Takeshi Kitanos Dolls (Collector's Editon, 2 DVDs)

Verkaufsrang: 16738 (DVD)
Actor: Miho Kanno
Actor: Hidetoshi Nishijima
Actor: Tatsuya Mihashi
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: SUNFILM
Director: Takeshi Kitano
EAN: 4041658220637
Technische Details: FSK 12
Format: Collector's Edition
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: SUNFILM Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: SUNFILM Entertainment
NumberOfItems: 2
Verlag: SUNFILM Entertainment
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 7. April 2004
Spielzeit: 109
Studio: SUNFILM Entertainment
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Miho Kanno (Hauptdarsteller), Hidetoshi Nishijima (Hauptdarsteller), Joe Hisaishi (Komponist)
Preis: EUR 26,39

Takeshi Kitanos Dolls (Collector's Editon, 2 DVDs) bei Amazon kaufen

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Product Description

Sunfilm Dolls - Takeshi Kitano (2 DVD`s), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.04.04

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Obwohl sich der japanische Filmemacher Takeshi Kitano von Anfang an nicht auf ein einziges Genre hat festlegen lassen, ist er zumindest im Westen vor allem als Regisseur von sehr modernen und sehr eigenwilligen Yakuza-Filmen bekannt. Doch das ist nur eine Fassette seines weit gefächerten Schaffens. Eine ganz andere offenbart sich in Dolls, einem durch und durch stilisierten Episodenfilm, der von den Dramen und Tragödien des traditionellen Bunraku-Theaters inspiriert worden ist.

Dolls beginnt mit einer Aufführung von Monzaemon Chikamatsus berühmten Stück "Der Bote der Unterwelt", einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Klassiker dieser extrem stilisierten Theaterform. Die Puppen im Bunraku-Theater sind mehr als einen Meter groß und werden von drei die ganze Zeit sichtbaren Spielern bewegt. Am Rand der Bühne sitzen neben dem Erzähler, der das Geschehen kommentiert und sämtliche Rollen spricht, auch noch die ihn begleitenden Musiker. Eine Illusion von Realismus ist ganz und gar ausgeschlossen, und doch provozieren Aufführungen wie diese oft stärkere Emotionen im Publikum als die meisten von Menschen gespielten Stücke. Das mag zunächst wie ein Widerspruch erscheinen. Doch die Kunst des Bunraku-Theaters liegt in einer Stilisierung, die im tiefsten Innern verschüttete Gefühle zurück ins Bewusstsein bringt. Einen ähnlichen Effekt strebt Kitano mit den drei tragischen Liebesgeschichten an, die er hier ineinander verwoben hat.

Schon nach kurzer Zeit führt Kitano die Puppen aus dem Theater heraus in einen imaginären schwarzen Raum, in dem sie beginnen, sich drei Geschichten zu erzählen, deren Protagonisten Menschen unserer Zeit sind. Die erste Geschichte, die auch den größten Raum für sich einnimmt und in die die anderen beiden Tragödien eingebettet sind, handelt von den "aneinander gebundenen Bettlern". Für alle stand fest, dass Matsumoto und Sawako das ideale Paar sind. Doch dann haben Matsumotos Eltern ihren Sohn gedrängt, er solle in die Familie seines Chefs einheiraten und so Karriere machen. Daraufhin hat Sawako versucht, sich umzubringen, und dabei einen schweren Hirnschaden erlitten. Als Matsumoto davon erfährt, lässt er die Hochzeit mit der Tochter des Chefs platzen und kehrt zu Sawako zurück, die sich nicht mehr an ihn erinnern kann. Fortan laufen die beiden durch ein rotes Seil aneinander gebunden durch die Straßen und Parks der Stadt.

Die zweite Geschichte erzählt von einem Yakuza-Boss, der vor 30 Jahren seine Geliebte verlassen hat. Wie früher wartet sie immer noch jeden Samstag in einem Park auf ihn. Nun ist er alt geworden und sehnt sich nach seiner früheren Liebe. Für einen Moment scheint sogar ein neuer Anfang möglich, nur holt ihn schließlich seine Yakuza-Vergangenheit ein. In der dritten Geschichte versucht Nukui, ein Fan, der Sängerin Haruna, deren Gesicht nach einem schrecklichen Autounfall entstellt ist, näher zu kommen. Da sie niemanden an sich heranlässt, blendet Nukui sich selbst.

So einfach und klar diese Geschichten auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, Takeshi Kitano inszeniert so distanziert und stilisiert, dass sie einem zunächst ganz fremd erscheinen. Anders als etwa europäische und amerikanische Melodramen setzt Dolls nur indirekt auf das Mitgefühl des Zuschauers. Es sind nicht so sehr die Geschichten, die einen berühren. Es sind vielmehr die Farben, in denen Takeshi Kitano sie erzählt. Bisher wirkten seine Filme immer etwas monochrom, Blau- und Grautöne herrschten vor, hier nutzt er nun zum ersten Mal die ganze Palette der Primärfarben. Die Bilder strahlen regelrecht und treffen einen mit ihrer beinahe schon überirdischen Schönheit direkt ins Herz. Wie die Stilisierungen des Puppentheaters provozieren sie Emotionen, die viel tiefer reichen als die Gefühle, die einzig und allein aus der Identifikation mit den Figuren erwachsen. --Sascha Westphal

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Kundenrezensionen zu 'Takeshi Kitanos Dolls (Collector's Editon, 2 DVDs)'

Unbeschreiblich (25. Januar 2008)

Ich möchte mich besonders kurz fassen. Der Film ist gerade aus und mir fehlen die Worte. Unbeschreiblich traurig, geht an die Substanz. Einer der besten Filme der letzten Jahre!

Lieben oder Hassen! (10. Januar 2008)

Diesen Film kann man nur lieben oder hassen! Von stinklangweilig bis traumhaft schön können diese sehr typisch japanischen 2 Stunden bewertet werden. Reichlich asiatische Metaphern, die ein Europäer kaum versteht, unendlich verweilende Kameraeinstellungen, berauschende Farben. Wie immer man diesen Film sieht, man wird ihn nie vergessen - und das ist doch auch was!

nicht empfehlenswert (10. Januar 2008)

zu viele längen, unerklärliche motivation der protagonisten in ihren handlungen, schlechtester film den ich je gesehen habe.

Der rote Faden (30. Oktober 2007)

Takeshi Kitano schuf mit "Dolls" (auf deutsch "Puppen") einen starken Episodenfilm.
Die Ausgangssituation ist folgende: Wir befinden uns im Japan der Gegenwart. Matsumoto sprengt die Hochzeit mit der Tochter eines einflussreichen Konzernchefs, um seiner Ex-Verlobten Sawako, die er dieser Vernunftehe wegen verlassen hat, beizustehen. Der Selbstmordversuch Sawako's hat bleibende Spuren hinterlassen. Die junge Frau ist schwer verwirrt und spricht seitdem nicht mehr. Die Entscheidung von Matsumoto führt dazu, dass er sich ihrer voll annimmt, den Job kündigt und mit ihr davon läuft. Nachdem die beiden die Welt ihrer Familien, Freunde und Arbeitskollegen verlassen und damit den Wohlstand aufgegeben haben, läuft Matsumoto mit Sawako Stationen ihrer glücklichen Vergangenheit ab, wohl in der Hoffnung, sie würde sich erinnern und zu sich zurückfinden.
Matsumoto hat um Sawako und sich ein rotes Band gezogen, damit sie ihm in ihrem verwirrten Zustand nicht entwischen kann. Dieser rote Faden ist sowohl Ausdruck ihrer Verbundenheit als auch ein Symbol für ihre Reise. Während der Reise streifen sie die Schicksale von Personen, denen sie auf ihrem Weg begegnen. An diesen Stellen setzen die Episoden ein, die das Leben unterschiedlicher Personen und gesellschaftlicher Probleme thematisieren. Da ist beispielsweise die Geschichte eines alten Yakuza Oberhaupts und dessen Personenschützer, eine wiederkehrende Szene einer verlassenen Frau in einem Stadtpark, oder die einer jungen Popmusikerin und dem Kult um ihre Person, der insbesondere einen Fan in den Abgrund führt.

Der Rahmen des Films ist die Theateraufführung eines traditionellen Schauspiels mit Puppen. Deutliche Verweise lassen erkennen, dass Matsumoto und Sawako die beiden Puppen des Spiels verkörpern. Wie es mit ihnen zu Ende geht, bleibt dem ungeübten europäischen Zuschauer wahrscheinlich ein Rätsel, da er die japanische Symbolik des letzten Aktes nicht zwingend zu deuten weiß.

Fazit: Ein ebenso poetisch wie visuell beeindruckendes Meisterwerk, in dem der rote Faden der Geschichte sprichwörtlich abgebildet wird. Jede Station dieser Reise führt die Figuren ein Stück näher an den Abgrund einer Kultur, in der die persönlichen Höhen und Tiefen oft nur Millimeter voneinander entfernt sind. "Dolls" spielt in einer Liga mit US-Pendants á la "Babel" und "L.A. Crash".

Überzeugende Bilder zum Thema Liebe und der Rest ist Interpretation (12. Oktober 2007)

Altertümliche japanische Schauspielpuppen erzählen sich nach
einer Theatervorstellung drei Geschichten von Menschen, die
sich mit der Liebe auseinandersetzen.

Ein junger Mann muss seine Freundin auf Drängen der eigenen Eltern
verlassen, um die Tochter seines Chefs zu heiraten. Am Tage der Hochzeit
erfährt der Mann, dass seine Freundin einen Selbstmordversuch begann
und so lässt er die Hochzeit platzen und fährt ins Krankenhaus. Dort
angekommen muss er feststellen, dass sie ihn nicht mehr erkennt und so
nimmt er sich ihrer an.

Ein alter Yakuza Boss fährt nach 30 Jahren wieder in den Park, wo er seine
Freundin verlassen hatte, um für ihr gemeinsames Glück das nötige Geld zu
verdienen. Jeden Samstag kam die Frau in den Park und wartete auf ihren
Freund. Doch als dieser nun endlich erscheint, erkennt sie ihn nicht mehr.

Eine junge Popsängerin verschließt sich von der Außenwelt, nachdem sie seit
einem Autounfall entstellt ist. Ein Fan nimmt sich daraufhin das Augenlicht, damit
sie sich bei ihrem Treffen nicht schämen muss.

DVD1:
- Hauptfilm (ca. 106 min. ohne Abspann)
- Trailer

DVD2:
- Biografien und Filmografien
- Making of (ca. 18 min.)
- Interviews (ca. 47 min.)
- Venedig Film Festival 2002 (ca. 8 min.)

"Dolls" war mein erster Kitano Film und ich konnte damit zunächst nichts anfangen. Man kann es vielleicht mit einem Comic-Leser vergleichen, der eine Kunstgalerie besucht. Deshalb sollte man sich bewusst sein auf was man sich einlässt. In "Dolls" werden drei Geschichten erzählt, in denen es um die Liebe geht. Da ist zum einen ein junger Mann, der sich von seiner großen Liebe trennt, um eine reichere Frau zu heiraten und der dann zu seiner Freundin zurückkehrt, als er von ihrem Selbstmordversuch erfährt. Fortan ziehen die beiden als Bettler durchs Land. Sie durchlaufen in imposanten Kostümen und Farben die vier Jahreszeiten in Japan. Es finden kaum Dialoge statt. Vielmehr sprechen die Umgebung und Gesten. In der zweiten Geschichte geht es um einen alten Mafia-Boss, der an den Ort zurückkehrt, wo er seine damalige Partnerin verlassen hat. Sie versprach jeden Samstag auf ihn zu warten und er trifft sie auch wirklich nach über 30 Jahren dort an. Doch erkennt sie ihn nicht mehr. Er erwähnt auch nicht, dass er ihr ehemaliger Freund ist und so treffen sie sich aber trotzdem wie früher bis der Mafia-Boss erschossen wird und die Frau wieder alleine ist. Diese Geschichte ist besonders traurig. Statt endlich glücklich mit der Frau seiner Liebe zu leben, verlässt er sie wieder. Und diesmal für immer. In der dritten Geschichte geht es um einen Fan, der so in eine Popsängerin vernarrt ist, dass er sich selbst verstümmelt, nur um seine angebetete besuchen zu können. Die Geschichten sind geschickt miteinander verknüpft und überschneiden sich. Wenn ich gemein sein wollte, würde ich schreiben, dass "Dolls" nur eine Modenschau von Designer Yohji Yamamoto ist, der alle Kostüme des Films entwarf. Es steckt aber viel mehr dahinter als nur Kostüme in farbenprächtigen Bildern. Diese Melancholie, die sich durch den ganzen Film zieht ist fasst schon angenehm beruhigend, obwohl es sich hier um traurige Ereignisse handelt.
Die DVD-Verpackung ist sehr gelungen und das Bonus-Material ist völlig ausreichend. Zudem befindet sich noch ein sehenswertes Inlay in der Hülle. Wahrscheinlich kann keine Rezension dem Film richtig gerecht werden. Mich hat "Dolls" z.B. erst beim zweiten Anschauen überzeugt. Man sollte sich einfach zurücklehnen und sich von den Bildern und der Stimmung des Films treiben lassen. Enden möchte ich mit einem Zitat von Takeshi Kitano zu "Dolls": "Man kann den Film unterschiedlich wahrnehmen, abhängig davon, wie man sein eigenes Leben lebt, abhängig von der eigenen Einstellung."

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