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Verkaufsrang: 2093 (Musik)
Artist: Sigur Ros
Audio CD
EAN: 5413356492224
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Pias (rough trade)
Preis: EUR 7,66

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein kryptischer und dennoch viel sagender Titel, dieses ( ) -- für all jene zumindest, die Sigur Rós' letztes Album kennen. Und das sind nicht so wenige; immerhin erreichten die Umsatzzahlen von Ágætis Byrjun Platin-Status -- und das ist weit mehr, als man bei einer so eigenwilligen, scheinbar völlig aus der Zeit gefallenen Musik annehmen sollte.

Sigur-Rós-Musik ist episch, langsam, getragen, weit -- beinah ein Postkartenklischee für die Ohren von ihrer isländischen Heimat, dafür aber doch zu unkitschig. Koordinaten, die -- mit einigen Abweichungen bei gleich hohem Fesselungsgrad -- grundsätzlich auch auf ( ) zutreffen. Zum einen singt Gitarrist Jon Thor Birgisson, der sein Instrument gern mit dem Geigenbogen spielt, diesmal keine Texte -- was allerdings kaum einen Unterschied machen wird für alle, die auch die isländischen Texte auf den Vorgängern nicht verstanden und sein hohes, beinah feminines Klagen vor allem Klangfarbe wahrnahmen. Zum anderen scheint ( ), aufgenommen in einer ehemaligen, zum Tonstudio umgebauten und freistehenden Schwimmhalle in Island, durchaus etwas mehr Licht zu besitzen und wirkt weniger orchestral als das schwere, streichersatte Ágætis Byrjun. Der genussvollen, menschlichen Melancholie tut das keinen Abbruch: Sie findet eben bei Tagesbeleuchtung statt.

Kaum vorstellbar, dass solche Musik von anderen kopiert werden könnte. Wobei -- es gibt ja nichts, das es nicht doch gibt. Sonst gäbe es wohl auch Sigur Rós nicht. --Rolf Jäger


Manchmal werfen Debütalben so lange Schatten, dass ihnen eine Band kaum entrinnen kann. Das majestätisch schöne Ágaetis Byrjun von Sigur Rós gehört dazu, und jedes Nachfolgewerk drohte daran zu scheitern. Doch die leicht verschrobenen Isländer scheitern nicht, denn sie haben sich etwas einfallen lassen. Nicht, dass sie ihre Musik neu erfunden hätten: Sigur Rós arbeiten erneut mit wunderschönen, episch breiten Klangteppichen, wechselnden Dynamiken, dem Spiel von laut und leise und dem unverständlichen Gesang in der selbst erfundenen, mystischen Sprache Hopelandish.

Etwas karger und feinfühliger klingt diesmal alles. Von Nuancen abgesehen, könnte die Rezension zu Ágaetis Byrjun trotzdem vollständig übernommen werden. Was auch daran liegt, dass die Gruppe von der Atlantikinsel ihre Stücke zwar im eigenen Studio Alafoss aufgenommen und dann in Peter Gabriels Realworld-Studio abgemischt hat, doch ausgefeilt wurden sie während der vielen Liveauftritte. Konzertgänger werden deshalb schon Teile der Tracks des Zweitwerkes kennen, das von Sigur Rós den schlichten Titel ( ) erhielt.

Auch die acht Songs bleiben ohne Namen, im Booklet findet sich für jeden eine unbeschriebene Seite aus Transparentpapier, die noch gefüllt werden muss. Dazu kann jeder auf die Homepage der Skandinavier gehen und seine eigenen Texte eingeben, und dann werden aus den meistgewählten Worten und Satzwendungen die Lyrics zusammengestellt. Das dürfte einmalig in der Popgeschichte sein: ( ) ist also noch gar nicht komplett, hinreißend und tief emotional klingt es trotzdem. --Sven Niechziol

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Kundenrezensionen zu '()'

Was für eine verrückte Idee (27. August 2008)

Was für eine verrückte Idee, eine CD "( )" zu nennen, den Titeln keine Namen zu geben und noch dazu in einer Phantasiesprache zu singen. Auf so etwas können auch nur Isländer kommen. Wahrscheinlich liegt es an den wenigen Sonnentagen da oben. Da verzieht man sich halt in den Wald und denkt sich so etwas aus. Das Booklet gibt ebenfalls keine weiteren Informationen, außer einem Rorschach-Klecks und Bildern von wildwachsenden Gräsern: Krank das Ganze. Die Musik an sich ist genauso mysteriös gehalten, stimmtechnisch erinnert sie an Thom Yorke von Radiohead. Welche Instrumente benutzt worden sind kann man auch nur erahnen, vielleicht ist sogar ein Streichquintett involviert. Man kann aber sagen, dass sogar die Drums und das Piano sehr verhalten gespielt wird, fast so als wenn die Musiker Angst hätten ihren Instrumenten weh zu tun. Der vierte Song könnte auch in einer Höhle aufgenommen worden sein, wobei immer wieder ein einzelnes Wort wiederholt wird. Der fünfte Song ist ein reines Instrumentalstück. Trotz der fast dreizehn Minuten wirkt der siebte Song nicht langatmig. Auch die Übergänge sind sehr homogen gehalten, da man den Wechsel zwischen dem zweiten und dritten Song kaum bemerkt, vor dem fünften Song aber ist eine ca. dreißigsekündige Stille eingearbeitet. Der letzte Song ist der dynamischste von allen, da hier die Drums sehr in den Vordergrund treten. Insgesamt erinnert mich die ganze Platte an die Schriften von J.R.R. Tolkien, vielleicht sogar speziell an "Das Silmarillion", da dieses genauso mystisch daherkommt. Diese Platte besitzt den berühmten Spezialfaktor um in meiner CD-Sammlung bleiben zu dürfen.

Rockmusik für Fortgeschrittene (13. August 2008)

Dieses Album ist sicherlich nicht so spektakulär wie das Debut der isländischen Feingeister, aber auf seine Art die konsequente Fortführung des eingeschlagenen Weges.
Sphärische und fast meditativ gehaltene Melodien und ein immer leicht mit Melancholie durchtränkter Falsettgesang, heben die Musik weit aus dem normierten Einheitssound unserer Tage heraus.
Die Songs sind definitiv keine Gassenhauer, entfalten aber dafür mit jedem mal anhören neue und reizvolle Facetten.

...gähnende Langeweile trifft absolute Trägheit... (15. Juni 2008)

...ich weiß nicht, was meine Vorrezensenten hier gehört haben...
ich höre jedenfalls eine ganze Zeit lang nichts...und dann immer noch nichts...und dann gar nichts...

...auch mehrmaliges Hören führte lediglich zu der Erkenntnis, dass es auf fernen Inseln mitunter sehr öde und langweilig sein muss...

von emotionalem Dahingleiten keine Spur...stattdessen: Monotonie, stereotype Klangbilder...ein permanentes Wiederholen von trägen Melodien...bis die 70 Minuten endlich vorbei sind...

...wer keine Einschlaf-Probleme hat, sollte sich diese Musik nicht antun...

Nicht von dieser Welt.... (9. Januar 2008)

...was diese 4 wunderbaren Musiker da kreiert haben! Durch eine Bekannte bin ich auf diese aussergewöhnliche Band gestoßen. Nachdem ich die CD heute zum ersten Mal gehört habe,musste ich sie mir auch sofort kaufen.Seitdem frisst mein CD-Player nichts anderes mehr,5-6 Mal ist sie bis jetzt gelaufen und das innerhalb von ca. 6 Stunden.
Wie kann man bitte so wundervolle Musik machen,die einen so tief berührt, daß einem allein vom hören,die Tränen in den Augen glitzern. Ich muss dazu sagen, daß ich eigentlich lieber Musik der härteren Gangart,wie Coheed&Cambria, Taking back sunday und 30 seconds to mars höre,aber diese CD hat mich völlig fasziniert und in ihren Bann gezogen.
Nochmals "hut ab" vor den 4 Isländern!!!

Ein einziger Traum (23. Oktober 2007)

Dies ist meine erstes Album von SIGUR ROS und ich bin sprachlos . Etwas Vergleichbares fällt mir einfach nicht ein . Klingel und Telefon abschalten , Kopfhörer auf , Augen schließen und nach kurzer Zeit ist man losgelöst von Zeit und Raum . Diese Musik kann man nicht beschreiben . Durch jegliches Fehlen von Text , Bildern und sonstigen Informationen auf der CD-Hülle und im Heft , ist es Jedem selbst überlassen , wie er die Musik empfindet . MULDER hätte gesagt : Die Wahrheit ist irgendwo da draußen .
Hören und Träumen !!!

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