Das fliegende Klassenzimmer

Verkaufsrang: 1535 (Video)
Actor: Ulrich Noethen
Actor: Sebastian Koch
Actor: Piet Klocke
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Autor: Erich Kästner
Binding: Videokassette
Director: Tomy Wigand
EAN: 4009750118825
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Euro Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Euro Video
Verlag: Euro Video
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2003
Spielzeit: 109
Studio: Euro Video
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Ulrich Noethen (Hauptdarsteller), Sebastian Koch (Hauptdarsteller), Niki Reiser (Komponist), Moritz Freise (Komponist), Biber Gullatz (Komponist)
Preis: EUR 6,90

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Das fliegende Klassenzimmer unter der Regie von Tomy Wigand ist bereits die dritte Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner und landet mit seinen zeitgemäßen Rap-Einlagen endgültig im Techno-Zeitalter.

Obwohl auch in den Erwachsenenhauptrollen mit Ulrich Noethen, Sebastian Koch und Piet Klocke prominent besetzt, steht natürlich das Schülerensemble im Mittelpunkt der Geschichte. Wigand versetzt Jonathan (Hauke Diekamp), Martin (Philipp Peters-Arnolds), Matz (Frederick Lau), Ulli (Hans Broich-Wuttke) und den schönen Theo (Nicolas Kantor) nach Leipzig ins Internat des Thomanerchors und gibt der Geschichte damit einen deutsch-deutschen Gegenwartsbezug. Die Rolle des aufrührerischen Egerland spielt jetzt ein Mädchen, und dennoch wird noch der treueste Kästner-Fan die Vorlage wiedererkennen. Es geht um bewährte Kästner-Motive, um echte Freundschaft also, den bedingungslosen inneren Zusammenhalt, um gute und weniger gute Eltern und um die paar wenigen Erwachsenen, die im Vergleich zum Rest der Spezies schwer in Ordnung sind. Gemeinsam wird für die Weihnachtsaufführung das Stück "Das fliegende Klassenzimmer" geprobt, die große Fehde mit den "externen" Schülern ausgefochten und die von den Kindern eingefädelte Versöhnung zwischen dem unkorrumpierbaren Lehrer Justus (Ulrich Noethen) und seinem alten Schulfreund Nichtraucher (Sebastian Koch) betrieben.

Der Roman war wahrscheinlich Kästners pädagogisch ambitioniertestes Buch, und der Film versucht die propagierten Werte in die nicht mehr ganz so vergleichbare Gegenwart hinüberzuretten, indem man ziemlich hemmungslos den aktuellen Jugendjargon benutzt. Am Ende rappen die Kinder durch Kästners Merksätze, und der schmale Grat zwischen geglückter Überführung und ungenierter Anbiederung ist hier ganz besonders augenfällig. Am stärksten ist Das fliegende Klassenzimmer dann auch, wenn die Kinder zwanglos unter sich sind. Da gelingen witzige Dialoge, und es kommt schließlich das zum Vorschein, was man vielleicht als kästnerspezifisch bezeichnen kann: Die Kinder werden mit ihren Ängsten und Sehnsüchten immer ernst genommen, wirken mitunter bemerkenswert reif und verkörpern mit ihrer Haltung letztendlich ein Plädoyer für mehr Zivilcourage. --Thomas Reuthebuch

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Das fliegende Klassenzimmer'

Zu wenig am Buch (4. Mai 2008)

Oh weia, bei diesem Film ist das Urteil schwierig. Ich will es mal so ausdrücken: Wer, wie ich, mit Kinder erst Bücher liest und anschließend Verfilmungen guckt wird nach dem Sehen Proteste erleben. Zwar ist der Film handwerklich gut gemacht und der Ist-Zeit angepasst, aber: Mit der literarische Vorlage hat er fast nix mehr gemein. Schade. Ich finde, es hätte dem Streifen keinen Abbruch getan, Kästner mehr gerecht zu werden. Jedoch, es sei betont: Für sich genommen taugt der Film. Meine Familie findet ihn trotzdem enttäuschend vorlagenfremd.

Grausig! (24. März 2008)


Jetzt war ja schon die 1. Neuverfilmung mit Hr. Fuchsberger in den 70er-Jahren eine Zumutung - aber diese jetzt, ist wohl der absolute Tiefpunkt.

Man vergewaltigt einen Klassiker der Kinderliteratur und will ihn ohne Skrupel in die Neuzeit verpflanzen. Was dabei heraus kommt, ist eine Story, die man kaum wieder erkennt, mit altklugen Kindern, die neuzeitlichen Blödsinn von sich geben und damit es besonders "Hip" wird, natürlich Rap-Music spielen, Aerobic tanzen und sich für Science Fiction interessieren. Damit hat man dann fast alle Klischees bedient - wie sie sich Lieschen Müller um die Jahrtausendwende vorstellt.

Armer Hr. Kästner, gut dass er das nicht mehr ansehen muss, vom Zauber seiner Geschichte, vom Niveau, von der Herzlichkeit, von der Spannung....ist nichts mehr übrig geblieben - traurig.

Armer Kästner! (28. Dezember 2007)

Die 2.Version des Fliegenden Klassenzimmers war schon nicht das Wahre, aber diese hier hat gänzlich jeden Zauber des Originals verloren.

Die Handlung ist verhunzt und...es fehlt einfach etwas... Unübertroffen bleibt nun mal das Original, bei dem Kästner selbst Regie geführt und das Drehbuch geschrieben hat.

Bei dieser Version würde er sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen.

Frisch und munter aufgepeppelt (21. August 2007)

Letzte Chance für den kleinen Jonathan: schon allzu oft ist er aus den bisher besuchten Internaten geflogen. Ob es jetzt wohl klappt, im Thomanerchor von Leipzig ?

Mag sein, dass Erich Kästner sich heute von der aktuellsten Verfilmung seines "fliegenden Klassenzimmers" distanzieren würde. Vom klassischen Leipziger Thomanerchor sieht man (obwohl es auf Weihnachten zugeht) nicht allzu viel. Die Weihnachtsaufführung gegen Ende kommt gerappt daher. Aber für die moderne Zielgruppe ist das natürlich genau richtig und up-to-date. Die schwungvolle Neuinszenierung versetzt besonders vorm Fest den ein oder anderen jungen Zuschauer in Begeisterung, da sich Humor und Gefühl eine gesunde Waage halten. Auch moderne Problematiken wie Scheidung der Eltern kommen zum Tragen.
Die jungen Darsteller erfreuen deswegen, weil sie größtenteils Laien sind, die zum ersten Mal in einem Film auftauchen, und aufgrund dieser Neulust besonderen Spaß beim Dreh gehabt haben; (wirkt jedenfalls so).

Nettes Bonus-Material: der Regisseur teilt mit Nebendarsteller Frederick Lau (bis heute ein sehr gefragter Nachwuchsschauspieler) seine Erinnerungen an die Produktion.

Wiederspreche meinen Vorrednern (31. Dezember 2005)

Ja die Musik ist Super und nicht nur weil sie Zeitgemäß ist.
Doch die Handlung wurde mit sovielen Problemen zusätzlich über
laden das man sich eher an die Lindenstraße als an Erich Kästners
Ur Werk erinnert fühlt.
Okay die Version II mit Joachim Fuchsberger war nicht gerade der Hit. Doch hielt es sich mehr an den Stoff des Urwerkes und es
wurde keiner zum Dieb abgestempelt oder Brandstifter.

Vielleicht sollten die anderen Autoren hier mal die Version I der Verfilmung des Fliegenden Klassenzimmers angucken. Doch mir scheint die haben nur Version II gesehen. Den nur wer Version I gesehen hat, den ohne Technischen und sonstigen Schmalzigen Beiwerk, der nicht nur in V II sondern auch in V III zu finden ist, der wird mich überhaupt verstehen, wenn ich sage, das ich diesen Film nicht bedingungslos empfehlen kann. Besser wäre es gewessen, wenn dieser Film einen anderen Titel bekommen hätte und den Hinweis, das die Idee für diesen Film auf dem Werk das Fliegende Klassenzimmer von Kästner beruht.
Gebe deshalb nur zwei Sterne, weil die Musik sehr gut ist.
Gruß Kai

dkb.de

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