Pictures at An Exhibition

Verkaufsrang: 191 (Musik)
Artist: Lake & Palmer Emerson
Audio CD
EAN: 5050749205728
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Sanctuary (Universal)
Spielzeit: 53
Preis: EUR 4,98

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Kundenrezensionen zu 'Pictures at An Exhibition'

Nie waren ELP besser (11. November 2008)

Dieses Rock-Supertrio vorzustellen hieße Eulen nach Athen zu tragen! Wer noch nie was von Emerson und Co. gehört hat, der hat gut 40 Jahre Rockgeschichte verpasst. Dieses Album nun ist eine live aufgenommene Progrock-Adaptation des Mussorgsky-Meisterwerks "Bilder einer Ausstellung". Geprägt werden diese Versionen von Keyboard-Wizard Keith Emersons virtuosen Tastenspielereien, die immer wieder für runterfallende Kinnladen sorgen dürften. ELP haben übrigens einige Passagen des Originals weggelassen, dafür Eigenkompositionen wie die genialen "Blues Variations" oder Greg Lakes Solo-Stück "The Sage" hinzugefügt. Als Zugabe gibt es noch eine leicht verjazzelte, geniale "Nussknacker"-Version, bei der endgültig die Post abgeht. Mit diesem Album haben sie sich frühzeitig ein Denkmal errichtet!

Unser Musiklehrer spielte uns damals ... (3. August 2007)

... Ende der 70er Jahre diese Platte (natürlich noch Vinyl, die CD war ja noch gar nicht auf dem Markt ...) als Beispiel für eine gelungene Adaption eines Klassikstückes durch eine innovative Rockband vor, was mich damals ziemlich beeindruckte. Heute teile ich diese Meinung nur noch bedingt, denn vieles klingt doch sehr bemüht und ist nach meiner Auffassung nur durch den erheblichen Genu0 halluzinogener Substanzen zu erklären, die Anfang der 70er in Musikerkreisen angesagt waren ...

Besonders schade finde ich, dass sich die Arrangements so stark auf Ravels Orchesterversion beziehen, da dieser ja nicht der Komponist der "Bilder einer Ausstellung" war. Vielmehr handelt es sich um ein Klavierwerk von Modest Mussorgsky, das als solches aber nie die Popularität der Orchesterversion Ravels erreichte ... hier hätte ich mir mehr Bezug zum ursprünglichen Original und eigenständigere Arrangements gewünscht.

Von einem akademischen Standpunkt aus mag man diese Interpretation der "Pictures at an Exhibition" von Emerson, Lake & Palmer interessant finden, ein Hörgenuss ist sie - zumindest aus meiner Sicht - nicht mehr. Es wirkt oberflächlich und auf Effekte abzielend aber eben gerade nicht wie eine mit künstlerischem Tiefgang geschaffene eigenständige Rezeption und Adaption der berührenden musikalischen Motive Mussorgskys ... Was mir auch fehlt ist ein neuer Bezug zu den Bildern Viktor Hartmanns, dessen Ausstellung Mussorgsky 1874 besucht hatte. Hier wären sicher originelle neue Motive mit zitathaften Anleihen bei Mussorgsky bzw. auch bei Ravel möglich gewesen ...

Fazit: Überambitioniertes Werk, das versucht, Rockmusik als ernsthafte Kunstgattung zu etablieren, dabei aber gleich doppelt am eigenen Anspruch scheitert. Der Hörgenuss hält sich in Grenzen. Als Dokument der Zeitgeschichte allerdings durchaus hörenswert.

Groß! (7. Juni 2007)

Ja, diese Platte hat schon hat schon einen sehr charakteristischen Sound. Kann mir vorstellen, dass der für manchen Zeitzeugen recht emotional verfärbt ist...

Ich war zu jener Zeit noch tief in Adams Wurstkessel, entdeckte ELP erst vor zehn Jahren, genoss ein paar Platten, ließ sie dann nach ein paar jahren auch wieder im Giftschrank verschwinden. (Und hielt eine Phase für abgeschlossen).
... Jetzt aber durch BATTLES`"Rainbow" stark erinnert, hab`ich diese Platte wieder rausgeholt und siehe da- es ist immer noch (bzw. wieder) reizvoll:
Virtuos gespielt, verspielt und ja, ich liebe diese Hast und diesen teils verwirrenden Einfallsreichtum. ELP selbst scheren sich einen Dreck um U oder E, sondern spielen mit Versatzstücken, weil sie Lust drauf haben...

Es bleibt ein zeitlos bedeutendes Stück Rockmusik!!

die Zeiten ändern sich ... (22. September 2005)

Dieses musikalische Werk war zu meiner Schulzeit (Abi 1975) ein Muss für jeden Rock-Fan. Selbst in unserem Klassik-lastigen Musikunterricht durften wir diese Schallplatte hören und im klassischen Sinn interpretieren (nichts mit Herumgewackel, der Kopf musste ran!).
So war dieses musikalische Werk in den 1970ern ein echte Revolution, eine Umsetzung eines Klassikers (Mussorgsky) in die Rock-Welt - und so hatte ich die Platte auch in Erinnerung.
Und manche Erinnerungen sollten aber nicht wieder aufgefrischt werden, sondern besser ruhen. So geht es mir, wenn ich heute die CD höre. Irgendwie bombastisch, manchmal fast hektisch, stellenweise melodiös - eben ähnlich wie das Original, nur deutlich schneller gespielt. Eben ein Klassiker aus den 1979ern.
Da gefallen mir manche Eigenkompositionen von Rockern für klassisches Orchester wie Sarabande von Jon Lord deutlich besser ...

Gewaltig (6. April 2005)

Es ist ja immer so eine Sache mit Rockadaptionen klassischer Werke. Entweder erschöpft sich das Vorhaben darin, dass die klassische Vorlage lediglich mit etwas Schlagzeug unterlegt wird (Rondo Veneziano) oder Orchester und Band spielen ohne Berührungspunkte nebeneinander her (Metallica, Deep Purple).
ELP dagegen haben es auf diesem Album tatsächlich geschafft, ein klasisches Werk mit den Mitteln der Rockmusik zu bearbeiten und neu zu interpretieren.
Eines der ganz wenigen wirklich gelungenen Experimente aus dem Bereich des Klassik-Rocks.

dkb.de

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