Kundenrezensionen zu 'In Their Darkened Shrines'
In Their Darkened Shrines (5. Juli 2007)
Nile sind definitiv nichts für Leute, die es eher gemütlich mögen, keine Blastbeats vertragen oder keinen tiefen Gesang zu schätzen wissen. Das Tempo liegt fast konstant bei "extrem schnell". Zu den Liedern:1. The Blessed Dead:
Absoluter Killeropener, schon nach zehn Sekunden wird man an die Wand gedrückt. Die Gitarren drücken, die Blasts ebenfalls, mit ein highlight in der Karriere von Nile.
2. Execration Text:
Der nächste Kracher und eine absolute Pflichtnummer auf Nile-Konzerten. Unglaubliche Riffs gepaart mit High-Speed-Drumming. So muss technischer death Metal klingen, brutal und trotzdem hochkompliziert.
3. Sarcophagus:
Zum ersten mal sowas wie eine Verschaufspause. In den fünf Minuten wird weniger auf Tempo Wert gelegt, sondern auf drückende Midtempo-Riffs. Weniger brutal wird es deswegen aber nicht, eher wirken Nile in diesem Tempo noch böser.
4. Kheftiu Asar Butchiu:
nach dem langsamen Sacrophagus gibt es wieder eine High-Speed-Nummer, die aber etwas zu eintönig ist und bei weitem nicht an die Klasse der beiden Opener heranreicht.
5. Unas Slayer Of The Gods:
Absolutes Gottlied, ein elfminütiger Epos mit reichlich Abwechslung, ägyptischen Klängen auf der einen und extremen death metal-Klängen auf der anderen Seite. Definitiv das beste Lied der Platte.
6. Churning The Maelstrom:
Nach "Unas..." hat es das Lied natürlich schwer und fällt logischerweise etwas ab. Zu unspektakulär und eintönig um ein Highlight darzustellen.
7. I Whisper In The Ear Of The Dead:
Wieder ein langsames Lied, vor allem am Anfang und gegen Ende sehr atmosphärisch, allerdings wieder nichts besonderes.
8. Wind Of Horus:
Nach zwei eher durchschnittlichen Liedern gibts mal wieder ein absoluten Kracher. Unglaublich WIE dieser Anfang groovt, das folgende Riff ist definitiv mit das beste Riff von Nile. Auch die Drumarbeit sollte nicht unerwähnt bleiben, sher geiles Drumming. Insgesamt ein würdiger Abschluss bevors zu den vier Teilen des Titelsongs geht.
9.-12. In Their Darkened Shrines:
Teil 1 ist sehr atmosphärisch und man meint man hat eine ägyptische Band am laufen, immer wieder erstaunlich wie Nile diese Atmosphäre schaffen. Teil 2 folgt zunächst diesem Beispiel, verwandelt sich aber recht schnell in ein astreines Death Metal-Lied mit allem Drum und Dran. Teil 3 steht dem in nichts nach, bevor es am Ende wieder ruhiger und orientalischer wird. Insgesamt ist der Titelsong recht gut gelungen, hat aber hier und da auch Längen.
Fazit: Eine sehr gelungene Scheibe, allerdings mit einigen Durchschnittsparts und der Nachfolger zeigte, dass es noch besser geht, deswegen "nur" vier Sterne...
Der Hammer!!! (27. April 2006)
Die Platte ist so der Hammer. Hart, präzise, erbarmungslos aber vor allem auch LUSTIG. Schon beim ersten Lied kringelt man sich vor Lachen vor allem wegen dem witztig klingenden Drumming und den ägyptischen Melodien. Man sitzt da und hält es nicht für real was da vor sich geht. Das ist eine echt witzige, technische Platte!!!VORSICHT!!! (16. August 2005)
Diese Scheibe ist nun wirklich keine orientalische Meditationsmusik mit ein bisschen Six Feet Under Einflüssen, wie man es in manchen Rezensionen raushören möchte.Nile sind verdammt schneller und verdammt harter, technischer Death Metal.
Der orientaler Touch ist bei diesem Album aber, verglichen mit ihren anderen Werke, vor allem dem neuesten (Annihalation of the wicked) relativ stark ausgeprägt. Zwischenzeitlich treten die werten Herren sogar mal auf die Bremse, schrauben gleichzeitig aber das Brachialometer ganz nach oben. Heraus kommt der für mich beste Song des Albums, wenn nicht sogar der Band, "Sarcophagus".
Was ich eigentlich nur sagen wollte, außer "Nile sind geil" und "Sarcophagus for President" ist: die ägyptischen Einflüsse scheinen ersteinmal unterschwellig und man denkt "man was für stupides Frickelgeballer". Die wahre Stärke des Albums und die verteckten, genialen Melodien werden sich nur denen auftun, die Geduld haben, oder denen, die sowieso Gefrickel und Geballer mögen, so wie ich ;)
Brutalster Death Metal vom aller Feinsten (21. Mai 2005)
Was Nile mit diesem Album auf die Beine gestellt hat ist einfach nur der Hammer. Brutalster Metal der seines gleichen sucht. Schnelle Gitarrenriffs, harte Drums das einen die Ohren abfallen und ein Gesang der einfach nur brutal ist. (Manche denken jetzt das ich sehr oft das Wort "brutal" benutzte. Dies beschreibt diese geniale Musik am besten.)Vor allem das Lied "Unas, Slayer of Gods" ist echt wahnsinn. Und was sie mit der 4-teiligen Musikreihe "In their darkened Shrines" geschaffen haben ist einfach nur einzigartig.
Wer jetzt Lust bekommen hat: einfach in den nächsten Plattenladen und KAUFEN.
Nile-eine überirdische Erfahrung (17. Januar 2004)
Oh man ich tu mich immer schwer Sachen hochzuloben bei denen ich Gefahr laufe sie mit meinen irdischen Worten zu beschmutzen.Jeder muss Nile für sich selbst entdecken. Als ich "Unas Slayer of the Gods" zum erstenmal hörte, dachte ich nur "Was ist das für ein sinnloses Geboller? Soll das Gegurgel der Gesang sein? Oder haben die das inner Kehlkopfkrebsklinik aufgenommen?" aber nach kurzer Zeit entfaltete sich der ganze Song vor mir. Sowas ist unglaublich und ich liebe es wenn das passiert. Man freut sich wie ein kleines Kind, wenn man immer wieder etwas Neues entdeckt in der komplexen Songstruktur und am Ende haut einem das Gesamtbild nur noch um. Etwas so gewaltiges, dass es einen erdrückt. Wie bei einer guten lovecraftschen Geschichte, in der der Protagonist den Rand des Wahnsinns erreicht als sich der ganze Schrecken vor ihm auszubreiten droht.
Nile gehören für mich mit Kataklysm zur absoluten Spitze des Death Metals bzw extremen Metals.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung, auch wenns zuerst abschreckt, immer wieder anhören und damit auseinandersetzen, ich schwörs euch es lohnt sich.





