Verkaufsrang: 237 (Spielzeug)
BatteriesIncluded: 0
Binding: Spiel
Brand: Amigo Spiel + Freizeit
EAN: 4007396019025
IsFragile: 0
Label: Amigo Spiel + Freizeit
ListPrice:
Manufacturer: Amigo Spiel + Freizeit
ManufacturerMaximumAge: 1188
ManufacturerMinimumAge: 144
Model: 1902
NumberOfItems: 1
Erscheinungsdatum: Dezember 1998
Verlag: Amigo Spiel + Freizeit
Studio: Amigo Spiel + Freizeit
Preis: EUR 4,85
Product Description
Jetzt für bis zu sieben Personen! Das Erweiterungs-Set ist nur zusammen mit dem Grundspiel Bohnanza spielbar. Kartenspiel, Dauer: ca. 60 Minuten, Verlag: AMIGO Mit dieser Erweiterung kann Bohnanza jetzt mit bis zu sieben Personen gespielt werden. Neue Bohnensorten und die Variante mit den Auftragskarten erweitern die taktischen Möglichkeiten.Amazon.de Rezension
Die Bohnen sind los
Der Titel des turbulenten Kartenspiels ruft unweigerlich Assoziationen an eine berühmte Westernserie hervor. Aber auch wenn es bei Bohnanza wild zu gehen mag, so haben Spiel und Serie doch weiter nichts gemein als das witzige Wortspiel mit dem Titel. Die Spieler sind keineswegs Cowboys im Wilden Westen, sondern Bauern, die Bohnenfelder bestellen und durch den cleveren Anbau und geschicktes Verhandeln mit den Hülsenfrüchten wertvolle Bohnentaler verdienen können. Wer am Ende des Spiels die meisten Bohnentaler sein Eigen nennt, hat gewonnen. Aber das ist bei weitem nicht so leicht, wie es den Anschein hat, denn die Mitspieler haben bei jedem Spielzug ein gehöriges Wörtchen mitzureden.
Das erweiterte Bohnensortiment
Bohnen sind vermutlich nicht das erste, was einem als Objekt der Begierde in den Sinn kommt. Aber das Spielkonzept von Uwe Rosenberg überzeugt von der ersten Idee bis zur fertigen Ausführung. Die Bohnen, von denen es im Erweiterungs-Set vier neue Sorten gibt, zieren in diversen, äußerst amüsanten Verkleidungen die Spielkarten. Insgesamt enthält die Erweiterung 92 neue Spielkarten sowie 15 Bohnenfeldkarten. Neben den achten Bohnensorten des Grundspiels kommen neu die Kaffee, die Weinbrand-, die Kakao- und die Ackerbohne hinzu, die ebenfalls unterschiedlich häufig im Spiel vorkommen und unterschiedliche Wertigkeiten haben. Die Ackerbohne weist zudem eine besondere Eigengschaft auf: Werden zwei Ackerbohnen geerntet, erhält man dafür keine Taler, sondern ein weiteres Bohnenfeld. Ansonsten gilt wie beim Grundspiel: Je mehr Bohnen derselben Sorte ein Spieler auf einem Feld vorweisen kann, desto gewinnbringender kann er sie bei der Bohnenernte verkaufen. Doch nicht nur die eigene Ernte, sondern auch die Bohnenfelder der Mitspieler sollte man mit wachsamen Augen beobachten.
Neue Spielvarianten und taktische Möglichkeiten
Wie alle Erweiterungen ist auch diese nur mit dem Bohnanza-Grundspiel spielbar. Nun können allerdings drei bis zu sieben Bohnenbauern ihr Glück versuchen. Abhängig von der Anzahl der Personen kommen nur bestimmte Bohnensorten ins Spiel. Auch die Anzahl der Spiel- sowie der Bohnenfeldkarten, die zu Beginn ausgegeben werden, variiert je nach Teilnehmerzahl. Das Grundprinzip des Spiels bleibt jedoch dasselbe: Es gilt, so viele Bohnen wie möglich auf einer begrenzten Anzahl von Feldern zu pflanzen. Die Reihenfolge der Karten in der Hand darf während des Spiels nicht verändert werden und auch der Ablauf eines Spielzugs ist weitest gehend vorgegeben, so dass es ein großes Maß an Geschick und Taktik erfordert, um erfolgreich zu sein. Verschiedene Aktionen wie Bohnen anbauen, handeln und ernten bestimmen den Verlauf des Spiels. Dazu werden Karten abgelegt, im Handeln mit den anderen Spielern ausgetauscht oder gar verschenkt sowie neue Karten nachgezogen, wobei erhandelte und aufgedeckte Karten sofort wieder angebaut werden müssen - natürlich immer mit dem Ziel, dabei möglichst viele Taler als Gewinn zu erzielen. Das Spiel ist zu Ende, wenn der Ablagestapel zum dritten Mal aufgebraucht worden ist. Gewonnen hat der Bohnenbauer, der am meisten Taler aufweisen kann.
Die große Neuerung des Erweiterungs-Sets, die für noch mehr Vergnügen und spannende Spielvarianten sorgt, sind die Auftragskarten. Mit ihnen können sich die Spieler einige Taler zusätzlich verdienen. Ein Auftrag fordert eine bestimmte Kombination, in der die Bohnen auf den eigenen Feldern liegen sollen. Die Bohnensorte spielt dabei keine Rolle. Wer einen Auftrag erfüllt, muss außerdem seinen Bohnenfelder nicht ernten. Vom Handel sind die Auftragskarten jedoch ausgenommen.
Der Reiz von Bohnanza liegt neben der taktischen vorausschauenden Planung vor allem im wilden Tauschhandel mit den Mitspielern. Den Marktwert einer Bohne bestimmen die Spieler selbst, d.h. sie entscheiden selbst, wieviele Karten sie für eine andere Bohnenkarte bieten oder fordern wollen. So lassen sich manche Bohnensorten nur zu Dumpingpreisen an den Mann oder die Frau bringen, andere dagegen erzielen Höchstpreise. Hier ist harte Überzeugungsarbeit gefragt, um die eigenen Bohnen als das bestmögliche Angebot zu präsentieren. Dabei kann es durchaus passieren, dass man einem gewieften Verkäufer auf den Leim geht und am Ende mit Bohnen dasteht, die man gar nicht gebrauchen kann. Je mehr Spieler beteiligt sind, desto lustiger geht es beim Bohnenhandel zu. Da jederzeit Bohnenfelder geerntet und verkauft werden können sowie eifrigst Handel betrieben werden darf, herrscht stets aufgeregter Turbel und reges Stimmengewirr. Vor allem gilt es die frühzeitige Ernte eines Bohnenfeldes zu vermeiden, da dies natürlich den Gewinn schmälert bzw. die Bohnen sogar noch überhaupt keinen Profit einbringen.
Auch wenn die Regeln auf den ersten Blick äußerst strikt wirken, so bieten sich im Verlauf des Spiels eine Vielzahl von Möglichkeiten: Spielt jeder Bohnenbauer im Wettstreit mit den anderen oder sind auch Kooperationen denkbar? Zählt nur der eigene Gewinn oder greift man gar einem Mitspieler mit einer Schenkung unter die Arme? Eines steht auf jeden Fall fest: Bei dem gewitztes Kartenspiel steht die Kommunikation mit den anderen Spielern immer im Mittelpunkt. So kommt garantiert keine Langeweile auf, da sich jeder Spieler, auch wenn er nicht an der Reihe ist, am Handeln beteiligen oder ein Feld abernten kann. Die Erweiterung lässt zudem weitere Varianten zu: So darf der Spieler, der an der Reihe ist, nun z.B. auch mit bereits ertauschten Karten weiter handeln. Aber Achtung: So mancher Händler spielt mit fiesen Tricks und lässt den Handelspartner auf der getauschten Ware sitzen! Auch bei der Ernte am Ende des Spiels ergeben sich neue Möglichkeiten, weitere Taler zu ergattern.
Die Familie der Bohnen: Fortsetzungen und Erweiterungen
Bohnanza eignet sich genauso gut für gesellige Spieleabende wie für ausgelassene Partyrunden, lässt sich aber auch bequem auf Reisen mitnehmen. Auch Kinder haben bereits großen Spaß an dem wilden Bohnenhandeln, was natürlich auch den witzigen Illustrationen der Spielkarten sowie den ausgefallenen Bohnensorten liegt. Jüngere Kinder werden aber wahrscheinlich von den komplexen Zusammenhängen überfordert fühlen, so dass der Hersteller das Spiel erst ab 12 Jahren empfiehlt.
Ein Spiel kann bis zu einer Stunde dauern, aber unter Einbeziehung einer oder mehrerer Erweiterungen sowie bei Verwendung aller Bohnensorten kann man mit Bohnanza auch problemlos einen ganzen Spieleabend bestreiten. Anfänger sollten auf jedem Fall mit dem Grundspiel beginnen, um sich mit der Materie des Bohnengeschäfts vertraut zu machen. Mit Al Cabohne ist auch eine Variante für ein bis zwei Spieler erhältlich, in der man gegen die Bohnenmafia antritt. Erweiterungen wie High Bohn: Bohnenduell um 12 Uhr mittags führen endlich auch in den Wilden Westen oder lassen wie Bohnaparte die Napoleonischen Kriege auferstehen. Mit der Erweiterung La Isla Bohnitâ sticht Bohnanza in See, wo Piraten nur darauf lauern, Handelsschiffe mit den wertvollen Bohnen zu kapern. Alle Erweiterungen sind nur mit dem Bohnanza-Grundspiel spielbar und sorgen für ständig neuen Spielspaß und Abwechslung.
