Russian Ark

Verkaufsrang: 15665 (DVD)
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Binding: DVD
EAN: 4042564007176
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2004
Spielzeit: 92
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Alexander Sokurov (Künstler)
Preis: EUR 16,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Russian Ark ist das bislang einzigartige Experiment eines Spielfilms, der ohne jeglichen Schnitt auskommt. Der russische Regisseur Alexander Sokurov führt uns auf seiner 300-jährigen Zeitreise durch über 30 Säle der St. Petersburger Eremitage.

Auf wundersame Weise trifft ein zeitgenössischer russischer Filmemacher (Sokurov selbst?) in der Eremitage des frühen 18. Jahrhunderts auf einen zynischen französischen Diplomaten aus dem 19. Jahrhundert. Während der Marquis und der Regisseur die prachtvollen Flure und Säle des Gebäudes erkunden, werden sie zu Zeugen der zaristischen Geschichte Russlands. Vor ihren Augen entfalten sich ganz erstaunliche Szenen. Peter der Große etwa peitscht einen seiner Generäle aus, Katharina die Große hetzt bei der Aufführung ihres eigenen Theaterstücks auf die Toilette. Der Film endet schließlich vor gigantischer Kulisse, in einem königlichen Ballsaal des Jahres 1913, bevölkert von hunderten tanzender Gäste.

Sokurovs formal anspruchsvoller Traum von einem durchgehenden Film ohne Schnitt ist so alt wie die Filmgeschichte selbst. Hatte Hitchcock bei Cocktail für eine Leiche nur wegen der technischen Beschränkungen noch alle zehn Minuten einen möglichst unsichtbaren Cut einbauen müssen, kann Sokurov aus dem Vollen schöpfen. Dank einer speziell für die Dreharbeiten zu Russian Ark von der deutschen Firma Director's Friend entwickelten, mit Festplatten bepackten Steadicam, wurde der gesamte Film in einem einzigen Take aufgezeichnet.

Während allerdings Hitchcock später im Gespräch mit Truffaut eingestand, das kompositorische Niveau nur durch eine Drehtechnik auffangen zu können, in der sozusagen Schnitt und Montage bereits simuliert wurden, rückt Sokurov in seinem konservativen Ehrgeiz von jeglicher Dynamisierung des Bildes ab. Er verleugnet die Errungenschaften des modernen Montagekinos, das ja gerade im russischen Revolutionsfilm von Eisenstein und Pudovkin seinen Anfang nahm. Wenn man so will ist dieser Ansatz jedoch die konsequente Fortsetzung des ästhetischen Traditionalismus seines Regisseurs, einer Haltung, die den gesamten Film hindurch spürbar bleibt. --Thomas Reuthebuch

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Russian Ark'

Einzigartiger Film (23. Dezember 2005)

Nicht zur Technik (super !!!) sondern zum Inhalt:

Wer "Le chateau de ma mère" und "La gloire de mon père" liebt, mit Erik Satie durch nur scheinbar verlassene Räume und Zeiten treibt, der- oder diejenige wird diesen Film zutiefst lieben. Keine russische Seele, nein, ein müdes Europa - eine vergehende Hochkultur, schwindsüchtige Euphorien und Mattigkeiten. Eine museale Kulisse, dem Konsum preisgegeben. Schnodderig pubertäres Gehabe gegen das Flüstern der Zeit.

"Gehen Sie?" - "Nein, ich bleibe". Der Ball ist vorüber, das Parfüm, das Lachen, das Leben nur noch eine Erinnerung. Aber es ist unsere Geschichte.

Kein Aufruf zum Widerstand. Nur eine Bilanz in Bildern. Liebevoll und traurig. Voltaire hätte mit uns durch die Räume und Zeiten schlendern können ... Ich glaube fast, er steht hinter einer der Türen und lächelt. Lächelt über den ewigen Unverstand, das eigene Leben so wichtig zu nehmen. Die Weisheit eines Großvaters ...

M.E. der beste Film, den ich seit Jahren gesehen habe. Ganz sicher aber nicht für eine RTL-"Publikumsfrage" geeignet. Ein Film zum Atmen.

Russian Ark (26. Juli 2005)

Nur die Produktion dieses Filmes schlägt alle Rekorde: Er wurde an einem Stück gefilmt, enthält konsequenterweise KEINE Schnitte, und mit Liebe für das kleinste Detail tummeln sich zahllose geschichtliche Personen in der Erimitage. Denn dies ist der Ort, der filmisch gemächlich durchwandert wird.

Wieder kenne ich sowohl die russische wie auch die deutsche Version. Vermutlich nur absolute Kunstliebhaber oder Cineasten werden beim Betrachten dieses Films nicht einschlafen. Schwere Kost, jedoch technisch einzigartig. Soll es hierfür wirklich mehr als 2 oder 3 Sterne geben? Meiner Ansicht nach nein.

Glanz und Glorie eines vergangenen Zeitalters (5. März 2004)

Durch diesen meisterhaft inzinierten Film von Alexander Sokurov unter der Kameraführung von Tilmann Büttner kriegt man ein Verständnis für die Russische Geschichte der letzten 300 Jahre . Ich dachte, dass besonders nur Dostojewski die Feinfühligkeit besessen hatte in seinen Romanen die russische Gesellschaft mit ihrem komplexen Verhalten wieder zu spiegeln. Dank diesem Film wurde ich eines besseren belehrt. Für mich ist Russland kein rauhes Land mehr mit rohen Sitten, wo nur der Rubel und Vodka herrscht. Ganz im Gegenteil; Die Eremitage, welche als Kulisse bzw. als "Protagonistin" gedient hat, ist das Sinnbild russischer Kultur.Der Film ist auf Dialogen aufgebaut, die der Regisseur, ohne, das es plump rüberkommt, mit Cuctine, einem französischem Adligen aus dem 19.Jhrdt., führt. Somit treffen Europa und Russland zusammen und genauso viele Vorurteile. Ihre Zusammenkunft ist mystisch. Dieses soll die Unwissenheit beider symbolisieren. Cuctine befindet sich auf fremdem Territorium und Sokurov ist nicht in seinem Zeitalter. Besonders zu empfehlen ist die DVD mit dem "Making of" und dem Audiokommentar des Regisseurs. Damit wird das Verständnis erweitert und vertieft.

Glanz und Glorie eines vergangenen Zeitalters (5. März 2004)

Durch diesen meisterhaft inzinierten Film von Alexander Sokurov unter der Kameraführung von Tillmann Büttner kriegt man ein Verständnis für die Russische Geschichte der letzten 300 Jahre . Ich dachte, dass besonders nur Dostojewski die Feinfühligkeit besessen hatte in seinen Romanen die russische Gesellschaft mit ihrem komplexen Verhalten wieder zu spiegeln. Dank diesem Film wurde ich zu einem besseren belehrt. Für mich ist Russland kein rohes Land mehr, wo nur der Rubel und Vodka herrscht. Ganz im Gegenteil; Die Eremitage, welche als Kulisse bzw. als "Protagonistin" gedient hat, ist das Sinnbild russischer Kultur.Der Film ist auf Dialogen aufgebaut, die der Regisseur, ohne, das es plump rüberkommt, mit Cuctine, einem französischem Adligen aus dem 19.Jhrdt., führt. Somit treffen Europa und Russland zusammen und genauso viele Vorurteile. Ihre Zusammenkunft ist mystisch. Dieses soll die Unwissenheit beider symbolisieren. Cuctine befindet sich auf fremdem Territorium und Sokurov ist nicht in seinem Zeitalter. Besonders zu empfehlen ist die DVD mit dem "Making of" und dem Audiokommentar des Regisseurs. Damit wird das Verständnis erweitert und vertieft.

Für all die, die Russische Geschichte interessant finden (5. Februar 2004)

...wird's eine Enttäuschung. Das war einfach schrecklich. Zwar ist der Film in einer einzigartigen Version dagestellt, aber für mich war's totlangweilig, obwohl die Geschichte meines Landes interessant ist. Und das Ende hat sich echt nicht gelohnt, nach all der Zeit, die ich mit dem Film vergeudet habe!!!

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