher Neugier durch die Zeiten, versucht Guy Pearce zunächst einmal vergeblich, mit der Maschine das tragische Schicksal seiner Verlobten abzuwenden. Erst danach geht es immer weiter in die Zukunft, bis er schließlich mehr als 800.000 Jahre später bei den nun deutlich selbstständigeren Eloi und den aktiveren, interessanteren Morlock -- Wells hat sie in Jäger, Späher und Übermorlock Jeremy Irons aufgeteilt -- anlangt.
Da sich die Möglichkeiten der Tricktechnik innerhalb von 40 Jahren doch beträchtlich verbessert haben, klotzt Wells deutlich mehr als er kleckert. So engagierte er neben Komponist und Hans-Zimmer-Mitarbeiter Klaus Badelt für die Spezialeffekte fast alles, was in der SFX-Gemeinschaft Hollywoods Rang und Namen hat: Digital Domain -- die Trickschmiede von James Cameron -- Cinesite, Industrial Light & Magic -- die Gurus von George Lucas --, K.N.B-EFX Group, C.O.R.E Digital Pictures und die Stan Winston Studios, um The Time Machine optisch und emotional gegenüber dem Vorgänger in Szene zu setzen. Der getragene, bisweilen recht wuchtige Score unterstützt die opulente Optik perfekt und verleiht dem Film genau die faszinierende Note, die je nach Verlauf der Handlung zwischen Melancholie und Abenteuer hin und her wechselt. Ein Fazit: Den Puristen unter den Literaturfans und Anhängern der charmanten Erstverfilmung wird es vermutlich nicht gefallen, was Simon Wells da auf die Leinwand gebracht hat. Im Gegensatz zu George Pal setzt Simon Wells nämlich weniger auf philosphische nachdenkliche Aspekte, sondern bringt einiges mehr an Action ins Spiel. Fans optischer Leckerbissen kommen bei The Time Machine aber ganz sicher auf ihre Kosten. --Constanze Quanz
Video Jakob Kurzinhalt
Alexander Hartdegen ist Erfinder und versucht zu beweisen, das Zeitreisen möglich sind. Mit dem Mut der Verzweiflung testet er eine selbst konstruierte Zeitmaschine und landet nach Umwegen 800.000 Jahre später in der Zukunft. Dort ist die Menschheit aufgeteilt zwischen in der Unterwelt hausenden Morloks und den hedonistischen Elois.Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Auch wenn tonal "nur" ein GUT in Frage kommt, so reißt das gelungene Bonusmaterial hier die Bewertung nach oben. Eine ganze Schar Beteiligter spricht in zwei Audiokommentaren zur Produktion: Regisseur Simon Wells und der Editor, Produktionsdesigner Oliver Schall, sowie der SFX-Supervisor. Von allen gibt es professionelle Infos aus dem jeweiligen Fachgebiet. Vor allem der zweite Kommentar ist technisch orientiert und wissenswert für den Effekte-Freund. Weitere, wenn auch kurze Dokus (meist nur 5 Minuten) zu den Stunts, Spezial Effekten, Morloks-Design, Zeitmaschine werden sogar untertitelt und kommentiert. Ein gewichtiger Aufwand für uns Krauts. Die Untertitelung ist teils jedoch lückenhaft und unterschlägt ganze Halbsätze. Der Versuch, eine moderne Version von H.G. Wells' fantastischer Story zu schaffen, scheitert kläglich an der Wahl des Hauptdarstellers. Guy Pierce darf 90 Minuten lang mit permanent offenem Mund versuchen, seinem Gesicht eine gewisse Grundmimik einzuhauchen und scheitert dabei ebenso wie Steven Seagal in früheren Filmen. Erinnert man sich an die fabelhafte Darstellung von Rod Taylor im Original, drückt man wehmütig die Eject-Taste.Bild: Die glasklare Scopeoptik läss keinen Wunsch an Schärfe, Kontrast offen. Bis in die hintersten Bänke bleibt alles scharf und in seiner korrekten Farbe erkennbar. Von Bildgrieseln oder digitalen Störenfrieden ist ebenfalls keine Spur zu sehen und auch die Farben spiegeln das gesamte Spektrum an Möglichkeiten einer DVD-Produktion wider. Einzig horizontale Schwenks in die Szenentiefe hinein ruckeln sanft (00.28.19).
Ton: Der Score von Klaus Badelt (Die letzte Festung) klingt ein wenig nach Star Trek und dominiert die ruhigeren Szenen klar. Hier ist eine spürbare Frontlastigkeit nicht zu verhehlen. In Actionmomenten kommen dann jedoch auch die Surroundkanäle zu ihrem Recht und beteiligen sich an einem fulminanten Hörspiel. Frequenzen unterhalb von 90hz bleiben etwas zurückhaltend, vor allem in der Musikwiedergabe. Stimmlich liegen die englische und die deutsche Tonspur etwa gleichauf und holen viel vom Volumen der Darsteller heraus. Auch in der Ortbarkeit gibt es nichts zu bemängeln. --movieman.de
VideoMarkt
Um seine verstorbene Geliebte wieder zu sehen, baut der junge Erfinder Alexander Hartdegen eine Zeitmaschine. Als ihm der Trip in die Vergangenheit misslingt, reist der Romantiker in die ferne Zukunft und muss feststellen, dass die Menschheit hier in zwei Lager gespalten ist: die Alien-ähnlichen Morlocks und die friedliebenden Eloi. Letztere leben zwar in ständiger Angst, von den Morlocks als Sklaven missbraucht oder gar verspeist zu werden, fügen sich aber widerstandslos in ihr Schicksal. Das aber kann und will Idealist Hartdegen nicht akzeptieren...VideoWoche
Über 40 Jahre nach der Oscar-gekrönten Erstverfilmung von H.G. Wells' Meilenstein des Science-Fiction-Genres schuf nun dessen Urenkel Simon Wells ein Remake. Zeitgemäße Tricktechnik und das atemberaubende Set-Design lassen die werkgetreue Neuverfilmung zu einem Augenschmaus werden. "Memento"-Maniak Guy Pearce schlägt sich tapfer durch die etwas bieder geratene Story, der der Regie-Wagemut des Originals ein wenig abgeht. Trotz Mangel an kritischen Neuaspekten dürfte das Zukunftsmärchen jede Menge Sci-Fi-Fans ansprechen.Blickpunkt: Film
Der junge Erfinder Alexander Hartdegen landet dank selbstgebastelter Zeitmaschine in der Zukunft. Dort ist die Menschheit in zwei Lager gespalten: die Alien-ähnlichen Morlocks unterdrücken die friedliebenden Eloi, die sich offenbar mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Hartdegen will dies aber nicht akzeptieren und ruft zum Kampf auf... Remake der Oscar-gekrönten Verfilmung von H.G. Wells Kultroman durch seinen Urenkel Simon Wells, angereichert mit zeitgemäßer Tricktechnik und atemberaubenden Set-Design.Blickpunkt: Film Kurzinfo
Update des Science-Fiction-Klassikers von H. G. Wells als spannendes Abenteuerkino.Kurzbeschreibung
Der ehrgeizige Wissenschaftler und Erfinder Alexander Hartdegen will beweisen, dass Zeitreisen möglich sind. Ein persönlicher Schicksalsschlag treibt ihn umso unerbittlicher an, seine Erfindung zu vollenden und in die Vergangenheit zu reisen, um dort dem Lauf der Dinge eine neue Wendung zu geben. Als er die von ihm konstruierte Zeitmaschine ausprobiert, wird Hartdegen 800.000 Jahre in die Zukunft katapultiert. Dort muss er entdecken, dass die Menschheit in zwei Lager gespalten ist: die Jäger - und die Gejagten...Kundenrezensionen zu 'The Time Machine'
Sehr guter Film! (21. August 2008)
Schon das Original hat mich fasziniert. Die Neuverfilmung mit Guy Pearce halte ich für sehr gelungen. Die Szene in der Höhle bei den Jägern war sehr grausam. Haargenau wurde gezeigt, was mit den Menschen dort passiert ist. Die Idee, dass Hartdegens (Pearce) Ehefrau, wegen der er versucht hat, die Zukunft zu verändern, immer wieder auf eine andere Art und Weise gestorben ist, fand ich derb. Das würde nach dieser Theorie bedeuten, dass die Zukunft nicht veränderbar ist. Trotz Zeitmaschine. Ein hoch interessantes Thema. Bin gespannt, ob es der Mensch eines Tages schafft, das herauszufinden.Hier war mehr drin (11. Mai 2008)
Zum Inhalt des Film ist bereits das Wesentliche gesagt worden, daher noch ein paar Anmerkungen zur Machart des Films. Ich fange mal beim Skript an, das durchaus intelligent aufgebaut ist, da Drehbuchautor John Logan um einen Dreiklang bemüht war: Die skeptische Haltung gegenüber der Menschheit und die evolutionskritische Haltung (Evolution kann sehr schnell in Degeneration umschlagen) lässt sich schon aus dem Roman von H.G. Wells herauslesen. Der Respekt vor der Vorlage sollte gewürdigt werden. Zweitens, oftmals wird George Pals "Time Machine" aus dem Jahr 1960 zitiert, z.B. das sich wandelnde Schaufenster des Modegeschäfts, die verstaubten Bücher, die ausgeweitete Geschichte um Philby, usw. Auch diese Hommage gibt dem Film ein Plus. Aber vor allem, was Logan als Drittes gelungen ist, nämlich dem Zeitreisenden eine quälende Frage und damit eine schlüssige Motivation mitzugeben, überhaupt in die Zeit reisen zu wollen. Alexander Hartdegen reist in die Zeit, weil er ein Geschehen - den Tod seiner Verlobten - rückgängig machen will, doch er stellt fest, dass er die Vergangenheit nicht verändern kann.Wie schon öfters angemerkt, überzeugt der erste Teil des Films absolut. Im zweiten Teil überwiegen actiongeladene Effekte, die nur zwischenzeitlich von wirklich gelungenen Passagen abgelöst werden, zum Beispiel als Jeremy Irons, der Über-Morlock, Alexander die harte Realität der Evolution vor Augen führt und erklärt, weshalb Alexander die Vergangenheit nicht ändern kann und ihm damit eine Einsicht in seine gesamte Tragik schenkt. Aber dazu zählt auch die Einstellung des zertrümmerten Mondes, wozu wir Alexander sagen hören "Du hattest Recht, Philby, wir sind zu weit gegangen." Hier sind wir an den Punkten, wo der Film tatsächlich etwas sagen kann zu Themen wie Zeitreisen, Evolution, etc.
Allerdings kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Zeitmaschine anno 1960 von George Pal verstörender war. Die Eloi sind hier ein sinnentleertes Volk, ohne Moral, wie es scheint, und damit das verschärfte Spiegelbild einer Zeit, die H.G. Wells kritisiert hatte. Sie, die Eloi, überleben letztlich, weil sie sich auf das besonnen hatten, was sie ausmacht, das Menschsein. Für Wells war immer die Sozialisation der schmale Grad zwischen ensch und Tier.
"The Time Machine" von 2002 lässt Alexander Hartdegen die Morlocks vernichten. Die Eloi sind hier ein schlicht-religiöses, durchaus sympathisches Völkchen. Auch wenn hier die Morlocks mehr Profil gewinnen, wirkt das Ganze doch weniger stimmig und greifbar, als vielmehr wie der berühmte Kampf des einzelnen Helden gegen die Bösen.
Fazit: Schöne Bilder, ein wunderschöner Soundtrack von Klaus Badelt (damit sei auch ein Kauftipp ausgesprochen) und ein paar gute Gedanken zum großen Thema Zeitreise stehen der hollywoodgemäßen Weichspülung des zweiten Teils - besonders gegen Ende - entgegen. All das reicht jedoch locker für eine Bewertung mit 4 Sternen. Denn der Film ist alles in allem absolut sehenswert. Und wer weder das Buch noch die Verfilmung von Pal kennt, der mag tatsächlich einen gut gemachten und kurzweiligen Film erkennen.
Wann ein Remake einfach nur billig ist..... (21. April 2008)
Ich kann nicht sagen, wie viele Male ich "Die Zeitmaschine" (Original) mir angeschaut habe und tricktechnisch war der Film für die damalige Zeit erste Sahne !Nun gibt das Remake " The Time Machine" und lief gestern / 20.04.2008 im FREE-TV ! Als ich den Film bereits damals auf DVD sah..fiel der Film bei mir durch ! A b e r es gibt auch Filme..die man beim 2 x Anschauen plötzlich toll findet !!!!
Der Film fängt sicherlich sehr gut an....aber als dann die Zeitreise anfängt....ja...dann kann man den Film auch beenden ! Der Film verliert einfach ALLES ! Es kommt einfach nur noch das große Gähnen, da man bei diesen Film einfach versucht hat die Story anders zu gestalten bzw. ein andere Handlung zu finden ! Das mag zwar ganz gut sein, aber diese Umsetzung ging bei diesen Film wortwörtlich voll in die Hose ! 2 Sterne
Klasse Anfang, katastrophales Ende (16. Februar 2008)
Ja, ich gebe es zu: Bei Remakes und/oder Sequels zu meinen Lieblingsfilmen werde ich zum absoluten "Erbsenzähler". So auch natürlich bei "The Time Machine". Ein Film, der schon 1960 von George Pal absolut brillant nach dem gleichnahmigen Buch von H.G. Wells umgesetzt wurde.So waren meine Gefühle bei dem neuen Remake natürlich mehr als gemischt, wenn auch die Info das Simon Wells, der Urenkel des grossen H.G. Wells, Regie führte, doch etwas Hoffnung machte.
Selten sind Originalfilm und Remake wirklich gleich: So änderte Simon Wells gleich den Anfang der Geschichte, während Pal in seiner Verfilmung ziemlich exakt der Buchvorlage folgte. Aber die Änderung ist nicht schlecht, im Gegenteil: Die neue Perspektive, die zur Erfindung der Zeitmaschine führte, ist für das Medium Film durchaus legitim und sehr überzeugend durchgeführt worden. Ich will nicht zu viel verraten, aber statt der blossen wissenschaftlichen Neugier in der Buchvorlage und der Pal-Verfilmung treibt den Erfinder nun der tragische Tod seiner Freundin zur Erfindung der Zeitmaschine... kann er die Zeit austricksen und ihren Tod rückgängig machen?
Noch überzeugender fiel dann die eigentliche Zeitreise aus: S.Wells erschuf eine Maschine, die natürlich vor Anleihen an Pals unvergessliches Original nur so strotzt: Fans des Originalfilmes werden auf den ersten Blick den "Berninghouse Barber Chair" wiedererkennen, der schon in Pals Maschine zum Einsatz kam. Ebenso der sehr ähnliche Kontrollhebel mit dem Energiekristall. Auch finden wir auf der Reise die wachsenden Blumen wieder, die Sonne, die an den Fenstern vorbeizischt, die Schaufensterpuppe mit ihren ständig wechselnden Moderichtungen... Ja! Pal stand Pate! Und was soll bzw. kann man überhaubt noch an der Zeitreise aus dem Originalfilm verbessern? Doch das ist es nicht allein, warum auch S. Wells gerade hier so überzeugt. Klaus Badelts Soundtrack, der die Reise begleitet, tritt ebenso erfolgreich in Russell Garcias Fusstapfen, der die Reise von Pals Maschine orchestral untermalte: Die Reise ist fraglos die beste Szene des Films!!
Bis hierhin überzeugte mich der Film voll: Mein Urteil war schon "Endlich mal ein Remake, das dem Original ebenbürtig ist!". Doch leider geht dem Film nach der wirklich überzeugende ersten dreiviertel schlagartig Stunde die Luft aus, denn wenn endlich das berühmte Jahr 802701 erreicht wird, bricht S. Wells Film total auseinander... gerade an der Stelle, wo der Originalfilm sich sogar nochmals steigern kann!
So gelang es Pal mit konventioneller Tricktechnik wirklich eine total veränderte Botanik des Jahres 802701 zu erschaffen. Russell Garcias unheimliche Soundkulisse der Geräusche unbekannter Tiere (oder Pflanzen?) intensiviert das alles noch. Bei S. Wells wirkt die Umwelt zu konventionell. Bei den Bauten überzeugen noch die schwalbennestartigen Behausungen der Eloy am meisten, bleiben aber hinter dem geborsten Kuppeldom von Pal, der schon in einem Bild den Niedergang der menschlichen Zivilisation symbolisiert, meilenweit zurück.
Ebenso der Eingang zur Morlock-Welt. Pal punktet hier mit einer unheimlich-bizarren Skulptur, die sogar noch die von H.G. Wells beschriebene Sphinx der Literaturvorlage übertrifft. Bei S. Wells gibt's einen überdimensionalen, kristall/steinernen Totenschädel, der wie mit Poser oder DAZ 3D im groben Schnelldurchgang am Computer gerendert wirkt (und mit Sicherheit auch ist). Das Ding wirkt einfach nur völlig videospielartig, deplaziert und billig.
Auch Samantha Mumba wirkt zu perfekt und schön... ebenfalls wie eine Poser-Figur. Vom Niedergang der Zivilisation und der bizarren scheuen, rehartigen Unschuld (und Teilnahmslosigkeit) der Eloy von H.G. Wells und Pal bleibt nichts übrig... alles bleibt perfekt konventionell... und langweilig.
Die Morlocks selbst (aus dem Computer, abermals Grüsse von Poser & Co.) sind die grösste Katastrophe: Hier regiert die Action! Im Gegensatz zum Buch und Pals Verfilmung werden sie zu Supermonstern aufgepumpt. Auch wenn die Eloy-Jagd der Morlocks actionmässig überzeugt... Pals hypnotisches Sirengeheul, seine Bedeutung und die Wirkung auf die Eloy spielen in einer viel tiefgründigeren, unheimlicheren Liga.
Ebenso das Hologramm. Einfach nur nervig. Pals emotionslos "sprechenden Ringe" ("My name is of no consequence...") geben auch hier wieder das richtige, unheimliche "feeling" wieder.
Das Ende änderten sowohl Pal aus auch S.Wells gegenüber dem Buch ab. Dem Buch fehlt halt ein -für einen Film- wichtiger Höhepunkt, so das Pals Entscheidung meiner Meinung nach richtig war, hier abzuweichen. Auch bei S. Wells kommt es zum Kampf mit den Morlocks. Aber bei S. Wells ergeht sich der "Morlock-König"(!!) noch in langatmiges Geseiere, um die Handlungen der Morlocks zu rechtfertigen. Bei Pal bleiben die Morlocks einfach nur unbegreiflich und fremdartig... wie es sein soll!
Bei Pal bleibt das Filmende übrigens offen: Der Zeitreisende kehrt zurück, erzählt seine Geschichte, und verschwindet wieder mit seiner Maschine auf Nimmerwiedersehen... genau wie im Buch. Bei S. Wells gibts ein typisches Happy-End, bei dem der Zeitreisende seine Maschine zerstört und in der Zukunft bleibt.... also auch hier: Konventionell. Für den Zuschauer bleibt zum Nachdenken, Hinterfragen und Rätseln nichts übrig.
Fazit: Filme, die schwach anfangen und sich steigern, sind besser. Auch Filme, in denen schwache und starke Szenen sich abwechseln sind besser... aber ein Film, der sehr gut anfängt, dann aber schlagartig zusammenbricht... Nein! Hier wurde fast das gesamte Potential verschleudert! Mehr als 1 Stern ist nicht drin... aber für den überzeugenden Anfang und Klaus Badels sehr guten Score gib's den zweiten noch dazu. Kaufempfehlung? Jain! Für Fans von H.G. Wells und der grandiosen Pal-Verfilmung vielleicht als "Belegstück", wie man es wirklich nicht machen sollte.

