101 Reykjavik

Verkaufsrang: 17514 (DVD)
Actor: Hilmir Snaer Gudnason
Actor: Victoria Abril
Actor: Hanna Maria Karlsdottir
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Hallgrimur H. Helgason
Binding: DVD
Director: Baltasar Kormákur
EAN: 4006680028514
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 8. April 2003
Spielzeit: 85
TheatricalReleaseDate: 2000
von: Hilmir Snaer Gudnason (Hauptdarsteller), Victoria Abril (Hauptdarsteller), Damon Albarn (Komponist), Einar Orn Benediktsson (Komponist)
Preis: EUR 8,62

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Kundenrezensionen zu '101 Reykjavik'

ein langweiliger Film ohne zündende Ideen (18. August 2008)

Hlynur ist ein arbeitsscheuer Langweiler, der mit 28 Jahren immer noch bei seiner Mutter lebt, keine ernsthaften Beziehungen pflegt und seltsamerweise seinem Verliererdasein auch noch Positives abgewinnen kann. Der eintönige Trott wird durch Mamas Flamenco-Lehrerin Lola unterbrochen, die für ein paar Tage zu Hause einzieht. Silvester landet Hlynur schließlich mit ihr im Bett, um danach plötzlich zu erfahren, dass Lola mit seiner Mutter zusammen und überdies nun auch noch schwanger ist.
Die Hauptfigur ist über alle Maßen unsympathisch und das weit über sein klischeehaftes Äußeres und seine Arbeitsverweigerung hinaus. Sein Nichtstun findet er hip, soweit in Ordnung. Die pseudointellektuellen philosophisch angehauchten Zynismen, die er zum Besten gibt, sind allerdings weder klug noch originell, sondern einfach nur total daneben. Mit einer metallisch klingenden Stimme kommentiert er aus dem Off, wie er die Dinge sieht. Dabei versucht der Film witzig zu sein und ist dabei leider nur peinlich. Beispiel gefällig? "AIDS ist eigentlich ne tolle Selbstmordmethode, nur leider dauert das viel zu lange." In dieser und ähnlichen Geistlosigkeiten suhlt sich der Protagonist, bis die Dreiecksbeziehung zwischen Mutter, Sohn und Tanzlehrerin der Handlung zumindest einen gewissen Reiz gibt. Dieser Hauch von Ödipus erzeugt ein neues Spannungsmoment und erlöst den Zuschauer von dem eintönigen besserwisserischen Gefasel eines Möchtegernphilosophen.
Will der Film Kritik an der manchmal biederen Gesellschaft üben und dabei das Anarcholeben eines Endzwanzigers schildern, dann fehlt der Story einfach der geniale Ansatz und die zündenden Ideen. Zu keinem Zeitpunkt fühlt man sich gut unterhalten. Noch schlimmer als ein langweiliger Film ist ein langweiliger Film, der sich für geistvoll und originell hält. Einen mehr als den Pflichtstern gibt es für die komplizierte Familienbeziehung und den in verschiedenen Adaptionen wiederkehrenden Song "Lola" von The Kinks. (282 Wörter)

Kleine Lichter (25. März 2008)

Das nordeuropäische Kino - v.Trier, A.Th. Jensen, Kaurismäki, Vinterberg, Bier u.a. - erfreut uns mit mit oft kleinen, dafür aber eindrucksvollen Werken. Vermag der isländische Regisseur Kormákur in seiner Romanverfilmung "101 Reykjavik" (ISL 2000) die offenbar inspirierende Kälte in einen Streifen gleicher Qualität zu fassen ?
Hlynur - der Protagonist seines Films - ist arbeitslos, das ist schlecht. Er ist etwa 30 und hat nicht die Absicht diesen Zustand zu ändern, das ist nicht gut. Er wohnt immer noch bei seiner Mutter, oh je oh je. Der Handlungsfaden sei der Vollständigkeit halber erwähnt: Wenngleich Hlynur - ein Unsympath mit fehlendem Verantwortungsgefühl - dem Streifen keine Dynamik verleih(en)t (kann), so tritt die neue - lesbische - Freundin der - lesbischen (!) - Mutter auf, die alsbald eine Nacht mit dem Jüngling verbringt und - naturgemäß - schwanger wird. Wird dies das Leben Hlynurs verändern ?
Kurzum, es erscheint dem Betrachter egal, denn was ihm geboten wird, ist eine Ansammlung von männlichen (!) Pubertätsphantasien im Wechsel mit belanglosen Episoden eines ebenso in dieser Lebenskrise anzusiedelnden Tage- besser Abendwerks.
Sarkastischer Humor oder gar "schwarze Komödie", wie auf einem Umschlagkommentar versprochen: Fehlanzeige !
Eine Stringenz in der Geschichte, oder ein Punkt an dem man eine dem Film Sinn stiftende Magie festmachen könnte: Fehlanzeige !
Bilder der in der Tat beeindruckenden isländischen Landschaft: Vereinzelt, insbesondere in der - wenn man so will - Schlüsselszene, jedoch vermögen diese leider nicht, den Film entscheidend aufzuwerten.
Ist der Film in irgendeiner Weise relevant ? [...]
Oder anders, wer sich an Jung- und "Mittelmännerphantasien" eines Houellebecq weiden kann oder der Dichtung von Altmännerphantasien etwa eines Walsers etwas abgewinnen kann, wird in diesem Streifen sicherlich Trost oder/und Spaß finden.
Allen anderen - insbesondere denen, die eine andere Definition von "schwarzem Humor" haben - sei hiervon abgeraten und stattdessen das Werk A.Th. Jensens empfohlen, etwa "Adams Äpfel", oder der Klassiker "Flickering Lights".

Top Film (8. Dezember 2007)

Dieser Film ist echt cool...
ein Stern abzug für die schlechte Synchronisation
des Hauptdarstellers.
Aber die Story ist so cool wie Island selbst.

Null Sterne hätten's auch getan, aber... (16. November 2007)

... leider wird einem die Möglichkeit des vernichtenden Urteils ja verwehrt.

Das positive vorweg: ein bis zwei mal hätte ich fast gelächelt - vor Mitleid. Aber auch das mag bei diesem Film nicht so recht aufkommen, vor allem weil der Protagonist so gar nichts zu bieten hat: er ist dumm ohne sympatisch zu sein und zynisch ohne witzig und wird durch eine Story ohne Höhepunkte und Entwicklungen geschleust in der es so manche nackte Brust und ziemlich viel verzweifelten Sex zu sehen gibt.

Vielleicht wird hier eine Soap parodiert, vielleicht dachte der Regisseur man kann auch in Island Trainspotten - insgesamt ist jedoch zu befürchten, daß sich niemand sonderlich viel bei diesem Film gedacht hat. So entstehen - obwohl eine Menge Handlung suggeriert wird - die vielleicht längsten 85 Minuten der Filmgeschichte.

Der Film beruht auf einem Buch, das wohl das isländische Äquivalent zu Stuckrad-Barres "Soloalbum" sein muss. Alle die jenes für ein Meisterwerk halten, können meine Kritik getrost ignorieren. Allen anderen sei versichert, daß dieser Film kein Kultpotential hat, daß das einzig mutige daran, ihn zu drehen war, und daß er hoffentlich ein Geheimtipp bleib - gaaanz geheim!

Leben heißt Veränderung. (27. September 2007)

Der Protagonist Hlynur ist achtundzwanzig und lebt noch bei seiner Mutter. Er ist arbeitslos und bemüht sich auch nicht um Arbeit. Ansonsten kommt Hlynur ganz gut mit seinem Leben klar. Die Frauen mögen ihn und er mag die Abwechslung.

Sein Leben erfährt eine gravierende Veränderung, als die neue Lebensgefährtin seiner Mutter einzieht und ihm unverholen und unentwegt Vorwürfe wegen seiner fehlenden Lebensziele unterbreitet. Die heißblütige Spanierin Lola zieht dennoch mit Hlynur um die Häuser und es kommt zu einem One-Night-Stand. Anschließend ist Lola schwanger und will das Kind mit Hlynurs Mutter großziehen. Zudem ist auch eine von Hlynurs Exfreundinnen schwanger. Alles gerät in Bewegung und Hlynur muss sich ebenfalls bewegen.

Der Film enthält eine gradlinige Handlung. Gute Dialoge und überraschende Wendungen halten den Zuschauer bei Laune. Die Geschichte wirkt authentisch und wird humorvoll erzählt.

dkb.de

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