Aus der Amazon.de-Redaktion
Primal Scream haben sich noch nie auf Lorbeeren ausgeruht. Durch die chronologische Reihenfolge kann man bei Dirty Hits die innovativen Fortschritte miterleben, die bei jedem Album gemacht wurden. Los geht es mit Screamadelica, das ihnen mit seiner unbändigen Art zum Durchbruch verhalf. Man konnte daher das Album nicht besser starten als mit "Loaded", das offensiv Genuss predigt. Das Tempo beschleunigt sich deutlich, die Band lässt bei Give Out But Don’t Give Up Nuancen hinter sich und rockt ungeniert drauf los, ganz im Geiste der Stones, der auch bei "Jailbird" und "Rocks" zu spüren ist.Als man sie überall bereits als hoffnungslose Nostalgiker abgeschrieben hatte, da kam das erschütternde Vanishing Point, das dem Geist des Rock zwar die Treue hielt, ihn aber in einer düsteren, bedrückenden Form präsentierte, wie es bei "Kowalski" und "Burning Wheel" deutlich zu hören ist. Es folgte Xtrmntr, eine brutal lärmende Klangwelt, die von Synthesizer-Melodien untermalt und von verbitterten Texten begleitet wurde. Hieraus entstanden Hits wie "Swastika Eyes" und "Kill All Hippies".
Schließlich bringt Dirty Hitsauch die neuesten Songs, unter anderem einige aus dem noch extremeren, noch heftigeren Evil Heat. Hinzu kommt dann noch ein Song "Some Velvet Morning" mit Kate Moss, der nie in einem Album unterkam. Viele haben Primal Scream für eine Album-Band gehalten und geglaubt, dass eine "Best-of"-Sammlung nicht zu ihnen passt. Aber Dirty Hits ist ein echtes Hörerlebnis und erinnert uns daran, wie viel gute Musik sie im Laufe der Jahre auf die Beine gestellt haben. --David Trueman
Kundenrezensionen zu 'Dirty Hits'
Was, noch niemand hat eine Bewertung für dieses Album abgegeben? (5. Juni 2007)
Das kann doch nicht sein, noch niemand hat diese Album bewertet! Dabei handelt es sich hier um die Übersicht des Schaffens von 1992-2001 einer der besten Rockbands dieses Planeten. In dieser Compilation, welche in chronologischer Reihenfolge angelegt ist, kann man sehr gut die musikalischen Veränderungen dieser einflußreichen Band beobachten.Von Rave Anfang der 90iger über stonesbeeinflussten Rock zu Dubrock Ende der 90iger bis zu elektronischem Punk/Rock zu Beginn des neuen Jahrtausends. Sehr viele stilistische Änderungen aber trotzdem immer Primal Scream. Jede andere Bänd könnte sich an dieser ein Beispiel nehmen und sich im Laufe einer längeren Karriere, im Falle von Primal Scream schon seit 1986 und weiter fortlaufend, leider ist der Zeitraum zwischen 86-92 hier nicht vertreten, warum weiß leider keiner, auch mal daran zu versuchen ihren Sound zu ändern.
Diese Band hat bewußt von Album zu Album ihren Sound verändert und hat dadurch wahrscheinlich ihren großen Durchbruch international selbst verhindert. Aber lieber von Album zu Album eine neue Herausfordeung als immer wieder den selben Song veröffentlichen. Weiter so.
Sollte jemand daran denken in das Schaffen dieser Band einzusteigen. Hier ist der richtige Anfang.






