Whale Rider

Verkaufsrang: 2042 (DVD)
Actor: Keisha Castle-Hughes
Actor: Rawiri Paratene
Actor: Vicky Haughton
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: Witi Ihimaera
Binding: DVD
Director: Niki Caro
EAN: 4006680030821
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 23. März 2004
Spielzeit: 97
TheatricalReleaseDate: 4. Juli 2003
von: Keisha Castle-Hughes (Hauptdarsteller), Rawiri Paratene (Hauptdarsteller), Lisa Gerrard (Komponist)
Preis: EUR 8,20

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Einer der bezauberndsten und von der Kritik meistgelobten Filme des Jahres 2003, der neuseeländische Hit Whale Rider, kombiniert auf wirkungsvolle Weise die Stammestraditionen der Maoris mit der zeitgemäßen "Girlpower" eines dynamischen neuen Jahrtausends.

Trotz der entmutigenden Einstellung ihres schroffen und missbilligenden Großvaters (Rawiri Paratene), der sie beinahe verstößt, da sie als Frau traditionell von der Stammesführung ausgeschlossen ist, macht sich die zwölfjährige Pai (Keisha Castle-Hughes) -- überzeugt davon, eine Stammesführerin zu sein -- daran, den Beweis dafür zu erbringen. Ohne die Story (nach einem Roman von Witi Ihimaera) mit falscher Sentimentalität zu überfrachten, entfaltet die Drehbuchautorin und Regisseurin Niki Caro sehr reale und sehr turbulente Familienbeziehungen, intim und doch zerrissen durch den Zusammenprall sturer Traditionen und sich verändernder Haltungen. Der sagenhafte Walreiter -- höchstes Sinnbild der Verbindung der Maoris mit der Natur -- ist auch der Verkünder von Pais Schicksal.

Die großartige Castle-Hughes liefert eine brillante, erstaunlich kraftvolle Darbietung, bei der kein Zuschauerauge trocken bleibt. Nicht zuletzt auch aufgrund seiner frischen Herangehensweise an eine alte Saga wird deutlich, dass Whale Rider definitiv von Herzen kommt. --Jeff Shannon

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Whale Rider'

Folge der eigenen Bestimmung und den Zeichen des Lebens (12. September 2008)

Glaubt man den alten Überlieferungen, so kam vor vielen tausend Jahren Paikea auf einem Wal geritten an die neuseeländische Küste und gründete dort das Dorf Whangara für seine Sippe. Seit dieser Zeit vererbt sich das Häuptlingsamt dieser Maori-Gemeinschaft immer auf den erstgeborenen Sohn des jeweiligen Nachfahren von Paikea.

Doch die Versuchungen unserer Zeit haben zu Auflösungserscheinungen innerhalb der Sippe geführt. Der Erstgeborene des Häuptlings fühlt sich eher zur Kunst und nach Europa hingezogen als zur Führung der Sippe. Als sein erstgeborener Sohn kurz nach der Geburt stirbt, nennt er die überlebende Zwillingstochter aus Wut und Trotz gegen den eigenen Vater Paikea. So beginnt diese wunderschöne Geschichte.

Whangara existiert tatsächlich, und dort wurde der Film gedreht. Vielleicht macht ihn gerade dies so eindrucksvoll. Bis auf die Hauptdarsteller spielen sich die Maori gewissermaßen selbst.

Paikeas Großvater versucht verzweifelt einen Nachfolger für sich zu finden. Das "Versagen" seiner eigenen Familie lastet schwer auf ihm. Der Film wird aus der Sicht der 12-jährigen Pai erzählt, die ihre Berufung versteht und versucht, ihr trotzig und willensstark zu folgen. Gegen Ende wird die Geschichte immer dichter und intensiver, und man kann sich ihrer Emotionalität und Wucht nicht mehr entziehen.

Egal wie man den Film für sich begreift, ob als modernes Märchen oder als zivilisationsphilosophisches Gleichnis - er hinterlässt Spuren. Er sagt uns, dass wir die Traditionen erhalten müssen, wenn wir nicht unsere Seele verlieren wollen. Er zeigt uns aber auch gleichzeitig, dass wir scheitern werden, wenn wir starr und dickköpfig an ihnen festhalten und die Zeichen, die uns das Leben immer wieder sendet, übersehen. Und schließlich lehrt er uns, dass es sich lohnt, der eigenen Bestimmung konsequent zu folgen, wenn man sie einmal begriffen hat.

Die Endeckung dieses Films ist die junge Keisha Castle-Hughes, die Paikea spielt. Sie ist ein schauspielerisches Naturtalent. Ohne sie hätte dieser Film seine Wirkung wohl nicht auf diese Weise entfalten können. Paikea musste einmalig sein, und Castle-Hughes verleiht ihr diese Eigenschaft.

Fazit.
Ein ungewöhnlicher, magischer und am Ende sehr intensiver Film mit traumhaften Bildern. Sehr empfehlenswert.

Die DVD ist in Ordnung. Das reichhaltige Bonusmaterial zeigt die Entstehungsgeschichte des Filmes und stellt auch die Oscar-nominierte Hauptdarstellerin ausführlich vor.

Wale reiten kann nicht jeder,sie schon (15. August 2008)

Die Thematik der Geschichte wird heute eher selten aufgegriffen, jedenfalls in dieser Form. Tradition, Geschlecht, Sexualität, Religion, Abstammung - all diese Dinge führen auch heute noch zu vielen Auseinandersetzungen. In dieser Geschichte dreht sich das Problem um das Geschlecht, der erstgeborene Sohn ist automatisch der nachfolgende "Walreiter" der Familie, ein Vorfahre der Familie ist nämlich auf dem Rücken eines Wals nach Neuseeland gekommen. Die Probleme beginnen als der Erstgeborene stirbt und die Nachfolge automatisch auf seiner Zwilligsschwester lastet. Doch das Familienoberhaupt kann keine Frau als Auserwählte akzeptieren. Die junge Paikea tut alles um ihm zu beweisen, dass sie es genauso verdient. Sie hat Mut und Kraft aber das merkt der Vater viel zu spät.

Interessante Geschichte mit einer talentierten Keisha Castle-Hughes als Oscar-nominierte Hauptdarstellerin.

"You don't mess around with sacred things!" ... doch Traditionen können sich ändern (31. Juli 2008)

Regisseurin Niki Caro, selbst eine weiße Neuseeländerin, verfilmte diese bewegende Geschichte über Heldentum, Emanzipation und Freiheit, die der Maori Witi Ihamaera 1987, basierend auf einer tausend Jahre alte Überlieferung seines Stammes, während eines Aufenthalts in New York für seine eigenen Töchter geschrieben hatte, da sich diese endlich einmal eine Heldin gewünscht hatten.

Mit märchenhafter und träumerischer Sicherheit und einem überwältigenden Charisma seiner Darsteller präsentiert der Film die Auseinandersetzung des Maori-Stammes mit ihren Legenden und Symbolen als ein "vielschichtigen, elegischen Versuch, das mythologische Gedankengut der Ureinwohner Neuseelands mit klassischem Generationen- und Traditionskonflikt zu paaren".

Aus der anfangs, gleichsam in eine überwältigende Schönheit der Natur aquarellierten Realität entwickeln sich unter dem mystischen Zauber der neuseeländischen Kultur und Landschaft märchenhaft und auf berührende Weise gleich einer Parabel die Ambitionen und Träume einer neuen Wirklichkeit und Universalität.

... eine sehenswerte Poesie transzendentalen Relationen über einen einfach Konflikt mit stillen Bildern von überwältigenden Farben

Besetzung
* Keisha Castle-Hughes : Paikea
* Rawiri Paratene : Koro
* Vicky Haughton : Nanny Flowers
* Cliff Curtis : Porourangi
* Grant Roa : Uncle Rawiri
* Mana Taumaunu : Hemi

Unumstössliche Liebe demonstriert auf natürliche Weise (4. Juli 2007)

Die gerufenen Wale eilten ihr zu Hilfe, um einem kleinen Mädchen den Platz in ihrer Stammesgesellschaft zu sichern, den ihr eigener Grossvater ihr aufgrund seiner halsstarrigen Vorstellungen zunächst verwehrte.

Dieser Film behandelt meiner Ansicht nach mehrere Aspekte: den Übergang von tradierten Sichtweisen zu der Meisterung aktueller Herausforderungen; seelisch verwerfliche Rollenklischees; den Einklang vom Menschen mit der Natur sowie eine Einladung in einen ganz anderen Kulturkreis. Und das vor dem Hintergrund einer malerisch schönen landschaftlichen Kulisse. Der Arbeitstitel könnte auch lauten: MOMO in Neuseeland.

Fazit: Eine beschauliches und angenehmes Märchen der Neuzeit mit interessanten Charakteren, allen voran das Mädchen gespielt durch eine aussergewöhnlich ausdrucksstarke junge Persönlichkeit. Nett anzusehen!

Berührend! (15. April 2007)

Einer der schönsten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Eine bewegende Geschichte in wunderschönen Bildern erzählt. Die kleine Pai schließt man sofort in sein Herz. Obwohl sie von ihrem Großvater immer und immer wieder verstoßen wird, gibt sie niemals auf. Der Kampf eines Mädchens für Ziele, die für ein Mädchen eigentlich unerreichbar sind.

Aber auch der Großvater an sich ist eine tragische Figur. Jemand der für Ideale und Traditionen kämpft, die ihm alles bedeuten, aber von der Welt schon lange überholt wurden. Ein Übriggebliebener. Ein bitterer, tiefgehender Schmerz.

Man kauft den Darstellern ihre Gefühle wirklich ab und leidet mit ihnen. Nur schön, dass man sich am Schluß dann auch (endlich) mit ihnen freuen kann.

Ganz toller Film, weit abseits von Hollywood.

dkb.de

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