Verkaufsrang: 10701 (DVD)
Actor: Donatas Banionis
Actor: Natalija Bondartschuk
Actor: Jüri Järvet
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Andrej Tarkowski
EAN: 4028951192946
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Icestorm Entertainment GmbH
Languages:
Manufacturer: Icestorm Entertainment GmbH
Verlag: Icestorm Entertainment GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 2. September 2003
Spielzeit: 159
Studio: Icestorm Entertainment GmbH
TheatricalReleaseDate: 1972
von: Donatas Banionis (Darsteller), Natalija Bondartschuk (Darsteller), Jüri Järvet (Darsteller), Edward Artemiew (Komponist), Andrej Tarkowski (Regisseur)
Preis: EUR 9,90
Product Description
Der Psychologe Kris Kelvin wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Nach dem gleichnamigen Roman von Stanislav Lem, erzählt der russische Regisseur Andrej Tarkowskij eine philosophische Fabel, die um Ideen wie Liebe, Tod und Auferstehung kreist. Nach Kubricks "2001- A Space Odyssey" gilt Tarkowskijs Solaris als einer der international anerkanntesten Science-Fiction-Verfilmungen der Filmgeschichte. Solaris erhielt 1972 den Spezialpreis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes.Aus der Amazon.de-Redaktion
Die russische Antwort auf 2001: Odyssee im Weltraum ist ein denkwürdiger Film, der sich hinter dem Klassiker nicht zu verstecken braucht. Der legendäre russische Regisseur Andrej Tarkowskij inszenierte dieses außergewöhnlich tiefgründige Science-Fiction-Epos nach einem Roman von Stanislaw Lem. Die Geschichte folgt der unheimlichen Reise eines Astronauten (Donatas Banionis) zu einem Planeten, in dessen unmittelbarer Umgebung die Erinnerungen physische Form annehmen. Dieser kurze Abriss legt nahe, dass es sich bei dem Film um ein typisches Weltraumabenteuer handelt, eine ausgewalzte Episode von Twilight Zone etwa. Je tiefer wir jedoch in die Geheimnisse dieser Welt vordringen, desto weniger vertraut erscheint sie uns.Auch wenn Tarkowskijs Bedeutungsebenen und seine verwendeten Verfahren manchmal verwirren, schafft es Solaris, sich in unserem Kopf einzunisten; sicher auch eine Folge des ungewöhnlich langsamen Rhythmus und der grundsätzlich fehlenden vorwärts gerichteten Dynamik. Spätestens wenn die letzten Bilder über die Leinwand flimmern, hat Tarkowskij jedoch die Konventionen des Science-Fiction-Genres weit hinter sich gelassen und eine beunruhigende Vision über Erinnerung und Heimat geschaffen. Unzweifelhaft hat sich Solaris seinen Kultstatus verdient und ist gleichermaßen herausforderndes Arthaus-Kino wie bewusstseinserweiternder Trip. --Robert Horton
Kundenrezensionen zu 'Solaris'
Auf den dritten Blick..... (25. Januar 2008)
Den Film habe ich beim ersten Anschauen in seiner ersten objektiven Ebeneals recht irritierend und seltsam empfunden.
Beim zweiten Durchgang habe ich bestimmte Symboliken und Hinweise auf -ein -dahinter-erhalten.
Erst beim dritten anschauen habe ich -so glaube ich-die Absicht des Autors entdeckt, der uns auf eine ganz harte Reise ins -ich-schickt.
Er hält uns einen Spiegel vor und konfrontiert uns auf beklemmende Art
mit unserem -Kern- dem -ICH-,das in uns verschüttet, ein Eigenleben hat, das wir zu gerne verdrängen.
Auf dieser Ebene interpretiert, erreicht der Film,daß wir einen Blick in unsere Seele mit allem Verborgenen, Ängsten und allem Verdrängtem, werfen können.Aber.....das Buch erfüllt den Zweck des ICH-Erkennens besser.
Also als Therapie nicht schlecht,aber das Buch ist besser!
Unglaublich: Abstrakter als Bergman und ebenso GENIAL! (23. Dezember 2007)
Respektvoll, nachdenklich und gleichermaßen melancholisch schaltete ich den Fernseher ab, lehnte ich mich zurück und versuchte zu verarbeiten, was Andrej Tarkowskij mir da fast 3 Stunden lang vorgesetzt hatte.Es war keine "leichte Kost", ganz im Gegenteil! Zwar lässt sich der Film Zeit - lange Kameraeinstellungen, die die Bilder für sich sprechen lassen, verschaffen dem Zuseher (notwendige) Nachdenkpausen - aber er lässt sich beim besten Willen nicht binnen Sekunden verarbeiten.
Da ich als Bergman-Fan schon mehrere "Kaliber" dieser Art gewohnt war, dachte ich, dass es Tarkowskij auch nicht viel kunstvoll-verstrickter hingekriegt haben könnte. (Man erlaube mir an dieser Stelle, Ingmar Bergman als Vergleichsregisseur hunzuzuziehen). Aber im Gegensatz zu Bergman, der wenigstens versucht, eine Brücke zwischen seinen abstrakten filmlischen Stoffen und dem menschlichen Verstand zu schlagen, bemüht sich Herr Tarkowskij erst gar nicht, dem Zuseher den hochphilosophischen Inhalt von "Solaris" näher zu bringen. Es verleitet mich ein bisschen, von einer Art "Friss oder stirb - Produktion" zu sprechen. Der Zuseher, der hier, einem Buch ähnlich, zum aktiven Nachdenken angeregt wird, kann sich entweder voll und ganz dem Inhalt des Films hingeben oder aber resignierend die Stopp-Taste seines DVD-Players betätigen.
Und selbst, wenn man ersterem Motto folgt, so ist es noch ein weiter Weg hin zum Verständnis. Freilich könnte man jetzt aus rein (film)wissenschaftlicher Sicht eine halbwegs glaubwürdige Solaris-Interpretation hinknallen, ich persönlich glaube aber, dass Tarkowskij hier sehr bewusst die philosophisch-abstrakte "Achse" so sehr in den Vordergrund gearbeitet hat. Ja, er wünscht förmlich einen "mündigen" Zuseher, der sich auch nach dem Film mit dem Inhalt des Streifens auseinandersetzt, der unruhig seine Gedanken in den Griff zu bekommen versucht, der auf der Suche nach Aufklärung verzweifelt sämtliche Internet-Suchmaschinen nach Interpretationen (von "Solaris") abklappert.
"Solaris", ein Leicht-Budget-Film, ist eine Zukunftsvision, die kritisch auf die Wissenschaft blickt und gleichzeitig die Grenzen menschlichen Verstandes aufzeigt. Ehrlich gesagt, habe ich den Bestseller-Roman nie gelesen, weshalb ich auch nicht beurteilen kann, ob das filmische Werk dem literarischen Nahe kommt. Eines ist aber sicher: "Solaris" ist philosophisches Höchstniveau in Filmform. Also: Ein Klassiker, wenn nicht gar ein Vorreiter oder vielmehr ein Prototyp auf seinem Gebiet, der die Grenzen sämtlicher (wenn nicht aller) Hollywood-Produktionen sprengt. "Solaris", das ist Kunst, in einer ihrer schönsten Formen. "Solaris", das ist meisterhaftes Filmschaffen.
Tarkowskij, das ist für mich persönlich, eine Art russischer (sowjetischer) Ingmar Bergman, der, wie sein schwedischer Kollege, ganz oben am Olymp der Filmschaffenden anzusiedeln ist.
Zuseher aufgepasst: Nehmt euch genügend Zeit für diesen Streifen. Vor allem am Beginn, benötigt man Ruhe und Geduld. Am Ende wünscht man sich, man hätte noch mehr erfahren dürfen, aber Tarkowskij möchte das eben nicht; wahrscheinlich deshalb, weil er selber nicht mehr auszudrücken (also: darzustellen) wusste. Und das ist gut so! Glaubwürdigkeit wird in (zu) vielen Filmen unserer heutigen Zeit ohnehin oft viel zu sehr strapaziert!
Was soll ich noch sagen?? Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und bitte, BITTE schreiben Sie ebenfalls eine Rezension!! Ich bin auf Ihre Eindrücke gespannt!
"Solaris" schreit regelrecht nacht Diskussion im sokratischen Sinne...
Schade, dass hier maximal 5 Sterne zur Vergabe möglich sind!
Russische Science Fiction mit Kultstatus (20. März 2007)
Wir begleiten den rationalen Psychologen Kris Kelvin bei seinem Besuch auf Solaris, einer Raumstation, die um einen fernen Planeten kreist. Dieser Planet ist ein Ozean, der sich laufend verändert und - so das Gerücht - Halluzinationen erzeugt. Auf Solaris kämpft Kris mit sich selbst und seinen Gefühlen, als er seiner toten Frau gegenübersteht, die auf geheimnisvolle Weise wiederauferstanden ist. Ist das ein Versuch des Ozeans, mit ihnen zu kommunizieren, oder eine subtile Art der Folter?"Solaris" ist sowjetische Science Fiction aus dem Jahr 1972 und beruht auf dem gleichnamigen Buch von Stanislaw Lem. Der Film ist aus einer Zeit, als Raumfahrt und Spezialeffekte für das Publikum noch neu waren, entsprechend ist das Tempo langsam, aus heutiger Sicht zum Teil ermüdend langsam geschnitten. Ich konnte mich aus diesem Grund leider zu nicht mehr als 3 Sternen durchringen. Die Botschaft des Films über Glück und Liebe ist dafür so tiefsinnig, die schwermütige Stimmung so Hollywood-untypisch, der nostalgische Flair so schön und kultig, dass Science Fiction-Fans ihn kennen sollten. In den Weiten des Internets hat jemand die Philosophie so ausgedrückt: Zwei Wahrheiten stehen hinter diesem Film - Die Unfähigkeit der Menschheit, das Universum zu verstehen, und die Unfähigkeit der Menschheit, ihre eigenen Gefühle zu verstehen.
Bessere Adaption als Soderberghs Werk. (9. März 2007)
Der erste Solaris wird Lems Buch weit besser gerecht, als der Neue. Er schafft es auch, die im Buch beschriebene Stimmung besser zu verbreiten, was aber kein Manko für Soderberghs Film bedeutet, da dieser auch eine wunderbare, aber eben andere Atmosphäre erzeugt.Die schauspielerischen Leistungen überzeugen im Großen und Ganzen in beiden Filmen. Angenehm hier jedoch ist, dass es kein "Over the top-acting" gibt, wie es in amerikanischen Filmen Gang und Gäbe ist. In diesem Falle das übertriebene Rumgehampel von Snow (im Buch Snaut) in der 2002-er Version.
Einen Schnitzer hat Tarkowskijs Film jedoch, der auch anderen schon aufgefallen ist. Er ist zu lang. Gegen Ende dachte ich nur noch:"WAS, ES GEHT IMMER NOCH WEITER!!?!". Wenn man glaubt, dass der Film eigentlich fertig sein müsste, folgt immer noch Szene um Szene.
Aber das ist auch schon der einzige "Fehler". Ansonsten ist "Solaris" ein großartiger Sci-Fi Film aus Russland, der den Vergleich mit westlichen "Konkurrenten" nicht zu scheuen braucht. Ergänzt wird das Ganze durch eine Bildergallerie, eine Autobiographie des Regisseurs und einem hochinteressanten Philosophievortrag über das Wirken von Solaris, bzw. über Materielles und Immaterielles.
Klare Kaufempfehlung für jene, bei denen Science Fiction auch gerne mal den Intellekt kitzeln darf. Wer einen Actionfilm erwartet, ist hier definitiv falsch. Ich empfehle, zuerst das Buch zu lesen.
Beeindruckende russische Science-Fiction (4. Februar 2007)
Die Story von Kris Kelvin, der auf den Planeten Solaris mit dem lebendigen Ozean geschickt wird, weil dort merkwürdige psychische Erscheinungen die Crew verunsichern ist ja schon aus anderen Rezensionen bekannt. Vielen ist der Film zu langatmig oder erscheint ihnen als etwas antiquiert. Daran ist im Prinzip nichts falsches, aber ich mag den Film trotzdem. Es kann nichts schaden vorher das Buch gelesen zu haben, man kann dann sehen, dass der Film ein bißchen anders umgesetzt wurde und weiss aber auch was auf einen zukommt. Dieser Film transportiert eine düstere Stimmung, die Figuren machen einen vorwiegend nachdenklichen bis traurigen Eindruck, was der Stimmung im Buch ja auch in etwa entspricht. Die Stimmung wird durch die Wahl gedeckterer Farben und monotoner technischer Geräusche noch verstärkt. Eine bedrohliche Atmosphäre wird geschaffen. Anfang und Ende unterscheiden sich fundamental vom Buch, aber hier findet sich keine konstruierte Rahmenhandlung, sondern eine Neuerfindung,die die Geschichte anders erzählt. Die oft kritisierte lange Autofahrt ist eine Besonderheit im Film, die zu Deutungen herausfordert. Hier soll gezeigt werden, wie es in der Zukunft aussieht (Aufnahmen stammen von einer japanischen Stadtautobahn, was wahrscheinlich in der Sowjetunion zur damaligen Zeit schon beeindruckend war) -Wird hier vielleicht die lange Reise zum Solaris symbolisiert? Insgesamt wird auch stärker mit Symbolen gearbeitet, als dies im Buch der Fall ist. Der Film lässt mehr Spielraum für Interpretationen als das Buch, das ja auch zu wichtigen Teilen einen wissenschaftlichen Diskurs beschreibt, der in einem Film nicht so viel Platz finden kann. Lange Einstellungen und fast meditative Bilder charakterisieren diesen Film, hier wird sich einfach viel Zeit genommen, was ich tatsächlich gegen Ende hin auch ein wenig langatmig fand. Das Ende des Films ist auch anders als erwartet...Zur DVD selber: Menü zur Auswahl von Untertiteln etc. ist schwer erkennbar, alles ein bißchen klein. Außerdem endet die erste DVD ziemlich abrupt.




