Aus der Amazon.de-Redaktion
Sly & The Family Stone mögen zwar psychedelische Soul-Musik machen, aber Marvin Gaye gab dieser seine ganz eigene Note. Obwohl diejenigen, die bei Motown etwas zu sagen hatten, die Platte erst gar nicht herausgeben wollten, veranlaßte der unerwartete Erfolg des 1971 herausgebrachten Albums What's Going On Stevie Wonder, Curtis Mayfield und nahezu jeden anderen schwarzen Künstler auf diesem Planeten dazu, mehr Verantwortung für ihre Musik und deren Bedeutung zu übernehmen. Gaye schrieb an den Songs mit und produzierte das Album, schmeckte es Schicht für Schicht ab mit seinen eigenen mehrspurigen Gesangslinien, und Bergen von Handperkussioninstrumenten, Streichern, Flöten und jazzigen Bläser-Solos. Angeturnt und ungezwungen wie ein spliffiger Sonntagnachmittag-Jam im Park, kamen die neun Songs alle wie eine Hitsingle daher. Der Titelsong -- inspiriert durch die Rückkehr seines Bruders aus dem Vietnam-Krieg -- und die deutliche Äußerung über die sozialen Zustände in "Inner City Blues (Make Me Wanna Holler)" und "Mercy Mercy Me (The Ecology)" waren sogar tatsächlich Hits. Zwei weitere Tracks ("Wholly Holy" und "Save the Children") sollten Hit-Covers von Aretha Franklin beziehungsweise Diana Ross werden. Wie auch immer, What's Going On hört sich heute noch so frisch an wie in der Woche, als es damals herauskam. Empfohlene Lektüre: Divided Soul: The Life Of Marvin Gaye by David Ritz (McGraw-Hill, 1985). --Don WallerKundenrezensionen zu 'What'S Going on'
Musikfreak (22. Mai 2008)
Marvin Gaye war eine Hit-Maschine. Mit seinem Album "What's Going On" revolutionierte er den Soul. Das wurde überhäuft mit Lob, wie z.B. Bahnbrechendes Album, grandiose Melodien oder die Single "What's Going On", einer der größten Songs der Soul-Geschichte überhaupt. Das Album wurde zu einem großen Hit und ermutigte auch viele andere Künstler, selbst ihre eigenen Songs aufzunehmen, zu schreiben, zu produzieren. Es gab dann ganz viele ähnliche Platten, die sozusagen die Emanzipation der afroamerikanischen Musik in den frühen 70ern auf den Weg brachten.Tiefgründiges Soulalbum (4. Mai 2007)
Nach Tammi Terrells Tod durch einen Hirntumor (kurz zuvor brach Sie in Marvins Armen auf der Bühne zusammen), war Marvin Gaye sehr niedergeschlagen. Statt der Musik wollte er es mit dem Sport versuchen, strebte eine Football-Karriere an, versagte aber kläglich. So ging er 1970 in's Studio und verarbeitete Trauer und Schmerz in diesem Album."What's Going On" gehört für mich zu den besten Soul-Alben, was an seinem tiefgründigen Texten und der melancholischen Stimmung liegt. Dieses Album zeugt aber nicht nur von persönlicher Trauer, Gaye weist zudem auf soziale Missstände hin, Korruption und der Vietnamkrieg werden thematisiert. Seine wunderbare Stimme, verpackt in Soul mit einem Schuss Jazz und Klassik, lassen dies zu einem großartigen Werk werden, dass nicht nur soul brothers hören sollten.
Anders als viele, arbeitet "What's Going On" mit einem festen Konzept und schafft eine kraftvolle Athmosphäre. Perfekt für Momente, in denen die eigene Seele schwer wiegt...






