Aus der Amazon.de-Redaktion
Die britischen Düster-Rocker lassen es auf ihrem neuen Album deutlich erdiger als auf den sehr poppigen Longplayern Host und Believe In Nothing angehen und dürften einige verlorene Fans zurückgewinnen.Obwohl mit Rhys Fulber eine ausgewiesene Elektro-Ikone Symbol Of Life produzierte, klingen die elf Tracks angenehm bodenständig und traditionell rockig. Samples und Loops werden sehr effektiv, weil wirklich nur noch an absolut sinnvollen Stellen eingesetzt -- bei den Herren Holmes, Mackintosh & Co. stehen Gitarren wieder eindeutig im Vordergrund. Dabei geht man allerdings nicht so weit, die metallische Vergangenheit der Gothic- oder Shades Of God-Ära wieder zu beleben, sondern bleibt in gemäßigten bis harten Rockgefilden mit vereinzelten Abstechern in Pop-Gewässer. Ein, zwei Nummern klingen etwas sehr glatt, ansonsten liefern Paradise Lost aber endlich wieder ein gutes Album ab, das ordentlich kracht und darüber hinaus mit sehr variablen Stimmungen, die selten wirklich depressiv sind, überzeugen kann. --Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Symbol of Life'
nach einigen Jahren immer noch zeitlos! (17. August 2008)
Nachdem ich hier auf dem Sofa sitze, den lässigen Sonntag zelebriere findet auch mal wieder das ein oder andere "ältere" Scheibchen den Weg in meinen Player.hatte zu diesem Zeitpunkt eigentlich seit "one sec." (welches ich noch als gutes Album betrachte) abgeschlossen mit dem Kapitel PL, als mir ein Freund dieses Album zum Geburtstag schenkte.
Meiner Meinung nach haben Paradise Lost es mit der Hilfe des Produzenten Rhys Fulber geschafft ihre Musik ins 21. Jahrhundert zu transportieren, indem sie ihre alten Sound gekonnt mit neuen Elementen angereichert haben, ohne sich zu sehr im Pop Appeal vorangegangener Alben zu verheddern!
Es wird nicht mehr versucht krampfhaft an Depeche Mode anzuknüpfen, sondern man hat sich auf die eigene Stärke besonnen geradlinige Riffings mit emotionsgeladenen Melodien zu versehen.
Die druckvolle Produktion sorgt für den Rest!
Ich kann nicht glauben.. (15. Januar 2007)
...wie gut dieses Album ist. Man muss bedenken, dass dies das mittlerweile 9. Album von Paradise Lost ist und andere Bands ihren kreativen Höhepunkt zu diesem Zeitpunkt normalerweise schon weit überschritten haben. Doch diese CD hat mich wirklich enorm überrascht.Die Musik klingt erstaunlich frisch und inspiriert. Zwar sind mit "Perfect Mask" und "Self-Obsessed" auch 2 Songs auf derCD, die gegenüber den anderen in der Qualität etwas abfallen, aber darüber kann ich bei Krachern wie "No Celebration" oder "Two Worlds" locker hinwegsehen. Es ist generell kein wirklicher Langweiler dabei. Der letzte Song "Channel for the pain" und der Titelsong könnten in ein paar Jahren als Klassiker der Band gelten. Zumindest sind es die stärksten aufeinanderfolgenden Songs des Albums und bilden einen idealen Abschluss für die CD.
wie gehabt (14. September 2005)
Symbol of Life ist definitiv ein Album, das seine Qualitäten hat. Man mag sich streiten, ob Paradise Lost nun zu Weichspülern geworden sind oder nicht, aber mir gefällt Symbol of Life. Natürlich wirkt es unausgereift, ein wenig gewollt und nicht gekonnt. Würde ich nicht wissen, dass Paradise Lost eine Kult-Band im Goth-Genre sind und ich würde dieses Album hören, würde ich meinen, hier steckt Potential für etwas ganz großes drin. Die Texte sind, naja, ist eben Goth, nicht wahr? Aber wer kanns verübeln? Auf jeden Fall ein Album, das sich nicht nach dem zweiten mal hören als Fehlkauf entpuppt.Na ja..... (15. Mai 2004)
Paradise Lost waren ja noch nie eine einfache Band und deshalb wird auch dieses Album wieder für reichlich Diskussionen sorgen.Musikalisch machen die Herren da weiter, wo "Believe in nothing" aufgehört hat. Die elektronischen Elemente sind mittlerweile fast bedeutungslos geworden und die Gitarren schrammeln wieder ganz ordentlich. Sänger Nick Holmes liefert wie immer eine gute Leistung ab und auch am Sound gibt es nichts zu meckern: die Songs sind knackig und glasklar produziert und "knallen" ganz ordentlich aus den Boxen. Was trotz aller positiven Dinge hier überhaupt nicht stimmt, sind die Songideen an sich. Die meisten Stücke sind einfach nur langweilig und fliegen auch nach mehrmaligem Hören am Hörer vorbei. Letztendlich bleiben nur 4-5 Stücke, wie z.B. der geile Opener "Isolate", das depressive Titelstück, oder das schon hitverdächtige "Erased" im Ohr hängen. Und das ist meiner Meinung nach unterm Strich einfach zu wenig. Ich betrachte dieses Album keinesfalls als einen Schritt zurück, aber wie gesagt: die meisten Songs zünden nicht so recht.






