Alles über meine Mutter - SZ-Cinemathek

Verkaufsrang: 8570 (DVD)
Actor: Cecilia Roth
Actor: Eloy Azorin
Actor: Marisa Paredes
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Pedro Almodóvar
EAN: 4018492239309
Format: AC-3
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Süddeutsche Zeitung GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Süddeutsche Zeitung GmbH
Verlag: Süddeutsche Zeitung GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2005
Spielzeit: 105
Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
TheatricalReleaseDate: 5. September 2000
von: Cecilia Roth (Hauptdarsteller), Eloy Azorin (Hauptdarsteller), Alberto Iglesias (Komponist)
Preis: EUR 6,98

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Alles über meine Mutter. DVD-Video

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Kundenrezensionen zu 'Alles über meine Mutter - SZ-Cinemathek'

" Weil wir umso authentischer sind, je ähnlicher wir dem Traum werden, den wir von uns selbst haben." ( La Agrado) (31. Januar 2008)

Der Regisseur und Drehbuchautor des Films "Alles über meine Mutter" ist der Spanier Pedro Almodovar. Gedreht wurde dieser Streifen 1999.
Die Filmhandlung ist überaus konstruiert, vielleicht aber deshalb gerade so amüsant schräg!
Die Krankenschwester Manuela ( Cecilia Roth) ist eine allein erziehende Mutter. Ihr siebzehnjähriger Sohn Esteban, intellektuell sehr begabt, möchte Schriftsteller werden. Manuela ist begeistert von den Ambitionen ihres Jungen.
Esteban kommt allerdings bei einem Autounfall vor den Augen Manuelas ums Leben. Dies geschieht genau an seinem 17. Geburtstag.
Der junge Mann hatte immer wieder nach seinem Vater gefragt, wollte wissen wer er ist und weshalb Manuela ihn aus allen Fotos herausgeschnitten hat. Der Tod Estebans hat verhindert, dass sie ihn mit der Wahrheit konfrontieren konnte.
Manuela begibt sich unmittelbar nach der Beerdigung ihres Sohnes nach Barcelona, der Stadt , die sie 17 Jahre zuvor verlassen hatte, um den Vater Estebans zu suchen. Dieser ist ein Transvestit. Offenbar liebt sie besagte egoistische Person noch immer, trotz der Probleme, die durch sie entstanden sind. Manuela gesteht sich ihre Gefühle jedoch nicht ein, weil ihr Verstand ihr sagt, dass man einem solchen Menschen besser den Laufpass gibt.
Im Zuge der Filmhandlung wird man mit dem Prostituierten- und Drogen- Milieu Barcelonas mit all seinen Abgründen näher konfrontiert.
In Barcelona lernen sich Manuela und die Sozialarbeiterin Nonna Rosa kennen und werden enge Freundinnen, nachdem Manuela erfährt, dass Nonna Rosa ein Kind von Estebans Vater, der mittlerweile an Aids erkrankt ist, erwartet. Als Nonna Rosa bei der Geburt ihres Sohnes stirbt, nimmt sich Manuela dieses Kindes an......
Interessante Rollen spielen nicht nur die soeben genannten Darsteller, sondern auch ein Transsexueller namens La Agrado und eine alternde Theater-Diva, die eine lesbische Beziehung mit einer heroinsüchtigen Schauspielerin unterhält, von dieser aber wegen eines Mannes verlassen wird, nachdem sie schwanger geworden ist.
La Agrado und die alternde Schauspielerin bilden die Ersatzfamilie für Manuela.
Die Botschaften des Filmes, wenn es den überhaupt welche gibt, lauten: dass Frauen nicht selten viele Schwierigkeiten in Kauf nehmen , um einem Kind eine gute Mutter sein zu können ( eine Plattitüde , wenn man so will) und dass die Liebesbande zum Vater ihres Kindes im Grunde immer fortbestehen, auch wenn die Frau sich aus rationalen Gründen gegen den Mann entscheidet, ( ob diese Botschaft verallgemeinert werden , bezweifele ich allerdings stark!). Im Grunde sollte man nach tief schürfenden Aussagen bei diesem Streifen besser nicht suchen. Die Filmhandlung ist herrlich absurd. Das genügt, um sich zu amüsieren.

Manuela ist übrigens ein Engel, ganz klar!

Die Bild und die Tonqualität sind sehr gut!
Ein empfehlenswerter Film!

Almodovars Bester (31. August 2007)

"Alles über meine Mutter" ist vielleicht der zugänglichste Film von Spaniens Meister-Regisseur Pedro Almodovar, aber das bedeutet ganz und gar nicht, dass er deswegen oberflächlicher wäre. Eher hat Almodovar nach vielen Experimenten mit Genres, Stilen und Geschichten, in denen er sich als junger Wilder ausgetobt hat, hier zum ersten Mal einen erwachsenen Film geschaffen, der alle seine Obsessionen zum Ausdruck bringt (melodramatische Plots, knallig-bunte Dekors, skurrilen Humor jenseits vom Mainstream-Kino), dessen Charaktere aber echte Identifikationsfiguren sind, deren Schicksale den Zuschauer berühren und nicht mehr loslassen.
Almodovar erzählt in "Alles über meine Mutter" von einer Krankenschwester, deren Sohn vor ihren Augen bei einem Autounfall stirbt, und die sich auf den Weg macht, seinem Vater davon zu berichten, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. - Dieser Kurzinhalt kann allerdings unmöglich die Vielfalt der Erzählungen wiedergeben, die Almodovar hier mühelos anwendet. "Alles über meine Mutter" ist ein Film, an dem einfach alles stimmt. Kamera, (fantastische) Musik, Ausstattung und ein großartiges Frauen-Ensemble verbinden sich zu einem unvergesslichen Filmerlebnis. Liebe, Krankheit, Tod, Freundschaft, Vertrauen und Schuld sind die Themen des Films, und dennoch ist er niemals deprimierend (schon wegen des bissigen Humors nicht). Dazu gibt es Anspielungen an Filmklassiker wie "Alles über Eva", herrlich knallige Dekors und ein authentisches Bild vom spanischen Leben. Die Meisterschaft von Almodovar besteht darin, in der melodramatischen Überhöhung und Zuspitzung trotzdem immer den Blick fürs Wesentliche und Auhtentische zu behalten. Seine Filme tragen eine unverwechselbare Handschrift, wie sie in der Filmlandschaft (leider) mittlerweile einzigartig ist.
Männer spielen im Film nur untergeordnete Rollen, insofern könnte man ihn fast als Almodovars Version von Cukors "The Women" bezeichnen, auf den er sich bereits in "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" bezogen hat. Die Frauenfiguren in "Alles über meine Mutter" sind zwar jede für sich eine eigene Kreation der Filmkunst, doch bleiben sie immer verzweifelte Menschen, die vom Schicksal gebeutelt werden und trotzdem wieder aufstehen. Das macht letztendlich auch die Zugänglichkeit des Films aus. Er ist optimistisch und hat die Kraft, ohne Kitsch oder verlogene Sentimentalität den Zuschauer zu bestärken.
Filme wie "Alles über meine Mutter" machen das Leben schöner und leichter. Für mich einer der besten Filme aller Zeiten.

Überschätzt (26. November 2006)

Es kann sein, dass ich die Filme von Almodovar einfach nicht verstehe. Es handelt sich hier um eine sehr komplizierte Geschichte, die aber mich überhaupt nicht anspricht.

großartig (11. August 2005)

Jeder, der etwas mit den teilweise recht surrealen Welten des Pedro Almodovar vertraut ist, wird diesen Film lieben. Läßt den Zuschauer berührt und nachdenklich zurück; mir ist bei diesem Film ein Licht aufgegangen, wie sehr wir doch so tun, als würde das Leben immer so weitergehen und als könnte uns sowas wie dem Protagonisten, der im Film von seiner Mutter erzählt und von seinem plötzlicher Tod zur "Unzeit" überrascht wird, nie passieren...
Für mich das bisher beste Werk des Meisters (habe alles gesehen bis einschließlich "La mala educacion").

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