Kundenrezensionen zu 'Rearviewmirror (Greatest Hits 1991 - 2003)'
fast zuviel des Guten (28. September 2007)
Best-of-Compilations können es ohnehin niemals allen recht machen, doch in diesem Falle stellt sich die Frage: Welchen Sinn hat diese Hit-Sammlung?"Rearviewmirror" versucht, die musikalische Entwicklung Pearl Jams von kraftstrotzendem Gitarrenrock zu experimentellem, u.a. von Folk beeinflusstem Rock aufzuzeigen. Da Pearl Jam vor allem in der ersten Hälfte der 90er Jahre massenhaft Hits landeten, umfasst diese Doppel-CD vorwiegend älterers Material. Alle Hits sind vertreten sowie Lieder, die PJ gern und oft live spielen. Der Titelsong kracht auch nach 1000maligem Hören gewaltig und gehört sicher in die Top 100 der besten Rocksongs. Rocker wie "Alive", "Even Flow" und das überdimensionale "Daughter" gesellen sich zu weniger gepriesenen Kleinoden wie "Nothing As It Seems" und "Who You Are". Aber gehören 6 Titel vom eher schwachen "Vitalogy" wirklich hierher? Darauf waren nur "Immortality", "Better Man" und vielleicht "Not For You" und "Corduroy" wahre Klassiker.
Es ist erfreulich, dass an die tollen Raritäten "State Of Love And Trust" (hier in einem leicht veränderten Mix zu hören), "Breath" und "I Got Id" gedacht wurde. Songs wie "Nothingman", "Go" und "Spin The Black Circle" waren zwar Live-Hits, sind in den Studioversionen jedoch kaum best-of-tauglich. Vom letzten US-Nr.-1-Album "No Code" (1996) hat man lediglich die Singles draufgepackt - was schade ist, ist besagtes Werk doch das vielschichtigste und innovativste der Band. Somit fehlt der IMO schönste PJ-Song "Present Tense". Auch von den darauffolgenden Alben "Yield", "Binaural" und "Riot Act" wurden nur die bekanntesten Titel ausgewählt, Perlen wie "Love Boat Captain" und "Parting Ways" sucht man vergebens. Kurz: Eine Best-of zusammenzustellen ist schier unmöglich, denn qualitativ schlechte Songs sind bei PJ rar. Und da sie nie eine Single-Band waren, stellten ihre Alben immer ein Gesamtkunstwerk dar. Für Einsteiger empfehle ich den Kauf der fast durchweg spannenden Studioalben in chronologischer Reihenfolge sowie die Anschaffung der himmlischen Ballade "Crazy Mary", ein Duett mit Victoria Williams.
Highlights CD1: Jeremy; State Of Love And Trust [2004 take]; Rearviewmirror; I Got Id
Highlights CD2: Black [2004 mix] (im Original trotzdem intensiver); Breath; Daughter; Immortality; Better Man; Light Years
Tolle Compilation (28. August 2007)
Im Gegensatz zu vielen anderen Compilations ist diese hier wirklich geeignet, das Schaffen der Band über den ganzen Zeitraum einzufangen. Natürlich sind, wie bereits erwähnt, keine neuen Stücke dabei, aber selbst, wenn man so wie ich, alle Platten der Band hat, muss man sich keine eigenen Zusammenstellung fürs Auto/iPod etc. machen, weil sehr viel anders hätte ich die Songs auch nicht ausgewählt. Zudem ruft es mir das tolle Konzert in München dieses Jahr in Erinnerung:-)Burner! (5. Juli 2007)
Diese Greatest Hits Album läuft bei mir rauf und runter. Das ist wirklich ein Greatest-Hits Album, das diesen Namen auch verdient hat. Ein Burner jagt den anderen. Toll finde ich vor allen Dingen die Aufteilung zwischen den schnellen härteren Stücken und den langsamen Titel. Ich mag die "härtere" CD sogar noch ein wenig mehr. Ich durfte Pearl Jam kürzlich in Düsseldorf live erleben und bin begeistert. Sie sind technisch und spielerisch brillant und Eddi Vedders Stimme ist sowieso eine der schönsten und besten Rockstimmen der Zeit. Ich verehre diese Band!Wunderbare Erfolgsgeschichte (26. April 2007)
Bei wenigen Alben kann man die Weiterentwicklung einer Band so eindrucksvoll erleben wie hier. Ob es gefällt ist Geschmacksache, denn die Entwicklung geht vom Grunge doch immer mehr in langsamere Rockstücke über. Für die Titelauswahl und die Trennung der CDŽs in rockige und langsamere Stücke, die eher selten ist, gibt es fünf Sterne!große Hits (4. August 2006)
Pearl Jam, die letzte große Band der Grunge-Ära, die ihren Weg in die Gegenwart ohne Selbstmord, Überdosen oder Auflösung überstanden hat, wartet auf mit einem Werk das sehr gut die wesentlichen Schritte ihrer Karriere dokumentiert.Natürlich ruht die Hauptlast hier eher auf den älteren Alben, wobei 'Ten' am allermeisten vertreten ist - war ja auch mit Abstand DER Haupterfolg der Band mit 12 Millionen Verkäufen und für mich auch persönliches Highlight. Für Leute wie mich, die umso weniger von Pearl Jam kennen, je neuer das Ganze ist, ist diese Doppel-CD ein gefundenes Fressen - zweieinhalb Stunden großartige Musik warten auf den Hörer und zeigen die musikalische Vielfalt dieser Band.
Gegliedert ist das Werk in 'Upside' (CD1), welche eher die 'echten' Hits enthält, und 'Downside' (CD2), auf der mehr sperrigeres Material zum Erkunden einlädt. Cover(Karton) und Booklet sind mit vielen Schwarzweissfotos der Band ausgestattet, mir hätte noch gefallen, wenn näher auf die Chronologie der Stücke eingegangen wäre (von welchem Album?), aber Nebensache.
Auf einzelne Stücke einzugehen kann ich mir sparen, da die Hits eh bekannt sind, und der Rest durchgehend hörenswert (keine bemerkenswerten Ausfälle), der eingefleischte Fan braucht diese 'Best of' wahrscheinlich nicht, da keine Raritäten oder Neuheiten geboten werden. Für den (Halb-)Neuling mit Grunge-Ambitionen ist diese CD reine Freude.






