Verkaufsrang: 39107 (DVD)
Actor: Virginia Cherrill
Actor: Florence Lee
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Director: Sir Charles Chaplin
EAN: 7321921376481
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
NumberOfItems: 2
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 5. August 2005
Spielzeit: 82
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 21. Oktober 1999
von: Virginia Cherrill (Hauptdarsteller), Florence Lee (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 12,99
Kundenrezensionen zu 'Lichter der Großstadt (2 DVDs)'
City Lights - Lichter der Großstadt (1. Februar 2006)
Mitten in die Dreharbeiten zu City Lights platzte die Erfindung des Tonfilms, eine Innovation, der Chaplin nie viel Begeisterung entgegenbringen konnte. Die Arbeiten zu dem Film hatten bereits 1926 mit einzelnen Szenenentwürfen begonnen, die eigentlichen Aufnahmen begannen jedoch erst zwei Jahre später. Chaplin sah sich vor die Entscheidung gestellt, was aus seinem Film angesichts des Trends zur Vertonung nun werden sollte. Im Jahr 1931 hatte der Tonfilm bereits erste Klassiker hervorgebracht, dennoch entschied sich Chaplin, sein Werk als Stummfilm zu drehen und nachträglich mit Musik zu unterlegen, was ihm die Gelegenheit gab, sich auch erstmalig als Komponist zu betätigen.Charlie ist wieder einmal in der Rolle des heimatlosen Vagabunden zu sehen, der sich unsterblich in ein blindes Blumenmädchen verliebt. Die Bekanntschaft mit einem Millionär, den er vor einem Selbstmordversuch bewahrt, verschafft ihm etwas Geld, mit dem er eine Augenoperation bezahlt, durch die das Mädchen am Ende wieder sehen kann. Chaplins Besessenheit von seinem Werk sowie sein Arbeitseifer kannten keine Grenzen und gingen nicht spurlos an der Crew vorüber. So wurde der ursprüngliche Darsteller des Millionärs gefeuert, als er sich wegen einer Erkältung weigerte, für seine Szenen ins kalte Wasser zu steigen. Auch Virginia Cherrill fiel vorübergehend bei Chaplin in Ungnade, als sie sich nicht dazu bereit erklärte, täglich 24 Stunden unter der Kontrolle des Regisseurs zu stehen. Trotz der absichtlichen Nichtachtung der neuen Ära wurde Lichter der Großstadt für Charlie Chaplin zu einem weltweiten Triumph, der sein Publikum wie immer durch akribisch ausgetüftelte Pantomime-Sequenzen faszinierte.
Im Gegensatz zu der miserabel überspielten Kinowelt-DVD von 1999, wurde das Filmmaterial für dieses edle 2 DVD-Set komplett neu von den Original-Negativen abgetastet und remastert. Bild und Ton erstrahlen in nie zuvor gesehenem Glanz. Enthalten ist auch ein 12-seitiges Booklet mit vielen Fotos und Informationen.
Der vielleicht schönste Liebesfilm überhaupt (4. Januar 2006)
Ein Liebesfilm, der sehr anrührend ist, ohne kitschig zu sein, bei dem man Tränen lacht und zugleich vor Rührung weinen muss, der überaus komisch ist ohne albern zu sein, der ohne Dialog auskommt und doch mehr aussagt, als jeder Tonfilm hinterher, der schwarz-weiß und sehr alt ist und dennoch zeitlos schön, so einen Film vermag nur ein Genie zu bewerkstelligen und es wundert einen nicht, dass dieses Genie Charlie Chaplin heißt.Ein Film, den man sich immer wieder anschauen kann!
Das schönste Ende der Filmgeschichte (22. August 2005)
Zweifellos ist "Lichter der Großstadt" ein absolutes, zeitloses Meisterwerk. Wenn man so will, ist dies Chaplins letzter "unpolitischer" Tramp-Film, in dem Armut eher universell-ästhetisch dargestellt wird und noch nicht mit dem zornigen Biss, mit dem er in "Moderne Zeiten" mit dem Amerika der Weltwirtschaftskrise abrechnet. Letztere ist in "Lichter der Großstadt" noch kein Thema, obwohl der Film 1931 in die Kinos kam (was einen Eindruck davon gibt, wie viele Jahre an Vorarbeit Chaplin in seine Filme steckte). Eher lebt die Geschichte in der Spaßgesellschaft der 20er, in der sich dekadente Millionäre, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld, ihrer Zeit und ihren Mitmenschen anfangen sollen, auf endlosen Parties das Hirn raussaufen, aber sogar auch das blinde Blumenmädchen trotz allen Elends schlussendlich seinen amerikanischen Traum verwirklichen kann (im Gegensatz zu "Moderne Zeiten", wo die Hauptfiguren am Ende wieder mit nichts da stehen)."Lichter der Großstadt" ist der erste Film, in dem Chaplin gegen den neu in Mode gekommenen Tonfilm Stellung bezog. Er hielt so etwas für technischen Firlefanz, der seiner Meinung nach die Pantomime, eine der größten und ältesten Kunstformen der Menschheit, zerstörte.
Hier begnügt er sich nicht nur damit, den Tonfilm kräftig zu veräppeln, indem die Mikrofone die großen Reden bei einer Stauteneinweihung nur als unverständliches Geschnarre erklingen lassen. Chaplin schenkt uns auch eine Schlussszene (die ich hier nicht verraten will), die in ihrer vollkommenen Schönheit zum Überwältigendsten nicht nur des Stummfilms, sondern allgemein der Kunst des 20. Jahrhunderts gehört. Nie zuvor und nie danach hat es ein Film vermocht, Liebe und Demütigung, Triumph und Niederlage, Schmerz und Freude, Überraschung und Erschrecken, Barmherzigkeit, Großmut, Glück und unendliche Traurigkeit in so wenigen Bildern auszudrücken.





