Just a Kiss

Verkaufsrang: 7421 (DVD)
Actor: Atta Yaqub
Actor: Eva Birthistle
Actor: Shamshad Akhatar
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universum
Director: Ken Loach
EAN: 0828766867992
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 19. September 2005
Spielzeit: 100
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 2004
UPC: 828766867992
von: Atta Yaqub (Hauptdarsteller), Eva Birthistle (Hauptdarsteller), George Fenton (Komponist)
Preis: EUR 5,50

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Product Description

Universum Film Just a Kiss, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 19.09.05

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Kundenrezensionen zu 'Just a Kiss'

Mittelmäßig (3. Januar 2008)

Das Thema wurde ja schon in verschiedener Form behandelt. Hier allerdings fehlte mir der Spannungsbogen. Dass es mit einer Beziehung der beiden Probleme geben wird wussten wir von Anfang an. Dann plätschert alles vor sich hin und am Ende entscheidet er sich für seine Freundin und gegen die Familie. Tut er das wirklich? Man erfährt es nicht. In dem Moment, in dem der Film losgehen könnte mit Auseinandersetzung, aufeinander zugehen o.ä. ist er schon zuende. Allerdings hat mich der Film an keiner Stelle wirklich gepackt.

guter Anfang aber zu romantisch (31. August 2007)

Das an sich sehr interessante Thema der Liebe zwischen zwei Kulturen wird leider im Film nach einem vielversprechenden Anfang nicht differenziert genug umgesetzt. Die Beziehung zwischen dem jungen Pakistini Casim und der katholischen, aber nicht aktiv religiösen Musiklehrerin Roisin trifft auf die Kluft zwischen den Kulturen. Während Roisin ihre Gefühle frei ausleben möchte, ohne zu wissen, wo sie hinführen steht für Casim der Bruch mit der Tradition, Ehre und Familie auf dem Spiel. Während sein innerer Konflikt und sein Aufbegehren gegen die Regeln der Gemeinde sehr gut dargestellt wird, bleibt die Rolle von Roisin zu klischeehaft. Zu wenig versucht sie sich in seine und die Sichtweise seiner Familie einzufühlen und wirkt egozentrisch und egoisitisch. Vor diesem Hintergrund erscheint mir das happy-end unglaubwürdig und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Art der Beziehung in der Realität Bestand haben könnte, wenn der erste Rausch der Verliebtheit vorüber ist. Schade, dass das sehr interessante Thema doch zu einfach abgehandelt wird.

Ist Liebe 'grenzenlos'? (2. August 2007)

Im Original trägt dieser Film den Titel "Ae Fond Kiss", nach dem gleichnamigen Gedicht des schottischen Poeten Robert Burns. 1791 hatte er es für seine Geliebte Clarinda verfasst, die er aufgrund gesellschaftlicher Zwänge nicht wiedersehen durfte.
Um ebensolche Zwänge geht es auch Regisseur Ken Loach, ebenfalls Schotte. "Just A Kiss" ist in Glasgow angesiedelt. Róisín Hanlon (von der faszinierenden Eva Birthistle dargestellt) ist Musiklehrerin an einer katholischen Schule. Die hübsche Irin verliebt sich in den jungen Pakistani Casim. Und damit nehmen die kulturell bedingten Probleme ihren Anfang. Casim schätzt seine traditionell lebenden Eltern, die 1947 vor den Wirren des indischen Bürgerkriegs nach Großbritannien geflohen und seither rassistischen Ressentiments ausgesetzt waren, über alles. Und der Wunsch eben dieser Eltern ist es, dass Casim eine Pakistani heiratet. Bekanntlich lässt sich Liebe aber nicht vorschreiben. Ob's ein tragisch-poetisches Finale à la Burns oder doch ein interkulturelles Happyend gibt, soll hier nicht verraten werden.
Schön an "Just A Kiss" ist, dass der Film trotz aller Herz-Schmerz-Komponenten keine melodramatische Schnulze ist. Loachs Szenario wirkt echt, nicht aufgesetzt.
Das Booklet ist informativ gestaltet, inklusive dem Gedicht von Robert Burns. Nur bei der Charakterbeschreibung ist ein kleiner Lapsus passiert. Die fiktive Lehrerin Róisín Hanlon heißt plötzlich Róisín Murphy, was wiederum der Name einer realen irischen Musikerin ist. Das sei verziehen. Beim Gedanken an irische Frauen ist schließlich schon manch einem was durcheinandergekommen ;-)

aber weder Liebeskomödie noch Happy-End! (26. April 2007)

Also der Film ist Wahnsinn! ergreifend und sowohl politisch wie auch persönlich unheimlich (teilweise geradezu erschreckend) realistisch, streckenweise hat man das Gefühl, ein Familienvideo zu sehen, so natürlich agieren die Schauspieler.(viele sind Laienschauspieler, d.h., standen das erste Mal vor einer Kamera)

Wer allerdings eine erfrischend leichte Liebeskomödie erwartet, sei hier gewarnt: dies ist ein ernstzunehmendes Drama, geht einem richtig nah, natürlich gibt es auch ein paar Lacher oder bringt einen mal zum Schmunzeln, es ist auch trotz aller Probleme mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt, also keine tristen Farben und Dauer-Depri-Stimmung.
Nichtsdestotrotz ist eben nicht alles heile Welt und die Liebe der krönende Abschluß.

Hier fangen die Probleme mit Mann, Frau, Liebe und zwei Religionen erst an. Und dabei kann man doch immer beide verstehen; sie, die katholische moderne Frau, ihn, der sich in zwei Kulturen bewegt und doch immer der "Pakistani" bleibt, ja sogar seine strengbuddistische Familie, die beiden zum Teil wirklich übel mitspielt, in der festen Überzeugung, dass einzig Richtige zu tun.
Das eigentliche Problem sind weniger die Religionen, als die Menschen, die sie für ihre Zwecke missdeuten u. -brauchen.

Und wenn er ihr zum Schluß (nach einem Zerwürfniss mit seiner Familie) hinterherrennt, da er zu ihr stehen u. bei ihr bleiben will, ist dies allenfalls ein offenes Ende; für den Moment hat er sich für sie entschieden, doch wie es wirklich weitergeht, bleibt der Fantasie überlassen:
immerhin musste sie ihre erzkonservative Schule und er seine Familie verlassen, und all das nur, weil sie offen ihre Beziehung leben wollen, anstatt faule Kompromisse einzugehen.
Was kann an Liebe überhaupt falsch sein?

Ein Film, der viele Fragen offen und einen selbst nachdenklich bleiben lässt.

An dieser Stelle seien nochmal wärmstens die Extras empfohlen, allem vorran das lange, jedoch äußerst interessante Interview mit dem faszinierenden Regisseur.

Liebe zwischen den Kulturen (2. April 2007)

Ein sehr schöner Film, der die Problematik der sich die beiden Hauptfiguren gegenüber sehen, sehr differenziert und objektiv nähert. Er verurteilt nicht, verschweigt aber auch nicht, daß "Rassismus" oder besser Vorurteile auf kultureller Basis in beide Richtungen funktioniert, daß keiner nur Täter oder nur Opfer ist.
Die Darsteller sind bis in die Nebenrollen gut und überzeugend. Die Gefühle wirken absolut echt.
Die Bettszenen hätten etwas weniger explizit ausfallen können, aber daß ist Geschmacksache.
Auf jeden Fall ein Film, der zum Nachdenken anregt.

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