Verkaufsrang: 2319 (DVD)
Actor: Monica Bellucci
Actor: Vincent Cassel
Actor: Albert Dupontel
AspectRatio: 2.35:1
AudienceRating: Freigegeben ab 18 Jahren
Binding: DVD
Director: Gaspar Noé
EAN: 0828765913690
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 5. Juli 2004
Spielzeit: 93
TheatricalReleaseDate: 2002
UPC: 828765913690
von: Monica Bellucci (Hauptdarsteller), Vincent Cassel (Hauptdarsteller), Thomas Bangalter (Komponist), Ludwig van Beethoven (Komponist)
Preis: EUR 9,45
Kundenrezensionen zu 'Irreversibel'
der schockierenste Film... (20. September 2008)
Der schockierenste Film, den ich bisher gesehen habe, neben Menschenfeind, Inside und Jack Ketchums Evil. Wer den Moment des Schocks sucht, wird diesbezüglich nicht enttäuscht. Auch die künstlerisch-ästhetische Aufmachung ist gelungen, die Darsteller gut gewählt und souverän. Der Film will etwas sagen und schafft Raum für Interpretationen. Allerdings habe ich den Film nicht an einem Stück durchschauen können, zu schockiert war ich von den krassen Szenen, die sich gleich zu Beginn des Films auftun. Die Spannung verliert sich zunehmend dadurch, dass die finalen Szenen zu Beginn des Films gezeigt werden, da es sich um eine rückwärts erzählte Geschichte handelt. Was nicht unbedingt vom Nachteil sein muss, allerdings geht dieses hier mit einem zunehmenden Substanzverlust einher. Kein Film zum mehrmals schauen, dennoch interessantes kontroverses Kino. 3,5 SterneSchockierendes visuelles Meisterwerk über Konkurrenz, Liebe und Gewalt (19. September 2008)
Jedem Filmliebhaber, der bereits Gaspar Noes misanthropischen Schocker "Menschenfeind" gesehen und für gut befunden hat, wird auch in diesem extremen Film auf "seine Kosten kommen." Thematisch durchaus mit seinem Vorgänger vergleichbar - es geht anscheinend darum, männliche Gewalt zum Sujet zu machen - muss man diesen Streifen wohl primär als visuelles und formales Meisterwerk bezeichnen. Der Film beginnt mit einer längeren alptraumhaften Sequenz, in der die Freunde Marcus und Pierre einen auf SM-Praktiken spezialisierten Pariser Gay-Nightclub aufsuchen, um Rache an einem Gast dieses Klubs zu nehmen, den beide für den Vergewaltiger von Marcus' Freundin Alex halten. Der unschuldige Gast bricht zunächst Marcus, dem Freund von Alex, den Arm, um daraufhin von Pierre, der ebenfalls einst mir Alex liiert war, in extrem brutaler Weise mit einem Feuerlöscher zu Tode geprügelt zu werden, während der eigentliche Täter dem Geschehen beiwohnt und als Zuschauer seine sadistischen Gelüste ausagieren kann. Vom Zeitpunkt des Mordes an dem Klubgänger arbeitet sich der Film in einzelnen Episoden immer weiter zurück und präsentiert auf diese Weise eine Art Rekonstruktion dieses verhägnisvollen Abends und porträtiert die Lebensweisen der involvierten Akteure. Dabei sind die beiden Freunde von Alex als ungleiche "Brüder" gezeichnet. Ihre Gemeinsamkeit besteht in ihrer Liebe zu Alex, während sie sich ansonsten wenig gleichen. Pierre ist ein zurückhaltender, weltabgewandter Intellektueller, während der koksende Marcus eher den extrovertierten Lebemann gibt, dem sein Hirn bisweilen in die Hose rutscht. Filmisch sind die Szenen in großartiger Weise aufgenommen und inszeniert, komplexe merhminütige Kamerafahrten mit verfremdenden Perspektiven ohne sichtbare Schnitte, begleitet von einem hypnotischen Soundtrack, vermitteln einen verstörenden Eindruck von der psychotischen Dimension, die der Abend annimmt. Die Gewaltszenen des Films sind extrem schockierend und so explizit, dass man allerdings die Frage stellen muss, ob nicht wirklich sadistisch veranlagte Zuseher die einzigen sind, die den Streifen in voller Länge ertragen. Allerdings wird man auf der Beziehungsebene doch mit einer durchaus interessanten Dreiecksgeschichte konfrontiert, in der allerdings sozial wieder einmal Hormone über den Geist triumphieren (komisch nur, dass letztlich doch der Mensch als denkendes Tier die Natur nach seinen Wünschen formt, nicht umgekehrt - allen Tsunamis, Tornados und Erdbeben zum Trotz). Außergewöhnlich ist durchaus, dass nicht der als "Gorilla" apostrophierte Marcus zum Mörder mutiert, sondern der so distanzierte und abgehobene Pierre, der im Grunde die These verköpert, dass ein hoher Grad an Intelligenz unter bestimmten ungünstigen Umständen zu besonderen Grausamkeitsexzessen führen kann, ohne das notwendigerweise komplizierte Rachepläne geschmiedet werden müssten. Diese bedeutsame Fragestellung hätte man allerdings auch ohne die extrem direkte Darstellung physischer wie sexueller Gewalt zur Darstellung bringen können. Andererseits vermittelt der Film durch diese Explizitheit ein Gefühl der wahren Tragweite solch brutaler Verbrechen, die mir Rücksicht auf das Publikum im Allgemeinen verharmlost werden müssen. Und genau das ist die Stärke dieses Werks von Gaspar Noe: Gewalt als Erfahrung wird nicht ästhetisiert oder sonstwie verbrämt, sondern in ihrer nackten Rohheit technisch anspruchsvoll in Szene gesetzt - ganz unromantisch und trotzdem zutiefst berührend. Und das ruft natürlich bei jedem halbwegs friedliebenden Menschen Abscheu hervor. Ein kontroverser Film, der trotz seines wenig alltagstauglichen SM-Appeals aber auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinerlässt.Dramatisch, intensiv, erschütternd, fesselnd (8. September 2008)
Dieser Film ist sicherlich nichts für schwache Gemüter, soviel ist sicher. Um ihn zu verstehen, muss man ihn so nehmen wie er ist und das sehen, was der Regisseur zeigen will. Der Film strahlt eine Intenität aus, die man nur selten sieht und schafft eine Atmosphäre, die gerade wegen der explitzit dargestellten Gewalt, realistisch wirkt. Man kann sich fragen, ist die Vergewaltigungsszene notwendig? Ich meine ja. Und das aus einem Grund. Es entspricht der Realität! Der Regisseur nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die Abgründe menschlichen Handelns. Seien es die anfänglichen Szenen im Schwulenclub, wo abgründige Sachen gezeigt werden oder Vergewaltigungsszene selbst. Er zeigt sie ungeschönt, so wie sie sind und so, wie sie vorkommen! Jeder der meint, das sie fehl am Platz sind, will die Wirklichkeit nicht wahrhaben. Natürlich schauen wir bei solchen Szenen lieber weg. Genauso wie wir in der Realität wegschauen (würden). Aber das ist es gerade. Hier wird aufgefordert zuzusehen, nicht vor der Wirklichkeit zu fliehen und das rechne ich ihm hoch an. Er zeigt, wie ein Leben (oder besser zwei Leben, denn sie war ja zu dem Zeitpunkt schwanger, wie wir am Ende erfahren) zerstört wird und der falsche dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Damit verdeutlicht er die Sinnlosigkeit und die ist leider sehr häufig bei den schlimmsten Geschehnissen präsent.Der Film ist wie ein Weckruf aus dem gewohnten, gesitteten Kino, dass uns der Realität beraubt.
Feuerlöscher helau! (21. August 2008)
Erstmal fand ich die Idee sehr orginell ein Film rückwärts zu zeigen!Man wird nach und nach aufgeklärt warum es anfangs(am ende!) zum heftigen Feuerlöschertango kommt..naja um es kurz zumachen nachdem dann der Hauptteil gezeigt wurden war (das Geschehnis mit der Dame) fand ich den Film stinklangweilig (gut 1,2mal was zum schmunzeln!) was ja natürlich klar ist wenn man ein Film von hinten nach vorne zeigt.. Spannung gibt es dann nicht mehr oder man hätte noch mehr in die Geschichte reinbringen sollen!
Fazit:
Gute Gesamtidee,2 interessante Szenen..aber man sollte den Film nicht überbewerten oder was ich da noch gelesen hab mit Kunstfilm!?Am Ende ist doch jeder Film Kunst auf seine Art (mehr oder weniger!)!
Mal was anderes Wer hat eigentlich die DVD Gestaltungen bei der ganzen Kontroversreihe gemacht?Wirklich verdammt häßlich!
Pseudokunst (1. April 2008)
Es wirkt sicherlich künstlerisch,daß der Film rückwärts erzählt wird.Das wirkt verwirrend und man ist erst gespannt,wohin das führt.
Allerdings ist die Vergewaltigungssene ja wohl der "Höhepunkt" diese Werks.
Ich frage mich,was soll das? Soll das unterhalten? Oder spannend wirken oder aufklären?
Muß man es genau wissen wie eine Person fast zu tode vergewaltigt wird ?
Wo ist die Grenze,frage ich mich.Wieso soll das "großes Kino" sein?
Nach dieser Scene plätschert der Film im Grund nur noch so dahin.Man ist eh bedient!
Monica hätte den nicht drehen sollen,was ging nur in ihr vor? Ein Skandalfilm für mehr Publicity vielleicht,wer weiß.
Ich zumindest finde ihn zum k...en !
Aber wenn es wegen der originellen Erzählweise ein Stern geben soll,dann bitte ....





