Baader

Verkaufsrang: 6196 (DVD)
Actor: Frank Giering
Actor: Laura Tonke
Actor: Vadim Glowna
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universum
Director: Christopher Roth
EAN: 0828765158398
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Ufa/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2003
Spielzeit: 110
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 2001
UPC: 828765158398
von: Frank Giering (Hauptdarsteller), Laura Tonke (Hauptdarsteller), Bob Last (Komponist)
Preis: EUR 9,29

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Product Description

Universum Film Baader, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 23.06.03

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Von all den Dokumentar- und Spielfilmen der letzten Jahre, die sich dem deutschen Terrorismus der 70er-Jahre und dem Mythos RAF so ziemlich von allen erdenklichen Seiten genähert haben, ist Christopher Roths Baader der radikalste. Roth und sein Koautor Moritz von Uslar erzählen die Geschichte dieses charismatischen "Mannes der Tat", der selbst als Anführer der ersten Generation der RAF noch ein Außenseiter in ihrem Kreis war, nicht nach, sie halten sich nicht einmal an die elementarsten historischen Fakten wie seinen Tod im Untersuchungsgefängnis Stuttgart-Stammheim; stattdessen erfinden sie den Mythos Baader als fiktionale Figur noch einmal neu.

Im Laufe der Jahre, die seit dem deutschen Herbst von 1977 vergangen sind, hat sich neben der Geschichtsschreibung vor allem die Pop-Kultur die Geschichten und Legenden rund um den "Baader-Meinhof-Komplex" angeeignet. Sie hat in ihnen ein schier unerschöpfliches Reservoir an immer wieder verwertbaren und neu zu besetzenden Zeichen gefunden und somit zu einer steten Fiktionalisierung der historischen Ereignisse und Personen beigetragen. Diesen Prozess, den Filme wie Reinhard Hauffs Stammheim mit seinen dokumentarischen Passagen zu leugnen scheinen, führen Christopher Roth und Moritz von Uslar nun konsequent zu Ende.

Statt der Fakten bedient sich Baader klassischer Genreelemente des Westerns wie des Gangsterfilms und der überlieferten Pop-Mythen, die sich um den echten Baader stricken. So kommentiert er unsere Pop-Kultur mit den Mitteln der Pop-Kultur. Wie in Oliver Stones großen historischen Epen JFK und Nixon führt auch hier der Weg zu Wahrheit und Erkenntnis, die uns den tragischen Kern von Geschichte wahrnehmen lassen, über den Umweg der Fiktion.

Das Tempo, in dem Roth sein Pop-Universum vor unseren Augen entfaltet und in dem er zwischen den Materialen und den Stilen, den Emotionen und den Ereignissen hin und her springt, ist wahrhaft atemberaubend. Kaum ein deutscher Film der letzten zehn oder 20 Jahre war derart rasant. Das Stakkato der Bilder und Töne überwältigt, ohne zu erdrücken. In seinem Zentrum offenbart sich eine tiefe Melancholie, die uns einen anderen Blick auf den Terrorismus der 70er-Jahre ermöglicht.

So wie Frank Giering ihn spielt, ist Baader in seinem Innersten ein kleiner, zutiefst unsicherer Junge, der seine Unzulänglichkeiten, seine Angst vor Frauen hinter Macho-Attitüden und wildem Aktionismus verbirgt. Und wenn man ihn dann in der vielleicht schönsten Szene des Films zusammen mit dem von Vadim Glowna verkörperten BKA-Chef Kurt Krone sieht, ahnt man, dass hinter seinem Amoklauf gegen den Status quo der bundesrepublikanischen Gesellschaft nichts als die Sehnsucht nach Erkennung einer Vaterfigur steht. --Sascha Westphal

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Baader'

Spannend, aber rein fiktiv (7. Januar 2008)

Wer Austs "Baader-Meinhof-Komplex" (für mich das beste Buch zum Thema RAF) gelesen hat wird mit dem Film icht viel anfangen können. Weite Teile des Handlungsstranges sind rein Fiktiv und haben nichts mit der wirklichen Geschichte zu tun.

Trotzdem sind sehr spannende Szenen dabei, die einen zum Nachdenken anregen. Jeder sollte sich ein eigenes Bild von dem Film machen, mir hat er recht gut gefallen. Etwas mehr Vorbildnähe hätte mir mehr gefallen.

Terror in Deutschland. (7. März 2007)

Baader studiert zunächst Kunst, bricht aber das Studium ab. Er nähert sich der radikalen Studentenszene und wird von denen wegen seiner Gewaltbereitschaft zunächst geschätzt. Gewalt gegenüber Ordnungskräften, Kaufhausbrände und Anschläge auf konservative Verlagshäuser sind die Anfänge.

Man organisiert sich in kleinen Gruppen, stiehlt Autos, überfällt Banken, lässt sich in Jordanien an schweren Waffen ausbilden. Es kommt zu Entführungen und Tötungsdelikten. Eine groß angelegte Fahndung beschert dem Rechtsstaat erste Erfolge. Nach und nach werden die Rädelsführer festgenommen. Auch Baader und sein engerer Kreis gehen der Fahndungskommission ins Netz.

Der Film ist keine Dokumentation. Er bedient sich zahlreicher dramaturgischer Elemente und zeigt einen kriminellen Raubritter, der zeitweise wie ein Don Quijote wirkt. Die fiktive Veränderungen stören sicher jene, die die Zeit miterlebt haben.

Ich sehe den Film anders (3. November 2006)

Ich glaube nicht, dass der Film ernst gemeint ist, weder künstlerisch noch politisch und erst recht nicht atmosphärisch, sondern als Satire, daher die vielen "historischen Fehler". Es ist so eine Art Aprilscherz, wo am Ende "April April" gesagt wird durch das offensiv falsche Ende. Beim zweiten Sehen wird dies deutlicher.
Ein Beispiel: Andreas Baader hat nicht "Mickey Mouse" gelesen sondern "Asterix", selbst die oberflächichste Reserche zu diesen Punkt bringt dies zu Tage.

Unterirdisch! (2. November 2006)

Vollkommen missraten, geradezu schwachsinnig. Da ist jemand ganz gewaltig am Thema gescheitert. Schon die Idee, den Film als eine Mixtur aus Fakten und Fiktion umzusetzen, ist blödsinnig und hätte nur Sinn gemacht, wenn es gelungen wäre, da irgendetwas wirklich Grundlegendes herauszuarbeiten - etwas Besonderes, Einmaliges in der Psychologie Baaders oder eine außergewöhnliche politische Perspektive.

Aber keine Spur davon.

Keine Psychologie, keine politische Betrachtung. Baader ist extrem schlecht getroffen und miserabel gespielt.

Und wenn es schon in diese Richtung so dermaßen in die Hose geht, dann sollte ein Film wenigsten witzig oder spannend oder unterhaltsasm sein.

Aber auch da: tote Hose.

Am Ende fragt man sich, was das Ganze eigentlich gesollt hat.

Bodenlos schwach.

weniger, als ein versuch. (17. Januar 2005)

dieser 'film' zeigt mal wieder, dass man lieber die finger von diesem thema lassen sollte, wenn man sich nicht annähernd damit auseinandergesetzt hat.

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