Spur der Steine

Verkaufsrang: 4634 (DVD)
Actor: Manfred Krug
Actor: Krystyna Stypulkowska
Actor: Eberhard Esche
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Director: Frank Beyer
EAN: 4028951190621
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Icestorm Entertainment GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Icestorm Entertainment GmbH
Verlag: Icestorm Entertainment GmbH
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 24. September 2002
Spielzeit: 129
Studio: Icestorm Entertainment GmbH
TheatricalReleaseDate: 1966
von: Manfred Krug (Hauptdarsteller), Krystyna Stypulkowska (Hauptdarsteller), Wolfram Heicking (Komponist)
Preis: EUR 7,70

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Product Description

Absoluter King auf der Großbaustelle Schkona ist der großspurige und auch körperlich fast ungeschlachte Brigadier Hannes Balla. Er genießt vor allem bei seiner Truppe höchstes Ansehen, weil er dafür sorgt, daß die Abrechnungen und die Prämien stimmen. Ein bißchen ungemütlich wird es Hannes allerdings, als die junge Technologin Kati Klee und der neue Parteisekretär Werner Horrath auf der Baustelle erscheinen. Hannes sieht seine "Unangreifbarkeit" und seinen Ruf gefährdet, weil Horrath eine durchaus interessante Persönlichkeit ist, die den Vergleich mit Balla nicht zu scheuen braucht. Und Kati Klee zwingt Hannes, ein bißchen die Draufgängermaske zu lüften und etwas von seinem wahren Wesen preiszugeben. Balla verliebt sich in Kati. Aber auch Horrath liebt - trotz Frau und Kind, an denen er hängt und die ihn in Rostock erwarten - die junge Technologin. Er kann sich nicht entscheiden und verstrickt sich in Lügen, macht sich aber selbst vor, das zum Nutzen des Werkes zu tun. Doch die Lüge fordert ihren Tribut. Die enge Beziehung der drei Menschen - Kati, Werner und Hannes, eine Beziehung, die zunächst auch wirklich dem Werk zugute kam - Balla ließ sich für neue Aufgaben und Ansichten begeistern - diese enge Beziehung wird zerstört.

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Kundenrezensionen zu 'Spur der Steine'

Böse DDR-Gute DDR ? (13. Dezember 2007)

Über diesen wirklich sehr guten und unterhaltsamen Film wurde schon eine ganze Menge gesagt und nicht gesagt. Hier nun auch noch meine Rezension. Zuerst einmal sollte man sich diesen Film genau ansehen und richtig zuhören um ihn bewerten zu können. Als "Verbotsfilm" muß er nicht unbedingt "Fundamentalkritik an der DDR" oder gar "Sozialismusfeindlichkeit" beinhalten. Bei solch einer Sichtweise würde man den Zensoren von damals nachträglich Recht geben. Genau wie dem Verfasser der Romanvorlage, Erik Neutsch, ging es auch dem Regisseur Frank Beyer um konstruktive Kritik an bestimmten Zuständen in der DDR und nicht um Opposition zum System. Leider haben wahrscheinlich ein paar Szenen ausgereicht um bestimmten Funktionären die "Argumente" zum Verbot zu liefern.
Übrigens setzt sich der ABV (Polizist der für einen bestimmten Wohnbereich zuständig ist,neu:Kontaktbeamter!), der von Ballas Brigade in den Feuerlöschteich geworfen wurde und der neue Parteisekretär Horrath bei einer Aussprache über den Vorfall, für die "Übeltäter" ein.
Auch in vielen anderen Szenen kann ich keine "Schwarz-Weiß-Malerei" erkennen. Auch Balla am Anfang der Geschichte und vor allem einige seiner Brigademitglieder(Bolbig) haben nicht nur sympathische Züge ("Arbeiterstolz"???). Permanent wird auch das positive Ende des Films in den Rezensionen unterschlagen. Obwohl ein Parteiverfahren gegen Horrath angestrengt wird kommt es für ihn nicht zum Parteiausschluss, obwohl Balla eine ganze Menge "verbockt" wird er als Brigadier nicht abgesetzt und Horrath wird von Balla in seiner Brigade aufgenommen. Sie verabschieden sich(eigentlich ganz freundlich) gemeinsam vom Sekretär der Bezirksleitung und gehen als Freunde zusammen aus dem Bild.Zerrieben wird eigentlich "nur" die Liebe zwischen Kati Klee und Werner Horrath. Dadurch wird das Filmende dann doch kein vollständiges "Happyend".

Kafkas einzigartiges Spätwirken (12. September 2007)

Durch die auf Aktion gerichtete Erzählweise habe ich folgendes verstanden:

Der Bauleiter B hat mit dem Kollektivleiter C ein Problem, da die Rohstoffversorgung nicht funktioniert. Aber da ist noch der Parteisekretär D als Problemlöser, welcher allerdings gleichzeitig mit der Jungingeieurin E ein folgenreiches Verhältnis hat. Ehebruch passt als unmoralisches Verhalten nicht in die Parteilehre, sodass der D mit dem Parteirepäräsentant J und mit seinem eigenen Stellvertreter I sowie noch einem anderen Bauingenieur K konfliktäres Verhalten zeigt. Der K selbst jedoch steht im Widerpart zum Bauleiter B, da jener ihm die Ideen klaut. Der J ruft entsprechend öfters zu Sitzungen, welche an den Weg des "K" durch das Dorf in "Das Schloß" erinnernt. B ist unfähig. Der Kollektivleiter C widerrum versucht zwischen der E und dem D zu vermitteln. Aufgrund des sachlichen Problems auf der Baustelle kommen diese jedoch selbst in Auseinandersetzungen. Die E steht zwischen den Fronten und vergeht. Daneben gibt es noch einzelne Konflikte zwischen den Arbeiter X und den Arbeiter Y, einmal wegen Streik, dann wegen kaltem oder warmen Bier.

Die Auseinandersetzungen um das sachliche Problem sind jedoch für mich das was hängenblieb: Der Kollektivleiter will gerne etwas freier arbeiten und hat andere Wege seine Arbeiter zu motivieren. Leider ist soviel Freiheit im Plansystem nicht erlaubt.

Soweit zum Inhalt. Beim Film selbst hatte ich den Eindruck, dass die Planwirtschaft mit Kafkatesken Wirrungen auch bei der DEFA gut vertreten ist. Angesichts des sonst üblichen Mangels scheint man mit Personen, Nebenschauplätzen und -sächlichkeiten nicht sparen zu wollen.

Schließlich brauchte ich drei Tage, bis ich die DVD verdaute. Zur vollkommnen Langeweile angespannte Trägheit. Ein besseres und wahrhaftigeres Bild kann wohl kein Film bieten!

Wichtiges zum Film (1. März 2007)

Zur damaligen Zeit galt nach der "Bitterfelder Konferenz" die Devise an die Kunstschaffenden der DDR, sich mehr mit Themen des Alltags zu beschäftigen, mithin eine neue, eigene sozialistische Kunst&Kultur zu entwickeln. Eine der Devisen hieß u.a. "Greif Zur Feder Kumpel". Gemeint war der Grubenkumpel..
Dieser neue Aufwind erfasste auch die Filmschaffenden in der damaligen DDR.
Beyer war m.E. der Meinung, mit diesem Film den Aufbauprozess in den 60ziger Jahren anschaulich und nachvollziehbar zu schildern. Prinzipiell auch richtig und gelungen. Der Film ging durch die Zensur und kam in die Kinos. Was Niemand ahnte, war, daß die Anfangszene, in der Brigadier Balla mit seinen Männer im Dorfteich badet und einen VoPo in den selbigen zieht, für allgemeine Heiterkeit in den Kinos sorgte. Plötzlich war "Schluss mit lustig". Einen Tag nach der Ausstrahlung wurde "Spur der Steine" aus sämtlichen Kinos genommen. "Herabwürdigung der Staatsgewalt" war das Argument. Regisseur Beyer wurde in der Folge (bedingt auch durch sein weiterhin renitentes Verhalten) mit Berufsverbot belegt und konnte erst Jahre später wieder als Regisseur arbeiten.
F.X.Kroetz erwähnte in einer Talk-Show irgendwann später den Begriff von der "durch und durch mit Angst besetzten DDR". Diese Angst zeigte sich damals im Verbot des Filmes. Wohlgemerkt!... Wegen dieser Badeszene..

Die Spur der Steine (4. November 2005)

Der Film mit Manne Krug als Hauptfigur zeichnet ein ebenso gutes wie einleuchtendes Bild über das Leben in der DDR in den 60'ern. Nicht nur menschlich, sondern auch politisch gehts heiß her.

Ich kann diesen DEFA-Film nur wärmstens empfehlen!!!

Film eine Klasse für sich - DVD schlecht synchronisiert (2. August 2004)

Der Film "Spur der Steine" gibt in außergewöhlich realistischer Weise ein Einblick in die Probleme (Einführung des 3-Schichten-Systems, Planmißstände, Lieferengpässe in der Produktion) der DDR Mitte der sechziger Jahre und lassen unglaubwürdige Parteimoral (Horvath) auf urwüchsigen Arbeiterstolz (Balla) prallen, in den die Liebe beider Protagonisten zur jungen Technologien (Klee) zerrieben wird. Ein Film Konrad Wolfs in dessen hervorrgander Dramaturgie glänzende Schauspieler den Charakteren glaubwürdig Kontur verleihen. Besonder wird dies in der Rolle des rauflustigen aber grundständig ehrlichen Brigadiers Balla deutlich, dessen Figur wie maßgeschneidert auf den jungen Manne Krug zu passen scheint und dessen Ehrlichkkeit und Treuzherzigkeit einen scharfen Kontrast zum selbsquälersichen Doppelleben eines Horvath wirft. Ein absolutes Muß und auch nach dem dritten oder vierten Mal ein Genuß.

Leider aber - daher die eine Stern Abzug - ist die DVD technisch alles andere als ein Genuß. Was nutzen die schönsten aber oftmals belangloses DVD-Features, wenn der Film z.T. eine Sychronisation erfahren hat, dass einen die Haare zu Berge stehen. Für alle, die den Film in der Originalfassung aus dem Fernsehen oder von VHS kennen, eine erhebliche Zumutung. Leider scheint dies bei anderen sog. DDR- und Studio MosFilm-Klassikern ebenfalls der Fall zu sein. Trotzdem nicht nachvollziebar und sehr schade. Wer den vollen Genuß bevorzugt, dem sei empfohlen auf VHS auszuweichen.

dkb.de

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