Verkaufsrang: 1753 (DVD)
Actor: Heinz Rühmann
Actor: Gert Fröbe
Actor: Michel Simon
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Binding: DVD
Director: Ladislao Vajda
EAN: 0743213630496
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Ufa/DVD
Languages:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2003
Spielzeit: 95
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 1958
UPC: 743213630496
von: Heinz Rühmann (Darsteller), Gert Fröbe (Darsteller), Michel Simon (Darsteller), Friedrich Dürrenmatt (Autor), Bruno Canfora (Komponist), Ladislao Vajda (Regisseur)
Preis: EUR 10,84
Product Description
In einem Wald in der Nähe einer Straße wird ein ermordetes Mädchen gefunden. Die Polizei ist nervös, denn zwei ähnliche Morde, die vor einigen Jahren verübt worden waren, konnten bisher nicht aufgeklärt werden. Der Hausierer Jacquier wird sofort der Tat verdächtigt, obwohl er selbst die Polizei auf die Leiche des Mädchens aufmerksam gemacht hatte. Doch Kommissar Matthäi ist von Jacquiers Unschuld überzeugt. Er hat den Eltern der ermordeten Gritli Moser "bei seiner Seeligkeit" versprochen, dass er den Mörder finden wird. Er erinnert sich an eine Zeichnung des ermordeten Kindes, auf der kleine stachelige Bälle, ein sehr großer Mann und ein Auto zu erkennen waren. Es könnten Trüffel sein, die ein Mann mit einem Auto dem Opfer geschenkt hat. Matthäi mietet eine Tankstelle an der Straße. Er nimmt die junge Frau Heller und ihr Töchterchen Annemarie als Lockvogel ins Haus. Aber sind seine Schutzmaßnahmen für das Kind ausreichend? Dann wird Annemarie eines Tages von einem Fremden angesprochen... Friedrich Dürrenmatt, schrieb das Originaldrehbuch für den Film "Es geschah am helllichten Tag". Seinen späteren vielschichtigen Kriminalroman nannte er "Das Versprechen".Aus der Amazon.de-Redaktion
In Es geschah am hellichten Tag treffen mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe zwei deutsche Leinwandlegenden aufeinander. Die Geschichte des unermüdlichen Polizeibeamten Matthäi auf den Spuren eines notorischen Kindermörders ging in die Filmgeschichte ein.In einem Wald, unweit einer Landstraße, wird ein ermordetes Mädchen gefunden. Die Tat scheint an zwei ähnliche Morde anzuknüpfen und setzt die Polizei unter öffentlichen Druck. Kurz darauf kann man den Hausierer Jacquier (Michel Simon) als Tatverdächtigen präsentieren. Als sich der Mann wenige Tage später in seiner Zelle erhängt scheint der Fall erledigt. Nur Kommissar Matthäi (Heinz Rühmann) ist überzeugt, dass sich der Täter weiter auf freiem Fuß befindet. Mit unermüdlicher Energie und kriminalistischem Gespür gelingt es ihm den Radius des Täters zu lokalisieren. Schließlich quartiert er sich sogar als Tankwart in einer Tankstelle ein und benutzt eine junge Frau (Maria Rosa Salgado) und ihr Töchterchen Annemarie (Anita von Ow) als Köder.
Es geschah am hellichten Tag zählt mittlerweile unumstritten zu den Klassikern des deutschsprachigen Films. Durch seine nuancierte Darstellung des "Mannes mit den Puppen" hat sich Gerd Fröbe ins kollektive Bewusstsein nicht nur deutscher Fernsehzuschauer gespielt. Mitentscheidend für das Gelingen des Projekts war aber auch die Entscheidung des Produzenten Lazar Wechsler den berühmten Schweizer Romancier Friedrich Dürrenmatt mit der Erstellung des Drehbuchs zu beauftragen. Dürrenmatt war zwar unzufrieden mit den ihm auferlegten Einschränkungen, speziell was das Ende des Films anbetraf, doch was Dürrenmatt als Manko empfand, war vielleicht gerade das Erfolgsrezept von Es geschah am hellichten Tag: die vergleichsweise nüchterne Darstellung von Mattäis besessener Suche, die ihn sehr viel stärker als klassische Heldenfigur erfahrbar macht und das konventionelle Happyend.
Dürrenmatt schrieb mit dem Roman Das Versprechen eine Überarbeitung des Stoffes, der erst jüngst, unter der Regie von Hollywoodstar Sean Penn mit Jack Nicholson in der Hauptrolle, verfilmt wurde. In den 90er-Jahren entstand im Rahmen der German Classics ein aufwändig gestaltetes TV-Movie-Remake (Joachim Krol in Gert Fröbes Fußstapfen), das jedoch nie an das Original heranreichte. --Thomas Reuthebuch
Kundenrezensionen zu 'Es geschah am hellichten Tag'
Sehr schöner,klassischer Schwarz/Weiss Film (12. Januar 2008)
Sehr schöner,klassischer Schwarz/Weiss Film mit tollen Kameraeinstellungen und für damalige Verhältnisse gutem Sound unterlegt.Die Handlung wirkt nicht langweilig.Ich kann diesen Film nur empfehlen!Deutscher Hitchcock (26. Oktober 2007)
Man sollte solche Vergleiche nicht anstellen. Aber in diesem Fall muss es einfach sein. Es gibt nur wenige Suspense-Thriller, die es mit Hitchcock aufnehmen können und nur ein einziger davon ist ein deutschsprachiger Film. Der gehört aber auch zur allerersten Liga.Einen Tag bevor Leutnant Dr. Matthäi (Heinz Rühmann)die Züricher Polizei verläßt, geschieht ein furchtbarer Mord an der kleinen Gritli Moser. Matthäi schwört den erschütterten Eltern den Täter zu finden. Als sich wenig später der verdächtigte Hausierer Jaquier (hervorragend gespielt von Michel Simon)in der Zelle erhängt, scheint der Fall gelöst.
Doch Matthäi glaubt nicht daran und macht sich auf eigene Faust auf die Spur des Täters. Ein befreundeter Psychiater (Ewald Balser) zeichnet ihm ein Persönlichkeitsprofil des Mörders. Dabei hilft ihm eine Kinderzeichnung, die Gritli wenige Tage zuvor von einem misteriösem "Igelriesen" gezeichnet hat, den sie im Wald getroffen haben will. Matthäi ist überzeugt, dass darauf der Mörder zu sehen ist.
Er stellt fest, dass bereits andere Morde nach gleichem Strickmuster verübt worden sind, alle entlang der Straße von Zürich nach Graubünden. Matthäi mietet sich eine kleine Tankstelle an dieser Straße und holt sich die ortsansässige alleinstehende Frau Heller mit ihrer kleinen Tochter Annemarie als Haushälterin ins Haus, weil dieses Kind dem Opferschema des Täters entspricht. Er legt sich auf die Lauer und wartet er dass seine gefährliche Falle zuschnappt.
Der Weinhändler Schrott (Gerd Fröbe) steht unter dem Pantoffel seiner reichen und dominanten Frau, die ihn demütigt und erniedrigt. Seine lange unterdrückte Wut droht sich wieder zu entladen. Trotz der Überwachung von Matthäi gelingt es dem Psychopathen, sich unbemerkt der kleinen Annemarie zu nähern.
Die dicht erzählte Handlung, die eindringlichen Schwarzweiss Bilder, die glaubhafte und realistische Darstellung von Heinz Rühmann, die mit der beängstigenden Spielweise von Gerd Fröbe kontrastiert und nicht zu letzt die grandiose Musik haben ein Meisterwerk entstehen lassen, das nit seiner bedrückenden Spannung niemanden kalt lassen kann.
Lange vor dem "Schweigen der Lämmer" wird hier zu ersten Male so etwas wie "Profiling" in einem Film thematisiert, auch wenn damals noch niemand wusste, dass das so heißt. Ein absoluter Spitzenfilm, dem seine zahlrechen Remakes nicht das Wasser reichen können.
Die DVD hat einige leichte Schwächen in der Bildqualität. Dies sei aber verziehen. Das Bonusmaterial mit einigen Hintergrundinformationen ist für so einen alten Film nicht mal schlecht. Da kommen andere Klassiker schlechter weg.
Düsteres Meisterwerk leider aktueller denn je (13. September 2007)
Ich muss meinem Vorredner etwas widersprechen: Bei "es geschah am helllichten Tage" handelt es sich meines Erachtens mit um die beste jemals umgesetzte Romanverfilmung. Warum? Ganz einfach: Weil es den Roman selbst noch gar nicht gab und erst durch das Drehbuch inspiriert, ein Jahr später erschien. Leider ist die Thematik heute noch aktueller denn je.Für die Qualität bürgt allein schon der Name Friedrich Dürrenmatt. In seiner typischer Manier wird eine sehr düstere Szenerie gezeichnet, die den ganzen Film und noch stärker den Roman begleitet. Ebenfalls klassisch für den Schweizer Schriftsteller sind die fein skizzierten Persönlichkeitsstudien.
Auch wenn der Zuschauer Schrott bildlich noch gar nicht gesehen hat, so meint man ihn schon vor Augen zu haben (ähnliches Zitat Matthäis als er sich vom Professor die Zeichnung deuten lässt: Jetzt meine ich ihn schon zu kennen).
Nein, hier wird nicht nur ein brutaler Mörder skizziert, es werden auch Ursachen hinterfragt (Beziehung der Eheleute Schrott, Kinderlosigkeit des Mannes, Minderwertigkeitsgefühle). Letztendlich kommt der Film zu dem Schluss, dass der Mensch nicht von Grund auf Böse ist, sondern erst durch sein Umfeld und spezifische Erlebnisse in ein abnormales Verhalten getrieben wird. Friedrich Dürrenmatt selbst wirft deshalb die Frage auf, ob die in jedem Masse verständlicher Weise aufkommenden Vergeltungsgelüste zu befriedigen sind, oder man auch die Umstände für Tat näher betrachtet sollte. Der Bestrafung darf der Mörder jedoch nicht entgehen.
Einer der ersten Filme, die die (Sozial-)Psychologie als Motiv und somit wichtigen Teil der Kriminalistik in den Mittelpunkt stellen.
Im Roman wirft Dürrenmatt allerdings die Frage auf, ob bloße Gerechtigkeit, polizeilicher Spürsinn oder Verdachtsmomente zum Erfolg führen und nicht der Zufall unvorhersehbare Wendungen hervorruft (Autounfall).
Wurde die Schauspielerische Leistung in einer Zeit großer Bühnen- und Filmdarsteller dezidierter betrachtet (z.B. Rezession der FAZ 1958) , so kann man wohl im Vergleich zu heutigen Produktionen Weltklasse bescheinigen. Nicht umsonst war gerade für Gerd Fröbe dieser Film der Startschuss zur großen internationalen Bösewichtkarriere. Auch Rühmann gibt dieser ernsteren Rolle seine persönliche Note und zeigte, dass er über eine wesentlich breitere Palette als nur Komik verfügte. Dabei spielt ihm allerdings auch das Happy End der Verfilmungsversion in die Karten, in dem er sein klassisch verschmitzes Lachen den Zuschauer nicht ganz bedrückt hinterlässt.
In Ergänzung zu seinen frühen Werken machen ihn m.M.n dieser Film, der Hauptmann von Köpenick und der brave Soldat Schwejk final zum größten Deutschen Schauspieler. Falls er es dank der Feuerzangenbowle nicht schon vorher war.
Die Qualität des Films auf der DVD ist sicherlich nicht berauschend. Da wäre mit den heutigen Möglichkeiten besseres darstellbar gewesen. Aber man hat sich ja mittlerweile schon leider an den Standard Deutscher DVD Veröffentlichungen gewöhnt. Schade, gerade so ein Klassiker hätte wahrlich mehr verdient. Trotzdem kein Abzug, da man diesem Meisterwerk sonst ungerecht würde.
Ob man den Film schon jüngeren Kindern zur Abschreckung zeigen sollte, weiß ich nicht. Dafür ist mir die Thematik letztlich zu komplex, der Film zu düster. Aber Eltern sollten ihn sich als warnendes Beispiel und zur Sensibilisierung auf jeden Fall ansehen. Und natürlich jeder, der an einem wirklichen Klassiker Deutscher Filmgeschichte interessiert ist.
Absolute Kaufempfehlung.
Was hat ein Thriller mit einem Heimatflm gemeinsam? (25. August 2007)
...Herzlich wenig, möchte man denken. Aus einer düsteren Geschichte von Friedrich Dürrenmatt wurde ein fast typischer Heinz-Rühmann-Film mit Anklängen an den Heimatfilm. Trotzdem : Der Film ist spannend, ergreifend und zusätzlich ein gutes Beispiel für scharfsinnige Ermittlung, deren Ergebnis in der Originalgeschichte von Dürrenmatt aber ganz anders ausfällt. Es gibt noch eine sehr gute Verfilmung mit Jack Nicholson und eine sehr traurige mit Franco Nero. Aber Rühmann und Gert Fröbe brauchen sich wirklich nicht zu verstecken. Sehr sehenswert.Hat mich für mein ganzes Leben geprägt! (4. August 2007)
Ich habe den Film zum ersten Mal als Kind gesehen und kann mich gut erinnern, dass ich mehrere Tage brauchte, bis ich die Geschichte halbwegs verdaut habe. Das ist viele Jahre her, aber an meinem Gefühlen hat sich nichts geändert. Ich muss nur wenige Takte der Musik hören... und das Grauen ist wieder da.Wenn ich daran denke, welchen Gefahren Kinder durch Triebtäter ausgesetzt sind, kann ich Eltern nur dringend dazu raten ihrem Nachwuchs (aber bitte nicht vor dem 9. Lebensjahr!) diesen Film sozusagen zur nachhaltigen Abschreckung zu zeigen.
Ich habe jedenfalls nach dem ersten Ansehen weitestmöglichen Abstand von fremden Männern gehalten, was meinen Onkel, der im Strafvollzug arbeitete und tagtäglich mit Sexualstraftätern und anderem Abschaum konfrontiert war, zu Freudensprüngen animierte!
Nein - einem Typen wie ,Schrott' hätte ich niemals auch nur eine Sekunde lang getraut, völlig egal wie er auch ausgesehen hätte.
Gert Fröbe soll ein überaus liebenswerter humorvoller Mensch gewesen sein, ich denke trotzdem bei der bloßen Erwähnung seines Namens sofort an diesen Film und mich befällt Unbehagen. Fröbe hat den ,Schrott' so eindrucksvoll verkörpert, dass ihm niemand in dieser Rolle auch nur annähernd das Wasser reichen kann.
Berta Drews (Mutter von Götz George) wuchs als bösartige Furie aka 'Frau Schrott' über sich hinaus. Psychologen (die im Zweifel stets FÜR den Angeklagten plädieren) sähen in ihrem Charakter eines der Hauptmotive für das Seelenchaos und die nachfolgenden Handlungen des Täters, da würde er seiner gerechten (was ist in so einem Fall überhaupt gerecht?) Strafe vermutlich entgehen, stattdessen ein paar Monate lang psychologisch betreut und dann wieder auf die ahnungslose Menschheit losgelassen.
Heinz Rühmann hat deutsche Filmgeschichte geschrieben! Die Rolle des ,Matthäi' war ihm geradezu auf den Leib geschrieben. Er verkörperte den vom Ehrgeiz getriebenen Oberleutnant, der seinen Ruhestand verschiebt und sich nach einem krassen persönlichen Fehlurteil auf die Suche nach dem wahren Täter macht, nahezu perfekt!
Zu Heinz Rühmann wäre noch anzumerken - er wird bis heute von vielen verkannt. Er war im Privatleben in keinster Weise so charmant und humorvoll wie in vielen seiner Filme, er war stattdessen ein sehr komplizierter und unnahbarer Mensch zu dem man nur sehr schwer vordringen konnte. Rühmanns bezaubernde 2. Gattin Hertha Feiler starb am im November 1970 an Krebs, der gemeinsame Sohn Peter war damals ??? Jahre alt. 1974 heiratete Heinz Rühmann die Multimillionärin Hertha Droemer, in der Familie Rühmann gab es zu dieser Zeit einen Bruch. Sohn Peter, Professor der Arbeitswissenschaften, forderte zu Recht und in weiser Voraussicht seinen Erbteil - Hertha Feilers Haus in Grünwald. 1982 zog Heinz Rühmann samt 3. Gattin nach Berg am Starnberger See, Sohn Peter bezog samt Familie die Grünwalder Villa.
Ich hoffe inständig, dass Peter als einziges Kind von Rühmann nach dessen Tod den ihm zustehenden Anteil aus dem Erbe des Vaters erhalten hat, wage es aber stark zu bezweifeln.
PHANTASTISCH Michel Simon als Hausierer 'Jacquier', dem der bloße Fakt ,zur falschen Zeit am falschen Platz gewesen zu sein' zum Verhängnis wird. Einfach grausam die Szenen des Verhörs, in denen der unschuldige Jacquier von Lt. Heinzi (Siegfried Lowitz) dermaßen in die Mangel genommen wird, bis er psychisch zusammenbricht und keinen anderen Ausweg mehr sieht, als seinem Leben ein Ende zu setzen... obwohl er völlig unschuldig ist!
Friedrich Dürrenmatts Idee zum Drehbuch hat bis zum heutigen Tag nichts an Aktualität verloren. So oder so ähnlich spielen sich derartige Tragödien auch heute, 49 Jahre nach der Erstveröffentlichung von 'Es geschah am hellichten Tag' immer wieder ab.
Wie es scheint, versagt sowohl die Gesellschaft als auch die Justiz bei uns und anderswo zur Gänze! Umso mehr sind Eltern gefragt, ihren Nachwuchs auf die Gefahren ,die draußen lauern' mit Nachdruck aufmerksam zu machen.
Mein Fazit: PRÄDIKAT BESONDERS WERTVOLL daher KLARE KAUFEMPFEHLUNG! *****

