Verkaufsrang: 7829 (DVD)
Actor: Robert Duvall
Actor: Donald Pleasence
Actor: Maggie McOmie
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: George Lucas
EAN: 7321921111624
Format: Director's Cut
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 17. September 2004
Spielzeit: 85
TheatricalReleaseDate: 1969
von: Robert Duvall (Hauptdarsteller), Donald Pleasence (Hauptdarsteller), Lalo Schifrin (Komponist)
Preis: EUR 8,88
Aus der Amazon-Redaktion
George Lucas’ Debüt als Spielfilmregisseur ist ein Film, den er als Student an der University of Southern California gedreht hatte. Unter den Fittichen von Produzent Francis Ford Coppola zeigt dieser Film eine düstere Vision einer Welt auf, in der die Technologie und nicht der Mensch den ultimativen Diktator darstellt. Effizienz steht über allen anderen Aspekten menschlichen Lebens – Menschen sind auf Codenamen reduziert, ihr Leben wird zum Wohle des Systems begrenzt, überwacht und manipuliert. THX 1138 zeigt beunruhigende Vorstellungen von Robert Duvall, Donald Pleasance und Maggie McOmie und versucht nicht zu erklären, wie es so weit kam, sondern der Film benutzt die Entfremdung seiner Charaktere, die erdrückenden Weiß-auf-Weiß-Bilder seiner sterilen Gesellschaft und die klaustrophobische, dröhnende Geräuschkulisse dazu, die Gefahren einer Welt zu zeigen, die sich auf seelenlose Technologie verlässt. Selbst wenn man sich den Film nicht mehrere Male anschauen wollen wird, verdient THX 1138 durchaus Aufmerksamkeit, denn dies ist einer der seltenen Filme, die Bilder und Klänge dazu benutzen, ihre düsteren Prophezeiungen kund zu tun, anstatt sich hauptsächlich auf Dialoge zu konzentrieren. --Bryan ReesmanKundenrezensionen zu 'THX 1138 Director's Cut (Special Edition, 2 DVDs)'
Zu lahm inszeniert (22. Juli 2008)
Vielleicht bin ich ja auch zu sehr "verwöhnt" von heutigen Action-Spektakeln mit all ihren Effekten, aber THX1138 will mir einfach nicht gefallen. Beim ersten Mal mußte ich nach 10 Minuten gelangweilt abschalten, beim zweiten Mal habe ich dann doch bis zum Schluß durchgehalten. Die Story an und für sich klingt ja interessant: In einer leistungsorientierten Gesellschaft trägt jeder nur noch Nummern statt Namen, alle sind uniformiert und leben unter der Erdoberfläche.Gefühle sollen unterdrückt werden(mittels Drogen) und werden bestraft.
Nun ist da jedoch THX1138, der nach Absetzung dieser Drogen (weil seine Mitbewohnerin LUH diese vertauscht hatte) wieder Gefühle empfindet. Nur frage ich mich, wie LUH dazu kommen konnte, auch wieder zu fühlen.
Was folgt, ist klar: Die Gefühle der beiden erregen natürlich den Ärger des Gesetzes, doch irgendwie gelingt es THX zu fliehen.
Grundsätzlich stören mich am meisten folgende Dinge:
1. Es wird nicht klar, warum die Menschen unter der Erde leben, und zu welcher Zeit das spielt. Ebenso wenig ist klar, warum die nun alle kahlrasiert sein müssen.
2. Es wird auch nicht klar, wer überhaupt das Oberhaupt ist und das alles kontrolliert. Die seltsamen Roboterbeamten sind ja auch nur Schergen.
3. Es wird auch nicht klar, was für seltsame Arbeiten ausgeführt werden.
4. Wenn das System angeblich so effektiv in seiner Unterdrückung sein soll, warum hat man dann nicht mehr zu bieten als einen Haufen beschränkter Blech-Beamter, die mit seltsamen Schlagstöcken bewaffnet sind?
Auch irgendwo erheiternd ist die Tatsache, daß die tollen modernen Autos nach einem Stück Fahrt überhitzen und abschalten.
Die Beweggründe des Hauptdarstellers sind unklar, viele Szenen wie die philosophische Debatte in der Mitte zu langgezogen.
Ach ja, angeblich haben die Personen ja keine Namen, aber wieso heißt die weibliche Figur dann "LUH", was eindeutig eine Assonanz zu "love" (Liebe) bzw. "Lulu"(Prototyp einer sündigen Frau) ist?
Lediglich das Ende ist recht interessant, leider ist es irgendwo offen.
Mein Fazit: Grundidee ist nett, aber die Umsetzung mau. Die Story selber ist auch klar an 1984 angelehnt, ohne jedoch dessen diabolische Ausmaße(Gedankenpolizei etc.) zu erreichen.
Vermutlich sollte man sich vor Konsum dieses Filmes keine modernen Werke wie "Matrix", "Equilibrium" usw. ansehen, wobei auch die 1984 entstandene Verfilumg von Orwells "1984" wesentlich aussagekräftiger ist.
So wirkt dieser Film eher wie ein seltsames Kunstprojekt. Nur weil "George Lucas" draufsteht, muß es ja nicht gut sein.
Ach ja: Es wird in späteren Lucas-Filmen immer wieder Bezug auf die Kombination "THX 1138" genommen. Im Film "Darkstar One" trägt übrigens das Klo des Raumschiffes diese Nummer...
Der einzelne ist nichts,die masse alles... (20. Juli 2008)
beklemmende zukunftsvision von starwars-schöpfer george lucas und auch sein erstlingswerk.das individuum ist tot,lang lebe die masse.nimmst du keine drogen machst du dich verdächtig.sex ist verboten.konsum und arbeit sind die vom staat verordneten religionen.überwachung allerorten.
der film ist teilweise immer noch hochgradig aktuell,da ja hier auch wieder bürgerrechte beschnitten werden.was für mich gut rüberkam die kritik an religion als bloßes gerede ohne konkrete hilfe.wie thx in der beichtkabine sitzt und doch immer nur leere worthülsen gesagt werden..nicht schlecht.auch die unterschwellige gewalt der ordnungshüter ist recht interresant,auf der einen seite immer lieb und nett aber dann wird geknüppelt ohne ende.
die heimliche liebesgeschichte ist etwas gezwungen aber ist einigermaßen nachvollziebar.
technisch kann der film natürlich mit heutigen spitzenproduktionen mithalten,hatte aber der damaliogen zeit viel vorraus.die hintergründe bei der verfolgungsjagd sehen teilweise richtig perfekt aus,obwohl es bestimmt kleine modelle sind.die optik an sich ist phänomenal!lucas zeigt hier sein genie.
bild und ton sind sehr gut remasterd.saubere arbeit.specials sind sehr gut viele interviews und originalaufnahmen.
Fazit:hochgradig aktuelle gesellschaftskritik die immer noch zu überzeugen weiß.
Ein typisches Kind der 70er (23. November 2007)
Ohne Zweifel mit hoher Daseinsberechtigung kann der Film heute nicht mehr mitreissen, sondern höchstens ans Intellekt appellieren. Vom aktuellen Stand der sozialkritischen Diskussionen der letzten 20 Jahre eingeholt, mussten die sphärische Musik, die langen Schnitte und die ausführlichen Dialoge dem Publikum der 70er zunächst das Problembewußtsein schärfen und in damals neue Perspektiven einführen.Heute, im Zeichen der globalen Erwärmung, der Diskussion um Genmanipulation und nach StarWars auf der einen und Cyberpunk auf der anderen Seite entlockte mir der Film doch oft nur ein leicht gelangweiltes Schmunzeln.
Fazit: Sehenswert als stilbildend oder den Stil der Zeit abbildend, jedoch auf keinen Fall stimulierendes Popcornkino für den Abend.
Mehr denn je aktuell... (5. Juli 2007)
Vieles in diesem Film erinnert daran, wie man sich zu Ende der 60 er Jahre, zwischen Mondlandung und erstem Report des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums sich die Zukunft erdachte. Große Räume mit blauen Großrechnern (die gute alte IBM 360 läßt grüßen) , eine sterile Atmosphäre, rein wie ein Labor zur Wafer- Herstellung (und das bevor (!) der erste 1. Microchip entstand), Menschen in weißen Kittel die wie Roboter an Manipulatoren stehen. Das Bild einer vernunftgesteuerten Welt mit rationalen Entscheidungen, irgendwie ein Labor mit Schutz vor Reizüberflutung, ist doch jede emotionale Regung die größte Gefahr für deren Existenz (und in der tat ist hier alles unterirdisch angelegt). Deshalb die vielen Pillen zur medikamentösen Einstellung und Adaption ihrer Bewohner - des immer noch biologischen Wesens Mensch - der hier nur einen Unsicherheitsfaktor darstellt. Zu Ende des Filmes läßt man einen davon, eben THX 1138 fliehen, der Polizeieinsatz wird zu teuer, das Budget für die Fahndung ist überschritten, die Kosten- / Nutzenanalyse spricht dagegen.Man merke also: Rationalisierung ist auch Ökonomisierung. Die Einführung eines Bewertungsmaßstabes, ob Benchmarking heute oder verfügbare Credits damals reduziert den Menschen auf seinen Nutzen für die technologische Gesellschaft. Einen Wert an sich gibt es da nicht mehr. Empathie, Mit-Menschlichkeit hat in dieser Welt keinen Platz.
Bedenkenswert finde ich, daß dies Wissen sich heute verliert, kritische Filme und Bücher wie THX 1138, Fahrenheit 451, Brave New World verblassen neben technischer Effekthascherei der virtuellen Realität die uns heute mehr denn 1970 umgibt.
erschreckend! (1. Juni 2007)
soweit ist es zwar noch nicht, aber die weichen sind schon längst gestellt: funktionieren.dieser film, den ich als george lucas wertvollsten halte, und zwar mit abstand, zeigt uns eine schreckliche zukunftsprognose. und hier muss ich mich auch gleich fragen: wie weit ist es noch bis dorthin.
wer psychologische statistiken kennt, weiß um den unglaublichen boom (trauriger weise!) der menschen mit psychologischen defiziten, wobei dieser satz keinerlei wertung beinhaltet!
nicht jeder kommt in unserer hektischen, kalten welt gut zurecht.
um wenigstens noch ein bisschen zu funktionieren, um nicht jeses bisschen am sozialen zu verlieren, wird auf psychopharmaka (wo eine unglaublich hohe angebotsbreite existiert)zurückgegriffen.
die kalte, weisse, betonbebaute realität, die uns lucas vor augen führt, ist einfach nur brutal (wer hier einen actionstreifen erwartet, sollte sich den film nicht anschauen, die darsteller hingegen leisten hervorragende arbeit!)
des menschen wert wird an einem budget gemessen, verbote und gebote dominieren sein funktionieren, ursprünglichste menschliche ausdrucksformen und bedürfnisse wie liebe werden brutal vernichtet.
kinder laufen mit medipacks am arm, die ihnen bereits die sedativen automatisch spritzen.
gott/die spirituelle welt ist nichts weiter als ein zerfallenes computersystem.
als hinweis vielleicht: man sollte den film nicht zu realistisch sehen, ich denke einfach, die gezeigte realität ist sicher (noch?) nicht die unsere, aber die paralle ist zutiefst beängstigend.
Was hat menschsein überhaupt für einen sinn? warum tun wir uns dies alles an??
jede erörterung darüber würde hier den rahmen sprengen, dennoch sollte man sich allen ernstes vielleicht mal fragen, ob wir auf einem so guten weg sind. wenn schon tiere (!) in gefangenschaft pharmazeutische substanzen verabreicht bekommen, um "betriebsbereit" zu sein ...
ich lasse den obigen satz einfach ausklingen ...
das hat jetzt nicht allszu viel mit dem inhalt des films zu tun, das ist richtig, aber dafür haben ja hier eh schon genügend gute rezensenten gesorgt.



