Verkaufsrang: 844 (DVD)
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
EAN: 4042564010138
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Verlag: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungsdatum: 7. Juni 2004
Spielzeit: 98
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
TheatricalReleaseDate: 1995
von: Willeke van Ammelrooy (Künstler)
Preis: EUR 7,64
Product Description
Vierzig Jahre bewegtes, ereignisreiches Leben der selbstbewußten, von Männern unabhängigen Antonia, deren Hof zu einem Auffangbecken für Außenseiter und schrullige Individuen wird. Am Tag ihres Todes blickt die ausgebrannte Sterbende zurück und läßt die Erinnerungen an Tochter, Enkelin, Ur-Enkelin und deren selbstbestimmte Entwicklung Revue passieren. Antonias Welt erzählt die Lebensgeschichte von Antonia und ihren - weiblichen- Vorfahren. Eine ungewöhnliche Familiensaga, eine matriarchale Utopie in unserer Zeit, erzählt mit einer wunderbaren Leichtigkeit, voller Witz und Melancholie. Ein Film über starke Frauen, Liebe und Toleranz, Lebenslust und Menschlichkeit.Aus der Amazon.de Redaktion
Die emanzipierte Antonia (Willeke Van Ammelrooy) kehrt nach Ende des zweiten Weltkriegs mit ihrer Tochter Danielle (Els Dottermans) in ihr Heimatdorf zurück, um ihre Mutter zu begraben. Die beiden beschließen, dort zu bleiben und sich eine Existenz aufzubauen. Ohne engen Kontakt zu den übrigen Dorfbewohnern und vorerst auch ohne Männer bewirtschaften die Frauen ihren eigenen Hof. Bis Danielle eines Tages selbst ein Kind haben will...Über fünf Generation erstreckt sich die Geschichte von Antonias Welt, und ungewöhnlich ist sie allemal. Antonia, die im Dorf den Ruf des schwarzen Schafes genießt, schert sich nicht um die Meinung der anderen Bewohner und will allen damaligen Gepflogenheiten zum Trotz ihr Leben nicht mit einem Mann teilen. Als in Tochter Danielle der Mutterinstinkt erwacht, sucht auch diese sich lediglich einen Mann zur Befruchtung, hat aber anderweitig kein Interesse an einer Beziehung. Das soll sich allerdings ändern, als sie später die Lehrerin ihrer kleinen Tochter kennen lernt. Als sich Antonia dann im gereiften Alter auch noch einen Liebhaber zulegt und sich die behinderte Deedee in den geistig zurückgebliebenen Dorftrottel verliebt, spielt das ganze Dorf verrückt. Nur Antonia lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und legt unerschütterlichen Optimismus und Durchhaltevermögen an den Tag, denn neben Geburten, Liebe und Hochzeiten gibt es auch weniger erfreuliche Ereignisse wie Selbstmord, Vergewaltigungen und Mord zu überstehen. Für die mit Schwung und vor allem viel Herz erzählte Familiensaga erhielt Regisseurin und Drehbuchautorin Marleen Gorris als erste Frau den Oscar für den besten ausländischen Film.
Die Original-Tonspur liegt lediglich in 2.0 vor (die übersetzten deutschen Untertitel lassen teilweise sehr zu wünschen übrig), kann aber den wunderschönen klassischen Score von Ilona Sekacz gut transportieren. Bei der deutschen 5.1-Spur gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung. Der Pappschuber der DVD sieht verdächtig nach Special Edition aus, tatsächlich erschöpfen sich die Extras in einem Trailer zum Film sowie einem weiteren Kinotrailer.
Marc Osmers
VideoMarkt
Am Tag ihres Todes blickt Antonia auf ihr Leben zurück und läßt die Erinnerungen an Tochter, Enkelin und Urenkelin Revue passieren. Der Rückblick beginnt, als die damals 40jährige nach dem Zweiten Weltkrieg in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um den elterlichen Bauernhof zu übernehmen. Schon bald wird klar, daß man es hier nicht etwa mit einer tumben Bäuerin zu tun hat, sondern mit einer selbstbewußten und liberalen Frau, die ihren Hof in eine Art Kommune verwandelt, um den Außenseiter(Innen) der Dorfgemeinschaft ein neues Zuhause zu bieten.VideoWoche
Grandiose Familiensaga um das Schicksal von fünf Frauen-Generationen, in der die niederländische Filmemacherin Marleen Gorris ein teils humorvolles, teils melancholisches Hohelied auf Toleranz, Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit anstimmt. Das exzellent bebilderte und brillant gespielte Drama setzt sich zwar kritisch mit männlichem Macho-Gehabe auseinander und stellt die weiblichen Rollen in den Vordergrund, verfällt dabei aber nie in plumpe Schwarz-weiß-Malerei. "Antonias Welt", ausgezeichnet mit dem Auslands-Oscar '96, ist ein kleines, skurriles Filmjuwel, das vor allem das weibliche Video-Publikum ansprechen wird.Blickpunkt: Film
Antonia kehrt nach dem Krieg mit ihrer Tochter auf ihren elterlichen Hof zurück, der zum Auffangbecken für Außenseiter und hilfesuchende Freunde wird. Generationen-übergreifende, überaus humorvolle und skurrile Tragikomödie von Marleen Gorris. 1996 mit dem Oscar ausgezeichnet.Blickpunkt: Film Kurzinfo
Humorvolles Drama über eine im Sterben liegende, einst starke und selbstbewußte Frau.Kurzbeschreibung
Antonia ist Mitte Dreißig und eine stolze, stattliche Erscheinung, als sie mit ihrer Tochter Danielle im Schlepptau zurück in das Dorf ihrer Kindheit kehrt, das sie vor 20 Jahren verließ. Sie hat den Hof geerbt und läßt sich im Haus ihrer Ahnen nieder, sät, erntet, und ihre eigensinnige Lebensweise wird von den Dorfbewohnern hingenommen, wie man auch eine schlechte Ernte hinnimmt. Leben und leben lassen, das ist Antonias Devise, die sie mit ihrer Tochter Danielle konsequent und unerschütterlich praktiziert. Selbst als ihre Tochter sich ein Kind wünscht, dazu aber keinen Ehemann will, ist das für Antonia kein Problem. Mit einem Köfferchen in der Hand ziehen die beiden los und suchen in der Stadt nach dem passenden Erzeuger...Kundenrezensionen zu 'Antonias Welt'
Ein brillianter Film (25. August 2008)
Sicherlich passieren, wie auch im wahren Leben, schlimme Dinge. Nur in der Wirklichkeit ist es meist weiter von einem entfernt. Häufig wollen sich die Menschen nicht mit der Gewalt auseinander setzen(lasst das mal den Therapeuten machen). Meist wird nur kurz aufgeschaut, weggeschaut und dann gehts im alltäglichen Trott doch weiter. Selten greift jemand helfend ein.
In der Realität bleibt der Aussenseiter abseits der Gemeinschaft. Das ist die gesellschaftliche Regel. Ist das etwa okay?
Nicht so in diesem Film.
Starke Frauen halten zusammen und wehren sich gegen sexuelle Übergriffe und Verleumdungen jeglicher Art und Hirarchie. Sie geben einander Kraft und lassen das "Anders sein" zu und finden Werte darin (leben und leben lassen).
Dieser Film lässt Tabus zu. Das Thema Tod wird nicht als etwas Böses, Bedrohliches gesehen, sondern als etwas ganz natürliches. Wie Antonia sagt: Es muss gelebt werden. Aufstehen, Ärmel aufkrempeln und weiter machen.
Dieser Film fordert den Zuschauer auf, sich nicht gehen zu lassen, sondern egal was auch passiert, sich zusammen zu reissen. Als Familie, Freunde und später auch Dorfgemeinschaft gegen Unrecht und Übel wie eine Wand zu stehen. Einander Halt zu geben, sich nicht klein kriegen zu lassen und vorurteilsfrei Schwachen zu helfen ( religiöse Regel: Liebe Deinen nächsten, wie Dich selbst.Oder: Wer frei von Sünde ist der werfe den ersten Stein.)
Sexualität im Alter ist für den Film kein Tabuthema, ebensowenig wie die Freude der Erwachsenen daran. Warum auch nicht? Ein Kind fühlte sich in seinem Schlaf dadurch gestört. Das war schon alles an "Durcheinander". Was ist daran schlimm?
Man muss diesen Film auf sich wirken lassen um ihn zu verstehen. Wer liebt, kann mit dem Herzen sehen. Das gilt besonders für diesen Film.
Ansonsten hilft gegen einen depressiven Nachgeschmack, Bitterkeit und Frustration, Schokolade. Wie wärs mal als Alternative mit dem Film Chocolat. Wenn das nicht helfen sollte, würde ich empfehlen auf anspruchsvolle Filme zu verzichten.
Gute Besserung.....
Was bitte macht einen bei diesem Film glücklich??? (17. Juli 2008)
Ich habe der ausschließlich guten Rezensionen wegen diese DVD erstanden und bin mehr als enttäuscht. Keine Frage, der Film hat Humor. Aber glücklich macht er mich nun ganz und gar nicht (wie von einer Rezensentin beschrieben). Eher frustriert und depressiv.Diverse Frauen leben gegen alle Tabus und Regeln der Gesellschaft ihr Leben in einem spießigem katholischen Dorf.
Dort kommt es zu diversen Vergewaltigungen (von sehr jungen Mädchen), sexuellem Übergriff eines kathol. Geistlichen, einem Mord, einem Selbstmord, jeder Menge Todesfällen... Man darf 2 lesbischen jungen Frauen beim Sex zuschauen und viel Mitleid mit Kindern haben, die in dem Durcheinander von Erwachsenen leben müssen, die sich ihren "Bedürfnissen" widmen...
Antonias Welt stellt alle gesellschaftl. und religiösen Regeln infrage, ohne eine schlüssige Antwort, eine Alternative anzubieten.
Für mich bleibt ein depressiver Nachgeschmack.
Ein feministisches Märchen, ironisch und frech! (3. April 2008)
Dieser Film gewann einst hochverdient den Oskar als bester ausländischer Film.Der Bauernhof vonWitwe Antonia wird für Frauen aus fünf Generationen zur Zuflucht in einer bigott-brutalen Welt.
Ein feministisches Märchen, ironisch und frech!
Absolut volle Punktzahl!
Leben und leben lassen. (22. Dezember 2007)
Nach zwanzig Jahren kehrt Antonia mit ihrer Tochter Danielle auf den Hof ihrer Ahnen zurück. Ihre Mutter liegt im Sterben und geht im Zorn von dieser Welt. Gemeinsam mit Danielle bewirtschaft Antonia fortan das Gut. Alsbald stellen sich weitere Helfer ein. Geschundene Seele, die in Antonias Haus Zuflucht und Arbeit finden.Einige Jahre später wünscht Danielle sich ein Kind, ohne gleich einen Vater und Ehemann ertragen zu müssen. Mutter Antonia weis Rat und arrangiert dies. Sie bekommt die hochbegabte Tochter Therese. Als sie erwachsen wird, fährt sie in die Stadt, studiert und wird eine Koriphähe an der Universität. Auch ihre Partnerwahl verläuft nicht leicht, aber sie findet in der heimatlichen Gemeinde den Mann fürs gemeinsame Leben. Sie bekommt ebenfalls eine Tochter und lebt auf Antonias Hof. Antonia ist in die Jahre gekommen und sie scheidet im Kreise der Familie friedlich aus dem Leben.
Der Film erzählt mit ruhiger Hand die zweite Lebenshälfte einer selbstständige und selbstbewussten Frau. Zahlreiche kleine Subgeschichten um markante und skurrile Typen reihen sich dazu ein. Pittoreske Szenebilder und heiter stimmende Gesichter unterstützen feine anspruchsvolle Dialoge. Ein angenehmes Filmhighlight.
Antonia (10. Februar 2007)
Eine Frau, sie ist nicht mehr jung, weiß, daß ihre Zeit abgelaufen ist, sie wird sterben, heute noch. Ihre Familie soll dabei sein, vor allem ihre Urenkelin. Vor ihr läuft noch einmal ihr Leben ab. Sie kommt zurück in ihr Dorf, gemeinsam mit ihrer Tochter, um ihre Mutter zu beerdigen. Die beiden Frauen bleiben, sie bearbeiten ihr Land, sie gehören zum Dorfleben. Die Tochter rettet ein Mädchen vor der Vergewaltigung, dieses Mädchen schließt sich den Frauen ebenso an wie ein von allen anderen als Dorftrottel empfundener Knecht. Die Tochter beschließt, ein Kind zu bekommen. Einen Mann will sie nicht. Das Kind, Antonias Enkelin, ist außerordentlich begabt, es ist den anderen Kindern weit voraus. Es lernt von einem Mann der seit Kriegsende sein Haus nicht mehr verlassen hat. Er war einst ein Freund der Großmutter. Die Lehrerin des Kindes wird die Geliebte seiner Mutter. Die "Familie" wächst, Antonia ist die anerkannte Mitte dieses Lebens. Zum Leben gehört auch der Tod. Also wird auch das Sterben vieler Menschen des Dorfes, der Umgebung gezeigt. Schließlich bekommt die Enkelin eine Tochter, Antonias Urenkelin, ein wundervolles Geschöpf, das noch Lebenden Gedichte schreibt, in denen schon deren Tod betrauert wird. Ein kleiner Todesengel. Die Zeit fließt. Der Film zeigt die verschiedenen Jahreszeiten, den Lauf der Dinge in dem sich alles bewegt. Scheinbar ohne Ziel und ohne Sinn. Aber das Leben bewegt sich doch. Es geht ständig weiter. Es ist das Wunder, nicht nur jenes in Antonias Welt.Der holländische Film hat den Oscar als bester ausländischer Film 1996 erhalten. Ich kenne natürlich nicht alle anderen Filme, die nominiert worden sind. Ich kenne nun aber diesen Film und ich bin begeistert.
Kino kann so schön sein!



