Verkaufsrang: 17911 (DVD)
Actor: Joaquin Phoenix
Actor: Claire Danes
Actor: Sean Penn
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universal Studios
Director: Thomas Vinterberg
EAN: 5050582202946
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Universal/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Universal/DVD
Verlag: Universal/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2004
Spielzeit: 101
Studio: Universal/DVD
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Joaquin Phoenix (Hauptdarsteller), Claire Danes (Hauptdarsteller), Nikolaj Egelund (Komponist), Zbigniew Preisner (Komponist)
Preis: EUR 11,98
Aus der Amazon.de Redaktion
It's all about Love spielt im heißen Sommer des Jahres 2021. John (Joaquin Phoenix) begibt sich nach New York, um die Ehe zu Elena (Claire Danes) endgültig zu beenden. Thomas Vinterbergs bildgewaltige Romanze ist gleichzeitig magisches Märchen und verstörender Thriller.Mit seinem großartigen, auf dem Filmfestival von Cannes ausgezeichneten Das Fest gehörte Thomas Vinterberg 1998 zu den wichtigsten Vertretern der dänischen Dogma-Bewegung, die durch die selbst auferlegten Beschränkungen im Herstellungsprozess der erstarrten Filmproduktion neues Leben einhauchen wollte. Es ist nicht ganz ohne Ironie, dass sich Vinterbergs neuester Film, der 2003 entstandene It's all about Love, wie eine Gegenposition zu dem Manifest ausnimmt -- mit virtuosem Ergebnis.
Die Geschichte spielt im Jahr 2021. Unter dem stahlblauen Himmel hat sich die Erde in einen gigantischen Friedhof verwandelt. An den Bordsteinen liegen Kinderleichen, leblose Körper zucken im Rhythmus der Rolltreppen. Vereinsamte Menschen brechen mitten auf der Straße zusammen, sie sterben wortwörtlich an gebrochenem Herzen. Inmitten dieser gespenstischen Szenerie siedelt Vinterberg eine Liebesgeschichte an. John (Joaquin Phoenix) ist auf dem Weg nach New York. Er will dort etwas zu Ende führen, was schon lange abgeschlossen scheint. Seine Ehe zur weltberühmten Eiskunstläuferin Elena (Claire Danes) ist nur noch eine Farce. Die beiden leben bereits seit langem getrennt, es müssen nur noch die notwendigen Papiere unterzeichnet werden. Als er in der großen Stadt ankommt, will sie ihn ein letztes Mal sehen. Abgeschottet und kontrolliert von einer Horde Managern, Trainern und Agenten, ist John mit einem Mal ergriffen von der fragilen Hilflosigkeit Elenas und entdeckt erneut seine Gefühle zu ihr.
Was zunächst an eine märchenhafte Romanze gemahnt, wird zusehends zum Thriller. Vinterbergs Inszenierungsstil unterstreicht die Künstlichkeit seiner Prämisse. Der Film schwelgt in berückenden Farben, setzt ganz stark auf seine Ausstattung (verantwortlich war Peter Greenaways Produktionsdesigner), jede Einstellung ist sorgfältig durchgestylt. Das im Film gezeigte New York wurde in Schweden nachgebaut und das Casting zweier Hollywood-Stars unterstreicht die Bemühungen Vinterbergs, sich so weit als möglich von seinem Erstlingsfilm wegzubewegen.
Das Ergebnis kann man nur teilweise als gelungen bezeichnen. Was zunächst eine eigentümliche Magie entfaltet, zerfasert zusehends. Ein heiliger Ernst begleitet den Film, der sich das Spielerische im Umgang mit dem Stoff vollkommen versagt. Nicht zuletzt verstören die banalen, bisweilen plumpen Abschweifungen ins Philosophische. Dennoch ist It's all about Love alles andere als ein schlechter Film. Wenn man der Entfaltung filmischer Magie zusehen darf, nur um kurz darauf der Zerstörung selbiger beiwohnen zu müssen, kann man allerdings schon ein wenig melancholisch werden. --Thomas Reuthebuch
Kundenrezensionen zu 'It's All About Love'
Es ist das Herz (27. Oktober 2008)
Wir befinden uns im Jahr 2021. John (Joaquin Phoenix) reist nach New York um sich endlich die unterschriebenen Scheidungspapiere von seiner Frau Elena (Claire Danes) abzuholen. Direkt am Flughafen muß er nur wenig verwundert über die Leiche eines Menschen steigen, die am Fuße einer Rolltreppe liegt. Der Tote bietet aber keine großartige Besonderheit mehr, da in der Stadt einiges an kürzlich Verstorbenen vorzufinden ist. Einige liegen einfach auf der Straße, andere wurden vorsorglich in Abfalleimern verfrachtet. Ein Anblick den aber kaum noch jemanden zu stören scheint. Es ist das Herz. Sie sterben an Einsamkeit. Dies ist aber nicht alles was sich seit heute verändert hat.Im TV beobachtet er die Aufhebung der Schwerkraft in Uganda und mitten im Sommer beginnt es in New York zu schneien.
Keine Wetterkapriole, eher der Anfang vom Ende. Der Planet wird untergehen.
Thomas Vinterberg präsentiert hier einen Genremix der so abstrus erscheint, das er gar nicht funktionieren kann. Wir haben hier Sci-fi Elemente, Endzeitvisionen, Thriller-Anleihen und in diesem Rahmen eine Liebesgeschichte. Das es trotzdem klappt liegt einzig und allein am Regisseur. Er erschafft eine unglaubliche Atmosphäre, die ich vorher noch nie gesehen habe. Die Kälte die den Planeten umklammert, spiegelt fabelhaft das Innenleben der Menschen wieder. Jede Einstellung sitzt, nichts ist überflüssig. "It`s all about love" wimmelt nur so von Metaphern. Der Score verschmilzt mit den Bildern zu einer Symbiose die man niemals mehr trennen darf. Die Darsteller spielen auf einem unglaublichen Level. Nichts an Defiziten ist hier auszumachen.
Zudem wirkt alles gar nicht so weit weg. Vieles kommt einem bekannt vor. Nicht aus anderen Filmen. Nein, wir sehen in vielen Facetten unseren heutigen Alltag innerhalb der Ellenbogengesellschaft. Jeder ist sich selbst der Nächste. Ein Funken Liebe ist der letzte Halt an den wir uns klammern. Wir nehmen erst wahr was passiert, wenn es zu spät ist.
Als wenn das alles für einen Film nicht reichen würde gibt es dann noch einen unglaublichen Bonusfilm im Film:
Der Nebenplot der von Sean Penn völlig alleine getragen wird, ist an Genialität kaum noch zu überbieten.. Aus einem Flugzeug heraus leistet er in Monologen den letzten Bericht über den Zustand der Welt. Diese Szenen sind unglaublich melancholisch, ja fast schon depressiv, wenn er mit Wehmut und famosen Erkenntnissen dem sicheren Ende entgegen fliegt.
In den letzten Jahren sind Meisterwerke ein wenig seltener geworden. Dies ist eins und ich kann neben meinem Hut nur die Höchstwertung ziehen.
Also bitte... (24. Mai 2008)
Also ich kann leider nicht viel an diesem Film erkennen was sich lohnt zu sehen.Ich bin großer Sean Penn Fan und habe mir alle seine Filme nach und nach gekauft natürlich bin ich auch irgendwann auf diesen Film gekommen. Er hat überall erstklassige Bewertungen, ein "Meisterwerk" soll dieser Film sein.
Ok denke ich mir Sean Penn super Schauspieler wenn auch nur Nebenrolle und Joaquin Phoenix in der Hauptrolle ist auch nicht zu verachten.
Jedenfalls zu dem Film was sie hier ungeschönt und ehrlich erwartet. Achtung kein Spoiler!!!
Dieser Film hat vielleicht eine Interessante Idee auf seinem Cover und dieser Film hat durchaus überzeugende Schauspieler die alle tief in ihrer Rolle stecken. Aber irgendwas fehlt allen... man kauft ihnen das Ganze nicht so ab es wirkt etwas hölzern und Grau. Der einzige den ich ehrlich fand war Sean in seinem Flugzeug und seine kurzen Monologen.
Dieser Film hat vielleicht auch wertvolle Poesie aber sie wird nicht gut Verpackt sie geht nicht in dich rein und verhakt sich da so das du nachdenkst. Diesem Film fehlt einfach die Liebe.
Was man im Großen und Ganzen erwarten kann? 101min Planlose Langeweile, alles wirkt wie ein schlecht durchdachtes Puzzel man wird in keiner weiße mitgerissen. Man fühlt sich nicht verbunden zu der Geschichte.
Wir sollten eins nicht vergessen! Ja Filme sollten wertvoll vom Inhalt sein und sie sollten einem zumindest in diesem Genre oder dieser Stilart zum nachdenken bewegen. Aber was ist das wichtigste bei einem Film? Er soll unterhaltend sein! Und das Thomas Vinterberg definitiv vergessen.
Schade um die tollen Schauspieler und die wirklich interessanten Hintergedanken der Geschichte.
Von mir leider nur 2 Sterne!
Liebe in Zeiten der Eiszeit (24. Februar 2008)
In nicht allzu ferner Zukunft, im Jahr 2021, spielt die Welt verrückt. Einsame oder traurige Menschen sterben an plötzlichem Herztod, Mitten im Juli beginnt es in New York City zu schneien, Europa wird von einer neuen Eiszeit überzogen und in Uganda nimmt die Gravitation so sehr ab, dass die Dörfler zu schweben beginnen. Was das soll? "It's all about love. And that's the way it should be", wie Sean Penn am Ende des Filmes resümiert.Penn kommt in "It's All About Love" aber nur ein Nebenpart zu, quasi als personifizierter Pro- bzw. Epilog. In der Hauptrolle ist sein filmischer Bruder Joaquin Phoenix zu sehen. Er spielt den Sprachwissenschafter John, der nach New York fliegt, um mit seiner Frau Elena die Scheidungspapiere zu unterfertigen. Elena, dargestellt von einer traumhaften Claire Danes, ist mehrfache Eiskunstlauf-Goldmedaillengewinnerin. Wider Erwarten kommen sich die Beiden wieder näher, die Liebe siegt über Vernunft und Business. Dennoch scheint Elena und John keine glückliche Zukunft bestimmt. Nicht nur das Wetter schlägt Kapriolen. Es tauchen Klone auf der Bildfläche auf und der geheimnisvolle Mr. Morrison (ein dubioser Charakter wie ihn David Lynch lieben würde) scheint einen Mord zu planen.
"It's All About Love" trägt viele surreale Züge, die Bildsprache ist grandios, der tragend melancholische Soundtrack ebenso. Gedreht hat der dänische Regisseur Thomas Vinterberg in NYC, Kopenhagen, Kiruna, Paris, Venedig und Kenia, was den Film vom Setting her Vielfalt verleiht. Das Allerwichtigste sind aber die beiden Hauptdarsteller. Joaquin Phoenix taucht in seine Rolle mit viel Gefühl und Entschlossenheit ein. Claire Danes hat das Flair einer Göttin in Nöten an sich. Welches Männerherz würde da nicht schmelzen - Eiszeit hin oder her?
Ein Film für Träumer und Idealisten, die selbst im ärgsten Dystopia eine Nische für die Liebe finden.
"Bemerkens-wert" (17. November 2007)
Ein bemerkens-werter Film, der mich irritiert zurücklässt. Voller interessanter Ideen, mal mehr, mal weniger gut umgesetzt. Dass Menschen an gebrochenem Herzen sterben und achtlos auf der Straße liegengelassen werden, gefiel mir als Sinnbild für das emotionale Klima im Jahr 2021. Was es mit den fliegenden Menschen in Uganda auf sich hatte, wurde mir nicht recht klar. Ebenso erschien mir Sean Penn als (erklärender) "Erzähler" ein wenig zu gewollt in die Geschichte eingebaut. Am (eigentlich) traurigen Ende des Films erging es mir wie einem meiner Vor-Rezensenten, die Emotionen wollten sich nicht so recht einstellen. Fragen blieben offen.Dennoch ein faszinierender Film mit tollen Darstellern. Allen voran Joaquin Phoenix, der absolut überzeugend spielt; und auch Claire Danes macht ihre Sache sehr gut. Ich liebe Filme, die mich noch Tage danach beschäftigen und deren Bildfetzen mir immer wieder durch den Kopf schwirren.
Die DVD erhält Einzug in meine Sammlung und ich werde sie demnächst noch einmal im Original anschauen.
Schöne neue Welt... (4. Februar 2006)
Vinterberg hat mit It´s all about Love eine düstere Zukunftsvision geschaffen, die gar nicht mehr so fernliegend erscheint. Menschen die an gebrochenem Herzen sterben. Eine sehr pointierte Kritik an der Verrohung der Gesellschaft. Eine vergleichbar groteske und subtile Gesellschaftskritik, ist man nur noch von Lars von Trier und Charlie Kaufman gewohnt. Das Vinterberg sich mit seinem neuen Film komplett von dem Dogma Manifest abwendet, tut dem Ganzen keinen Abbruch.Ganz im Gegenteil, das Ergebnis ist ein futuristischer und kühler "Tim Burton". Ein Märchen für Erwachsene.Dabei darf man nicht auf die teilweise vorhandenen Logikbrüche eingehen. Am Ende bleiben auch mehr Fragen offen, als am Anfang aufgeworfen werden. Doch lebt der Film größtenteils auch von seiner einzigartigen perfekt durchgestylten Bildersprache. Jedes Bild beansprucht Perfektion für sich, jedes Detail eine enorme Bedeutung. So dass die Gefahr groß ist, sich in diesem absurden Theatre ohne Fluchtmöglichkeiten zu verlieren.Insofern muss der Zuschauer den Film als Ganzes auf sich wirken lassen, ohne sich dabei in Detailanalysen zu verstricken. Denn das ist eine kaum zu bewältigende Aufgabe.
Der Film ist ein Aufruf an mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe, ein Aufruf zur Abwendung von den Idealen der modernen Konsumgesellschaft. Der Film ist eine Zukunftsvision, die gar nicht mehr so fernliegend erscheint. Der Mensch als Wertgegenstand, der bei Bedarf durch leistungsfähigere Klone ersetz werden kann.
Ja es ist eine schöne neue Welt, die uns da erwartet....


