Verkaufsrang: 15908 (DVD)
Actor: Luiz Carlos Vasconcelos
Actor: Milhelm Cortaz
Actor: Milton Gonçalves
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Dráuzio Varella
Binding: DVD
Director: Hector Babenco
EAN: 4030521348516
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2004
Spielzeit: 139
TheatricalReleaseDate: 2003
von: Luiz Carlos Vasconcelos (Hauptdarsteller), Milhelm Cortaz (Hauptdarsteller), André Abujamra (Komponist)
Preis: EUR 6,79
Kundenrezensionen zu 'Carandiru'
Schockierender Film mit Dokumentarcharakter (19. März 2008)
Vieles in Carandiru scheint unfassbar und doch enspricht es der Wahrheit. Hätte ich davor nicht schon mal einen Dokumentarfilm über ein ähnliches Gefängnis in Columbien gesehen, wäre mir wohl einiges unglaubwürdig erschienen: Zellen für die man Miete bezahlen muss, weil das Gefängis komplett überfüllt ist; die mafiöse Selbstorganisation der Gefangenen; Sex, Erpressung und Mord zwischen den Insassen; überall Waffen; Drogenschmuggel; Sex mit den Frauen am Besuchstag usw.Zeitweise kommt fast ein bisschen Romantik auf, wenn im Gefängnis geheiratet wird und ein Fußballturnier stattfindet.
Gerade deshalb ist die unerträglich brutale Niederschlagung der Gefangenenrevolte gegen Ende des Films so schockierend. Auf Grund des Dokumentarcharakters und der historischen Tatsachen kann man sich dem Geschehen nicht entziehen und empfindet selbst die Wut und Hilflosigkeit der Gefangenen mit. Der Film entläst einen ohne Trost und sehr nachdenklich.
Besser zu zweit ansehen. Man möchte danach mit jemanden drüber reden!
Um Authentizität bemühtes Drama! (12. Dezember 2004)
Im Jahr 1992 fand in mit 7000 Insassen hoffnungslos überfüllten brasilianischen Horrorknast Carandiru in Sao Paulo eine Revolte statt, in der 111 Gefangene von Polizeitruppen erschossen wurden. 2002 wurde es auf Druck der UN und Amnesty International geschlossen und abgerissen.Brasiliens Starregisseur Hector Babenco nahm sich des Themas an und schuf einen Spielfilm, der in dokumentarischer Weise die Ereignisse aufarbeitet und sogar ehemalige Häftlinge ihre eigene Geschichte nachspielen lässt. Babenco arbeitete bei diesem Film fast ausschließlich mit Laiendarstellern, wie erwähnt sogar mit ehemaligen Häftlingen, die gegen Ende in Miniinterviews kurz zu Wort kommen.
So hat der Film eigentlich auch keine Story, es wird in dokumentarischer Art versucht, einen Einblick ins Leben in Carandiru zu geben. Drogen, Sex, Gewalt und insbesondere AIDS sind hier an der Tagesordnung. Die Gefangenen hausen zusammengepfercht im Dreck, wobei der Film hier wie bei City of God Auflagen von der brasilianischen Regierung bekommen hat, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Dennoch ist die Atmosphäre für unsere westlichen Augen immer noch sehr bedrückend und abstoßend.
Während des Films wird das Knastleben dadurch aufgelockert, dass die Vorgeschichte der Hauptcharaktere erklärt wird. Hier gibt es dann auch etwas Action zu sehen, die wie in der Revolte am Ende ziemlich drastisch dargestellt wird. Babenco nimmt da wirklich kein Blatt vor den Mund und zeigt, wie die Polizisten die wehrlosen Häftlinge blutig über den Haufen knallen.
Fazit:
Ein beinharter Knastfilm mit Dokumentationscharakter. Eine Storyline gibt es nicht, wer sich aber für das Thema interessiert, wird hier prächtig unterhalten.




