Night on Earth

Verkaufsrang: 5483 (DVD)
Actor: Winona Ryder
Actor: Gena Rowlands
Actor: Giancarlo Esposito
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Jim Jarmusch
EAN: 4006680027371
Format: AC-3
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 24. September 2002
Spielzeit: 123
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 1992
von: Winona Ryder (Hauptdarsteller), Gena Rowlands (Hauptdarsteller), Tom Waits (Komponist)
Preis: EUR 10,76

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Product Description

In fünf Episoden erzählt NIGHT ON EARTH von den Ereignissen einer ganz bestimmten Nacht, die jeweils in einer von fünf großen Metropolen stattfinden. Ein Taxifahrer und seine teils aberwitzigen und kuriosen Erlebnissen mit einem seiner Fahrgäste stehen jeweils im Mittelpunkt des Geschehens. Alles beginnt in der Dämmerung von Los Angeles, führt dann weiter nach New York, von dort nach Paris und Rom und endet schließlich in Helsinki im Morgengrauen.

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Jim Jarmusch gelingt es mit seiner 1991er Ensemble-Komödie, aus einer simplen Spielerei eine Offenbarung zu machen. Die Geschichte beginnt an einem Abend um 19.07 Uhr in Los Angeles. Eine Talentsucherin (Gena Rowlands) steigt in ein Taxi, das von einer mürrischen, rauchenden jungen Frau (Winona Ryder, Ein amerikanischer Quilt) gelenkt wird. Im Laufe der holprigen Konversation kommt der Fahrgast zu der Überzeugung, dass dieses Taxi die perfekte Lokation für einen bestimmten Teil eines Films wäre. Unterdessen, in genau diesem Moment, haben Taxifahrer in New York, Paris, Rom und Helsinki einzigartige Erlebnisse mit unterschiedlichen Menschen und der sozialen Barriere, die zwischen den Vorder- und Rücksitzen ihrer Fahrzeuge errichtet ist, was häufig in absurde oder bewegende Situationen mündet. Als Fahrer ist beispielsweise Roberto Begnini zu sehen, der sich seine irre Beichte von einem Priester abnehmen lässt, Armin Müller Stahl, der das Lenkrad an einen fassungslosen Giancarlo Esposito übergibt, oder Isaach De Bankolé, der unnachgiebig mit einer wütenden blinden Frau (Beatrice Dalle) über Sehvermögen und Sex diskutiert. Heraus kommt eine Kette flüchtiger intimer Momente (nicht immer erwünscht von den Charakteren). Sie haben den Effekt einer Handvoll Streichhölzer, die zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen der Welt angezündet werden und ihre Umgebung für ein paar kurze Augenblicke hell erleuchten.

Dieses Werk untermauert Jarmuschs Ruf als origineller und leidenschaftlicher Independent-Filmer von seltenener Wahrnehmungsfähigkeit, Konsequenz und klassischem Einfühlungsvermögen. --Tom Keogh

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Video Jakob Kurzinhalt

Eine Nacht auf der Erde und die Welt hat den Taxi-Blues. Auf den Straßen der großen Städte - Los Angeles, New York, Paris, Rom, Helsinki - warten einsame Passagiere auf die Taxi Driver. Denn im nächtlichen Taxi gelten andere Gesetze als draußen bei Tag. Kleine Geschichten über einen Flötespielenden Clown, ein junges Mädchen das kein Filmstar werden will, eine selbstbewusste Blinde, einen beichtwütigen Vollblutitaliener und den schwärzesten Tag im Leben eines Menschen... Dazu durchpflügt Tom Waits die Dunkelheit mit seinem kraftvollen Organ.

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Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Die Rauschwerte der Optik sind nicht ganz unbedenklich, das Bild hält sich aber stabil und ein so liebenswerter Film soll einfach auf ein "Gesamtgut" kommen, das auch durch den Ton gerechtfertigt ist. "Night" ist ein wunderbar menschennahes Filmprojekt, das dem echten, prosaischen Leben so dicht auf den Fersen ist und es doch durch eine gewisse Poesie definieren muß, um definitiv zu sein. Allein schon dieser Erzählton macht den Film herausragend und liebenswert. Überdies zeigt er, daß ein hohes künstlerisches Niveau keineswegs dem Unterhaltungswert im Wege steht - was ohnehin nur ein albernes Vorurteil ist. Absolut sehenswert.MO

Bild: Ein leicht milchiger Rauschschleier liegt oft über dem Bild, das sich ansonsten in kraftvollen Farben entfaltet. Der Rauschfaktor führt auf Gesichtern häufig zu stehenden Rauschmustern (00.15.10) und das Bild wirkt oft etwas weichgezeichnet. Offenbar liegt dies an den Produktionsbedingungen, die sich durch viel Dunkelheit und schwierige Lichtverhältnisse auszeichnen. Klar und greifbar wird das Bild, wenn starke Helligkeitskontraste zum Tragen kommen, etwa bei der nächtlichen Fahrt durch das durch Neonreklamen erhellte New York (00:32:27). Kamerabewegungen werden mit ruckelfreier Geschmeidigkeit abgeliefert (00.49.15, Fahrt auf Uhren) und die Schärfe reicht aus, um Feinheiten brauchbar abzubilden.

Ton: Recht griffiger Surroundton begleitet die nächtlichen Taxifahrten. Auch die Stimmen werden in gesundem Volumen und guter Frequenzbreite dargeboten. Großvolumig werden auch die Tom Waits-Songs abgeliefert (00.01.00). Ansonsten beschränken sich die netten Soundeffekte inhaltlich auf die Wiedergabe von Verkehrsaufkommen oder Motorgeräuschen in Taxis. --movieman.de

dkb.de

VideoMarkt

Eine Folge von fünf Episoden, die zwar gleichzeitig, aber in verschiedenen Zeitzonen, Kontinenten und Sprachen stattfinden. Im Mittelpunkt dieser kurzen Geschichten stehen jeweils ein(e) Taxifahrer(in) und ihre/seine Erlebnisse mit einem ihrer/seiner Kunden/Kundinnen. Der Film beginnt in der Dämmerung von Los Angeles, führt nach New York, dann nach Paris, weiter nach Rom, um schließlich im Morgengrauen von Helsinki zu enden.

dkb.de

VideoWoche

Sympathische und unaufdringliche Komödie des Kultfilmregisseurs Jim Jarmusch ("Down By Law", "Stranger Than Paradise"). Der mit einfachen, aber wirkungsvollen Stilmitteln inszenierte Episodenfilm ist gleichzeitig eine Hommage an die Regisseure (u.a. Fellini und Scorsese), die Jarmusch besonders schätzt. Eine Reihe von Superstars wie Winona Ryder, Armin Mueller-Stahl, Béatrice Dalle und Roberto Benigni konnten dem amüsanten Kunstwerk zu einem soliden Erfolg verhelfen.

dkb.de

Blickpunkt: Film

Sympathische und unaufdringliche Komödie des Kultfilmregisseurs Jim Jarmusch, die in verschiedenen Kontinenten und Sprachen stattfindet und in deren Mittelpunkt das Taxifahren steht.

dkb.de

Kurzbeschreibung

Eine Nacht auf der Erde und die Welt hat den Taxi-Blues. Auf den Straßen der großen Städte - Los Angeles, New York, Paris, Rom, Helsinki - warten einsame Passagiere auf die Taxi Driver. Denn im nächtlichen Taxi gelten andere Gesetze als draußen bei Tag. Kleine Geschichten über einen Flötespielenden Clown, ein junges Mädchen das kein Filmstar werden will, eine selbstbewusste Blinde, einen beichtwütigen Vollblutitaliener und den schwärzesten Tag im Leben eines Menschen... Dazu durchpflügt Tom Waits die Dunkelheit mit seinem kraftvollen Organ.

dkb.de

movieman.de, 26. September 2002

"Night" ist ein wunderbar menschennahes Filmprojekt, das dem echten, prosaischen Leben so dicht auf den Fersen ist und es doch durch eine gewisse Poesie definieren muß, um definitiv zu sein. Allein schon dieser Erzählton macht den Film herausragend und liebenswert. Überdies zeigt er, daß ein hohes künstlerisches Niveau keineswegs dem Unterhaltungswert im Wege steht — was ohnehin nur ein albernes Vorurteil ist. Absolut sehenswert.

dkb.de

dvdcheck.de, 10. Oktober 2002

Jim Jarmusch hat sich vor allem mit Filmen dieses Stils einen Namen als Geschichtenerzähler und Filmemacher gemacht. "Night On Earth" stellt in einigen Hinsichten etwas Besonderes dar. Es geht hier nicht darum, eine Story von A-Z abschließend zu erzählen, sondern um die Charaktere und deren Erlebnisse, über die sie während einer Taxifahrt bei Nacht sprechen. Dementsprechend gibt es auch nur sehr wenige beteiligte Schauspieler, die allesamt einen sehr guten Job machten und so dem Film Leben und Charme einhauchen. Ab und an sieht man das betreffende Taxi in einer Außenansicht durch menschenleere und dunkle, gar kalt wirkende Straßen brausen - eine merkwürdige Stimmung, die nachhaltig etwas zum Nachdenken anregt. Hinzu kommt der starke Soundtrack eines Tom Waits.

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Kundenrezensionen zu 'Night on Earth'

GENIAL EINFACH - EINFACH GENIAL (10. April 2008)

Oft sind es gerade die flüchtigen Begegnungen in unserem Leben, welche das Zeug dazu haben unsere Perspektiven zu verändern - Taxis fahren zu jeder Tages- und Nachtzeit, überall auf dieser Welt findet ein täglicher Schichtwechsel zwischen Sonne und Sternenhimmel statt - langweilige Fakten? Mag sein, Jim Jarmusch hat sich diesen Gegebenheiten angenommen und einen wirklich sehenswerten Film inszeniert.

"Night on Earth" erzählt als Episodenfilm, in den jeweiligen Landessprachen (mit Untertiteln in angenehmer Geschwindigkeit) der Drehorte, von eben solchen Begegnungen - Fahrgäste und Taxifahrer entdecken einander und sich selbst im Gespräch.

Bei Fahrten durch L.A., N.Y., Paris, Rom und Helsinki geht manches Licht auf...

"Night on Earth" ist ein Film, den man sicherlich mehrfach anschauen kann, ohne Unterhaltungswert einzubüßen - nicht zuletzt wegen der wirklich fähigen Schauspieler, so z.B. Armin Mueller-Stahl als Taxifahrer in den ihm gänzlich unbekannten Straßenschluchten von New York...

ein wunderschöner poetischer Film (30. Januar 2008)

Night on Earth ist definitiv einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Unterteilt ist der Film in fünf Episoden, an verschiedenen Orten mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und jeweils anderen Stimmungen. Gemeinsam ist allen Epsioden, dass sie bei Nacht spielen und im Taxi.
Die Dialoge in den Episoden sind nicht synchronisiert also wenn man nicht gerade ein Sprachgenie ist (Englisch, Französisch, Italienisch und Finnisch) auf Lesen der Untertitel einstellen.
Die Überleitung zwischen den Episoden wird stimmungsvoll durch die Musik von Tom Waits untermalt.
Die erste Epsiode finde ich persönlich am unspektakulärsten. Es geht um eine Filmagentin die zu ihrem nächsten Termin hetzt und versucht die Taxifahrerin zur Schauspielerei zu bringen. Diese interessiert sich, sehr zum Erstaunen der Agentin, überhaupt nicht dafür.
Die zweite Episode ist tragisch komisch und spielt in New York. Ein deutscher Auswanderer versucht sich als Taxifahrer durchzuschlagen, kann aber weder autofahren noch richtiges Englisch. Die Dialoge zwischen ihm und seinem genervt, belustigten Fahrgast (später übernimmt er das Steuer) sind wirklich klasse. Die Stimmung einfach toll.
Die dritte Episode spielt in Paris und hier lernt der Taxifahrer, das sich Blinde oftmals besser in der Welt zurechtfinden als Sehende. Wieder eine etwas ernsthaftere Geschichtere, aber auch mit komischen Momenten.
Der vierte Teil ist durch derben schwarzen Humor geprägt. Der italienische, übersprudelnde Taxifahrer bringt ein Padre durch seine Sexualgeschichten seeehr stark in Bedrängnis. Je ausgefallener die Geschichten des Fahrers, desto lauter und gequälter die Stöhner des Paters, bis am Ende...
In der fünften Geschichte wird es traurig und tragisch. Eigentlich meine Lieblingsepisode, bei der ich beim ersten Mal losweinen musste. Einfach anschauen.

Alles zusammen ein toller Film mit poetischen Anklängen. Natürlich sollte man etwas ruhigere, dialoglastige Filme mögen!


Warum wird so etwas nie gezeigt`? (24. Juni 2007)

Vor zwei Jahren habe ich bei einer Lesung mit Armin Mueller-Stahl zum ersten Mal von diesem Film gehört. Danach habe ich die Fernsehzeitschriften sehr intensiv durchgesehen, besonders zu seinem 75. Geburtstag. Leider tauchte dieser Film nie auf, höchstens im Pay-TV. In der Jubiläumsausgabe gab es Fotos aus der New Yorker Episode. Jetzt bin ich im Besitz der DVD und bin einfach begeistert. Alle Episoden sind einfach liebenswert. Besonders natürlich New York mit Armin Mueller-Stahl als Clown, der jetzt unbedingt Taxifahrer werden möchte, und das obwohl er weder richtig Englisch spricht und versteht, geschweige denn Autofahren kann. Der Dialog mit Yoyo über ihre Namen, Mützen...zum Schreien. Später hat unser Taxifahrer nur noch Augen für die fluchende Angela. Ihre Flüche kommentiert er mit: "She's nice, she's beautiful." Köstlich sein Spiel auf zwei Blockflöten gleichzeitig. Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll. Im ersten Moment lacht man los, um im nächsten bei so viel Naivität mit dem Tränen zu kämpfen. Vor allem, wenn er als Beifahrer das Gelernte wiederholt (Angelas Schimpfwörter). Bleibt ihm nur zu wünschen, dass er, nachdem er falsch abgebogen ist, einen Fahrgast findet, der ihn nach Hause fährt. Man hofft, aber auch, dass Helmut nie richtig Englisch lernt, sonst würde eine Welt für ihn zusammenbrechen. Er würde merken, dass sie nicht so "nice" und "beautiful" ist. Allein die Kostüme wären eine Auszeichnung wert gewesen. Schade, dass man Armin Mueller-Stahl hier fast nur ernst erleben möchte. Dass er eine sehr humorvolle Ader hat wissen wohl nur die wenigsten, sonst hätte man seine Kabarettstücke aus den sechziger Jahren wohl mal gezeigt. Die Pariser Episode stimmt sehr nachdenklich. Wer ist eigentlich der Blinde? Nach dem Zusammenstoß des Taxifahrers mit einem anderen Fahrzeug geht die blinde junge Frau innerlich grinsend weiter. Die Episode aus Rom ist sehr schwarz. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Roberto Benigni. Hier passte er einfach hin. Zum Schluss die Episode aus Helsinki. Sie hätte auch ein Werk der Brüder Kaurismäki sein können. Alles in allem: "Night on Earth" ist ein Muss für alle, die gute Filme, auch abseits des Massengeschmacks lieben. Man kann die Geschichten in seiner Fantasie weiterspinnen: Was passiert mit Victoria und Corky? Findet Helmut nach Hause und hören Yoyo und Angela endlich auf zu streiten? Wie geht es mit dem Taxifahrer und seinem blinden Passagier weiter? Was passiert mit dem Pfarrer, der auf der Parkbank "entsorgt" wurde? Was passiert mit Aki, wenn er aus seinem Vollrausch aufwacht? Es ist ein Film, an dem man "kleben" bleibt. Ebenfalls großartig: Die Musik von Tom Waits, die sich durch alle Episoden zieht.

Toller Film, miese DVD (22. November 2006)

Keine Frage, der Film ist wunderbar. Aber die DVD ist eine Unverschämtheit.
Ich kann auf ein Leaflet verzichten, ein paar wirkliche Extras wären nett,
aber die braucht man auch nicht unbedingt, aber was mich wirklich ärgert ist,
dass es NUR deutsche Untertitel gibt.

Das ist gerade bei einem Film wie Night on Earth ein Witz, der in
4 Originalsprachen spielt. Wenigstens englische Untertitel
hätte man dazupacken koennen, dann könnte man den Film auch mal
jemandem zeigen, der nicht Deutsch kann (es sei den er ist ein
Sprachtalent und spricht Englisch, Französisch, Italienisch und
Finnisch).

Sehr schade...

Unterhaltsames Mäuschenspielen in Taxis (14. Oktober 2006)

Los Angeles: Eine offenbar am beruflichen und persönlichen Abgrund lavierende Casting-Agentin wird von einer jungen hübschen Taxifahrerin, die mit männlich-vulgärem Gehabe beweisen will, vom Airport nach Hause gefahren, "entdeckt" sie unterwegs für eine Hauptrolle in einem Film, kriegt aber einen Korb, was für den Zuschauer absehbar ist. Wynona Rider halte ich für die Rolle der Taxifahrerin für eine Fehlbesetzung, ihr Gesicht ist einfach zu niedlich für die Rolle. Dass es nicht zum Benehmen passt, könnte ein Stilmittel sein, wird aber wegen der Episodenhaftigkeit des Films nicht als solches verwendet.
New York:
Ein junger Ferbiger versucht auf einer belebten Straße nachts ein Taxi anzuhalten. Keines der vielen leeren Taxis hält für ihn an, obwohl er in seiner Verzweiflung mit Geldscheinen wedelt: Er will ja bezahlen! Da kommt Armin-Müller-Stahl, DDR-Flüchtling, ganz frischgebackener Taxifahrer, mit seinem Wagen angehoppelt und freut sich auf seinen allerersten Fahrgast, den er auch noch überreden muss, doch bitte bitte einzusteigen. Nach ein paar Minuten übernimmt der Farbige das Steuer und chauffiert den Taxifahrer sicher zu sich nach Hause. nicht ohne unterwegs noch seine streunende Schwägerin zu entdecken und die Widerstrebende ins Taxi zu verfrachten. Der Deutsche hat mittlerweile Zeit, von seinem Beruf als Clown zu erzählen und sein schönstes Kunststückchen vorzuführen: Das gleichzeitige Spielen auf zwei verschiedenen Blockflötchen. Leider endet die Episode, während der Exclown nach erfolgreichem Auftrag versucht, in die Innenstadt zurückzufinden. Ich hätte gerne gesehen, wie sich der mögliche "Beginn einer langen Freundschaft" hier weiterentwickelt hätte.
Paris: Zwei zwielichtige afrikanische Diplomaten machen sich über den schwarzen Taxifahrer lustig, bis der sie in einem ruhigen Wohnviertel einfach auf die Straße setzt. Sein nächster Fahrgast ist eine junge Blinde, die sich über seine Neugier lustig macht und sein Mitleid empörend findet, weil sie davon überzeugt ist, ihm überlegen zu sein. Nach dem Aussteigen hört sie, dass er (ihr nachglotzend) einen Unfall baut und schaut sehr zufrieden drein ... das eröffnet der Fantasie weiteren Spielraum.
Rom: Ein geschwätziger Taxifahrer (Benigni bedient ausgiebigst das Italiener-Klischee, aber er macht es so gut, dass man auch mal ein Klischee unterhaltsam finden kann) erzählt seinem Fahrgast, einem Pater, den er für einen Bischof hält, die Geschichte seiner sexuellen verirrsamen Entwicklung. Der Pater fühlt sich gezwungen zuzuhören, weil ihm der Fahrer sein Mitteilungsbedürfnis als Beichte verkauft, aber unter dem Ansturm der entsetzlichen Bekenntnisse (Sodomie, Homosexualität, Ehebruch!!!) erleidet der Geistliche einen Herzinfart. Die Leiche wird vom erschrockenen Taxifahrer auf einer einsamen Parkbank abgesetzt.
Helsinki: Ein Taxifahrer im verschneiten Helsinki nimmt drei betrunkene Fahrgäste auf. Einer der drei ist völlig hinüber, die zwei anderen erzählen, er habe seine Arbeit verloren, sein neues Auto sei von einem Unbekannten zu Schrott gefahren worden, seine minderjährige Tochter sei schwanger und seine Frau wolle ihn verlassen. Der Fahrer erzählt im Gegenzug die Geschichte der Frühgeburt seines einzigen Kindes, das in der Nacht gestorben ist, als der Vater nach wochenlangem Ringen sich entschlossen hat, das Kind trotz aller Angst doch zu lieben. Nun verwenden die beiden ihr Mitgefühl an den Fahrer, den Kumpel lassen sie nach dem Aussteigen ohne weiteres Interesse im Auto sitzen.

Die Szenen regen wie Kurzgeschichten zum Weiterfantasieren an. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Nicht-Synchronisation, auch in der Urfassung werden die Originalsprachen mit Untertiteln verwendet. Das gibt dem Film eine unschlagbare Authentizität.

dkb.de

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