Harlock Saga Vol.1

Verkaufsrang: 33949 (DVD)
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: OVA
EAN: 4021924003911
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Verlag: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 23. Mai 2005
Spielzeit: 90
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
TheatricalReleaseDate: 1999
von: Anime (Künstler)
Preis: EUR 9,59

Harlock Saga Vol.1 bei Amazon kaufen

Suche:   

Product Description

OVA Harlock Saga Vol. 1, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 23.05.05

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Harlock Saga Vol.1'

Nun ja... (6. Oktober 2005)

"Der Ring der Nibelungen" mit Captain Harlock und Co. in den Titelfiguren klingt sehr interessant, aber so ganz umwerfend ist diese Umsetzung leider nicht. Ich muss dazu aber sagen, dass ich die Handlung von Wagners Ringopern auch nur ungefähr kenne. Alles in allem ist die Umsetzung ein wenig farblos, sie kommt meiner Meinung nach längst nicht an die atmosphärische Dichte der Harlock-Fernsehserien heran. Man versteht beispielsweise gerade am Anfang kaum, was an Harlock eigentlich so besonderes sein soll, da Wunderdinge von ihm erzählt werden, er aber nicht viel Heldenhaftes vollbringt und eigentlich nur sein düster-stilvolles Image mit einbringt. Sein Freund Tochiro wirkt als Figur viel interessanter, aber sei's ihm vergönnt, nachdem er ja vor Beginn der eigentlichen Serien das Zeitliche segnet.

Die Dialoge wirken teilweise etwas zu schwülstig, und Harlocks deutsche Synchronstimme ist fast schauderhaft zu nennen. Sie soll wohl tief und ehrfurchtgebietend klingen, aber das geht daneben. So was hat jemand wie Harlock nicht nötig!! Oder vielleicht doch, nachdem seine Figur ansonsten recht eindimensional wirkt... jedenfalls, die Stimme kann daran nichts retten. Mir gefiel seine italienische Synchronstimme sehr viel besser, da man ihr genau anhören konnte, dass Harlock bei aller Düsterkeit ein positiver Charakter ist.

Alles in allem: Durchaus sehenswert... aber es geht auch nicht die Welt unter, wenn man's nicht gesehen hat.

Harlock Saga - Masumoto meets Wagner (10. September 2005)

Nun, die Überschrift verrät es - Leji Matsumoto hat sich bei Harlock Saga, der jüngsten eigenständigen Episode über die Abenteuer seines ureigenen Weltraumhelden, von dem deutschen Komponisten Richard Wagner oder vielmehr dessen monumentaler Ring-Trilogie inspirieren lassen. Wie die meisten Matsumoto-Werke ist Harlock Saga im Grunde sehr ruhig erzählt - böse Zungen könnten jetzt sogar "bieder" sagen, was aber der Sache keinen Abbruch tut. Wie viele Werke matsumotos ist Harlock Saga keine "hard science fiction", es sind vielmehr zahlreiche fantastische und mythologische Elemente enthalten, allerdings einer etwas anderen Richtung als beispielsweise der in Star Wars. Zunächst aber vielleicht ein paar kurze Sätze über die Handlung:

Ein Schiff der Space Patrol will an einen stark frequentierten Umschlaghafen andocken, muss aber feststellen, dass dieser keine Lebenszeichen von sich gibt. Unvermittelt tauchen ein gnomenhafter Mann und eine hoch gewachsene Frau in einem Umhang auf, die sehr resolut die Dinge in die Hand nehmen und nach dem Rechten auf dem Umschlagterminal sehen... und erkennen, dass besagter Umschlagterminal völlig entvölkert ist.
Mitten in der Hauptverwaltung sehen die beiden eine Projektion der als Hexe bekannten Meeme, die auf einer Orgel spielt. Meeme, die auf dem Planeten Rhein weilt, eröffnet dem Mann und der Frau (bei den beiden handelt es sich übrigens um Tochiro und Emeraldas, konstante Weggefährten von Harlock), dass die Geschehnisse auf dem Umschlagterminal von einem Mann zu verantworten sind, der sich gerade in diesem Moment auf dem Weg zum Planeten Rhein befindet, um aus dessen Fluten ein sehr besonderes Goldnugget zu bergen - das Rheingold.
Tochiro und Emeraldas verlassen den Terminal und beeilen sich, zum Planeten Rhein zu gelangen, um die Bergung des Goldes zu verhindern - doch zu spät: Das Gold ist weg und Rhein versinkt darum (und wegen der besonderen Eigenschaften des Goldes) in Finsternis. Es gelingt Tochiro und Emeraldas, Meeme zu retten und mit ihr an Bord von Harlocks Schiff, der legendären Arcadia, zu gelangen. Dort berichtet Meeme, dass hinter dem Diebstahl des Goldes ihr Bruder Alberich stecke, der sich aus dem Gold einen Ring fertigen lassen will, mit dem er in der Lage sei, bis zum Planeten Walhalla vorzudringen und die dort lebenden Götter zu besiegen. Deren Herrscher Wotan verbannte einst Meemes und Alberichs Geschlecht - die Nibelungen - aus Walhalla, eine Demütigung, die Alberich nie verwinden konnte und jetzt Rache fordert. Aber durch Alberichs Pläne ist nicht nur Walhalla, sondern auch das ganze Universum in Gefahr...

Was sich zunächst zumindest etwas wirr und seltsam liest, funtioniert in dieser sechsteiligen OVA erstaunlicherweise sehr gut! Matsumoto hat es geschafft, die Figuren seines Harlock-Universums in Richard Wagners Opernhintergrund zu exportieren - oder Richard Wagners Opernhintergrund in sein eigenes Harlock-Universum zu importieren, je nach Betrachtungsweise.
Dass dies funktioniert liegt daran, dass zahlreiche Figuren dieses Nibelungen-Spinoffs der Harlock-Reihe durch Figuren dargestellt sind, die man beispielsweise schon aus Space Pirate Captain Harlock (der ersten Harlock TV-Serie überhaupt) und aus dem Harlock-Film My Youth in Arcadia kennt. Alberich offenbart sich - zumindest optisch - als eine Rückkehr von Zeda, dem Kommandanten der Illumidas-Armee aus My Youth in Arcadia. Meeme und die Göttin Freya erinnern sehr stark an Maya, Harlocks große Liebe, ebenfalls aus My Youth in Arcadia, beziehungsweise an Yayoi Yukino alias Andromeda Promethium aus Die Königin der 1000 Jahre!
Auch trifft man erneut auf Tadashi Daiba, der bereits in der ersten Harlock-Serie eine wichtige Rolle spielte und auch hier wieder nicht ganz unwichtig ist. Auch findet sich Maetel aus Galaxy Express 999 in dieser Mini-Serie wieder. Diese "Cameos", wie man sie nennen könnte, treffen auch auf die Raumschiffe zu - Alberichs Flaggschiff ist nahezu identisch mit dem Dokuros-Mutterschiff der Mazonen in der ersten Harlock-Serie... und sogar die gute, alte Yamato aus Space Battleship Yamato / Star Blazers hat einen kurzen Cameo-Auftritt.

Allerdings gibt es auch ein paar Probleme hinsichtlich der Story. Von Matsumoto ist man ja durchaus fantastische Elemente in seinen Werken gewöhnt (z.B. in Galaxy Express 999)... nur fügt Matsumoto mit dieser Serie seinem Harlock-Universum einige Elemente hinzu, die durchaus eine weit reichende Bedeutung haben können. Wie sich diese Elemente mit Matsumotos Ideen zu seinem eigentlichen Harlock- bzw. Galaxy Express-Zyklus verhalten, dürfte mit Spannung abzuwarten bleiben. Allerdings wäre es auch nicht das erste Mal, dass Leji Matsumoto bestimmte Zusammenhänge, die als "gesichert" galten, kurzer Hand ignoriert (z.B. sollen Maetel und Emeraldas die Töchter Yayoi Yukinos sein... der Yayoi, die in der letzten Folge von Die Königin der 1000 Jahre schließlich starb...). Vielleicht sollte man Harlock Saga auch einfach nur als eine Interpretation von Richard Wagners Ring-Oper betrachten, in der die Helden der Harlock-Reihe die Rollen der Protagonisten / Antagonisten übernommen haben. Originell ist die ganze Angelegenheit allemal!

Besieht man sich die technische Realisierung, so muss man hier leider ein paar Mängel erwähnen, die einen leicht negativen Beigeschmack verursachen. Farbenprächtig ist Harlock Saga allemal, allein der Anfang der ersten Folge leuchtet mit mehr Brillianz als das letzte Harlock-Spinoff Cosmo Warrior Zero. Um so unverständlicher ist es dann, wenn in der ansonsten wirklich gut gezeichneten ersten Folge plötzlich Harlocks Arcadia als Computeranimation auftaucht, wie man sie in einem älteren Videospiel für die Play Station 1 erwartet hätte!
Dass Tochiro wieder einmal seinen obligatorischen Sombrero und Poncho trägt, hat ja noch Stil, aber Alberichs Mantel, der ihn eigentlich als Widerpart Harlocks kennzeichnet, ist in seiner Gestaltung doch eher unterdurchschnittlich. Auch fallen in den letzten zwei Episoden einige Sequenzen auf, die zwar detailliert gezeichnet sind, aber bei denen die Farbgestaltung direkt ärmlich wirkt. Ist hier das Geld und / oder die Zeit knapp geworden? Unverständlich auch, warum in den Eröffnungssequenzen der einzelnen Folgen ein Angriff der Arcadia auf Alberichs Flaggschiff einfach nur umwerfend in Szene gesetzt wurde, davon aber in der entsprechenden Folge nahezu kaum etwas zu sehen ist. Insgesamt wirkt das Design in Harlock Saga zwar etwas frischer als in Cosmo Warrior Zero, in letzterer Serie sind die Animationsabläufe jedoch wesentlich besser realisiert.
Es sind diese Kleinigkeiten, die Harlock Saga eine Spitzenwertung verwehren. Schade auch, dass die Story in nur sechs Episoden erzählt wurde, obwohl es enormes Potenzial für mindestens die doppelte Anzahl Folgen gegeben hätte. Allein ein wenig mehr Aufwand, Wotan und die anderen Götter in das Harlock-Universum zu „importieren", hätten dieser OVA sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Man erspürt zwar ein wenig von dem Hintergrund dieser „Götter" (die sich wohl eher auf technische Überlegenheit als alles andere stützt...), aber explizite Informationen bleiben aus.

Harlock Saga ist auch kein mit Effekten geladenes Action-Spektakel... wer so etwas sucht und sich nicht auf die eigenwillige Mixtur aus SF und Mythologie einlassen kann / will, sollte von Harlock Saga besser die Finger lassen. Harlock- und generell Fans des Universums von Leji Matsumoto werden hingegen bestimmt auf ihre Kosten kommen. Insgesamt betrachtet bietet Harlock Saga jedoch ein durchaus erfreuliches und - wenn auch mit ein paar störenden Kleinigkeiten behaftetes - Wiedersehen mit vielleicht dem faszinierendsten Raumpiraten überhaupt!

dkb.de

Ähnliche Produkte zu 'Harlock Saga Vol.1'

Harlock Saga Vol.2
Preis: EUR 14,99

Harlock Saga Vol.2 bei Amazon kaufen

Rune Soldier Vol. 03
Preis: EUR 17,93

Rune Soldier Vol. 03 bei Amazon kaufen

dkb.de