Julius Caesar

Verkaufsrang: 8033 (Video)
Actor: Jeremy Sisto
Actor: Richard Harris
Actor: Christopher Walken
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Uli Edel
EAN: 3259190295612
Format: PAL
Label: Universal/Polygram
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Universal/Polygram
Verlag: Universal/Polygram
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2002
Spielzeit: 170
Studio: Universal/Polygram
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Jeremy Sisto (Hauptdarsteller), Richard Harris (Hauptdarsteller), Carlo Siliotto (Komponist), Ruy Folguera (Komponist)
Preis: EUR 6,66

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Historische Figuren und ihre Schicksale geben seit jeher beliebte Vorlagen für aufwändige TV-Produktionen ab. Julius Caesar, der in diesem Zweiteiler vom jugendlichen Idealisten zum römischen Diktator aufsteigt, könnte ein Lied davon singen. Den unzähligen Verfilmungen seiner Lebensgeschichte fügt Regisseur Uli Edel eine weitere Variante hinzu, die als deutsch-italienisch-amerikanische Koproduktion an Drehorten in Malta und Bulgarien entstand.

82 v. Chr. schwingt sich der römische General Sulla zum Diktator auf und beseitigt seine Feinde gnadenlos. Mithilfe von Pompeius rettet sich der junge Julius Caesar ins Exil. Pompeius ist es auch, der nach Sullas Tod Caesars politische Karriere fördert und ihn überzeugt, für seine Visionen einzutreten. Gemeinsam regieren sie Rom als Konsule und stellen die alte Ordnung wieder her. Doch Caesar strebt nach Höherem: Zum Wohle Roms unterwirft er Gallien und kehrt schließlich im Triumph mit seiner Armee nach Rom zurück. Seine Gegner im Senat, Cato und Cassius, fürchten Caesars Diktatur auf Lebenszeit. Sie schmieden eine tödliche Intrige.

Der ganz große Wurf ist Edel leider nicht gelungen. Trotz hoher Produktionskosten von 25 Millionen Euro bleibt das antike Rom Studiokuliss, darüber vermögen auch die mehreren Tausend Statisten in den Schlachtszenen nicht hinweg zu täuschen. Jeremy Sisto, der bereits in Leo Kirchs Bibel-Verfilmungen den Jesus geben durfte, spielt Caesar als Machtmenschen und Charmeur, scheint jedoch stellenweise mit seiner Aufgabe überfordert zu sein. Tobias Moretti als Senator Cassius, Heino Ferch als Gallierhäuptling Vercingetorix oder Christopher Noth (Sex and the City) als Pompeius wirken meist eher wie Schauspieler in historischen Kostümen. Christopher Walken als Senator Cato und Richard Harris als Sulla sind da schon ein anderes Kaliber und verleihen der Produktion allein durch ihre Präsenz Größe.

Größe ist es jedoch die diesem Historienepos fehlt. Edel, der sich nach Kinoerfolgen wie Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo oder Letzte Ausfahrt Brooklyn zuletzt mit Produktionen wie Die Nebel von Avalon oder Rasputin verstärkt dem Medium Fernsehen zugewandt hat, vermag mit diesem Zweiteiler nicht zu überzeugen. Julius Caesar möchte gern der Gladiator der Fernsehunterhaltung sein, mit dem ihn immerhin der Soundtrack sowie der im November 2002 verstorbene Richard Harris verbindet. --Birgit Schwenger

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Julius Caesar'

Macht der Bilder... (24. August 2008)

Eine ganze Reihe historischer Fehler und Vereinfachungen, abschnittsweise pathetisch und altmodisch geraten. Es ist nicht schwer, einen Film, der sich einem solchen Stoff nähert, zu verreissen.

Und doch kann er den Vergleich z.B. zu historischen Holywoodfilmen einschliesslich Shakespeares "Julis Caesar" mit Marlon Brando als Antonius sehr gut standhalten. Auch aus moderner Sicht sind meistens tatsächliche Menschen aus Fleisch und Blut zu sehen, und eine große Leistung ist, dass die Motive aller Parteien, besonders im Grundkonflikt "Republik versus Alleinherrschaft" tatsächlich nachvollziehbar werden.

Trotz aller Mängel belegt der Film die Macht der Bilder und der Kunst: ich habe mehr über das römische Reich kapiert als während den Unterrichtsstunden zum großen Latinum und Geschichtsunterricht (vor ca. 2 Jahrzehnten)

Eine super Leistung mit wenigen Fehlern (15. August 2008)

am anfang sollt eman vielleicht sagen,dass es eine ziemliche leistung ist,das leben caesars in einen zweiteiler zu packen.dass dabei einiges verloren gehen muss,ist ja klar.es gab auch einfach zu viele wichtige personen in seinem leben,um auf alle einzugehen.aber uli edel hat es geschafft,fast alle wichtigen ereignisse in caesars leben zu zeigen und das für sich ist schon eine großartige leistung.
jeder,der den film kritisiert,soll erst mal versuchen,es besser zu machen.
Hulius Caesar ist meiner meinung nach einer der faszinierendsten männer,die je gelebt haben und mit durch meine liebe zum lateinischen hab ich auch meine liebe zu ihm entdeckt.
caesar war so vieles.er hat die welt verändert und war doch eigentlich nur ein einzelner mann.
jeremy sisto verkörpert genau das.in jedem moment merkt man,dass in ihm eine übermenschliche kraft ist,aber die last selbst für seine schultern irgentwann zu groß wird.überzeugend auch hier,dass caesar auch als mensch rüberkommt.er ist nich nut gnadenloser feldherr und tyrann,sondern auch ein liebender vater und leidenschaftlicher liebhaber.so muss ein caesar sein!!
einige fehler haben sich leider trotzdem in den film eingeschlichen.aber letztendlich dient der film ja auch dazu,menschen ohne jede vorkenntnis zu informieren,auf details kommt es nicht immer an.und schon gar nicht,ob es früher oder später war.
schade finde ich nur,dass im film sehr wenig auf seine beziehung zu kleopatra eingegangen wird,die eigentlich eine sehr viel wichtigere rolle in seinem leben spielt,als ihm ein kind zu gebähren.kleopatra war auch sicher nicht eine verführerin wie sie hier dargestellt wird.das mädchen hatte keine erfahrung und caesar wirkt anfangs nicht interessiert an ihr.und dann plötzlich nach ein paar worten küssen sie sich?-leider verwirrend und unlogisch.und dass sie den teppich weggelassen haben(oder zumindest bettzeug)-mein persönlicher lieblingsmoment-nehm ich ihnen auch übel.
caesar's gallienfeldzüge und de schlacht um alesia sind gut recherchiert und umgesetzt worden.internationale stars verleihen dem film noch einen hauch hollywood ohne überladen zu wirken.

FAZIT: ich gebe dem film 5 sterne.er ist informativ und beeinhaltet alle wichtigen ereignisse ins einem leben.die schlachten sind gut dargestellt und caesar's persönlichkeit wird von allen seiten beleuchtet.natürlich gibt es einige fehler,aber das ist keing rund ihn zu kritisieren.mein tipp an alle kritiker: versucht es doch einfach mal selbst!

Für Historiker grausam und unakzeptabel (30. März 2008)

Die Umsetzung dieses sehr spannenden und faszinierenden Stoffes ist so etwas von gründlich in die Hose gegangen, dass diese DVD eigentlich in einen Giftschrank gehört.
Jeder, der auch nur eine Zeile einer Caesar-Biographie gelesen hat, schlägt schreiend die Hände über dem Kopf zusammen. Und dabei rede ich hier nicht von den durchaus streitbaren Theorien, wie der angeblichen Epilepsie. Es geht hier um einfach umsetzbare, geschichtliche Genauigkeit. Es wird doch wohl möglich sein in einem dreistündigen Zweiteiler feststehende Daten und Ereignisse auch korrekt darzustellen. Stattdessen werden mal eben geschichtliche Fakten so hingedreht, dass es den werten Autoren passt. So geht das aber nicht! Wer sich auf die Fahne schreibt eine Biographie über jemanden zu drehen, und das ist dieser Film schon allein wegen des Titels, der muss das Drehbuch von der Geschichte schreiben lassen und nicht umgekehrt. Man kann eben bestimmte Sachen einfach nicht ändern ohne Gefahr zu laufen seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Sicherlich werden Laien, die sich nicht weiter mit der Materie beschäftigen diesen Film gut finden, denn die Besetzung ist erstklassig und auch die schauspielerische Leistung in Ordnung. Die Szenen sind monumental aufgebaut und die Erzählstruktur sehr gut und spannend nachvollziehbar. Die Leute aber, die sich wirklich schon mit diesem herrausragenden Feldherren beschäftigt haben und über fundiertes Wissen zur römischen Geschichte und Kultur verfügen, werden schon nach den ersten Minuten Bauchschmerzen bekommen.
Wer sich wirklich für das Leben und Wirken von Gaius Julius Caesar interessiert, der ist mit einer geschriebenen Biographie weitaus besser bediehnt. Dieser Film ist allenfalls etwas für jene, denen Fakten egal sind.

Not so mighty Caesar (11. Juni 2007)

Recently I saw Jeremy Sisto in a film in the cinema, and as my movie-going friend and I were dissecting the film afterward, we both were impressed with Sisto's performance, and tried to recall what we'd seen him in before. I remembered this production of Julius Caesar, but only after a while - Sisto's role in the other film (a light drama with a comedic edge) is very different from the epic, super-serious Julius Caesar.

This production is a good one for a straight-to-television production. It is a four-hour miniseries (the television nomenclature equivalent for `epic'). It plays a bit loose with the historic progression, but keeps many of the broad strokes intact - Rome's trouble under Sulla, Caesar's early difficulties becoming established, his military alliance and familial partnership with Pompey, destined to falter; the conquest of Gaul and the march back to Rome, the fiery oratory of Cato, and the climactic death in the Senate.

Caesar is a complex character, one who defies encapsulation in so short a span as four hours. Given that Caesar was surrounded by many equally intriguing characters, it is little wonder that productions about Caesar often fall victim to a particular interpretation. Sisto's performance, and Edel's direction, makes Caesar in some ways a walking statue - and this is not a necessarily inappropriate style. Caesar was very conscious of appearances and public perceptions, and took great pains to always appear in a certain fashion that would enhance his power and reputation. Sisto's Caesar does show such some emotional range, but this is often mitigated by `events of state'.

Richard Harris, in one of his final performances as Sulla, puts in a much more dynamic performance, however brief; some may recall Harris as the wise emperor Marcus Aurelius in `Gladiator' a few years prior to this production, a very different role indeed from the ambitious, capricious and over-emotional Sulla. Christopher Walken as Cato also turns in an almost over-the-top performance (Cato and Cicero seem to be a combined character here, in some respects). Christopher Noth plays Pompey, but does so at extremes - he is either flat and ineffective, or overly emotional and ineffective. Noth has done good work elsewhere, but this is not one of his better pieces.

The female characters in this production are largely marginalized; even the famous Cleopatra/Caesar affair in minimized. While the role of Cleopatra is often overplayed in the Caesar story, it does have a decided role. Also, the role of Augustus is completely missing.

Filming was done in Malta and in Bulgaria, which brought in lots of locals into the production. A replica of the Roman Forum was constructed, which is an impressive piece of scenery. Also, the Gaul encampment, where Caesar overcomes Celtic warriors, is well constructed and visually powerful. German actor Heino Ferch plays the role of the Celtic leader with aplomb. In scenes where he appears, he steals the show so completely that no Caesar could resist.

It is interesting that the television series, `Rome', is currently enjoying a major success with essentially the same time period. This could have been a great epic / mini-series; instead, it is passing fair. Costumes are great, sets and location good. The story line is interesting, even if out of sync with actual history. The performances are spotty but occasionally effective. The writing takes the story along, but almost as if it were a rendering about Rome and Caesar than a piece for actors to perform in.

Those who like the `sword and sandals' kind of film will find this interesting. Others may find it tolerable. Those who are easily irritated at historical inaccuracies of detail may well find this film infuriating, as lots of bits are rearranged for dramatic effect. Even so, it is an epic that might be worth a rainy day or night's viewing.


There are no real DVD extras to speak of, at least not on the copy I have.

eben Unterhaltung ... (22. April 2007)

Sicherlich ist es extrem schwierig, über das facetten- und ereignisreiche Leben des Julius Ceasar einen Film zu machen, der das normale Format nicht völlig sprengt. Das vorliegende Werk ist wohl ein Versuch. Missglückt ? Schwer zu sagen, dem Historiker sträuben sich die Haare; wer sich unterhalten will, ist mit einem frei variiertem historischen Hintergrund ganz gut bedient. Historisch ist aber vieles falsch und in der seriösen Literatur anders überliefert. Gut gefallen hat mir aber die Darstellung der Schlacht um Alesia: so oder so ähnlich muß es gewesen sein, der Auszug der gallischen Kinder und Frauen, die Entscheidungsschlacht und die Kapitulation des Vercingetorix. Das letzte Gespräch mit Caesar ist wohl wieder der Phantasie der Filmemacher entsprungen und bekannt ist, das Vercingetorix nach dem Triumph entsprechend römischer Traditionen durch rituelles Erdrosseln starb, nicht durch das Schwert. Gut wieder die Darstellung von Pompeius und Catos Ende, die sich an die tatsächlichen Ereignisse hält. Das aber Kleopatra "die Liebe seines Lebens" (Film-Hülle), wird weder im Film deutlich, noch entspricht es den historischen Gegebenheiten. Verschwörer Cassius, von dem man im Film das Gefühl vermittelt bekommt, er sei ein "Guter", der Brutus noch den letzten Anstoß zur Tat gab, war in Wirklichkeit inkompetent, korrupt, grausam und machtgeil. Als Statthalter in Spanien war er für die Verschärfung der Lage 46 v.Chr. verantwortlich und musste deshalb abgelöst werden (von Trebonius). Durch Caesars Gunst reich geworden, dankte er es ihm durch die Teilnahme an der Verschwörung im Iden des März. Nach neuestzen Forschungen soll Cäsar übrigens vorher von den Mordplänen gewusst (mehrere Warnungen bzw. Prophezeiungen) und u.U. diese sogar provoziert haben (Sitzenbleiben bei Antragung der Göttlichkeit durch den Senat, Verzicht auf Leibwache usw:). Als Grund wird die Zunahme von Cäsars Beschwerden durch die bekannte Temporallappen-Epilepsie und die Angst, die Krankheit nicht mehr kontrollieren zu können. Aber das ist Spekulation...
Also in diesen und in vielen anderen Details historisch falsch; aber gute Schauspoieler und eine sehr üppige Ausstattung verleihen diesem Film doch einen Unterhaltungswert.

dkb.de

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