Aus der Amazon.de-Redaktion
"The saga continues" steht da bedeutungsschwer auf dem Cover der elften(!) Dancefloor-Jazz-Compilation des renommierten Hamburger Mojo-Clubs. Mag das angesichts der bevorstehenden Schließung des Clubs wegen Abriss des Gebäudes an der Reeperbahn womöglich Zweckoptimismus sein, ist die Stimmung auf der von Mojo-DJ Oliver Korthals kompilierten Zusammenstellung gut bis sehr gut. Wie auch mit Mel Tormé, einem der großen Jazz-Vokalisten der klassischen 40er-Ära, der sich hier mit dem leicht B-Filmhaften, Acetone-Orgel-lastigen "Right Now" mal ein bisschen zwielichtig präsentiert. Dann Soul-Schlagerstimmung mit "He's My Sunny Boy" von den späten Supremes, später das pumpende "Put Your Money Where Your Mouth Is" der immer noch unterschätzten Discofunkateers Rose Royce aus den 70er-Jahren und am Schluss Lexias "Lady Rain", das weder an Oberflächlichkeit noch an Stil zu überbieten ist: Vokalmusik wie aus einem Edelsoftporno der späten Siebziger. Showstealer in vokaler Hinsicht aber ist gleich zu Beginn die unglaubliche, knarrende zigarettengeprüfte Della Reese, ein Klangkörper, der "I Got The Blues" klingen lässt wie eine Kampfansage. Auch hinsichtlich der begrenzten (?) Zukunft des Clubs eine gute Haltung. --Rolf JägerKundenrezensionen zu 'Mojo Club Vol. 11 (Right Now)'
Immer wieder ein Vergnügen (7. Juli 2003)
Das Team des Hamburger Mojo Clubs ist eine beständige Größe, wenn es darum geht, rares Material vergangener Zeiten wieder ans Tageslicht zu fördern. Wiederum finden sich Pretiosen aus Funk, Soul, Jazz und Latin der 60er und 70er Jahren, die man sowohl zu Hause als auch auf dem Dancefloor genießen kann. Wobei der Schwerpunkt bei dieser Zusammenstellung mehr im Soulbereich zu finden ist. Diana Ross & The Supremes, Gordon Staple & The String Thing, Sugarpie Desanto, Rose Royce, Barbara Acklin, Puzzle oder Marvin Holmes sind hierbei zu nennen. Natürlich wird auch der Jazzbereich nicht vernachlässigt, u.a. mit dem swingenden Übersong von Mel Tormè ("Right Now"), The London Jazz Four, Della Reese oder Michel Camilo. Ebenso finden sich traditionell Latin-Songs wieder. Diesmal geben sich Oscar Brown Jr., Coke Escovedo, Rosinha De Valencia und Quartette Tres Bien die Ehre. Es ist immer wieder ein Vergnügen, solch handgemachten groovigen Titeln zu lauschen und es bleibt zu hoffen, dass uns diese Sampler-Reihe noch lange erhalten bleibt.Schlussverkauf bei Mojo (16. September 2002)
"The Saga continues" steht auf der neuen CD des Mojo Clubs aus Hamburg. Das bezieht sich nicht ausschließlich darauf, dass wir es mit der mittlerweile elften Folge der beliebten Dancefloor Jazz Sampler Reihe zu tun haben.Dancefloor Jazz vol. 11 bringt das, was alle anderen CDs aus der Mojo-Reihe auch bieten. Freunde tanzbarer Jazz-Soul-Bossa-Fusion der 60er und 70er Jahre finden hier, was das cocktail-geschwängerte Herz wünscht, nämlich exquisit ausgewählte Stücke von mehr oder minder bekannten Größen der vorrangig schwarzen Musikszene jener Tage.
Der normale Musikhörer kann für solch treffliche Zusammenstellungen dankbar sein, schlagen sie doch eine Schneise in einen ansonsten unübersichtlichen Wald an musikalischen Gewächsen aus längst vergangenen Zeiten. Walk on, Mojo!





