Verkaufsrang: 36134 (DVD)
Actor: Marita Böhme
Actor: Otto Mellies
Actor: Christel Bodenstein
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Director: Martin Hellberg
EAN: 4028951190447
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Icestorm Entertainment GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Icestorm Entertainment GmbH
Verlag: Icestorm Entertainment GmbH
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 6. Januar 2004
Spielzeit: 103
Studio: Icestorm Entertainment GmbH
TheatricalReleaseDate: 1962
von: Marita Böhme (Hauptdarsteller), Otto Mellies (Hauptdarsteller), Wilhelm Neef (Komponist)
Preis: EUR 9,85
Product Description
Während des Siebenjährigen Krieges hatte sich der preußische Major von Tellheim mit dem sächsischen Fräulein von Barnhelm verlobt. Nach dem Krieg vom König ungerechterweise seiner Ehre beraubt und verarmt, bricht er die Verbindung zu Minna aus Scham ab. Nun wird er von seinem Berliner Wirt, dem er einige Monatsmieten schuldet, in ein schäbiges Dachzimmer umquartiert. Grund Zwei wohlhabende Damen suchen ein Zimmer. Es handelt sich um niemand anders als Minna und ihre Zofe Franziska. Mit List gelingt es Minna, den Major zu bewegen, ihr erneut seine Liebe zu erklären und der eine Notsituation vortäuschenden Frau Hilfe anzubieten. Sie lässt den inzwischen vom König Rehabilitierten allerdings noch eine Weile zappeln...Kundenrezensionen zu 'Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück'
Rezension zu Gotthold Ephraim Lessings �Minna von Barnhelm� (17. Januar 2005)
Lessings Komödie „Minna von Barnhelm" wird in der gleichnamigen Verfilmung, einer DEFA-Produktion der DDR von 1962, detailgetreu umgesetzt. Die Dialoge bzw. Monologe halten sich in jeder Hinsicht an das Original und auch die Kostüme, die Sprache und die Schauplätze wirken sehr authentisch. So entsteht ein natürliches Ambiente, wodurch dem Zuschauer das Leben des 18. Jahrhunderts veranschaulicht wird.Der abgedankte Offizier Major von Tellheim quartiert sich am Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) zusammen mit seinem Kammerdiener Just in einem Berliner Wirtshaus ein. Aus Geldnot verpfändet er seinen Verlobungsring, als er das Wirtshaus verlässt. Er weiß jedoch nicht, dass seine Verlobte Minna von Barnhelm, die sich auf der Suche nach ihm befindet, längst in diesem Wirthaus eingetroffen ist und nun mit ihrer Kammerdienerin Franziska sein ehemaliges Zimmer bewohnt. Als Tellheim Minna begegnet, lässt seine Ehre es nicht zu, sie zur Frau zu nehmen, so dass der Kampf Minnas um ihren Geliebten beginnt.
Die einzelnen Charaktere des Stückes werden durch die Schauspieler gut dargestellt. Zu nennen ist unter anderem der Wirt des Gasthauses, welcher die Rolle der Negativfigur einnimmt. Durch seinen Geiz, seine Geldgier und seine intrigante Art wird dem Zuschauer in guter Komödientradition vermittelt, dass man sich von diesem distanzieren sollte. Auch Major Tellheim, der als Identifikationsfigur fungiert, und seine reiche Verlobte Minna sind überzeugend dargestellt. Die Beziehung zwischen Tellheim und Just kann man als ein Treue-, das zwischen Minna und ihrer Kammerdienerin eher als ein Freundschaftsverhältnis bezeichnen.
Die Kameraführung wirkt leider häufig sehr unnatürlich. Der Zuschauer wird durch die verschiedenen, zum Teil sehr hektischen Perspektivenwechsel verwirrt und es entsteht eine Unübersichtlichkeit der Szenen. Auch werden die Charaktere oft zu übertrieben dargestellt. Darüber hinaus lassen sich kaum echte Elmente des Spielfilmes nachweisen. Die Szenen spielen sich hauptsächlich in dem Wirtshaus ab, und wenn die Protagonisten eine Unterredung im Freien führen, so sind diese die einzigen Menschen weit und breit. Es wurden also kaum Statisten eingesetzt, so dass auch diese Szenen nicht sehr überzeugen. Zwar erscheint der Aufmarsch des Militärs vor einem Schloss als eine Ausnahme, doch bei dieser Outdoorszene stellt man sich die Frage nach dem Sinn einer solch aufwendigen Gestaltung, deren Funktion unklar bleibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der authentischen und detailgetreuen Umsetzung der Komödie Lessings der Film nicht nachhaltig beeindrucken kann, da der Zuschauer oft auf Unverständliches und Überflüssiges stößt. Zudem enthält die Komödie eher Elemente einer antiquierten Komik, die heutzutage nur noch ein mühsames Lächeln hervorruft. Die Hauptprobleme sind jedoch zum einen das Zusammenspiel von Kameraführung- und Perspektive, zum anderen die oft übertriebene Darstellung der Charaktere. Aufgrund dieser Aspekte wirkt die Verfilmung nicht überzeugend und führt oftmals dazu, dass der Zuschauer das Geschehen kopfschüttelnd verfolgt.
Filmdauer : 103 Minuten
Regie : Martin Hellberg

