Aus der Amazon.de-Redaktion
Trotz des Übergangs in ein neues Jahrtausend streunen immer noch völlig abgebrühte, langhaarige Leute mit dreiviertel langen Shorts in bemalten Pick-Ups durch die Vorstädte und hören dröhnende Metal-Klänge. Passend hierzu liefert eine ganz neue Schar von Rockern der Ära nach Dazed & Confused -- Fu Manchu, Monster Magnet und wohl die Könige von ihnen allen, Queens of the Stone Age -- eine fetzige, zeitgemäße Begleitmusik für die typischen Teufelsgrüße mit drei Fingern. Bei Songs For The Deaf findet die Kernmannschaft, Bassist Nick Oliveri und Sänger/Gitarrist Josh Homme (siehe auch Kyuss), ein Gleichgewicht zwischen einzig und allein von Gitarren verursachtem Tumult und komplexeren, wenn auch keineswegs weniger aggressivem Speed Rock, der so rasant vorbei saust, dass er eine eigene mitreißende Sogwirkung erzeugt.Los geht es mit dem 90 Sekunden dauernden "The Real Song For The Deaf", ein freches und unstrukturiertes Stück mit blubbernden Elektronik-Effekten, das möglicherweise auf dem Boden eines Swimmingpools aufgezeichnet wurde; die Platte explodiert bei Track zwei mit einem giftigen Schwall von Power-Akkorden und dem jetzt schon zum Klassiker gewordenen mörderischen Oliveri-Gebrüll. Hier wird schon das durchgängige Konzept und die Idee dieses Albums vorgestellt, wenn ein echt klingender Ansager von L.A.'s "Clone" Radio Psychogeschwätz von sich gibt und die wahrlich nicht neue, aber dennoch wahre Klischeevorstellung verstärkt, dass kommerzielle Radiosender grauenvoll sind. Ähnlich getürkte Radiosendungen tauchen auch an anderer Stelle auf, aber das ist verzeihlich, wenn man die Fülle des hier gebotenen Materials bedenkt.
Die von Josh Homme forcierten Tracks überwiegen -- das taumelnde, zugleich unheimliche und heitere "No One Knows" ist eine Art Monster Mash für Erwachsene; der harmonische Gesang von "The Sky Is Falling" ist geradezu verträumt, bis eine kleine Armee von Gitarren an die Front springt und das Feuer eröffnet. Ein Track mit einem ironischen Text ("Mosquito Song") ist entweder ein interner, eher lächerlicher Witz oder ein demonstratives Statement über das Niveau der Musiker, die sich unterhalb des Beben auslösenden Soundlevels der Queens tummeln. Wie auch immer, echte Freude kommt bei Songs For The Deaf schon sehr bald und sehr oft auf. Es ist eine bemerkenswerte Leistung und eine Hard-Rock-Platte, die so gut ist, dass sie den unglaublichen Eifer auslöst, allen alles mögliche darüber zu erzählen, was hiermit geschehen ist. --Kim Hughes
Kundenrezensionen zu 'Songs for the Deaf'
Königlich! (2. November 2008)
Perfekte Platten brauchen auch ein perfektes Umfeld. Im Falle des 3. Albums der Queens war es besonders der hohe Promistatus, der schon im Vorfeld für viel Aufsehen sorgte. Auf "Songs for The Deaf" konnte man zum ersten Mal wirklich von einem geschlossenen Kreis aus Musikern sprechen, der aus vollstem Herzen und mit ganz viel Leidenschaft Musik machte, die viele Traditionen pflegte aber dennoch moderner, vielseitiger und besser war, als der grobe Rest. Neben den Aushängeschildern Homme und Oliveri, sowie diversen Gastmusikern, spielte Mark Lanegan zum ersten Mal als vollwertiges Bandmitglied die zweite Gitarre und veredelte gleich vier Songs mit seiner rauen Stimme. Darunter auch das epische "A Song For The Dead", welches spielerisch zwischen geisterhaften Chören und unvergleichlich kunstvollen Melodiebögen hin und her pendelt. Doch auch Mr. Homme zeigte, was für ein reifer Songwriter aus ihm geworden ist. Neben wertvollsten Perlen wie "No One Know" und "First It Giveth", stammen auch Progrock-Opern wie das psychedelische "The Sky Is Falling" oder das famose Titelstück aus seiner Feder. Bassist und Hitzkopf Nick Oliveri geht neben den altbewährten Kreischattacken ("Six Shooter") in Stücken wie "Gonna Leave You" und "Another Lovesong" endgültig auf. Doch nicht nur diese 3 Herren trugen ihren Teil bei. Dave Grohl, der sich schon für "Rated R" als Drummer bei der Band bewarb, durfte hinter der Schießbude Platz nehmen und machte aus seinem Job erwartungsgemäß das beste. Kurz nach Erscheinen des Albums behauptete er sogar "Songs For The Deaf" wäre das Beste, was er je gemacht habe. Ob er selbiges heute immer noch behaupten würde? Doch für die Band ist es besonders in der Rückschau ein ganz wichtiges Album. Es war Nick Oliveris letzter Auftritt, ehe Josh Homme ihn aufgrund persönlicher Probleme aus der Band warf. Auch Mark Lanegan zog sich nach "Songs For The Deaf" von seinem Posten zurück und wurde später wieder seiner Rolle als Gastmusiker gerecht.Josh Homme hatte auf späteren Alben Mühe, das Niveau, welches die ersten 3 Platten vorgaben zu halten, konnte aber seinem Ruf des Ausnahmetalents, dennoch gerecht werden.
"Songs For The Deaf" ist das Album, das aus einer unschuldigen und begabten Rockband eine standhafte Größe im Alternative-Rock machte, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Und für einen kurzen Moment dachte man sogar dass Rockmusik in diesen Zeiten doch noch entwicklungsfähig sei
Super Album, aber benutzerunfreundliche CD (23. Juni 2008)
Zur Musik selbst kann ich mich den positiven Kritiken nur anschließen. In der Tat ist es eins der besten Alben der 2000er.Allerdings fällt mir ein Punkt schon etwas störend auf: Die CD kann leider aufgrund des Kopierschutzes auf vielen Playern - und auch am Computer - nicht abgespielt werden. Mehr als peinlich, wenn man bedenkt, dass sich Raubkopierer eh alles vom Netz saugen und der ehrliche Käufer hier der Dumme ist. Daher ein Punkt Abzug.
Ich liebe es! (21. Juni 2008)
Die Queens Of The stone Age gehören klar zu meinen Lieblingsbands. Eines schönen Tages schländerte ich durch einen Plattenladen auf der Suche nach Metallicas "ReLoad", und was fand ich? Genau: Queens Of The Stone Age - Songs For The Deaf. Damals mochte ich die QOTSA schon, doch dieses Album kannte ich noch nicht. Also nahm ichs mit. Dies erwies sich als Glücksgriff. "Songs For The Deaf" ist eines meiner absoluten Lieblingsalben der Band. Mit "You Think I Ain't Worth A Dollar But I Feel Like A Millionaire" (kurz einfach nur "Millionaire") beginnt die Platte. Man hört zuerst einen typisch amerikanischen Radio-DJ, der ein Interwiev führt, und sein Gegenüber sagt etwas von Songs For The Deaf und schon beginnt das erste Lied. Es ist rockig und trozdem melodisch (bzw. das was man im Rock (wenn es nicht gerade Gothic-Rock oder etwas in der Art ist) melodisch nennnen kann). Auch alle anderen Tracks der Scheibe sind sehr schön. Die letzten beiden Songs sind Hiddentracks (auf die aber auf der Backseite deutlich hingwiesen wird): "Mosquito Song" und "Everybody's Gonna Be Happy". Ich mag die Songs dieser Scheibe sehr, und ich werde diese Platte auch noch in sehr langer Zeit spielen.Eine Kaufempfehlung für dieses Album bekommt jeder, der die QOTSA kennt oder sie kennen lernen will, denn es ist wirklich eines ihrer besten Alben.
Rock & Roll in zappeliger Vollendung... (21. August 2007)
Ja, man muss ihn lieben, den unkonventionellen Sound der Straße, das Geschrattel der Gitarren und den harten Beat, der vorwärts und vorwärts treibt.Perfekt arrangiert und sauber gemixt die ganze Scheibe, eingebetet in An- und Abmoderationen bekannter amerikanischer und mexikanischer Radio-DJ`s.
Rock & Roll pur mit sinnigen Texten, nicht immer jugendfrei. Ein jeder der Jungs, die sich hier zusammengeschmissen haben, dieses Prunkstück zu basteln, beherrscht sein Instrument in Perfektion. Die Vocals sind genial. Die wirklich kurzen Pausen zwischen den Stücken lassen folgenden Schluss zu: hier soll es vorwärts gehen, und zwar ordentlich.
Wem also eine harte, sehr schnelle Platte mit eingängigen Melodien und hartem Schlag zu deutlich ist, wer es eher sanft und zurückhalten liebt, mag hier die Finger von lassen.
Von meiner Seite: Glückwunsch, hoffentlich geht es in diesem Tempo weiter.
Ein echtes Erlebnis (19. August 2007)
Ich erinnere mich noch genau wie ich die Scheibe das erste mal gehört habe.Etwas gelangweilt und ratlos war ich.doch bei jeden Hören gewann das Album mehr und mehr an Tiefe.
Diese wirklich gute Musik hatte bei mir erst nach einem Jahr täglichem hören seinen Höhepunkt.und das ist nicht einmal übertrieben.
Und das obwohl ich sonst die gleiche Musik nur für kurze Zeit ertrage.
Fazit:Eine absolute Empfehlung für jeden der es sich zutraut sich mit wirklich guter aber auch wirklich komplexer Rock Musik auseinander zu setzten.
für Fans des Stoner Rock ist es ohnehin ein Pflichkauf.






