Kundenrezensionen zu 'Hymns of the 49th Parallel'
Wunderbar (9. März 2008)
k. d. langs "Hymns of the 49th Parallel" erschien passend zum Herbst 2004 in einem matten Pappschuber, der die kühle Grundstimmung vom Cover untermalt. Die Künstlerin hat sich für ihr Werk etwas Besonderes ausgedacht: Eine Art "Canadian Songbook" mit elf Songs von einigen der größten Songwriter Kanadas, inklusive einer Eigenkomposition. Die Schönheit der Lieder spricht für sich, sind sie doch verfasst von Musik-Legenden wie Leonard Cohen, Joni Mitchell oder Neil Young (alle drei sind mit jeweils zwei Kompositionen vertreten). Weitere Titel stammen von Bruce Cockburn, Ron Sexsmith und Jane Sibery.Die wunderschöne kraftvolle Stimme von k. d. lang verleiht allen Songs ihren ganz besonderen Reiz. Man nehme zum Beispiel die angesprochenen Lieder von Joni Mitchell, "A Case of You" und "Jericho". Begnadete Kompositionen, die im Original von Mitchells durchdringenden Sopran getragen werden. k. d. lang macht daraus eher rauchige Kaminfeuer-Oden, deren Zauber auch durch die erstklassigen Streicher-Arrangements von keinem geringeren als Eumir Deodato ("Also Sprach Zarathustra - Theme From 2001: A Space Odyssey") getragen werden.
Dessen Geschick zieht sich wie ein roter Faden durch das Album, ebenso wie das opulente Piano-Spiel von Teddy Borowiecki (vorher tätig für Elton John, Eddie Reader oder The Manhattan Transfer). Allerdings kommen auch Fans von akustischen Gitarren auf ihre Kosten, wie bei Leonard Cohens "Bird on a Wire". Ferner sollte "Helpless" von Neil Young Erwähnung finden, welches sich zu einer mitreißenden, wunderschönen Hymne aufschwingt.
Melancholisches Wintermärchen (13. September 2006)
Ging es Ihnen auch schon so?Da stöbert man durch die CDs in einem Geschäft, um dann plötzlich eine in den Händen zu halten, die man zunächst ausschliesslich aufgrund der Aufmachung für Hineinhörenswert erachtet.
Umso grösser ist die Überraschung - stellt sich doch bei erstem Lauschen das merkwürdige Gefühl ein, an etwas sehr persönlichem Teil zu haben.
Natürlich bietet ein Cover-Album, wie K. D. Langs "Hymns of the 49th Parallel" immer wieder Anlass zu Diskussionen. Warum z. B. die x-te Neufassung von Leonard Cohens "Hallelujah" - warum nicht dieser oder jener Song? Vor allem für den Fan tun sich dabei Berge von unerfüllten Wünschen auf.
Nach intensiverem Hören gelangt man dann zu dem Ergebnis, dass ihre Huldigung der kanadischen Songwriterzunft musikalisch erstaunlich homogen ausgefallen ist - wer also DEN Hit erwartet, der wird leider enttäuscht.
Auf der anderen Seite lädt ihr Album geradezu zum Zurücklehnen und Einkuscheln in eine möglichst warme Decke ein. An einem kalten Herbst-, besser noch Winterabend, mag man bei absoluter Dunkelheit, Kerze und Wein meditierend in wohliger Melancholie versinken.
Getragen von ihrer kraftvollen Stimme, Piano, Gitarre und Streichern entwickeln die Songs - auch das einzige von ihr komponierte Stück - nach mehrmaligem Hören schon bald ein vertrautes Eigenleben. Vor allem Leonard Cohens "Bird On A Wire" gerät hier zum emotionalen Wechselbad", hier ist ihr am deutlichsten gelungen, neue Impulse zu setzen.
Abgesehen davon fällt es schwer einen der anderen Songs besonders herauszuheben. Und genau das mag man vielleicht als Schwäche auslegen. So manchem männlichen Hörer könnte es da schnell langweilig werden - er mag ihre Scheibe als Hintergrundberieselung beim Treffen alter Freundinnen abstrafen.
Wer jedoch Musik als privaten, persönlichen und kontemlativen Dialog versteht, dem werden alle Wünsche erfüllt. Für jenen ist das Bild auf ihrem Album gleich einem Fenster, durch das man hinaus in die Kälte starrt, geborgen nur von der knisternden Wärme im tiefsten Innern.
Ein gelungenes Album.
Ein Jahrhundertwerk!!! (22. September 2005)
Ich war kd lang zwar immer zugetan, jedoch nie ein wirklicher Fan. dafür waren mir ihre Titel doch oft zu countrylastig. Aber DIESE CD ist dasr absolute Meisterwerk einer Künstlerin mit Jahrhunderstimme.Was konnte auch schief gehen? Das kd lang singen kann wie keine Zweite, dürfte jedem hinlänglich bekannt sein. Diesmal hat sie sich - bis auf eine Ausnahme - auf Coverversionen beschränkt. Sie covert dabei ausschließlich kanadische Künstler und gibt Liedern von Joni Mitchell und Neil Young einen wahnsinnig intensiven und frischen Anstrich.
Höhepunkte des Albums sind sicherlich Helpless (N. Young) und Love Is Everything (Jane Siberry). Bei Letzterem weiß man als aufmerksamer Hörer bald: es handelt sich hier um mehr als nur ein Lied . Eine höhere Macht hat sich ins Studio geschlichen, die perfekte Stimme mit dem perfektem Lied zusammen gebracht und etwas ganz Besonderes ist entstanden!!!!
grandios (1. Dezember 2004)
ich dachte nie, das jemand anderes als neil young selbst helpless oder after the goldrush auch nur annähernd so gut interpretieren kann wie der meister selbst.und nicht nur diese coverversionen sind k.d.lang phantastisch gelungen. sowohl die arrangements als auch die gesangliche interpretation sind einfach GRANDIOS.
eine geniale cd mehr von k.d.lang






