Fahrenheit 451

Verkaufsrang: 10760 (DVD)
Actor: Oskar Werner
Actor: Julie Christie
Actor: Cyril Cusack
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Ray Bradbury
Binding: DVD
Brand: Universal Studios
Director: François Truffaut
EAN: 5050582014785
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Universal/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Universal/DVD
Anzahl Medien: 1
NumberOfItems: 1
Verlag: Universal/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 31. Dezember 2003
Spielzeit: 112
Studio: Universal/DVD
TheatricalReleaseDate: 14. November 1966
von: Oskar Werner (Hauptdarsteller), Julie Christie (Hauptdarsteller), Bernard Herrmann (Komponist)
Preis: EUR 8,88

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Product Description

Universal Fahrenheit 451, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 27.11.03

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Kundenrezensionen zu 'Fahrenheit 451'

Lesen Sie die Bücher, die Sie verbrennen? - Truffauts und Bradburys düstere Zukunfstvision (8. September 2008)

Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Papier zu brennen beginnt. In dieser Zukunftsvision von Ray Bradbury (Autor der Vorlage) und Regisseur Francois Truffaut legen die Feuerwehrmänner Brände, anstatt sie zu bekämpfen, und was sie verbrennen, sind Bücher. Das totalitäre Regime befürchtet, die Menschen könnten durch Lesen eigene Gedanken entwickeln, eigene Wege gehen, Veränderungen wollen, das System anzweifeln, das darf nicht sein.
FAHRENHEIT 451 aus dem Jahr 1966 gehört zu den Klassikern des Sci-Fi-Kinos. Regisseur Truffaut (der übrigens nicht ganz zufrieden mit dem Film bzw. den Dialogen war, es sollte auch sein einziger in englischer Sprache gedrehter Film bleiben) verzichtet zur Darstellung seiner fernen und doch so nahen Welt auf Ausstattungsorgien und vertraut den Ideen und den Schauspielern. Die Stimmung des Films ist trotz leuchtender Farben düster, langsam, traumähnlich, was insbesondere von Bernard Herrmanns wundervoller Filmmusik grandios unterstützt wird. Oskar Werner (der ohnehin zu meinen Lieblingsschauspielern zählt) agiert wie immer brillant als schlichter Durchschnittsmensch, der seinen Beruf/seine Berufung hinterfragt, er spricht übrigens auch die Synchronfassung. Julie Christie spielt die schwierige Doppelrolle (als Werners regimetreue, konsumwillige Ehefrau sowie als warmherzige Revolutionärin) mit viel Understatement und Nuancen. Kameramann Nicolas Roeg schafft eindringliche Bilder und fotografiert insbesondere Julie Christie faszinierend (Roeg hat in sehr vielen Filmen der Schauspielerin die Kamera geführt und sie auch später als Regisseur in "Wenn die Gondeln Trauer tragen" inszeniert). Die wenigen Spezialeffekte können heute nicht mehr ganz überzeugen, aber das spielt keine Rolle. Hier geht es um anderes. Das Ende des Films ist in mehrere Richtungen interpretierbar, gleichzeitig hoffnungsvoll als auch hoffnungslos, je nachdem wie man es sehen möchte. Der Film bewahrt seine Geheimnisse, das macht ihn bei jedem neuen Sehen wieder aufregend.
FAHRENHEIT 451 ist heute nicht nur genau so wertvoll wie seinerzeit, sondern er ist noch aktueller denn je, und wer meint, Bücherverbrennung und staatliche Zensur wären nur intellektuelle Probleme, der täuscht sich gewaltig. Truffaut schildert deutlich, dass der Staat nur den Grundstein legt. Es sind die Unterdrückten selbst, die Mitläufer, Denunzianten, die Folgsamen, die das Unheil von oben nach unten weitertragen und eine Gesellschaft formen, in der niemand dem anderen vertrauen kann, in der das Anderssein, das Kreative, das Engagierte nicht existieren darf. Großes Kino, hypnotisch, packend, intelligent und zeitlos wichtig.
Die DVD bietet hervorragende Extras, u.a. einen Audiokommentar mit Julie Christie sowie ein Making Of und eine Diskussion mit Autor Ray Bradbury.

Hinter jedem Buch steht ein Mensch, dem man mit Respekt begegnen sollte. (5. August 2008)



Die legendäre Verfilmung von Ray Bradburys Roman " Fahrenheit 451 " habe ich vor 30 Jahren das erste Mal gesehen und war damals sehr beeindruckt von der behandelten Thematik.
Als ich mir gestern Abend den Film erneut ansah, haben mich Truffauts surreale visuelle Darstellungen besonders fasziniert.
Die Filmhandlung hat an Aktualität in all der Zeit nichts verloren. Sie bleibt die ungehörte Mahnung: Bedenke, was geschehen kann , wenn man einer Gesellschaft die individuelle Denkfähigkeit nimmt!
Die Protagonisten leben unter einem politischen System , in welchem man den Bürgern das intellektuelle Denkvermögen rauben möchte, um sie auf diese Weise besser manipulieren zu können. Intellektuelle Texte zu studieren ist verboten , stattdessen erfreuen sich die Menschen am interaktiven, staatlich gelenkten Fernsehen. Die dort agierenden Moderatoren werden als Mitglieder der eigenen Familie begriffen. Je mehr sich die Menschen berieseln lassen, desto unkonzentrierter werden sie. Ihr Gehirn ist untrainiert, hat Erinnerungslücken und lässt schon bei jungen Menschen auf Alzheimer schließen.
Die entindividualisierte Welt ist nur noch mit Anregungspillen zu ertragen.
Guy Montag ( Oskar Werner) ist Feuerwehrmann in diesem totalitären Regime . Seine Aufgabe besteht darin Bücher zu verbrennen, weil die Gemeinschaft laut herrschender Ideologie nur dann glücklich ist, wenn sie nicht denkt. Bücher stellen eine Gefahr dar, weil sie sich negativ auf die allgemeine Verblödung auswirken. Zunächst systemtreu, spürt Montag Bücher auf und findet Freude an deren Vernichtung, bis er durch eine junge Lehrerin ( gespielt von Julie Christie- sie spielt im Film übrigens eine Doppelrolle) motiviert, sich für den Inhalt der Bücher zu interessieren beginnt. Jetzt liest er heimlich.
Montags Ehefrau( ebenfalls dargestellt durch Julie Christie) ist völlig unreflektiert und der schönen Fernsehwelt ergeben. Als Montag aufgrund eines fürchterlichen Ereignisses- eine alte Dame verbrennt vor seinen Augen mit ihrer kostbaren Bibliothek- sich von dem System, in dem er lebt, völlig distanziert, denunziert ihn seine angepasste Frau wegen der verbotenen Bücher im Haus.
Nun beginnt die Hatz auf den Abtrünnigen, welcher er sich glücklicherweise entziehen kann, indem er sich flüchtend in ein einsames Waldgebiet durchschlägt. Dort leben die entrechteten "Büchermenschen". Diese lernen den Inhalt eines Buches auswendig um das Geistvolle in geistloser Zeit zu retten. Auch Montag wird zu einem lebenden Buch, wohl wissend , das hinter jedem Buch ein Mensch steht, dem man den nötigen Respekt zollen sollte.

Machtmenschen aller Zeiten wussten und wissen, dass sich Personen besser steuern lassen, wenn man sie dumm hält, die Gebildeten und Klugen korrumpiert oder sie vernichtet, um so mittelfristig ihr perfides System zu manifestieren.
Bislang allerdings sind Systeme, denen die kritisch intellektuellen Köpfe fehlen , früher oder später alle untergegangen. Dem Himmel sei gedankt!
Am Beispiel der von Julie Christie dargestellten Frauen wird gezeigt , dass es immer auf das persönliche Umfeld ankommt, wie sich ein Mensch entwickelt und dass besonders die Intellektuellen angehalten sind Terrorregime zu verhindern. Sie haben aufgrund ihrer Fähigkeiten eine nicht hinweg diskutierbare Verantwortung gegenüber geistig weniger begabten Menschen.

Empfehlenswert!

Dank Oskar Werner unbrauchbar (4. August 2008)

Oskar Werner hatte scheinbar ein grobes Problem und sabotierte diesen Film wo es nur ging, er liess sich sogar einmal eine Glatze währen des Drehs schneiden, nur um François Truffauts Film zu sabotieren, leider ist ihm das gelungen, viele Szenen sind eines Truffauts nicht würdig, zum Beispiel die Bluebox Effekte sind dermassen lachhaft, das sie an Ed Wood erinnern lassen. Zwar sind die Schauspieler allesamt gut, und die Musik auch, aber es ist ein Film der möglicherweise sehr gut hätte werden können, es gibt ein paar sehr gute Momente, aber die werden immer wieder jäh unterbrochen durch eine B-Movie Ästhetik, a la Roger Corman.

Schlecht gealtert, aber vorher schon misslungen (29. September 2007)

So viele hochbegabte Menschen waren an diesem Projekt beteiligt (Truffaut, Herrmann, Roeg, Werner, Christie, Cusack), dass es völlig unverständlich ist, dass dieser Film so steif und langweilig wurde. Dazu kommt die unbestreitbare Tatsache, dass Fahrenheit 451 sehr schlecht gealtert ist. Vor allem die Szene mit den fliegenden Polizisten ist heute nur noch lächerlich. Aber es ist nicht sein Alter, das dem Film vor allem schadet, das wurde bereits früher erledigt, durch das oft viel zu langsame Tempo der Handlung, das sprunghafte und immer wieder unlogische Drehbuch, die übertrieben romantische Musik, die nicht zur spartanisch-futuristischen Ausstattung passt, und vor allem die grausam, grausam, grausam schlechte Darstellung durch Werner, der von Anfang bis Ende so unbeteiligt und langweilig erscheint, als wäre er sediert (und was man so liest, ist das wahrscheinlich). Nun, Cusack und Christie sind gut und zwei Szenen (der Selbstmord , die Buchleute am Ende) sind ergreifend und poetisch. Das ist Truffaut, der Rest ein Unfall.
Hervorragende DVD-Extras, viele, viele Informationen (Ray Bradbury allerdings ist unerträglich eitel).

Klassiker der SF (15. Dezember 2006)

Einer der Klassiker der Science Fiction, oder mehr ein Zukunftsroman.
Weniger die Technik als die Beschreibung einer düsteren Zukunft spielt hier eine Rolle.
Über 2 Dinge bin ich besonders gestolpert bei dieser DVD:
1. Als Montag 'David Copperfield' liest ist plötzlich Oskar Werners Stimme verschwunden. Jemand anderes liest die ersten Sätze des Romans weiter. Auch kam mir die Übersetzung komisch vor.
Ein Vergleich mit meiner alten TV-Aufnahme erbrachte, daß man auf der DVD diese Sequenz neu gemacht hat. Der deutsche Text paßt nicht.
2. Wieder einmal kommt die Schwäche der DVD zum Tragen. Nach 90 Minuten ist der Übergang auf die 2. Schicht durch ein Standbild deutlich erkennbar.
Die Kapazität einer DVD reicht eben nicht aus um in bester Qualität einen etwas längeren Speilfilm auf eine zu bannen.
Auf eine entsprechende Technologie wollte man nicht warten und hat diesen miesen Kompromiss gemacht. Wenn es wenigstens möglich wäre den Übergang zu steuern und einen passenden Szenenübergang abzupassen um dort die Schicht zu wechseln, geht nicht.

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