Verkaufsrang: 17786 (DVD)
Actor: Judy Holliday
Actor: William Holden
Actor: Broderick Crawford
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: Sony
Director: George Cukor
EAN: 4030521100220
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Sony Pictures Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Sony Pictures Home Entertainment
Verlag: Sony Pictures Home Entertainment
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 10. September 2002
Spielzeit: 98
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 1950
von: Judy Holliday (Hauptdarsteller), William Holden (Hauptdarsteller), Friedrich Hollaender (Komponist), Morris W. Stoloff (Komponist)
Preis: EUR 7,50
Kundenrezensionen zu 'Die ist nicht von gestern'
Genial (1. Juni 2003)
„Die ist nicht von gestern" ist eine der besten Komödien aller Zeiten. Der Grund dafür: Judy Holliday! Sie spielt die Hauptrolle in diesem Film aus dem Jahre 1950 und sie ist einfach perfekt! Sie prägte mit dieser Rolle das Bild der „dummen Blondine" so überzeugend, dass sie später (leider) kaum noch andere Rollen spielen konnte. Der Grund, warum Judy so fantastisch ist, liegt in der Vorgeschichte des Films:Ursprünglich handelte es sich bei „Born Yesterday" (der Originaltitel) um ein Theaterstück. Judy Holliday war die Zweitbesetzung für die Rolle der Billie Dawn. Als die eigentlich Darstellerin ein paar Tage vor der Premiere ausstieg, musste Judy einspringen und machte das Stück zu einem Hit! Über 1000 mal spielte sie daraufhin die Billie Dawn und wurde zu einer Sensation am Broadway. Und nach diesen vielen Vorstellungen hatte Judy eine Perfektion erreicht, die in der Filmversion voll zum tragen kommt! Doch ursprünglich sollten wir sie gar nicht in dem Film sehen! Der Produzent des Films, der die Filmrechte für die damals unglaubliche Summe von 1 Million Dollar kaufte, meinte, Judy Holliday sei nicht berühmt genug, um den Film zu einem Erfolg zu machen. Das es dann doch anders kam, verdanken wir der legendären Katharine Hepburn. Diese meinte, Judy habe es verdient, in dem Film mitzuspielen und ihre Rolle zu wiederholen. Und so sorgte Katharine Hepburn dafür, dass Judy eine Nebenrolle in ihrem Film „Ehekrieg" mit Spencer Tracy erhielt. Die Kritiker waren begeistert und meinten, Judy sei der heimliche Star des Films und spiele Katharine Hepburn und Spencer Tracy glatt an die Wand. Der Produzent von „Die ist nicht von gestern" war überzeugt und engagierte Judy als Hauptdarstellerin. Weitere Darsteller sind Oscar-Preisträger Broderick Crawford als Billies vulgärer Verlobter und William Holden als eine ehrgeiziger Reporter. William Holden feierte in diesem Jahr bereits Erfolg mit „Sunset Boulevard." Der Film wurde ein überwältigender Erfolg und machte Judy Holliday zu einem Star in Hollywood. Doch nicht nur finanziell war der Film ein Hit: er erhielt Oscar-Nominierungen für den Besten Film, die Beste Regie, das Beste Drehbuch und die Besten Kostüme. Judy Holliday wurde nicht nur für den Oscar nominiert, sondern sie durfte den begehrten Preis sogar mit nach Hause nehmen! Doch so verdient Judys Oscargewinn auch ist, so wird er aus heutiger Sicht stark kritisiert. Viele bezeichnen Judys Gewinn als einen der größten Fehler in der Geschichte des Oscars. Der Grund: Judys Konkurrentinnen waren Bette Davis in „Alles über Eva" und Gloria Swanson in „Sunset Boulevard" - beide Leistungen gelten heute als Meilensteine der Schauspielkunst, während Judys Darstellung heute fast vergessen ist. Doch meiner Meinung nach hat Judy Holliday den Oscar mehr als verdient, da sie eine der besten komödiantischen Schauspielleistungen aller Zeiten geliefert hat! Allein ihr erstes Wort „Whaaaaaaaat?" (man muss den Film unbedingt in der englischen Version sehen) oder die Szene, in der sie mit ihrem Verlobten Karten spielt, sind Gold wert.
Die Handlung: Billie ist die Verlobte eines zwielichtigen Geschäftsmannes, der in Washington Eindruck schinden will. Die Dummheit seiner Verlobten bringt ihn jedoch immer wieder in Verlegenheit, deswegen engagiert er einen Reporter, der Billie Verstand und Benehmen beibringen soll. Und tatsächlich wird aus der dummen Billie bald eine etwas schlauere junge Frau, die plötzlich erkennt, dass sich die Geschäfte ihres Verlobten leicht außerhalb der Legalität bewegen...außerdem scheint es auch zwischen ihr und dem jungen Reporter zu knistern...
Ein weiterer Verdienst von Judy Holliday ist es, dass sie die Wandlung Billies von einer dummen Blondine zu einer etwas klügeren Frau durchweg glaubwürdig darstellt.
Trotz ihres Oscars wurde Judy kein Filmstar und sie ging wieder nach New York an den Broadway. Dort gewann sie den Tony-Award für ein heute vergessenes Musical. Doch auch daran lässt man heute kein gutes Haar, denn ihre Konkurrentin war Julie Andrews für „My Fair Lady" und natürlich meint heute jeder, sie hätte gewinnen sollen. Mann kann es eben nie alles recht machen...Außer denen, die eine tolle Komödie sehen wollen, denn die sind mit „Die ist nicht von gestern" garantiert an der richtigen Adresse!!




