Das Leben geht weiter

Verkaufsrang: 40337 (DVD)
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Mark Alan Cairns
EAN: 4028032065107
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Polar Film + Medien GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Polar Film + Medien GmbH
Verlag: Polar Film + Medien GmbH
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 19. Dezember 2003
Spielzeit: 86
Studio: Polar Film + Medien GmbH
TheatricalReleaseDate: 2001
von: Eike Hosenfeld (Komponist), Moritz Denis (Komponist)
Preis: EUR 17,00

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Product Description

"DAS LEBEN GEHT WEITER" basiert auf dem gleichnamigen Buch von Hans Christoph Blumenberg und erzählt die abenteuerliche Geschichte des absurden Versuchs der Ufa, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges einen aufwändigen Propagandafilm zu produzieren. Die Dreharbeiten begannen im Winter 1944. Ziel war es, noch einmal den Traum vom Endsieg zu beleben. Der Film gilt bis heute als verschollen. Auch die Zahl der Zeitzeugen, die Interviews und Auskunft geben könnten, wurde von Jahr zu Jahr kleiner. Somit schien die Produktion eines Dokumentarfilms anfangs sehr unwahrscheinlich. 1998 jedoch begann Produzent Carl Schmitt zusammen mit seinem Partner, dem englischen Regisseur Mark Cairns, ein Format zu entwickeln, das der Umsetzung des Stoffes gerecht wird. Der Film verfolgt einen eigenwilligen visuellen Stil. Er wurde komplett auf dem neuen MiniDV 35 Format realisiert und von der Frankfurter Bildbearbeitungsfirma Magna Mana aufwändig nachbearbeitet.

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Das Leben geht weiter'

Fünf Sterne auch von mir und zusätzlich noch ein paar interessante Infos... (19. Mai 2007)

...nur allererst, dass auf der DVD sogar weiterführendes Bonusmaterial zu finden ist (das hat soweit ich gelesen habe, noch kein Vorrezesent bzw. -in hier geschrieben) - da wären ausführliche Interviews mit Zeitzeugen (u.U. bis zu 25 Minuten lang!) bzw. ein Making Of, das sich mit den zahlreichen Digitaleffekten beschäftigt.

Also eine anständige Doku von Arte bzw. den beteiligten Firmen, die bei dieser Doku mitgewirkt haben.

Vom Inhalt her, kann ich mich meinen VorschreiberInnen nur anschließen. Eine Doku über den letzten, unvollendeten Propagandafilm des 3. Reiches. Ein Film, den Goebbels in der Verzweiflung der gesamtdeutschen Situation stilistisch und künstlerisch sehr an seine "Lieblingsvorbildfilme" aus Hollywood anlehnen wollte - der noch einmal als "Wunderwaffe" eingesetzt werden sollte.
Neben zahlreichen, für mich bisher unbekannten Infos zur UFA bzw. DEFA wird durch die zahlreichen digitalen Bildkompositionen genau das unterstrichen, was zur damaligen Zeit Gang und Gäbe war - dass sich jegliche Information manipulieren lässt, dass die Kamera zwar das Geschehen objektiv einfangen kann, aber die Männer und Drahtzieher im Hintergrund jegliche Information verfälschen, manipulieren und trüben kann. So sieht man Dieter Moor im brennenden Berlin stehen, nur um dann nach einer Kamerafahrt zu zeigen, dass die Effektelemente nur eine optische Täuschung waren.

Für diese besondere Art des Dokumentationsmachens gibt es von mir fünf Sterne - maßgeblich trägt natürlich auch das Bonusmaterial hierzu bei - selten, dass eine deutsche Dokumentation mit soviel Material aufwarten kann bzw. selbst so eine tolle Qualität hat.

Tolle Doku!!! (29. März 2004)

Sicherlich ist Dieter Moor nicht jedermanns Geschmack. Er ist eine Persönlichkeit die polarisiert. Mir gefällt er als Erzähler in dieser „Dokumentation" außerordenlich gut.
Er führt sozusagen durch die Geschichte, die Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und historische Rekonstruktionen auf ungewöhnliche Weise miteinader verknüpft. Der Erzähler ist dabei ein integrierter Bestandteil der Story, er taucht bei den Rekonstruktionen auf und mischt sich unter die Statisten der nachgestellten Szenen. Dem Regisseur ist dabei eine sehr spannenden, informative und unterhaltende Form des Geschichtsunterrichts gelungen.

Engagierte Filmemacher (13. März 2004)

Eine historische Dokumentation nicht aus der "Knopp-Fabrik" ? Ja, gibt's denn so etwas? Hier hat eine Gruppe junger engagierter Filmemacher (unbedingt Bonusmaterial und Webseite anschauen) einmal versucht, etwas ganz anderes zu machen.Und das ist auf der ganzen Linie gelungen. Es hat mich erstaunt, wieviele digitale Tricks verwendet wurden.

Frischer Wind in der Doku-Szene (13. März 2004)

Manchmal etwas verspielt und vielleicht auch nicht immer ganz gelungen, aber er bringt einfach mal einen frischen Wind in die „Doku-Szene". Hier hat sich wirklich mal jemand etwas anderes überlegt. Sicherlich ist „Das Leben geht weiter" nicht dazu gedacht jetzt ein neues Format für Dokumentationen zu etablieren und sicherlich kann nicht jedes historisches Thema, auf diese eher unterhaltende Weise „aufgearbeitet" werden, aber für die Story vom „letzten Propagandafilm der Ufa" geht das in Ordnung.

Die etwas andere Dokumentation (21. Januar 2004)

Eine „Dokumentation" so erfrischend anders, als das was sonst gewöhnlich im deutschen Fernsehen läuft.
Warum ein Film, der von der International Academy of Television Arts & Sciences als bester Dokumentarfilm mit dem International Emmy Award, also dem Oscar für Fernsehprogramme ausgezeichnet wurde, nie in der ARD gezeigt wurde ist mir unverständlich, aber wer versteht schon die Vorgänge innerhalb des öffentlich-rechtlichen Fernseh-Universums?
„Das Leben geht weiter" ist frei von jeglicher Betroffenheitsbetulichkeit und bietet einen Blick hinter die Kulissen des letzten Propagandafilms des Dritten Reichs.
Anstatt in erster Linie auf Archivmaterial und Zeitzeugen zu setzen (von denen ohnehin nicht mehr viele da sein dürften) führt Dieter Moor in der Rolle des Erzählers durch die Geschichte. Dabei bekommt der Zuschauer nicht nur Einblick in die Arbeitsweise der Ufa, sondern bekommt auch anschaulich gezeigt wie austauschbar Propaganda ist. In einem Zitat sagt der ehemalige Ufa Kameramann Anders „ Durch Umschneiden einiger Szenen hätten wir schnell einen Nicht-Pro-Nazifilm machen können". Was sagt uns das? Traue nicht dem was du siehst oder glaubst zu sehen.
Der Autor und Regisseur Mark Cairns versteht es meisterhaft mit leichter Hand dem Zuschauer zu zeigen mit welchen Tricks beim Film gearbeitet wird, in dem er sie immer als solche kenntlich macht und gleichzeitig führt er uns in die abnorme Welt des untergehenden Dritten Reichs. Klasse!

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