Verkaufsrang: 6915 (DVD)
AspectRatio: 1.66:1
AudienceRating: Freigegeben ab 18 Jahren
Binding: DVD
Director: Nagisa Oshima
EAN: 4010324015235
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 20. Oktober 2004
Spielzeit: 215
TheatricalReleaseDate: 1978
Preis: EUR 12,44
Kundenrezensionen zu 'Asian Erotic Collection: Im Reich der Sinne / Im Reich der Leidenschaft'
Ästhetisches Meisterwerk (30. Dezember 2007)
Im Reich der Sinne von Oshima ist ein ästhetisches und erotisches Meisterwerk. Offensichtlich sind einige der Rezensenten hier etwas zu schlicht gestrickt um die Einzigartigkeit dieses Films zu begreifen.Die Leistung des Films liegt darin explizite Sexualität zu zeigen und trotzdem von hoher Sinnlichkeit und Ästhetik zu sein. Die Farben sind großartig. Die Musik von Minoru Miki ist auch jenseits des Films großartig aber leider nicht im Handel erhältlich. (Das gilt jedenfalls für die Koto und Shakuhachi-Musik) Wer japanische Ästhetik liebt wird wohl diesen Film lieben wenn er Erotik und Sinnlichkeit liebt.
Es ist die Geschichte einer "amour fou" im Japan der 30er Jahre. Das Ende ist lediglich eine logische Konsequenz aus der Handlung davor. Es gibt in dem Sinne keinen Plot sondern Thema ist einzig die Liebe und Sinnlichkeit der beiden Protagonisten (großartig umgesetzt von den beiden Schauspielern).
Wer Pornos satt hat oder gar nicht ertragen kann, aber explizite Erotik auf höchstem künstlerischen und ästhetischen Niveau sehen will, der kann sich beruhigt diesen Film besorgen, denn es gibt keinen Besseren.
Enttäuschung (2. Dezember 2007)
Man muß ein Kunstverständiger sein, um diese beiden DVD's als Meisterwerke darzustellen. Die einzelnen Filmszenen haben selten einen verständlichen Zusammenhang, die technische Darstellung, besonders die Lichteffekte gehen soweit ins Dunkel, daß man kaum noch etwas sieht. Auf Disk 2 sind technische Fehler, plötzlich geht es nicht mehr weiter und man muß in die nächste und nächste und nächste Szene springen. Das Abschneiden eines Penisses mit blutbeschmierten Darstellern ist ein besondere Kunstgenuß. Ich habe noch nie einen so schlechten Film gesehen.Nagisa Oshima (27. Januar 2007)
Oshimas "Im Reich der Sinne" war bei seiner Premiere sofort dem Pornographieverdacht ausgeliefert. In Japan wurde der Film damals schlagartig verboten, in Deutschland zerrte ihn die Staatsanwaltschaft nach der Vorführung auf den Berliner Filmfestspielen vor Gericht - jedoch ohne Erfolg und so konnte das mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnete Werk auch weiterhin gezeigt werden.Sicherlich ist der Pornographievorwurf nicht unberechtigt (deswegen jedoch ein Verbot zu fordern ist äußerst unsinnig), nannte doch auch Oshima selbst seinen Film einen Porno. Pornographische Sequenzen enthält der Film gleich mehrfach - ganz im Gegensatz zu dem kurz zuvor entstandenen, den gleichen Fall aus dem Jahre 1936 präsentierenden Film "Jitsuroku Abe Sada" (1975) von Noboru Tanaka (ebenfalls auf DVD erhältlich und seit einiger Zeit auch mehrfach im TV gelaufen).
Die Geschichte handelt von dem Liebespaar Sada - eine Prostituierte - und Kichi-so - der Mann der Bordellbesitzerin - und ihrer verhängnisvollen Beziehung. Die heftige, körperliche Beziehung der beiden nimmt nach und nach immer radikalere Formen an: Kichi-so verspeist etwa nurnoch Eier, die Sada kurz zuvor in ihr Geschlecht eingeführt hat und diese bittet ihn darum eher in sie hinein zu urinieren statt sie zu verlassen und die Toilette auszusuchen. Sadas Eifersucht auf die Frau von Kichi-so führt zu einer Kastrationsdrohung, die Kichi-so recht gelassen hinnimmt. Dem Geschlechtsverkehr vor Zuschauern folgt bald darauf der Akt verbunden mit der Strangulation des Mannes. Der immer ungezügeltere Sexualtrieb mündet dann konsequent in der tatsächlichen Strangulation, woraufhin Sada den Penis ihres Liebhabers in recht drastischen Bildern abschneidet und mit dem sie - wie ein Kommentar kurz vor Schluß bekannt gibt - noch drei Tage umherirrte.
Oshimas Inszenierung einer tödlichen amour fou bishin zur letzten Konsequenz gibt sich nicht als tiefschürfende Charakterstudie, sondern sie hält die ungehemmte, selbstzerstörerische Leidenschaft der Liebenden in Anlehnung an alte erotische Holzschnitte fest ohne dabei vor expliziten Darstellungen zurückzuschrecken. Die überwältigende Macht der Begierde sollte auch Thema seines folgenden Films "Ai no borei" (1978) werden, in dem eine Frau mit ihrem Liebhaber den Ehemann umbringt und beide daraufhin unausweichlich auf ihre Bestrafung zutreiben.
Zwei Klassiker auf einen Streich (26. Januar 2007)
Im Reich der Sinne (Ai no corrida - Japan, 1976) ist ein ungewöhnlich radikaler Film über Sexualität und Begierde. Angeblich auf einer Wahren Begebenheit aus dem Jahre 1936 beruhend, wird die Geschichte eines Geishahaus Besitzers, der sich in eine ehemalige Prostituierte verliebt, erzählt. Getrieben von Lust und Eifersucht steigern sich die beiden Liebenden in bedingungslose Abhängigkeit. Die Wollust, die beide in ihrer Ekstase empfinden, wird gesteigert durch den Schmerz. Sie treiben ihr Liebespiel immer weiter bis zu dem Punkt, wo eine Steigerung nicht mehr möglich ist.Im Reich der Leidenschaft (Ai no borei - Japan, 1978)
Als sich die Frau eines alternden Mannes in einen jüngeren Mann der soeben aus der Armee entlassen wurde verliebt, beschliessen sie, den Ehemann umzubringen. Die Leiche werfen sie in einen alten Brunnen. Drei Jahre später sind die beiden immer noch zusammen. Doch auch so viele Jahre später ist das Verbrechen noch nicht vergessen. Alpträume plagen die Dorfbewohner und ein Polizist beginnt zu ermitteln.
Beide Filme schockieren und Faszinieren zugleich. Begierde und Schmerz, Wollust und Tot liegen oft nah beieinander.
Bedauerlicherweise fehlt beim Film Im Reich der Leidenschaft die japanische Tonspur, was sehr ärgerlich ist und mich dazu bewegt, einen Stern abzuziehen.
Diese Asian Erotic Collection ist weit mehr als eine Kollektion zweier billiger Erotik Filmchen und sollten in jeder gut sortierten DVD Sammlung Platz finden.
Für Liebhaber gehobener Kunst (29. Oktober 2006)
Ein Klasiker, nur zu EmpfehlemTechnisch ist die DVD ok. Inhaltlich mehr als gelungen.
Aber es ist für Liebhaber gehobener Kinst, nichts für mainstream Erotik Konsumenten.




